Dienstag, Januar 30, 2007

Arbeiten, um nicht gammeln zu müssen (Di und Mi)

Dienstag, 30. Januar 2007
In der Schule ist alles gelaufen. Gestern zwei Stunden, heute ebenso, morgen eigentlich gar keine. Aus purer Langeweile - oder Geldnot (-> Neuseeland) - bin ich daher heute um 11 zur Tanke gegangen. Bis 14 Uhr war geplant, ich meinte, ich könnte auch bis 15 Uhr, wenn der Chef zu viel zu tun hat. Hatte er nicht, aber 15 Uhr war trotzdem in Ordnung für ihn. 6 Cent teurer als gestern. Wie jeden Tag nach Montag. Daher tote Hose. Einkaufszettel geschrieben, Zigaretten eingeräumt, gelesen, teilweise unglaublich freundlich zu den Kunden und Lieferanten gewesen - immer ein Lächeln parat. Führte dann auch mal wieder zu so einem mich verwirrenden Dialog mit einem älteren Herrn, einem sehr älteren Herrn:
Er: "Nehmen Sie mich auch in Zahlung?"
Ich, ihn fragend anguckend und den nächsten Satz abwartend.
Er: "Ich habe kein Geld dabei."
Ich: "Das ist schlecht. Aber ich bin sicher, sie finden noch was." (Oder so, weil er weiter in seiner Hose wühlte)
Er zahlt: "Müssen Sie mich also doch nicht hier behalten."
Ich: "Nee..."
Er: "Hätten Sie denn was mit mir anfangen können?"
Ähm...
Ein weiterer Kunde, der mich zum lächeln brachte, war der glatte Gegensatz. Schätzungsweise 5 Jahre alt. Mutter kommt mit etwa dreijähriger Tochter und Sohn herein. Die Kinder sollen sich was zum Naschen aussuchen, ich biete ihnen kostenlose Gummibärchen an, die er dankend animmt. Die drei bleiben noch eine Weile, weil sie auf den Vater - unfreundlichste Person des Tages - warten müssen. Das Mädel wirft mir einen so bösen Blick zu, dass ich eigentlich auf der Stelle hätte tot umfallen müssen. Was hab ich der getan? Hat die Angst, ich nehme ihr ihren Bruder weg? Wohl kaum. Eher lag es an ihrer Erkältung, mit der sie zu kämpfen hatte, wie ich später erfuhr. Papa kommt, Frau und Mädel gehen raus. Junge bleibt im Stuhl, labert was von: "Was fängt mit H an und hört mit Baby auf." Sprach er mit mir oder sich selbst? Egal, beim verabschieden lobt er: "Der Stuhl ist sehr gemütlich." Voll süß.
Auch süß: Mein Chef. Sowohl heute, wenn er mir eine Story nach der anderen erzählt, mir seine Urlaubsvideos zeigt, weil so wenig los ist, als auch: damals... Nach dem Mittag kam er mit Fotos an. Zwar finde ich, dass er auch noch heute das gewisse Etwas hat, aber die Fotos... warum zeigt er mir die? Ich meine, ich kann ihm kaum sagen: "Mensch, wenn wir uns damals schon gekannt hätten..." Was erwartet er, was ich auf sein "Da war ich noch ganz schön jung..." entgegne? Trotzdem war es wirklich sehr interessant heute. Das Video aus Kreta war schön. Leider fallen mir nie schnell gute Fragen ein, sodass so dämliche unangenehme Pausen entstehen, wenn er fertig erzählt hat. Wie auch immer, möchte hier niemanden mit dem Gerede meines Chefs langweilen. Wobei: Eins noch! Vorwäscher Marco ist mit Kassierin Lisa zusammen. Hab es zwar schon geahnt, aber der Chef hat's heute bestätigt, mit dem Zusatz: "Die verarscht den von vorne bis hinten." Hallo? Wer denn bitte noch alles? Immer die, von denen man es am wenigsten denkt. Ich hab Lisa damals eingearbeitet. Total schüchtern, Walddorfschülerin, nett. Heute wurde mein Weltbild erneut zerstört. Marco hätte ich so ein Verhalten vielleicht eher zugetraut. Absolutes Arschloch hab ich immer gedacht, habe ihn die ersten Wochen nach Daniels Unfall beinahe gehasst, aber inzwischen mag ich ihn wirklich gerne und das hat auch er nicht verdient. Find solche Weiber einfach zum kotzen. Aber solange es die Typen mit sich machen lassen, bitte schön.
Spaß darf neben der Arbeit natürlich nicht zu kurz kommen, daher sind wir gegen 19 Uhr spontan zu Mäcce (Buchholz) gedüst. Steff (!) ist gefahren! Irgendwie mag ich ihren Fahrstil. Gut, sie macht 'ne Notbremsung vor 'nem Bahnübergang, bevorzugt es im Gegenverkehr zu fahren, aber wer sieht nicht gern dem Tod ins Auge? Mäcce war lustig. Ging u.a. um kleinere Geschwister. Und während ich anfangs als Einzelkind die jüngeren pubertierenden Geschwister verteidigen wollte, konnte ich am Ende doch auch als große Schwester von Sidney und seiner Nora, sowie seinem imaginären Hund Dennis berichten. Auf der Rückfahrt kam ich aus dem Lachen nicht mehr raus - Katrin, du bringst mich irgendwann noch um, ohne dir deiner Schuld bewusst zu sein! Ich lachte über Katrin, Katrin über mich, weil ich lachte. Und so waren alle glücklich und zufrieden. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann lachen sie jetzt immer noch...

Ohrwurm des Tages: Razorlight - America.

Mittwoch, 31. Januar 2007
Der Tag begann mit der Podiumsdiskussion. Lena, Kot-Ulla und ich waren dummerweise so albern, dass sich schon die 10. Klässler nach uns umdrehten. Lena rechnete aus, dass es heute allerhöchste Zeit ist, sich um den Nachwuchs zu kümmern, um pünktlich zum Studienbeginn im Oktober von den Studiengebühren befreit zu werden. Sie konnte gar nicht mehr aufhören davon zu reden, sodass ich irgendwann die Schnauze voll hatte und meinte: "Lena, nicht nur reden - MACHEN!" "Das musst DU gerade sagen" Wo sie recht hat, hat sie recht... Konzentrationsschwäche, Albernheit, leichtes Desinteresse führten zu einem Lachflash nach dem anderen. Wir hatten unseren Spaß, denn wir wussten - bald ist Schluss mit lustig: Zeugnisausgabe. 2,7 - bin nicht zufrieden, aber was soll's. Immerhin sind alle für die 13.2. zugelassen.
Nachmittags arbeiten: Endlich - Daniel ist wieder da! Hab mich wirklich gefreut, auch wenn ich es nicht so zeigen konnte. Und mir sind sogar dumme Small-Talk-Fragen eingefallen. Dummerweise war ihm aber nicht so nach Small-Talk. Zumindest fasste er sich extrem kurz.
Kundin, die ebenfalls erfreut war Daniel(a) wiederzusehen: "Lebst du auch noch?"
Er: "Leider."
Sie: "Dann nimm dir doch 'n Strick. [...] Überlegs dir nochmal. Das Leben kann so schön sein."
Er: "Wo denn?"
Sie: "Jeden Tag! Guck morgens einfach in den Spiegel und sag dir: "Mann, bin ich ein Geiler!"" (Das hat sie wirklich gesagt!)
Er: "Eher zerspringt der Spiegel..."
Oh Mann, ich glaub dem geht's echt nicht gut...
Anderer Kunde erfreut sich an unserem Kartenlesegerät: "Das ist mal eindeutig!"
Ich [erstaunt]: "Ich glaube von 10 Kunden sind sie der Erste, der das so sieht."
Er lobt die verständliche Abbildung: "So gehört sich das! SIE HABEN ZUKUNFT!"
Der nächste Kunde, hilflos mit seiner EC-Karte rumfuchtelnd: "Wie war das hier nochmal?"
Nach der Arbeit habe ich meine Mutter gleich vom Bahnhof abgeholt. Die schien auch nicht so gut drauf zu sein, hat sogar vergessen, dass heute Zeugnisausgabe war. Während sie ihr Abendbrot zubereitete, fragte sie: "Weißte, wer sich vermutlich - mit hoher Wahrscheinlichkeit - bald trennt?" Spontan sagte ich einen Namen, bei der es mich nicht überrascht hätte. Der war es natürlich nicht. Und in Sekundenschnelle ahnte ich, welchen Namen sie mir gleich nennen würde. Aber ich wusste, dass mir die Wahrheit nicht gefallen würde und wollte meine Vermutung auch nicht äußern, weil ich nur hoffte: "Das kann nicht sein! Bitte bitte nicht DIE Beiden...!" Aber vor der Wahrheit kann man sich nicht drücken, so bitter sie auch sein mag. Ich hoffe so, dass sich das einrenkt. Ich weiß nicht, was vorgefallen ist. Ich will nur, dass alles wieder in Ordnung kommt, so wie nach der letzten Trennung. Ich werde keinen Namen nennen, denn schwarz auf weiß hat was Offizielles und ich will nicht, dass es offiziell ist.

Ohrwurm des Tages: Pohlmann - Mädchen und Rabauken

Montag, Januar 29, 2007

Von Panzern, Fahrstühlen und alten Omas...

Auf dem Weg zur Schule kamen mir heute drei Panzer entgegen. Doch der dumme, vermutlich unrealistische, aber eigentlich für mich typische Gedanke "Was wäre, wenn morgen der Krieg ausbricht?" schwirrte nicht mal für eine ganze Sekunde ernsthaft in meinem Kopf herum. Wohl aber der Gedanke, dass eben dieser Gedanke nur so kurz anhielt. Ist das nicht ungewöhnlich für mich? Wo ich mich doch vor dem Einschlafen in letzter Zeit mit Bildern herumschlagen muss, in denen man mir oder jemandem anders ein Messer an die Kehle hält, in denen jemand zusammengeschlagen wird oder ähnliches? Zum Glück suchten mich diese Bilder bisher jeweils nur einmal heim. Stets sind die an Filme geknüpft. Also eigentlich total unrealistisch. Aber wenn mir im wahren Leben drei Panzer entgegen kommen, dreh ich nicht ab? Eigentlich ja ganz gut so, schließlich ist es (hoffentlich) zu weit hergeholt wegen diesen gewaltigen Fahrzeugen an Krieg zu denken. Vielleicht bin ich ja auf dem Weg der Besserung, weil ich mir aus so einer "Kleinigkeit" nicht schon wieder eine Horrorvorstellung zusammenspinne. Auf der anderen Seite beunruhigt es mich aber auch, dass ich mir daraus heute nicht viel gemacht habe, mich ein Schicksal einer nicht in der Wirklichkeit existierenden Serienfigur aber noch fast die halbe Nacht mitgenommen hat. Ist ja auch irgendwie unnormal. Aber irgendwie auch nicht. Schließlich geht es weniger um die Figur als viel mehr um das erlittende Schicksal. Der Verlust nahestehender und geliebter Menschen ist zudem leider weitaus realistischer als ein plötzlicher Kriegsausbruch oder Weltuntergang! Terror und Klimawandel hin oder her.
Die Panzer längst wieder vergessen, saß ich im Deutschunterricht als uns unsere Lehrerin eine Andekdote erzählte, die ich hier versuchen möchte kommentarlos wiederzugeben:
Ein Mann steigt in New York in einen Fahrstuhl. Nach 20 Jahren befindet er sich immer noch in diesem. Er hat nie sein Ziel erreicht, ist nie durch die Tür getreten. Sein Leben verbringt er ausschließlich mit Warten.
Das ist alles, woran ich mich noch grob erinnern kann. Wenn jemand mehr dazu weiß, lässt es mich bitte wissen. Außerdem haben wir noch "Die Verwandlung" als Trickfilm gesehen sowie eine Biographie über Kafka, den ich als unglaublich interessant empfand. Als wir den Bezug zu Hoffmannsthal herstellen mussten, war ich diejenige, die den Satz meiner Lehrerin mit "mit dem Herzen denken" vervollständigen "durfte". Sie hat angefangen, machte eine Pause und wie von selbst ging mein Finger hoch. Weiß nicht, ob das Zitat so in mir eingebrannt ist, weil ich es mal hier zitiert habe - ich glaube an dem Tag, als ich den unvergesslichen Traum in den Freistunden hatte - oder weil sie es mir in der Klausur an den Rand geschrieben hat, weil ich es ausgerechnet dort nicht angewandt habe.. vielleicht auch aus einem anderen Grund.
Da morgen die Großoma stolze 102 Jahre alt wird, habe ich nach der Schule nach einer Geburtstagskarte gesucht. Ich wollte irgendwas Besonderes. Aber überall, wo mehr als "Zum Geburtstag viel Glück" drauf stand - "Viel Glück" fand ich auch nicht gerade aussagekräftig -, war eine Weisheit zu finden, die die Oma nicht braucht, da sie in ihrem Alter einfach weise genug ist und wohl kaum einen klugen Spruch benötigt. Schließlich ist sie diejenige, die uns ständig liebe, weise Worte mit auf den Weg gibt. Aber dann habe ich eine Karte mit folgendesm Spruch gefunden:

"Die Wahre Lebensweisheit besteht darin,
im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen."
Paul S. Buck (1892-1973)

Natürlich ist auch das nichts Neues für die Großoma. Aber eben aus diesem Grund habe ich mich für diese entschieden. Denn der Spruch hätte auch von ihr kommen können. Was passenderes hätte ich für diese unglaubliche Frau nicht finden können, denn es erscheint mir als würde dies ihr Lebensmotto sein. Sie ist immer so positiv gestimmt und voller Lebensfreude. Eigentlich unbeschreiblich, denn diese Frau muss man einfach erleben!

Donnerstag, Januar 25, 2007

Verdammt lang her...

... dass ich das letzte Mal gebloggt habe, aber irgendwie hatte ich weder Zeit noch Lust, obwohl ich doch einiges erlebt habe. Sonntag abend bin ich zur Landebahn gefahren bevor ich meine Mutter aus Langenhagen Mitte abgeholen musste. In nur einer halben Stunde durfte ich 5 Landungen erleben, ein sechstes Flugzeug habe ich in der Ferne gesehen als ich zum Auto zurücklief, das ich in einer kleinen unbeleuchteten Seitenstraße am Feld geparkt hatte - nicht auszudenken, was mir in der Dunkelheit hätte passieren können...
Zurück zu Hause musste ich feststellen, dass mein Laptop sich mal wieder tot stellte. Trotz des Virus im Sommer und dem Vorhaben von da an alles stets zu sichern, hatte ich dies schon wieder aufgeschoben und ärgerte mich unglaublich über mich selbst. Montag nach dem Tanzen und Abendbrot wollte ich ihn dann für die Reparatur fertig machen, aber eine Chance gab ich ihm noch und siehe da: Er lebt noch!
So nahm der Montag doch noch ein gutes Ende, wo er doch so schlecht angefangen hatte: Nach gesunden 8,5-9 Stunden Schlaf war ich eigentlich fit wie nie zuvor, die Woche mit der 0. Stunde Politik zu starten. Doch mein Magen und Kreislauf machten mir dann doch einen Strich durch die Rechnung. Zu heiß geduscht, zu heiß geföhnt oder zu wenig Nahrungszufuhr am Wochenende - ich weiß es nicht. Ich spürte wie meine Stirn heißer wurde, meine Augen kleiner und ahnte, dass ich bald nur noch schwarz sehen würde. Um das zu verhindern schloß ich die Augen, um diesen Vorgang zu beschleunigen oder zu simulieren. So bescheuert das auch klingen mag - aber es hat sogar geklappt! Die nächsten 4 Stunden musste ich leider dennoch im Bett verbringen...
Nach der Schule, zu der ich mich später doch noch schleppte, erhielt ich eine SMS von meiner Chefin, die mich bat vielleicht 2 Stunden einzuspringen, da jemand krank geworden sei. Mein eigenes Unwohlsein verdrängend sagte ich zu, was letztendlich wieder Stress bedeutete, da ich abends auch noch Einkaufen und Tanzen musste. Aber es ging und momentan brauch ich einfach jeden €uro wegen der eventuell anstehenden Neuseeland-Reise. Zu der Tour, die man mir empfohlen hatte, kann ich leider keine halbe Doppelzimmer buchen und daher fällt diese schon mal aus, da mir Einzelzimmer zu teuer sind und ich vermutlich keine Begleitung finde, die mal eben so um die 3.000 € für 'ne Reise übrig hat. Gestern kam der neue Katalog und wenn ich mich nicht verguckt habe, kommt nur noch eine Reise für Juli/August in Frage. Die anderen Touren sind alle nur bis Mai und ab September wieder. Muss mir jetzt überlegen, ob ich eine aktive Rundreise mit 18- bis 35-jährigen machen möchte oder ob ich alleine mit so'nem TravelPass reisen will. Das "aktiv" stört mich ein bisschen, vor allem wenn ich neben der Reisebeschreibung Bilder mit Bungee-Jumping sehe, aber ganz allein ist irgendwie auch doof und noch stressiger, weil man sich um die ganzen Übernachtungen selbst kümmern muss. Trotzdem hat man alleine den Vorteil, dass man nicht an eine Reiseroute gebunden ist und dort wo es einem gefällt bei Bedarf länger bleiben könnte. Wobei ich auch Angst hätte nicht rechtzeitig zum Rückflugtermin den Flughafen zu erreichen, weil ich mich zu lang in irgendeinem Kaff aufgehalten habe...
Was für meine Traumerfüllung natürlich sehr wichtig ist, ist Englisch! Werde jetzt einen 14-tägigen Kurs bei der Wall Street machen. Nicht deswegen, sondern nur weil meine Mutter einen Gutschein bekommen hat, mit dem sie das Institut weiterempfehlen soll. Am Dienstag war ich dort, um den Test zu machen. Et voilà: Hier ist das Ergebnis. Mein "Lehrer" Leshi war total baff als er das gesehen hat. Er meinte, dass Schüler normalerweise das Niveau von "Waystage 3" oder so hätten. Danach folgte eine fast einstündige Propaganda-Stunde, als wenn ich mal eben 2.000 € für eine Privatschule ausgeben würde. Egal, ich hab zugehört, genickt, Interesse geheuchelt. Am 06. Februar geht's dann los - Ich will nicht! Ich kann doch kein Englisch (sprechen)! Aber dort muss ich! In dem 14-tägigen Kurs ist dann noch eine Communication-Stunde drin, in der man 60 Minuten über ein beliebiges Thema diskutiert, sowie eine "Club activity". Sprich man geht gemeinsam in einen Pub, ins Kino oder zum Kaffeetrinken, um das Bestellen auf Englisch zu üben und all sowas! Hoffe, dass die Hemmungen, die ich bisher bei solchen Sachen noch habe, eventuell in den 14 Tagen abgebaut werden können. Hausaufgaben muss ich übrigens auch machen. Wird also wirklich stressig.
Wo wir schon beim Englisch sind: Romeo and Juliet habe ich gestern abend zu Ende gelesen. Ohne überfliegen! Von vorne bis hinten. Hab natürlich nicht alles verstanden und mir oft die deutsche Version gewünscht, aber wenn man Goethe o.ä. liest, versteht man ja auch nicht auf Anhieb alles. Jetzt muss ich noch die Lektürehilfe durcharbeiten und dann kann ich endlich ein post-it von meinem Schrank verschwinden lassen! Alles in allem, ist das Drama (?) toll! Und zum Teil echt so lustig - also vor Ironie sprießend! Oder Julias kühle Art, als ihre Mutter sie fragt, was sie vom Heiraten hält: "It is an honour that I dream not of." Könnte auch von mir sein... oder auch nicht.
Viel mehr ist mir diese Woche eine Parallele zu Amélie Poulain aufgefallen. Ich war mit meiner Mutter in der Stadt und erzählte ihr, dass ein Mitschüler am frühen Morgen mit 40 km/h zu viel um die Kurve ist und vor einem Baum zum Stehen kam. Ich weiß nicht, ob ich zur Zeit mit zu wenig Enthusiasmus erzähle, jedenfalls reagierte sie nicht, also ergänzte ich, dass er mit der Fahrerseite (!) vor dem Baum zum Stehen kam. Keine Reaktion! Ich war wirklich kurz davor, ihr von meinen zwei Herzinfarkten und meiner Abtreibung aufgrund dessen, dass ich während der Schwangerschaft Crack nahm, zu erzählen - comme Amélie chez son père quand elle a réalisé qu'il n'écoute pas: "J'ai eu deux crises cardiaques et j'ai dû me faire avorter parce que j'ai eu pris du crack pendant que j'étais enceinte. En dehors ca, tout va bien." Erinnerte mich fast haargenau an diese Szene.
Was hat mich noch so beschäftigt? Siemens! Zunächst einmal hat mich Sarah diese Woche gefragt, wofür ich mich nun entschieden habe. Sie hatte ja auch eine Zusage bei Bahlsen und hat abgesagt. Jedenfalls waren wir uns beide einig, dass uns die Entscheidung schwer gefallen ist und wir uns immer noch unsicher sind, ob wir alles richtig gemacht haben, da Frau P. am Telefon und auch sonst so unglaublich freundlich war! Haben scheinbar beide ein schlechtes Gewissen. Die gestrigen Nachrichten konnten mich auch nicht sehr erheitern. Von Siemens hört man dauernd nur Negatives, während in der Werbung pick-up angepriesen wird. Jedes Mal, wenn ich die Werbung sehe, muss ich an das Glücksgefühl während des Telefonats denken, an die gute Atmosphäre beim Test und so weiter. Und dann versuch ich mir krampfhaft wieder die Themen "Übernahmechancen", "Finanzielle Unabhängigkeit" und "Internationalität" ins Gedächtnis zu rufen. Dabei sollte ich mir darüber nicht den Kopf zerbrechen, sondern froh sein, dass ich was habe und mich auf's Abi konzentrieren. Deshalb brech ich an dieser Stelle besser ab, um meine Aufmerksamkeit "wichtigeren" Dingen zu widmen.

Samstag, Januar 20, 2007

Der kleine Prinz

Vor einigen Tagen dachte ich mir, dass ich endlich mal Saint-Exupérys "Der kleine Prinz" lesen sollte, welches mir meine Mutter vor einigen Jahren geschenkt hatte. Also nahm ich es aus dem Regal, um es zumindest schon einmal bereit zu legen, damit ich mich dran erinnere und mein Vorhaben nicht wieder ewig aufschiebe. Ganz kurz blätterte ich auch darin und da fiel mein Blick auf eine mir wohl bekannte Handschrift: "... für meine liebe Maria zum Nikolaus 2000. Dein PLAM" Okay, dann weiß ich wohl jetzt, warum es sechs Jahre ungelesen in irgendeiner Ecke lag...
Nichtsdestotrotz war mir nach ganztägigem wirklich unheimlich anstrengenden Rumgammeln doch ein wenig langweilig und so nahm ich kurz nach sieben dieses Buch zur Hand, um es nun etwa vier Stunden später wieder bei Seite zu legen, natürlich nicht ohne es vorher ausgelesen zu haben.
Zwischendurch ließ ich es mir nicht nehmen, meinen ersten j.lo-Film zu sehen, aber glücklicherweise gibt es auf den privaten Sendern alle halbe Stunde Werbung, die ich heute wirklich effektiv zum Lesen nutzen konnte. Trotz sechs Goldenen Himbeeren war der Film wirklich schön, also keinesfalls eine Zumutung, aber eigentlich soll es hier ja um das Buch gehen. Ich musste nur zwei Seiten lesen und schon eroberte der Prinz mein Herz, als er den Erzähler bat: "Bitte... zeichne mir ein Schaf!" Es geht um ein Schaf? Warum hat mir das nie jemand gesagt? Und das Schöne ist, dass man das viermal in verschiedenen Variationen gezeichnete Schaf auch noch daneben sieht! Zum Beispiel da in der Kiste (viertes Bild).
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Dieses Zitat erinnert mich immer an meine Grundschullehrerin, die das damals stets in unsere Poesiealben geschrieben hat.
Schönes Buch, auch wenn es wohl kaum an "The perks of being a wallflower" rankommt. Die ersten fünf Briefe auf Englisch habe ich heute auch gelesen, um "outer appearance, character, thoughts and hearsays" für eine aus 'nem Forum rauszuschreiben - vollkommen freiwillig und gerne! Ist wirklich interessant das Buch mal auf solche Interpreationsaspekte hin zu untersuchen. Da stechen einem schon am Anfang Hinweise auf das Ende ins Auge, die man vorher nie so wahrgenommen hat. Könnte aber auch daran liegen, dass ich es nun schon zum vierten oder fünften Mal lese...

"It's great that you can listen and be a shoulder to someone, but what about when someone doesn't need a shoulder? What if they need the arms or something like that? You can't just sit there and put everybody's lives ahead of yours and think that counts as love. You just can't. You have to do things."


Donnerstag, Januar 18, 2007

"Sturm"-frei

Im wahrsten Sinne des Wortes. Während ich hin und her überlegte, ob ich nun mit dem Auto zu Sport fahren sollte und damit riskieren würde, dass Karl-Heinz durch die Wedemarker Luft gewirbelt wird, bekam ich soeben folgende SMS von Kot-Ulla: "Hey, wir haben grad gehört, dass wir alle nach der 4. Schluss haben wegen der Sturmwarnung. Brauchst also nicht mehr kommen."
Im ersten Moment habe ich mich natürlich total gefreut! Heute am längsten Schultag der Woche fallen mal eben 5 Stunden für mich weg und zudem muss ich mir keine Sorgen machen, wie ich denn nach Sport wieder nach Hause komme. Doch gerade als ich meiner Mama die freudige Nachricht übermittelte, fragte ich mich, ob ich sie denn (heute) überhaupt wiedersehen würde. Mach mir ganz ehrlich Sorgen, denn gegen solche Naturereignisse ist man ja machtlos, und habe ihr gleich gesagt, sie solle versuchen in Hannover zu übernachten. Aber neben dieser Angst, bin ich auch total gespannt, was "Kyrill" heute noch mit uns vor hat. Man hört davon ja sonst nur im Fernsehen und meist aus Amerika, aber jetzt sind wir selbst mittendrin. Nicht gerade eine tolle Vorstellung, wenn man bedenkt, was über derartige Orkane berichtet wird und was sie zur Folge haben, aber sehe der Sache trotzdem mit Neugier entgegen.

Dienstag, Januar 16, 2007

Goodbye icq!

Nachdem ich diesen Plan im Oktober doch verworfen hatte, habe ich nun den Schritt gewagt, icq endgültig zu verbannen! Es scheint irgendwie ein Fluch darauf zu liegen!
Smileys an den falschen Stellen! Sätze, die anders betont einen komplett anderen und missverständlichen Sinn ergeben. Zuviel Sätze hintereinander, zu wenig. Solche Dinge führen zu Problemen, die im realen Leben (hoffentlich) noch nicht scheinbar auch existieren. Das eigene Leben mal eben wie icq zu löschen, um Problemen aus dem Weg zu gehen, erweist sich da allerdings schon als schwieriger.
Hab genug wegen solchen Kleinigkeiten irgendwelche Freundschaften zu riskieren - wobei ich wirklich denke, dass das Sachen sind, die eigentlich kein Grund für einen Bruch sein dürften. Aber das ist meine Meinung und ich bin komisch!

Montag, Januar 15, 2007

Warum so und nicht anders?

Rein zufällig stieß ich gestern auf eine Reihe von Artikeln über die Liebe. Der erste war so schön geschrieben, dass ich gleich den nächsten lesen wollte und immer so weiter. Mich befiel sozusagen eine Sucht. Diese Texte waren wie eine Droge. Aber irgendwann hatte ich alle 20 durch und es gab kein Nachschub mehr. Durch den "Entzug" realisierte ich schließlich wie krank dieses Zeug mich macht, wie sehr es weh tut. Zwar war alles sehr schön beschrieben, aber letztendlich sind dies Gefühle und Erlebnisse, die für mich völlig unbekannt sind. Zumindest was die Realität angeht, Träume sind wieder eine andere Sache. Ironischerweise habe ich diese Nacht übrigens von (Drogen-)Abhängigkeit geträumt...
Aber was beschwer ich mich. Schließlich bin ich vermutlich selbst schuld. Ich hab einfach ein Talent dafür, Menschen, die sich um mich scharen (welche meiner Meinung nach eine Minderheit ausmachen), von mir abzuwenden. "Blocken" heißt das Zauberwort. Wohl kaum einer, der diese Kunst besser beherrscht als ich. Aber warum? Warum greife ich auf dieses Fähigkeit zurück, statt es einfach mal zuzulassen, dass man(n) mir vielleicht doch näher kommt? Vielleicht weil ich Einzelkind bin? "Decades of experts advice cast these singletons as problem citizens - solipsists with difficulty forming relationships." (TIME, October 9, 2006)
Ist das die Antwort auf mein Problem, weshalb ich stets und ständig auf Abstand gehe? Gut, so oft ist dies noch nicht der Fall gewesen. Vielleicht geh ich zu wenig in die Stadt? Nein, ich denke nicht, dass das das Problem ist. Denn warum sollte ich gerade in so einer Lokalität jemanden kennenlernen, in der man zu 90 % von Leuten umgeben ist, die von ihrem Alkoholrausch geblendet und teilweise völlig unzurechnungsfähig sind? Andererseits: wo sonst?
Manchmal frage ich mich: Was wäre eigentlich, wenn ich in bestimmten Situationen meine Blockade aufgegeben hätte? Wäre ich dann jetzt glücklicher? Oder würde ich das Singleleben mehr schätzen, weil ich weiß, wie viele Probleme in einer Beziehung doch auf einen zukommen? Ist das vielleicht der Grund für das Blocken? Möglichen Problemen so weit es geht aus dem Weg gehen? Nein, verdammt. Ich will mir mein eigenes Urteil darüber bilden, ob das Singleleben mehr Vorteile hinter sich verbirgt als bisher angenommen! Ich möchte dieses Crazy little thing called love selbst entdecken und erleben.
Wer jetzt denkt, ich würde versuchen das Blocken von nun an zu reduzieren oder ganz aufzugeben: Wenn ich so recht drüber nachdenke, kommt das gar nicht in Frage. Denn wenn ich bedenke, in welchen Situationen ich in letzter Zeit unter anderem geblockt habe, kann ich nur sagen, dass ich mir kaum einen Vorwurf zu machen habe. Ich möchte mir nicht anhören müssen, was für einen geilen Arsch ich habe. Und ich möchte auch nicht, dass man versucht mich mit "Haus und Hof" zu umwerben.
Während ich das, was ich partout nicht will, bis ins kleinste Detail zu beschreiben fähig bin, versagen meine Ausdruckskräfte ausgerechnet bei dem, was ich will. Denn was ich nicht will habe ich bereits erfahren dürfen. Was ich will, kann und will ich nicht beschreiben - maximal erahnen -, weil es für mich noch etwas vollkommen Unbekanntes ist. Und dennoch sehne ich mich danach mehr als nach allem anderen. Nichtsdestotrotz wird das Blockding solange durchgezogen wie ich es für richtig halte - wenn nötig bis zum bitteren Ende. Die Entscheidung, wann dieses Ende gekommen ist, wird mir eines schönen Tages spätestens Karl-Heinz abnehmen, wenn er beschließt die Bekanntschaft eines Baumes zu machen...

Sonntag, Januar 14, 2007

"Deutsche Filmnacht"

Meine Samstag-Abendgestaltung wurde heute vom Bayerischen Fernsehen bestimmt. 22:40 Uhr ging's los mit "Vergiss Amerika"! Obwohl gleich zu Beginn des Films ein tragisches Ende abzusehen war, verdrängte ich dies im Laufe des Films und dachte abwertend "schon wieder so'n dummer Happy-End-Film" - aber im Leben - und in diesem Fall auch im Film, denn schließlich ging's um das Leben - kommt doch immer alles anders als man denkt. Schöner Film über Freundschaft - und die Liebe, die einem dummerweise (?) dazwischen kommt.
Danach "alaska.de". Heute nach langer Zeit mal wieder gesehen. Obwohl es das dritte Mal war, gab es doch wieder Neues zu entdecken. Hat mich heute wirklich mehr als sonst mitgerissen oder ich kann mich einfach nicht mehr an ähnliches Empfinden beim letzten Gucken erinnern. War spannend, gut gemacht und toll gespielt. Zudem wieder kein Happy-End. War also heute abend genau die richtige Unterhaltung für mich :)

Samstag, Januar 13, 2007

Pech im Spiel, Glück...

... woanders halt.
Heut' abend war wieder Pokern angesagt. Nachdem ich mich doch noch aus dem Bett gequält hatte, konnte es um 20:30 endlich losgehen. Letztendlich hatte ich in meinen letzten beiden Spielen das erste Mal richtig gute Karten - andere aber bessere. Also durfte ich die nächsten 1,5 Stunden Kartengeber spielen. Spannende Aufgabe, aber ich hatte halt nichts besseres zu tun.
Tina und Janine verabschiedeten sich bei Zeiten wieder und letzten Endes war Lena die strahlende Siegerin - Anfängerglück sag ich da nur...
Es folgten Gespräche Wortgefechte über Russlanddeutsche, Herrn Grundmann, Rohde, dies und das halt. Müder, komischer Ossi verließ dann um Mitternacht die gesellige Runde - für Stadt, Land, Fluss oder ähnliches hätte die Konzentration auch nicht mehr gereicht.
Für die Zukunft merken: Klappe halten (notfalls tut's ein Pflaster) oder einfach zu Hause bleiben. Vorteil: Man wird dumm angemacht, weil man schweigend, abwesend rumsitzt.
Was nun besser ist - Je ne sais pas! Je suis fatiguée. Bonne Nuit!

Nachtrag: Habe in meiner Müdigkeit ganz vergessen, noch zu erwähnen, dass ich glaube, Pokern endlich halbwegs (!) verstanden zu haben - freu mich schon auf die nächste Runde! :) Da gibt's dann Rache für die letzten zwei Male :P

Freitag, Januar 12, 2007

Sekundenschlaf

Die Freistunden wollte ich heute mal wieder dafür nutzen, Schlaf nachzuholen, selbst wenn es nur auf Rumliegen hinauslaufen würde, wie gestern schon. 10:23 schloss ich die Augen.
Plötzlich schreck ich hoch, erinner mich, dass mein Wecker geklingelt hat, gucke auf mein Handy und stelle schockiert fest: 11:39! Verschlafen! Das heißt, dass ich meinen Wecker um 11:05 ausgemacht hatte und danach noch in einen tiefen Schlaf gefallen bin. 21 Minuten bis zum Unterrichtsbeginn. Bus seit 6 Minuten auf und davon! Ich bin plötzlich hellwach, wenn auch deutlich verwirrt, renn aus dem Zimmer, schmier mir mein Schulbrot und pack meine sieben Sachen, um schleunigst ins Auto zu springen. Motor an! Blick auf die Uhr: 10:46! Waaaaaaaaas? Das kann gar nicht sein! Du hast doch jetzt keine 13 Minuten geschlafen! Du hast doch mindestens 10 Minuten mit dem üblichen Wachliegen bei geschlossenen Augen verbracht! Das kann nicht sein! Du hast dich doch gefühlt als hättest du ewig geschlafen - und den Wecker, der in Wirklichkeit erst in 19 Minuten klingelt, hast du auch schon gehört. Totales Blackout. Hat mich völlig aus der Bahn geworfen. Aber viel Zeit, um mich zu beruhigen hatte ich nicht, denn schließlich fuhr 10:51 noch ein Bus. Motor wieder aus und losgerannt, gerade so geschafft.
In Englisch habe ich mich freiwillig doch ganze dreimal gemeldet. Aber wofür? Die Olle hat natürlich die rangenommen, die auch sonst immer was sagen. Alles für'n Arsch!
Heute früh hatte ich mir übrigens vorgenommen, einer gewissen Person nicht zu gratulieren, wenn sie mir über den Weg läuft. Und was mach ich? Ich umarm sie auch noch, obwohl wir uns beide nicht abkönnen! Ich sollte unfreundlicher werden! Und egoistischer! "Das schwarze Schaf": Freundliche Schale, agressiver Kern! Jenny hat mich schon ganz richtig beschrieben! Es wird Zeit, dass nicht nur meine Freunde, sondern auch alle anderen meinen Kern zu spüren kriegen - meine Freunde im Gegenzug vermehrt die Schale :) Ich schlage schon weniger um mich, falls ihr es noch nicht gemerkt habt ;) Ehrlich!

Donnerstag, Januar 11, 2007

Bloß weg hier...

... denk ich mir in letzter Zeit immer öfter, wenn ich meine Zeit im GM absitze. Ja, es kommt mir in den meisten Stunden wirklich so vor, als würde ich nur darauf warten, dass ich wieder gehen kann. Und das hat größtenteils wenig mit den Lehrern zu tun. Es sind einfach diese dummen Schüler, die mich umgeben. Ich könnt echt kotzen, wenn so manch einer seinen Mund aufmacht. Wen ich damit meine? Die Typen, die beispielsweise meinen verhandeln zu müssen, weil sie "nur" 12 Punkte geschrieben haben. Können einem ja echt leid tun...
Für diesen Eintrag muss ich doch wieder auf das Wort "Hass" zurückgreifen. Ich lass mir doch von so 'nem beschissenen Jahrgang nicht vorschreiben, von welchen Worten ich Gebrauch machen darf und von welchen nicht. Außerdem bedeutet "Hass" bei mir nicht, dass ich Terror oder ähnliches gegen eine Person ausüben will. Ich möchte einfach meinem Missmut gegenüber bestimmten Personen Ausdruck verleihen. Und ich werde jetzt keinen passwortgeschützten Eintrag verfassen nur weil ich dieses ach so böse Wort benutze. Ich verzichte zur Sicherheit einfach auf Namen. Denn die sind im Grunde auch nicht nötig, da doch alle gleich sind und von daher keine Unterscheidung durch Namen nötig ist.
Ich hasse diese Leute, die ihre vergeigte 12 Punkte-Klausur vor dem Lehrer so lange auf das Höchste loben, bis sie ihre 13 Punkte einkassiert haben.
Ich hasse diese Leute, die sich mit dummen Gesicht den Kommentar erlauben "Das zieht die Note aber ganz schön runter!", weil sie nach ihren 13/14 Punkten "nur" 12 geschrieben haben. Ich fang gleich an zu heulen!
Ich hasse Leute, die meinen, sie könnten Aufgaben für die sie seit Ende September Zeit hatten, nicht bis zur nächsten Woche schaffen, und die daher mit dem Lehrer verhandeln, dass man doch bitte die Aufgabenzahl reduzieren müsse.

Warum ich diese Leute hasse? Weil ich anders bin. Oder vielleicht leider genauso - nur auf einem niedrigeren Niveau.
Meine Interpretation in Kunst konnte kaum falsch sein, da es meine Fotos waren und daher auch meine persönlichen Motive. So übertrieben meine Interpretation auch gewesen sein mag, kann man sie dennoch nicht als spekulativ betrachten, da ich selbst die Fotografin war. Dennoch beschwere ich mich nicht, denn: 13 Punkte! Was will man mehr?
In Mathe folgten 6 erbärmliche Punkte auf verdammte 9. Der Traum in 13.1. doch noch 10 Punkte zu erreichen, ist erneut zerplatzt! Da es sich um andere Maßstäbe handelt, liegt es nahe mein 6/9-Problem mit dem 14/12-Problem zu vergleichen, oder? Natürlich nicht! Das ist ein Unterschied! Wie kann man nur so überheblich sein und behaupten, 12 Punkte würden den Schnitt runterreißen?
Nochmal zu Kunst. Die ersten Arbeitsblätter haben wir am 26. September bekommen. Die Aufgaben - alle 7 - habe ich zwei Wochen vor den Weihnachtsferien abgegeben. Und da nimmt sich dieser Typ das Recht heraus zu verlangen, dass Aufgaben gekürzt werden, weil die Bearbeitung unmöglich bis nächste Woche zu schaffen sei? Wie wäre es, im Unterricht einfach mal die Aufgaben zu machen, statt ständig den gesamten Raum zu unterhalten?
Ja, ich weiß, ich bin ein Sonderfall. Ich mache meine Aufgaben, selbst wenn der Lehrer total inkompetent ist. Habe ich alle Aufgaben erledigt, beschäftige ich mich in Ruhe mit einem anderen Fach! Aber ich tu wenigstens was! Während andere rumlabern und einen Scheiß tun! Und wer wird angemacht? Moi! "Die Stunde ist noch nicht zu Ende, Maria. Nur weil du die ganze Zeit nichts machst, heißt das nicht, dass du eher gehen kannst." Hatte ich erwähnt, wie sehr ich diese Schule liebe?! Praktische Aufgabe habe ich ebenfalls heute abgegeben. Jetzt habe ich wieder nix zu tun. Freu mich schon drauf, Dienstag wieder meine Zeit abzusitzen. Wenn der Kerl es sich erlaubt, mich irgendwie im Zeugnis zu bemängeln, da ich statt Kunst Mathe gemacht habe, kann er sich echt was anhören. Was soll ich denn tun, wenn ich seit einem Monat alles erledigt habe und er nicht weiß, womit er mich noch beschäftigen soll?
Vermutlich ist das hier doch ein Eintrag für einen privaten Livejournal. Weil mich sicherlich eh keiner verstehen kann, warum ich meinen Arsch in einem Fach wie Kunst, speziell bei diesem Lehrer, aufreiße. Aber offensichtlich kann ich nur dort etwas halbwegs überdurchschnittliches erreichen...

Ich habe zwar keine Motivation mehr, aber keine Sorge, ich werde schon bis April durchhalten! Ich will 'ne verdammte Zwei vor'm Komma. Und das Schlimme ist, dass ganz allein ich schuld bin, wenn dies nicht der Fall sein wird. Vermutlich bin ich genauso pingelig, wie diese anderen aus dem Jahrgang. Nur dass es bei mir nicht um 13-15 geht, sondern um lächerliche 09/10 Punkte (ja, ich weiß bei manch einem sehen die Punkte noch trostloser aus, aber hier geht's außnahmsweise mal um mich)...
Wenn mir irgendwer in den nächsten Wochen vorwirft, ich wäre zum Schleimer mutiert: Erstens war ich das vermutlich schon immer, nur im geringeren Maße als manch anderer, weil ich im Großen und Ganzem von Vornherein nichts gegen Lehrer habe. Und Zweitens werde ich alles tun, um noch zu retten, was zu retten ist - und sei es auch dort zu verhandeln, wo es kaum noch Hoffnung gibt. Ich lass mich doch nicht von diesen - mir fallen einfach keine angemessenen Schimpfwörter ein - unterbuttern! Was die können, kann ich schon lange gar nicht...

Die Pausen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Alle sind sie weg. Erst Sarah, dann Julia, nun Tina. Freunde sind doch eigentlich der Grund, warum man gerne zur Schule geht. Doch es werden immer weniger am GM. Zudem habe ich auch nur Kunst und Mathe mit den verbliebenen Freunden, was den Spaß im Unterricht wirklich reduziert. Gut, sind auch nur noch 3 Monate. Wird schon zu schaffen sein. Bin ich froh, wenn ich da weg bin... aber auf den letzten Metern mache ich nicht schlapp. Ich halt durch! Versprochen!

Mittwoch, Januar 10, 2007

Beziehungszerstörende Folgen des Internets

Zwei (ältere) Kunden in der Tankstelle. Mann und Frau. Gespräche über Preise. Speziell Benzinpreise.
Er: "Einschränkung ist es! Man muss sich einfach einschränken! Also unsere Bekannten aus Köln haben uns letztens zum Kaffeetrinken eingeladen. Aber da hab ich gesagt: Nein! Das sind insgesamt 600 km (!). Das kann man sich einfach nicht mehr erlauben! Da muss man sich eben einschränken! Heutzutage gibt es doch E-Mail. Das genügt doch, um den Kontakt aufrecht zu erhalten."
Ich dachte, ich höre nicht richtig. Gerade die, die es haben, sind nicht bereit, ein paar €uro auszugeben, um alte Bekannte zu besuchen? Ich fass das wirklich nicht. Zwar habe auch ich einige Freunde länger nicht gesehen - sei es aus Zeit- oder Geldmangel, aber der muss sich bestimmt nicht beschweren, dass er zu wenig Rente kriegt. Verdammte Geizhälse. Ich hoffe, dass ich nie so werde, auch wenn ich in meiner Familie für mein ewiges Sparen verpönt bin.
Das mit dem Geld war aber noch lange nicht das Schlimmste.
Ich konnte es nicht glauben, dass dieser Mensch den Kontakt zu seiner Bekanntschaft aufgrund der hohen Geldausgaben wirklich auf E-Mail reduzieren will. Wie unpersönlich ist das denn? Wo Leben wir denn? Richtig, im 21. Jahrhundert. Internet-Zeitalter? Aber das ist mir echt sowas von egal. Ich find das total erschreckend, dass es Menschen gibt, die so denken. Selbst wenn er der E-Mail vielleicht noch das Telefonieren hinzugefügt hat, ändert das irgendwie nichts an dieser Einstellung. Find das traurig. Doch leider muss ich feststellen, dass es doch viele Bekannte und alte Freunde gibt, mit denen ich fast ausschließlich und meist nur unregelmäßigen E-Mail-Kontakt habe.
Was soll man tun um dieser erschreckenden Entwicklung entgegen zu steuern? Flatrate kündigen? Regelmäßiger Telefonieren? Die Besuche in den Ferien nicht nur auf die Omas beschränken? Vielleicht könnte man dem Typen auch einfach die Mitfahrerzentrale empfehlen, damit er preiswert mit seiner Bekanntschaft Kaffeetrinken kann. Aber ich bin mir sicher, dass sich der Herr dafür widerum zu fein ist...

Tankstellen - Dialoge

Er: "Eine Telefonkarte D2 15 €, vier Bier, eine John Player Red und deine Telefonnummer." [Er blickt zu dem anderen Kunden]
Ich ignorier den letzten Satz, aufgrund seines zu dem anderen Kunden gerichteten Blicks, und nenne den zu zahlenden Preis.
Er: "Deine Telefonnummer fehlt noch."
Ich: "Ach meine! Ja, neee..."
Er: "Ja wie neeee?"
Ich: "Nein."
Er [näher kommend]: "Ne, mal im Ernst. Hast du einen Freund?"
Ich: "Nein."
Er [es auf die Mitleidstour versuchend]: "Ach komm. Ich wohn da oben am Johannisgraben. Vier Zimmerwohnung. Die ist viel zu groß für mich. Willst du nicht zu mir ziehen? Würde mich wirklich freuen."
Ich: "Nein!"
Er: "Hör mal - meine Frau hat mich mit meinem Kind allein gelassen. Ach komm bitte, ich bin doch ganz allein."
Ich [leicht gereizt]: "Nein..."
Er: "Und da ist wirklich nichts zu machen?"
Ich: "Nein."
Er: "Schade. Ich mein es wirklich ernst."
Er bittet um eine Plastiktüte. Ich steh auf, geh nach hinten und hol ihm eine.
Er: "Darf ich dir noch was sagen? Du hast einen geilen Arsch..."
Er packt sein Bier ein - lässt eins runterfallen.
Verschwindet irgendwann endlich: "Ansonsten: Weißte Bescheid, ne?" Was zum Teufel!?
Ich stelle erst nachdem er gegangen ist fest, dass eine Bierflasche zu Bruch gegangen ist, da ich es vorher vorzog meine Aufmerksamkeit anderen Kunden zu widmen.
Ich [zum Chef]: "Haben Sie vielleicht irgendwas zum Aufwischen?"
Er: "Wer war das denn?"
Ich: "Irgendso'n Typ, der grad Bier gekauft hat..."
Er: "Der, der immer seine ganze Lebensgeschichte erzählt? Davon, dass ihn seine Frau sitzen gelassen hat?"
Ich: "Ja..."
Er: "Der ist doch nicht mehr ganz klar im Kopf. Soll seine Sorgen mal nicht versuchen im Bier zu ertränken."

Was der komische Kerl mir persönlich heute angeboten hat, verschwieg ich meinem Chef lieber. Aber ungemein aufbauend, wenn man (fast ausschließlich) von solchen Typen, die "nicht mehr ganz klar im Kopf" sind, angemacht wird.
Traumhaft wäre ja so eine Tankstellen-Begegnung.

Montag, Januar 08, 2007

I don't feel like dancing

18 Uhr die erste Tanzstunde meines Lebens. Meine Laune besserte sich anfangs mehr und mehr, denn: Konrad und Sascha kamen nicht und somit hofften Lena und ich, dass wir tanzen könnten. Aber wer kommt kurz vor'm ersten Tanz hineingeschneit? Sascha. Hat sich entschuldigt und dann ging's auch schon los mit Jive. Vorher vergewisserte ich mich noch bei Sascha, ob er schon einen Kurs gemacht hätte, was er (zum Glück?) verneinte. Danach kam der Disco Fox. Vor, zurück ging ja noch, aber als dann noch die Drehung dazu kam... ging ja gar nich. Zwischendurch Partnerwechsel. Sascha tanzte mit Nora, die von Niklas versetzt wurde, und ich mit Lena. Ein himmelweiter Unterschied. Zum einen war Lena so unheimlich schnell und rhytmisch(er als ich) und zum anderen machte sie so große Schritte, dass ich gar nicht hinterher kam. Aber die Drehungen waren schön schwungvoll, auch wenn ich einige Anlaufschwierigkeiten hatte. Dann wieder weiter mit Sascha, mit dem die Drehungen allmählich auch besser wurden, zumindest beim letzten Tanz. Vorher mussten wir noch den langsamen Walzer "lernen". Ich glaub, ich trat ihm ein paar Mal auf die Füße, aber zum Glück kam auch er ein paar Mal aus dem Schritt raus. Was wir da veranstalteten schien dem Lehrer nicht ganz so zuzusagen und so musste ich mit ihm und Sascha mit der Lehrerin tanzen. "Du lässt dich sehr schwer führen." Was sie nicht sagen... Aber ich glaube danach lief's besser mit Sascha. Dennoch kann ich immer noch nicht zwei Sachen auf einmal. Auf den Tanzschritt achten und den Musikthytmus einhalten? Niemals! War froh als die Stunde endlich vorbei war. War doch ein wenig anstrengend, vor allem mit so vielen Leuten in einem Raum. Mit Sascha war es aber ganz ok, auch wenn wir sicher nicht die schnellsten und taktvollsten waren, woran ich nicht gerade unschuldig bin. Aber er hat sich wirklich Mühe gegeben und hat sogar ein paar Mal gelächelt - was man bei ihm wirklich selten beobachtet.

I don't like Mondays

Kaum hat der erste Schultag anfang, geht auch schon wieder der Stress los: 05:53 Ich quäl mich aus dem Bett. Haare waschen, frühstücken, Haare föhnen, Schulbrot schmieren, anziehen, Zähne putzen. Und schon wird's eng. 07:03 verlass ich die Wohnung. 07:08 fährt der Bus. Erfahrungsgemäß kommt er immer dann zu früh, wenn ich mich nicht beeile. Also hetz ich mich zur Hauptstraße runter. 07:06er Bus fährt los. Schön. Völlig abgehetzt, fast nach Luft ringend und einen Kreislaufkollaps erwartend, steh ich da... und stehe. Heute also wieder einer dieser Tage, an denen man in Ruhe zur Bushaltestelle spazieren hätte können. Aber nein... rennen wir doch lieber und zittern noch ein paar Minuten in der Kälte. Na ja, besser als Bus verpassen und zu spät zum Politik LK kommen. So kam ich pünktlich und sackte gleich mal eben 10 Punkte für die Vorabi-Klausur ein. Bestes Mädel :) Und das seit 1,5 Jahren! Okay, ist bei uns 3 auch nicht all zu schwer. Aber ein bisschen stolz darf man jawohl auch mal sein :) Danach Englisch. Inzwischen zu meinem Hassfach Nr. 1 aufgestiegen. Es macht einfach keinen Spaß mehr (ohne Julia) und die Frau - so nett und humorvoll sie auch sein mag - kotzt mich einfach nur an!
3./4. hatte ich dann mal wieder Freistunden. Bin zum Frauenarzt, um die 10 € von 2006 für meine Mama zu bezahlen und dann auch noch für mich dieses Quartal. Und dann "zwingt" die mich doch tatsächlich einen Termin zu vereinbaren! Geht's noch? Ich will da doch nicht hin... mäh! Na ja. Früher oder später muss frau dann wohl doch mal. Genauer gesagt in ca. 90 Tagen.
Wider Erwarten hat Frau H. die heutige Klausur doch nicht versäumt und so wurden mir drei wundervolle Stunden "Kino und Sprache", Müdigkeit und Kopfweh inklusive, beschert. Erst dachte ich, dass die Aufgaben ganz okay sind, aber im Laufe der Klausur war es einfach nur scheiße. Zu allem Überfluss hatte ich meine Uhr im morgendlichen Stress zu Hause vergessen. Was soll's. Letzte Klausur in diesem Halbjahr. Jetzt geht's in den Endspurt! Um mich drauf vorzubereiten, habe ich meinen Schrank gestern mit post-its. ausgestattet. Wundervolles "Kunstwerk" ist entstanden! Bestehend aus allen Sachen, die ich in den nächsten drei Monaten wiederholen möchte/muss! Ich muss schon sagen: Ich bin wirklich gut in Ziele setzen - aber wenn's an die Umsetzung geht... Aber immerhin versuche ich es. Einzelne Post-its werden erst abgenommen, wenn die Wiederholung erfolgreich beendet wurde. Ich befürchte allerdings, dass der Schrank am 04. Mai immer noch genauso aussieht.
Heute abend Tanzen! Ich will nicht! Hab mit Lena schon ausgemacht, dass wir beide tanzen, wenn Konrad und Sascha heut' nicht aufkreuzen. Aber Sascha meinte vorhin, dass er kommt... Na toll! Immerhin geht's danach zu Mäcce. Wenigstens Lichtblick am heutigen Tag...

Samstag, Januar 06, 2007

"Hol mir ma 'ne Flasche Bier..."

Diesen Spruch, wenn vielleicht auch etwas abgewandelt, konnte ich mir gestern um die 10x anhören. Ein Sixpack & 5 Fosters wurden gestern weggesüffelt. Von den geöffneten Flaschen Rotwein möchte ich gar nicht reden. Aus Frust, Langweile oder einfach weil kein Wasser in der Nähe war, genehmigte ich mir während des Abends immerhin auch noch ein Becks Chilled Orange.
Grund für diese Sauf-Orgie: Meine Cousine war mit ihrem Freund zum Abendessen (war lecker - ich stand ja auch in der Küche ;)) hier, da sie sich Umzugskartons abholen wollte.
Es wurde viel erzählt, gelacht und zu viel rumgealbert. Mark und Matthias wollten dann schließlich "Fick dich" hören. Also sollte ich das suchen. "Das singt eine mit L..."
Ich also bei youtube geguckt. "Sicher, dass sie mit L anfängt und nicht Anna David heißt?"
In ihrem Suff stießen sie nur ein genervtes "Jaaaa... mit L." so nach dem Motto: "Wenn wir es dir doch sagen." Ich die Suche schließlich aufgegeben, Mark hatte auch nicht mehr Erfolg.
Zwei Stunden später meinte Matthias dann: "Ich such es euch in Zwei Minuten." Eine viertel Stunde später erklangen dieselben Töne wie zwei Stunden zuvor. Nämlich von Anna David. Und diesmal hieß es: "Jaaaaaaa! Das ist sie." Männer...
Gegen elf brachen die zwei dann auf. Verabschiedeten uns und Mark schien durch das Fosters übersinnliche Kräfte erlangt zu haben, denn er umarmte mich, nahm mich hoch und schwang mich durch die Luft wie... ja, wie Tobbi *heul* Mich würde mal interessieren, ob er noch lebt oder was es sonst für einen Grund gibt, dass er mir nicht mehr zurückgeschrieben hat und auch bei icq nicht mehr online ist. Da ich seine Nummer im Herbst total verärgert gelöscht habe, werde ich das wohl nie rausbekommen... Ich hätte ihn so gerne wiedergesehen, aber wer nicht will, der hat schon :(
Die Nacht war wieder viel zu kurz. Aber komischerweise schlafe und träume ich viel besser, wenn ich am nächsten Morgen zur Arbeit muss und vom Wecker geweckt werde, als wenn ich theoretisch ausschlafen könnte (was zur Zeit so gar nicht klappt). Letzte Nacht habe ich von Rosenstolz geträumt. War in einer ähnlichen Loge wie bei Holiday on Ice und dann setzten sich halt noch Anna und Peter zu mir - na neidisch, Steff? Außerdem habe ich von Lena (und Micha) geträumt, die seit ein paar Tagen wie vom Erdboden verschluckt waren (fast so wie im wahren Leben). Heute Nacht bin ich dann mit meiner Chefin zusammen mit Delphinen geschwommen. War wirklich schön...
... trotzdem wäre es mir lieber, mal wieder so etwas wie in den Freistunden letztens zu träumen - wenn ich Liebe schon nicht in der Realität zu spüren bekomme.

Freitag, Januar 05, 2007

Erfreuliches Wiedersehen (30.12.2006)

Diesen Eintrag widme ich Micha, der so lieb war, Lena und mich am vergangenen Samstag zum Spaghetti Pesto Rosso und Iglo Fisch á la Bordelaise einzuladen. Gegen 18 Uhr waren wir dann an den Herrenhäuser Gärten und so betrat ich wenige Minuten später zum ersten Mal die WG von Micha & Mitbewohner(in). Während Micha noch am kochen war, sollten Lena und ich uns für einen Kinofilm entscheiden. Nicht so einfach, denn jeder wollte was anderes. Also suchten wir uns vier Favouriten (Departed, Der Pakt, Déjà vu, The White Planet) und bastelten Lose. In drei mal drei spannenden Ziehungen wurde schließlich "Der Pakt" zum Sieger gekürt. Ob das mit dem Losverfahren eine so gute Idee war, sollte sich erst später herausstellen. Erst einmal warteten wir gespannt, was Micha uns Feines gezaubert hatte und nachdem die Fischpackung dann restlos ausgelöffelt war, musste ich sehr überrascht feststellen, dass Micha ein straffes Programm mit uns durchziehen wollte: Abendessen, Henry's, Irish Pub, Kino, Jack the Ripper's! Und das an einem Abend? Das konnte ich nicht ganz glauben. Erst recht nicht als er dann auch noch Duschen wollte. Was soll's. Dürfte ja nicht so lange dauern. Na wenn ich mich da mal nicht getäuscht hab... Lena und ich machten uns auf dem Sofa bequem, lachten uns kaputt als Micha uns nach der Farbe seines Shirts fragte und spielten irgendwann vor Langeweile Schach, da er nach mehr als 20 Minuten immer noch nicht aus dem Bad aufgetaucht war. Wir konnten uns kaum noch Halten vor Lachen, weil man ihn die ganze Zeit unter der Dusche rappen/singen (?) hörte. Irgendwann meldete sich Lenas Blase zu Wort und sie verschwand mal eben kurz für kleine Mädchen als plötzlich ein böser Aufschrei zu hören war: "Geht's noch?" Da wurde es wohl kalt unter der Dusche als Lena sich die Hände wusch...
Halb neun konnte es dann endlich losgehen. Bei extremen Sturm kämpften wir uns zur Straßenbahn. Vom Kröpke zum Raschplatz trotten wir dann wie so eine Entenfamilie einzeln hintereinander. Nachdem wir die Kinokarten für die 22:45-Vorstellung gekauft hatten, ging's ins Henry's. Dort warnte mich dann Micha: "Lena lässt immer probieren." Da ich noch satt war und daher keinen Hunger auf Mozarella Sticks hatte, war mir das aber relativ egal. Schließlich kamen unsere Getränke - Lena nippt an ihrer Sprite und siehe da: "Die schmeckt komisch. Irgendwie süßer als sonst. Probier mal!" Als Micha schon fast am Ende war mit seinen Überredungskünsten, Lena zu etwas Alkoholischem zu überreden, opferte ich mich auf und Lena und ich teilten uns einen oberleckeren Tropical Fruit. Nachdem wir bezahlt hatten, ging es dann in aller Ruhe ins Kino, am tollen Straßenmusiker vorbei (dafür liebe ich Hannover :)). Bevor die Vorstellung losging, kaufte Micha sich dann noch einen Riesen-Popcorn-Eimer. Schließlich saßen wir in einem wirklich ziemlich leeren Kinosaal und schauten uns gespannt die Werbung an. Kurze Stille. Nein. Keine Stille. *kram kram kram* Lena und ich guckten uns an - Gelächter. So (*kram kram kram*) ging das die ganze Werbung über. Micha konnte scheinbar nicht genug von seinen Popcorn kriegen. Während des Filmes hielt er sich dann etwas zurück - kein Wunder, denn nach der Werbung war die Hälfte auch schon leer. Männer...
Film war scheiße. Also man kann ihn sich angucken, aber nur einmal und dann auch nicht im Kino. Was sagt uns das: Nie wieder Losverfahren!
Danach suchten wir das Irish Pub in der Brüderstraße auf. Auf dem Weg dorthin schrie Lena plötzlich auf! Ich gleich hinterher! Letztendlich dachte sie, sie sei in Hundescheiße getreten, dabei war es nur aufgeweichte Pappe. Aber ich hab schon sonst was befürchtet - naja, ihr kennt mich ja...
Nach ein paar tausend Mal Abbiegen erreichten wir schließlich den Pub, suchten uns ein schönes Plätzchen und wurden sofort vom englischsprachigen Kellner angesprochen. Er erzählte uns irgendwas von früher zumachen wegen Silvester, maximal ein Getränk usw. Irgendwie fühlte sich keiner angesprochen und so kam schließlich doch die deutschsprachige Kellnerin bei der wir dann auch gleich je ein Getränk bestellten. Ich diesmal doch ein Heineken, was ich zunächst in aller Ruhe trank, aber am Ende ganz schön hinterkippen musste, da ich gerade mal bei der Hälfte war, als die anderen schon wieder los wollten.
Jack the Ripper ließen wir dann Sausen... lieber wollten wir ganz schnell ins Bett und so gingen wir zum Steintor und fuhren mit der Straßenbahn wieder zurück nach Herrenhausen.
Um zwei lag ich im Bett, um 08:40 waren die Äuglein wieder auf und wollten sich partout nicht wieder schließen. Von 9 bis 10 erklang ständig die Kirchenglocke und hörte gar nicht mehr auf zu "glocken". Um 11 ging ich dann schließlich doch auf Michas Angebot ein und ging einfach mal ins Zimmer. Aber neee, die schliefen noch. Mäh! Also wollte ich mich wieder ganz leise rausschleichen... aber wie ich nun mal so bin: Krach! Soviel zum leise die Tür aufmachen... Ich hoffte, dass die beiden so tief geschlafen hatten, dass sie das nicht mitbekommen hatten, aber schon hörte ich die Tür. War mir also gelungen alle zu wecken. Wenn ich Lena schon nicht dem Bett klingeln kann, such ich mir wohl andere Methoden.
Dann irgendwann endlich Frühstück, leicht dunkelbraune, 12 Minuten gebackene Brötchen.
Am schweigsamen Frühstückstisch stellte Micha dann fest: "Julia fehlt." Wir: "Wieso?" "Na die ist doch immer die Stimmungskanone." Wir: "Ach echt?"
Nach dem Frühstück laberten wir noch über Gott und die Welt, lasen uns Michas Deutschklausur durch und verschwanden dann schließlich gegen halb eins wieder.

Es war wirklich ein sehr schönes Wiedersehen! 4 Monate hatte ich Micha ja nicht mehr gesehen und nach ein paar Minuten war es, fand ich, doch schon so wie früher, und alles, was in der Zwischenzeit so vorgefallen war, war schon (fast) vergessen. Bis zum nächsten Mal schaffe ich es dann hoffentlich auch ein Guiness aufzutreiben und dann trink ich auch das Heineken, das ich beim Abendessen abgelehnt hab. Versprochen! ;)

Holiday on Ice

Dienstag abend kam meine Mama zu mir ins Zimmer und fragte mich: "Hättest du Lust am Donnerstag mit zu Holiday on Ice zu kommen?"
Ohne zu überlegen schrie ich: "Jaaaaaaaaa! Klar!"
Falsche Antwort. Denn sie schüttelte nur den Kopf: "Das fass ich jawohl hier jetzt alles nicht."
Grund: Ihr wurden Holiday-On-Ice-Karten kostenlos angeboten und sie lehnte ab! Am Abend fragte sie Matthias und auch der war begeistert und nun auch ich. Aber nun schien es zu spät. Da hat sie nun aber wirklich mal Null überlegt - da kommen meine Gene durch! Normalerweise fragt sie Matthias bei jeder Kleinigkeit. Aber bei sowas, wo man normalerweise einfach ohne zu Überlegen mit "Ja!" antworten müsste, lehnt sie ab. Das soll mal einer verstehen. Na ja, sie hatte ihre Gründe, die ich inzwischen auch gut nachvollziehen kann.
Am Mittwoch rief sie mich dann gegen Mittag auf Arbeit an: "Ich hab zwei Karten!"
Aber? "Aber ich hab Matthias zuerst gefragt. Ich versuch noch eine dritte zu bekommen und wenn Matthias doch nicht kommen kann, kannst du mitkommen."
An eine dritte glaube ich nicht und so fand ich mich damit ab, dass ich meine Mutter vermutlich nicht begleiten könnte. Umso mehr freute ich mich als ich heute erfuhr, dass Matthias es nicht schaffen könnte! Juhuu! Also fuhr ich halb vier in die Stadt - in der S-Bahn traf ich noch Simeon mit seiner Freundin (wirklich sehr sympatisch - gute Wahl)!
Ich irrte durch die Stadt, um den Apple-Laden zu finden, aber irgendwie war der nicht da, wo ich dachte. Nachdem ich noch ein paar Oberteile eingesackt hatte, machte ich mich auf den Weg zur NORD/LB - und da sah ich IHN: Den Apple-Laden! Endlich! Hab mich mal wegen neuem Akku informiert: 20 € plus 50 € Einbau! ... ich glaub das überleg ich mir dann doch nochmal.
Schließlich erreichte ich die NORD/LB, kurz nochmal für kleine Mädchen und ab ging's zur TUI ARENA! Nach ewigem Stop-and-Go fuhren wir dann in die Tiefgarage ein, wo wir auch unsere
"Ehren"-Tickets erhielten... und dann traten wir ein: In unsere Loge! Wow! Ich hatte erwartet, dass wir halt einfach unsere paar reservierten Plätze hätten, aber nein: Raum, inklusive Sofa, Tische, Bier, Wein, Alkoholfreies, Klopse, Kartoffelsalat, Nachos mit drei verschiedenen Dipps, eigener Toilette und schließlich der Glastür in die Halle. Hatten 20 Plätze, waren aber nur 8 Personen! Das nenn ich mal Organisation - sollten mal verstärkt Kommunikationskurse für Bänker in der NORD/LB anbieten.
Um 19 Uhr ging es dann los. Meine Mama, noch zwei, drei andere und ich setzten uns auf die Plätze in der Halle, die anderen mampften weiter in dem Vorraum. Nach einer dreiviertel Stunde war dann Pause - da bin ich dann auch erstmal ans Büffet gestürmt. Die zweite Hälfte fing wirklich super an. Es wurden alle Sternzeichen vorgestellt. Angefangen mit Löwe. Und dann die Jungfrau, musikalisch mit "Wannabe" untermalt und durch die Dynamik daher der Favourit meiner Mama :) Weitere Höhepunkte: Die Zwergen, die eine wirklich tolle Kür hinlegten und am Ende so ein Farbenspiel in Schmetterlingskostümen. Ansonsten waren natürlich diese ganzen Figuren und die wahnsinnigen Leistungen der Eisläufer beeindruckend. Dennoch muss ich sagen, dass ich Musicals mitreißender finde und daher ein wenig froh bin, dass das heute umsonst war. Eine eigene Loge zu haben war natürlich auch genial. Vor allem, weil wir danach als das Publikum schon verschwunden war noch drin sitzen konnten. Die verbliebenen Bänker tranken noch ein Glas Wein und ich blickte zum Fenster hinaus, wo die Eiskunstläufer nun ohne Kostüm übten beziehungsweise zwischendurch auch bestimmte Sachen besprochen haben, was ich allerdings nicht hören konnte, da die Glastür geschlossen war. War dennoch sehr interessant denen ein wenig bei den Proben zuzuschauen. Zwar ist das nicht so spektakulär wie die professionelle Kür mit Kostümen, aber es ist einfach etwas was man normalerweise nach einer solchen Veranstaltung nicht zu sehen bekommt. Wenn man die Entfernung zur Bühne vernachlässigt könnte man es vielleicht einen "Blick hinter die Kulissen" nennen - naja, nicht wirklich, aber ich will doch nur ein bisschen Neid erzeugen :P
Mit der Straßenbahn sind wir dann gemeinsam mit Herrn X. zum Kröpcke gefahren. Erst später erfuhr ich, dass er schwul ist und war leicht überrascht, da ich es ihm wirklich nicht angemerkt habe. Freut mich irgendwie, dass es auch noch Schwule gibt, die nicht den Vorurteilen entsprechen.
Da wir noch eine dreiviertel Stunde Aufenthalt auf dem Bahnhof hatten und ich auf Baggi auch keinen Bock hatte - naja, wirklich nachgedacht hab ich darüber eh nicht, schlenderten wir noch die Passarelle entlang, wo ich dreimal ein und demselben Pärchen begegnete. Und beim vierten Mal sah ich ihn dann von hinten und da erinnerte er mich doch tatsächlich an David... schlimm.
Nachdem ich noch das leckerste Eis, das das Colloseum zu bieten hat, geschleggärd hatte, fuhr dann auch bald unsere S-Bahn und so ging ein sehr schöner Abend zu Ende, der hoffentlich bei der nächsten Logen-Einladung wiederholt wird...

Mittwoch, Januar 03, 2007

David - Wahnsinnig verliebt

"An das, was ich geträumt habe, kann ich mich nicht mehr erinnern. Einzig daran, dass ich David sah, erinnere ich mich noch..."
Ein einziger Satz reichte um alle Erinnerungen wieder aufzuwirbeln. Beziehungsweise hatte ich es schon fast wieder vergessen als Julia gestern plötzlich mit der folgenden Frage kam: "Wer ist David?" Nachdem ich ihr die Frage kurz beantwortet hatte, meinte sie: "Ach deeeeer! Gott war der hässlich... auf den stand ja Miriam." Da konnte ich nur lachen! Das mit Miriam wusste sie, aber von mir nix - kein Wunder, denn "Das mit Miriam hat jeder mitbekommen... Das war ja 3km gegen den Wind zu riechen." Ein bisschen stolz war ich da schon auf mich - man könnte meinen, dass ich mich demzufolge gar nicht so dumm angestellt habe. Aber vermutlich liegt es auch daran, dass Julia mich zu der Zeit einfach nicht beachtet hat und sie mit Miriam in einem Französisch-Kurs saß.
Das waren noch Zeiten... 10 B, Rosenmontag. Ich im Schlafanzugoberteil meines Cousins. Steff und so gehen mit mir die Treppe am Musikraum hoch. Da sticht er mir ins Auge. Lila Hemd, umwerfendes Lächeln. Ich bin hin und weg. Von diesem Tag an wird recherchiert ohne Ende. Lila Hemd - schwul oder Fasching? Sitzen geblieben? Keinen Praktikumsplatz bekommen (11. hatte zu der Zeit Praktikum) ? Austauschschüler - aus Brasilien?
Charly, die in diesen 14 Tagen neben ihm saß, besorgte mir so manche Infos. Schließlich kannte ich seinen Namen, seine Herkuft (Australien) und seine Gastfamilie. Nach der Schule nervte ich Franzi, die damals noch bei uns wohnte, mit meinen Schwärmereien. Ich konnte an nix anderes mehr denken - ehrlich. Mein Magen spielte verrückt, der Konsum saurer Gurken fand seinen Höhepunkt. Schließlich trank ich mir Mut an und nahm den Telefonhörer in die Hand. Die Gastmutter rief nach ihm und schon war er dran. Auf Englisch und Deutsch stammelten wir dann was dahin. Vermutlich hätte ich in diesem Moment im Erdboden versinken können. Schon irgendwie peinlich, aber besser als nichts zu tun und abzuwarten.
In den folgenden Wochen trafen Steff, Katrin, Janine, Melanie und ich uns immer vor der ersten Stunde links neben dem Haupteingang. Von dort aus wartete ich immer sehnsüchtig darauf, ihn zu sehen. In den großen Pausen standen wir an der Heizung vor dem Musikraum, wo er gelegentlich vorbeikam oder die Treppe hochging - mit dem selben Lächeln in meine Richtung, wie schon am Rosenmontag. In den kleinen Pausen saßen wir vor G13! Dort wurde schließlich schnell klar - es gibt Konkurrenz. Miriam war auch verrückt nach ihm! Man war das spaßig, wenn ich dann einfach mal auf ihn zuging, um irgendwas zu labern. Die war so übelst eifersüchtig, das geht gar nicht!
Monate vergingen. Nur um ihn zu sehen, ohne das Miriam mich mit ihren Blicken tötet, verließ ich sogar verfrüht den Kunstunterricht, da ich mal ganz dringend auf Toilette musste - wer's glaubt. Immer wieder lächelte er mich an, ab und zu unterhielt man sich mal kurz, aber mehr war irgendwie nicht rauszuholen, worauf ich - glaube ich - auch irgendwann 'ne Zeit lang das Ignorieren bevorzugte. Kann aber auch sein, dass er damit anfing und ich dann mitmachte. Weiß nicht mehr.
Irgendwann wurde mir sein ewiges Lächeln zu viel. Ich fragte mich, warum er das tut! Warum er mich so verrückt macht! Ich hatte keine Lust mehr, ihm ewig hinterherzulaufen! Noch vor den Sommerferien, sprach ich ihn dann morgens an und fragte, ob ich in der Pause mal mit ihm reden könnte. "Klar." Ja super. Und was macht der Typ? Er kommt natürlich nicht! Also hab ich nach der 6. auf ihn gewartet. Letztendlich kam raus, dass das Lächeln nicht wirklich was zu bedeuten hat. Damit war der Herzschmerz endlich vorbei! Ich fühlte mich total befreit! Unbeschreiblich!
Wenn ich mal so überlege, was ich alles angestellt habe, um ihm irgendwie näher zu kommen, und was für ein Gefühlschaos er angerichtet hat, muss ich doch rückblickend feststellen, dass ich so etwas in dieser extremen Form bei ihm das erste Mal erlebt habe und seit dem nie wieder. "Der ist es" habe ich bereits am Rosenmontag gedacht. Dieses Lächeln ließ eigentlich keinen Zweifel offen. Aber ein harmloses Lächeln kann schon lange nicht mehr so viel bei mir ausrichten. Ich frage mich, ob ich mir diese (gelegentliche) Gefühlskälte erst nach ihm angeeignet habe. Zumindest war ich nie wieder so wahnsinnig verliebt...

Dienstag, Januar 02, 2007

Die Große Liebe

"Ich möchte die 'Große Liebe' erleben."
"Und was soll das sein?"
"Na ja, im großen und ganzen gar nicht so ein anderes Leben führen als im Moment, nur eben noch die 'Große Liebe' dazu. Sich nach ihr zurücksehnen, wenn sie schon längst in die Brüche gegangen ist. Und hängenden Kopfes einen anderen heiraten. Denn eine 'Große Liebe', die muss einfach unglücklich enden."
(Auszug aus "Dornröschenschlaf" von Banana Yoshimoto)

Schönes Buch, heute zu Ende gelesen. Geschlafen habe ich heute tatsächlich mal (fast) wie ein Stein, geweckt wurde ich zu meiner Überraschung doch vom Wecker um 08:20 und nicht von meiner inneren Unruhe. An das, was ich geträumt habe, kann ich mich nicht mehr erinnern. Einzig daran, dass ich David sah, erinnere ich mich noch... doch "ein Traum ist eben nur ein Traum."