Auf dem Weg zur Schule kamen mir heute drei Panzer entgegen. Doch der dumme, vermutlich unrealistische, aber eigentlich für mich typische Gedanke "Was wäre, wenn morgen der Krieg ausbricht?" schwirrte nicht mal für eine ganze Sekunde ernsthaft in meinem Kopf herum. Wohl aber der Gedanke, dass eben dieser Gedanke nur so kurz anhielt. Ist das nicht ungewöhnlich für mich? Wo ich mich doch vor dem Einschlafen in letzter Zeit mit Bildern herumschlagen muss, in denen man mir oder jemandem anders ein Messer an die Kehle hält, in denen jemand zusammengeschlagen wird oder ähnliches? Zum Glück suchten mich diese Bilder bisher jeweils nur einmal heim. Stets sind die an Filme geknüpft. Also eigentlich total unrealistisch. Aber wenn mir im wahren Leben drei Panzer entgegen kommen, dreh ich nicht ab? Eigentlich ja ganz gut so, schließlich ist es (hoffentlich) zu weit hergeholt wegen diesen gewaltigen Fahrzeugen an Krieg zu denken. Vielleicht bin ich ja auf dem Weg der Besserung, weil ich mir aus so einer "Kleinigkeit" nicht schon wieder eine Horrorvorstellung zusammenspinne. Auf der anderen Seite beunruhigt es mich aber auch, dass ich mir daraus heute nicht viel gemacht habe, mich ein Schicksal einer nicht in der Wirklichkeit existierenden Serienfigur aber noch fast die halbe Nacht mitgenommen hat. Ist ja auch irgendwie unnormal. Aber irgendwie auch nicht. Schließlich geht es weniger um die Figur als viel mehr um das erlittende Schicksal. Der Verlust nahestehender und geliebter Menschen ist zudem leider weitaus realistischer als ein plötzlicher Kriegsausbruch oder Weltuntergang! Terror und Klimawandel hin oder her.
Die Panzer längst wieder vergessen, saß ich im Deutschunterricht als uns unsere Lehrerin eine Andekdote erzählte, die ich hier versuchen möchte kommentarlos wiederzugeben:
Ein Mann steigt in New York in einen Fahrstuhl. Nach 20 Jahren befindet er sich immer noch in diesem. Er hat nie sein Ziel erreicht, ist nie durch die Tür getreten. Sein Leben verbringt er ausschließlich mit Warten.
Das ist alles, woran ich mich noch grob erinnern kann. Wenn jemand mehr dazu weiß, lässt es mich bitte wissen. Außerdem haben wir noch "Die Verwandlung" als Trickfilm gesehen sowie eine Biographie über Kafka, den ich als unglaublich interessant empfand. Als wir den Bezug zu Hoffmannsthal herstellen mussten, war ich diejenige, die den Satz meiner Lehrerin mit "mit dem Herzen denken" vervollständigen "durfte". Sie hat angefangen, machte eine Pause und wie von selbst ging mein Finger hoch. Weiß nicht, ob das Zitat so in mir eingebrannt ist, weil ich es mal hier zitiert habe - ich glaube an dem Tag, als ich den unvergesslichen Traum in den Freistunden hatte - oder weil sie es mir in der Klausur an den Rand geschrieben hat, weil ich es ausgerechnet dort nicht angewandt habe.. vielleicht auch aus einem anderen Grund.
Da morgen die Großoma stolze 102 Jahre alt wird, habe ich nach der Schule nach einer Geburtstagskarte gesucht. Ich wollte irgendwas Besonderes. Aber überall, wo mehr als "Zum Geburtstag viel Glück" drauf stand - "Viel Glück" fand ich auch nicht gerade aussagekräftig -, war eine Weisheit zu finden, die die Oma nicht braucht, da sie in ihrem Alter einfach weise genug ist und wohl kaum einen klugen Spruch benötigt. Schließlich ist sie diejenige, die uns ständig liebe, weise Worte mit auf den Weg gibt. Aber dann habe ich eine Karte mit folgendesm Spruch gefunden:Die Panzer längst wieder vergessen, saß ich im Deutschunterricht als uns unsere Lehrerin eine Andekdote erzählte, die ich hier versuchen möchte kommentarlos wiederzugeben:
Ein Mann steigt in New York in einen Fahrstuhl. Nach 20 Jahren befindet er sich immer noch in diesem. Er hat nie sein Ziel erreicht, ist nie durch die Tür getreten. Sein Leben verbringt er ausschließlich mit Warten.
Das ist alles, woran ich mich noch grob erinnern kann. Wenn jemand mehr dazu weiß, lässt es mich bitte wissen. Außerdem haben wir noch "Die Verwandlung" als Trickfilm gesehen sowie eine Biographie über Kafka, den ich als unglaublich interessant empfand. Als wir den Bezug zu Hoffmannsthal herstellen mussten, war ich diejenige, die den Satz meiner Lehrerin mit "mit dem Herzen denken" vervollständigen "durfte". Sie hat angefangen, machte eine Pause und wie von selbst ging mein Finger hoch. Weiß nicht, ob das Zitat so in mir eingebrannt ist, weil ich es mal hier zitiert habe - ich glaube an dem Tag, als ich den unvergesslichen Traum in den Freistunden hatte - oder weil sie es mir in der Klausur an den Rand geschrieben hat, weil ich es ausgerechnet dort nicht angewandt habe.. vielleicht auch aus einem anderen Grund.
"Die Wahre Lebensweisheit besteht darin,
im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen."
Paul S. Buck (1892-1973)
Natürlich ist auch das nichts Neues für die Großoma. Aber eben aus diesem Grund habe ich mich für diese entschieden. Denn der Spruch hätte auch von ihr kommen können. Was passenderes hätte ich für diese unglaubliche Frau nicht finden können, denn es erscheint mir als würde dies ihr Lebensmotto sein. Sie ist immer so positiv gestimmt und voller Lebensfreude. Eigentlich unbeschreiblich, denn diese Frau muss man einfach erleben!im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen."
Paul S. Buck (1892-1973)


1 Kommentar:
1. hmm :/
2. Tür ;)
3. :)
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