Mittwoch, Februar 28, 2007

When I was young it seemed that life was so wonderful

Zur Zeit ist es echt schlimm mit alten Erinnerungen. Wenn ich im März nichts Spannendes erlebe, werde ich den Blog im nächsten Monat mit Erinnerungen noch und nöcher füllen. Nachdem ich bereits sehr detailliert von David berichtet habe, wurden durch das gestrige Ereignis zig schöne Erinnerungen an die Freundschaft mit Danny, Tobbi, Franzi und Juli wiederbelebt. Unvorstellbar, dass das schon wieder 3 Jahre her sein soll. Ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass alles 2005 begann und endete, aber nein es hielt tatsächlich länger. Im Januar 2004 (oder vielleicht sogar schon Herbst/Winter 2003) fing es an als Franzi und ich zum Mittwochs-Volleyball gingen. Neben den überwiegend 40 bis 60- Jährigen spielte dort auch Danny. Die beiden freundeten sich an, ich wechselte zum Montagsvolleyball, wo Danny aber auch des Öfteren auftrat (H-W-freie-Zone). Keine Ahnung, wann ich dann auch so dicke mit ihr wurde. Beim Osterfeuer in Magdeburg ging es dann jedenfalls richtig los, würde ich sagen. Dararia war total hacke und kotzte vor Meyers Treppe ihren Matze voll, Franzi verschwand mit wem anders und Danny kippte mir Meyers exklusiven Wodka ins Bier - natürlich habe ich alles brav ausgetrunken und wir hatten sehr sehr viel Spaß!
Zurück in Mellendorf lernten wir dann Tobbi kennen - oder war es vor Ostern!? - Danny, Franzi und ich saßen auf Franzis Balkon und warteten auf Tobbi und Marcial, die die beiden Mädels mit zur Bundeswehr-LAN-Party nehmen wollten - ich war noch zu jung...
Das nächste Ereignis war dann meine erste Schlagerparty! Wir fuhren mit dem Rad zu dem Sohn von Dr. M.-S.! Erst wollte ich da gar nicht rein, denn schließlich bin ich immer noch fest davon überzeugt, dass meine Shelly wegen seinem Vater sterben musste - womit wir schon wieder bei einer anderen schönen Erinnerung wären... wie auch immer. Wir saßen dann alle bei H. im Zimmer, warteten auf die anderen und die "Großen" rauchten Shisha. Die anderen kamen auch schon bald. Klippi zum Beispiel. Als er sich vorstellte, meinte ich dann zu ihm irgendsowas in der Art wie "Wir kennen uns doch schon.", denn ich hatte ihn bereits ein Jahr zuvor beim Bissendorfer Schützenfest kennengelernt. Dort interessierte er sich allerdings nur für Katrin und auch an diesem Abend hatte er nur Augen für das Rehlein neben mir. Die Jungs, die später kamen hatten sich bereits die Stempel von der Party besorgt, sodass sie sie uns jetzt auf den Handrücken nachmalten, damit wir keinen Eintritt bezahlen müssten. Dann ging es auch schon los mit den Rädern von Mellendorf nach Brelingen, die gefälschten Stempel bemerkte niemand, meinen Ausweis wollte damals auch keiner haben, hatte ja auch genügend Aufsichtspersonen bei mir, hinter denen ich mich stets versteckte. Nachdem Danny doch sehr angetrunken war und zu allem übel noch ein Bier über ihre Klamotten geschüttet bekam, machte sie sich allein auf den Heimweg und wider Erwarten fuhr sie diesmal in keinen Graben. Franzi und ich machten uns dann auch bald los und erlebten eine lustige, nicht geradlinige Heimfahrt.
Am nächsten Tag war Beachen angesagt. Mir fiel auf, dass Danny und Tobbi ganz anders miteinander umgingen, bis man mich dann aufklärte: Die beiden waren nun zusammen! Wunderte mich erst, da er ja gar nicht mit zur Schlagerparty gekommen war, aber das lag nur daran, weil Danny nicht wollte, dass er sie betrunken sieht. Einleuchtend...
Irgendwann stand dann die Scheunenfete an. An diesem Abend lernte ich nun Juli näher kennen und nutzte die Gelegenheit, sie nach David auszufragen. Wir fuhren auf irgendeiner sehr dunklen Nebenstraße als wir plötzlich zwei Hasen sahen. Wir hielten an und schon begann die große "Fang-Aktion". Es war offensichtlich, dass es sich um keine Feldhasen oder so handelte. Vermutlich waren die beiden entlaufen. Aber sie waren so verdammt scheu. Wir waren zu fünft, versuchten die beiden einzukreisen, aber sie schafften es immer wieder uns zu erwischen. Irgendwann hatten wir sie dann doch beide, setzten Sie in den Kofferraum - oder hielten wir sie im Arm!? - und fuhren zu der Praxis von Dr. M.-S.! Die Tusse im Bademantel war aber total genervt, weil wir sie wohl geweckt hatten, faselte was von Tierheim, Polizei, oder so. Also fuhren wir zur Polizei. Das muss man sich echt mal vorstellen wie wir da vor den Beamten mit unseren zwei Hasen im Arm standen. Will nicht wissen was die von uns gedacht haben, müssen uns doch für vollkommen vekloppt gehalten haben. Dennoch machten sie ihrem Namen ("Freund und Helfer") alle Ehre und öffneten die Zelle, in der wir unsere Pärchen dann hinterließen. Mein erstes (!) und hoffentlich letztes Mal in einer echten Zelle! Total aufregend!!! Völlig aus dem Häuschen fuhren wir dann doch noch zur Scheunenfete, die aber ziemlich scheiße war, zumal Danny Rückenschmerzen bekam.
In den folgenden Wochen verbrachte ich die großen Pausen oft mit Danny, Juli, und ab und zu auch ihrer kleinen Schwester draußen auf der Bank. Es war so toll, wir hatten uns immer so viel zu erzählen und so. Aber in diesem Jahr machte Danny dann auch ihren Abschluss und so zerbröckelte langsam die schöne Zeit. Langsam aber nur, denn ein paar Highlights gab es noch. Zum Beispiel trafen wir uns im Sommer im ICE HOUSE zum Pizza-Essen und gingen danach zu Danny ins Gartenhaus. War so schön, dass ich mich spontan gleich dazu entschied bei ihr zu übernachten, weil ich gar nicht mehr nach Hause mochte.
Zu Julis Party Mitte August kann ich nicht all zu viel sagen, da ab einem gewissen Alkoholpegal tatsächlich meine Erinnerung ausgelöscht wurde, aber während wir noch ein klein wenig nüchtern waren, saßen wir auf der Treppe und sangen ununterbrochen "Viva Colonia" und Franzi und ich erfuhren endlich, dass nach dem "Wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust" "Wir glauben an den lieben Gott und ham noch immer Durst" gegröhlt wird, sodass wir in Zukunft auf unsere "nananana"-Einlage verzichten konnten. Oh scheiße war der Abend peinlich, mag gar nicht mehr dran denken!!! Das einzig Gute an dem Abend war, dass Juli mit ihrem "Pumuckl" (Namen hab ich verdrängt) zusammen gekommen ist. Das Schlechte: In Wahrheit fand er viel mehr Gefallen an dem jüngerem Exemplar. Wie soll man da eigentlich noch irgendwem vertrauen können?
An meinem 16. Geburtstag lud ich Franzi, Juli, Tobbi und Danny dann zu mir ein, um reinzufeiern. War erst noch fraglich, ob alle kommen, da Juli Stress mit ihren Eltern bzgl. des (Nicht-)Kiffens hatte. Aber dann waren doch alle da, ich bekam mein "Bruder Jakob"-singendes Schaf und noch gaaaaaaanz viel mehr. Es war wirklich schön. Ich glaube das war der letzte Abend an dem wir so zusammen kamen. Denn Danny und Juli zofften sich sehr bald, was sich aber soweit ich weiß auch wieder ein klein wenig einrenkte, bei mir und Franzi kriselte es ebenfalls. In der Zwischenzeit waren Danny und Tobbi zusammengezogen, hatten sich einen Hund gekauft und waren schließlich in eine noch größere Wohnung gezogen. Dort besuchte ich sie auch einmal in den Herbstferien spontan nachdem wir uns schon eine sehr lange Zeit nicht mehr gesehen hatten. Es folgte wieder eine lange Pause. Wiedersehen auf der nächsten Schlagerparty, die aber scheiße war, da es so oberflächlich war, so entfremdet, weiß auch nich. Sausalitos an Franzis Geburtstag. Wieder Pause. Weihnachten gab ich mir dann einen Ruck, schrieb eine Karte an die beiden, die ich persönlich noch vor der 0./1. Stunde in den Briefkasten einwarf. Das war am letzten Schultag vor Weihnachten. Am selben Abend war die erste Vorabiparty... und da erfuhr ich dann von Juli, dass zwischen den beiden seit Wochen Schluss ist. Und dass nur noch sie dort wohnt. Toll! Dann habe ich also der Schlampe die herzlichen Grüßen geschickt, die sie gar nicht verdient hat. Persönlich bedankt hat sie sich auch noch nicht mal. Stattdessen wagt die es doch tatsächlich noch bei uns im Garten aufzutauchen, sogar mein Zimmer betreten. Aber gut, dass ich in solchen Situationen ganz gut die kalte Schulter zeigen kann.
Musste heute lächeln geradezu grinsen als auf dem Schulweg all diese Erinnerungen aufkamen. Es war so eine tolle Zeit, die endete als es am Schönsten war. Und man kann nicht vergessen. Warum auch! Erinnerungen kann man nun mal nicht auslöschen und solch' schöne Erlebnisse möchte ich auch gar nicht vergessen!

Dienstag, Februar 27, 2007

Vergessene Freunde

Nachdem ich eine Person vor 5 Monaten in Form von Handynummer/SMS/ICQ-Nr-Löschen versucht habe aus meinem Gedächtnis zu verbannen - was mir natürlich nicht gelungen ist - blinkte gerade mein ICQ. Ich konnte meinen Augen gar nicht trauen. In dem Moment kam es mir tatsächlich so vor als wäre es mir gelungen die Person zu vergessen, obwohl ich erst letzte Woche an sie gedacht hatte. Das erste, was ich natürlich erstmal tue, ist ein vorwurfsvolles "Nein! DU lebst noch!?" zu tippen. Keine Reaktion. "Hallo ...", brachte mehr Erfolg, führte aber dennoch dazu, dass ich auf die nie beantwortete SMS zu sprechen kann. Kann ja solche Ausreden wie "Prüfungen, PC war kaputt" nicht durchgehen lassen. Einsicht und das Versprechen sich zu Bessern konnte zumindest erreichen, dass ich mich nicht sofort wieder abwende. Bin gespannt wie es weitergeht und ob das im letzten Jahr geplante Wiedersehen doch noch zustande kommt.
Irgendwie kann ich mich grad gar nicht so recht über die Wieder-Kontaktaufnahme freuen. Möglicherweise, weil ich so enttäuscht war, dass er sich nicht mehr gemeldet hat, oder weil ich nicht glaube, dass er sich tatsächlich wieder (öfter) meldet. Menno, wir hatten damals - 2004 (!) - zu fünft sooooo viel Spaß. Und plötzlich haben sich die Wege getrennt. Und rückgängig zu machen ist es auch nicht mehr, denn in dieser Konstellation werden wir wohl nie wieder zusammenkommen. Dafür ist viel zu viel passiert.

Nachtrag: Ich mach jetzt keine Freudensprünge, aber das liegt sicher nur daran, dass ich es nicht recht glauben kann. Nachdem ich das letzte Mal gefragt habe, hat er mich nun gefragt. Nach kurzem Zögern habe ich "Ja" gesagt. Jetzt muss nur noch das "Wann" geklärt werden :) Ich bin einfach nicht nachtragend genug - zum Glück!?

Sonntag, Februar 25, 2007

Kafkas "Brief an den Vater"

"Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann ein Buch?"
(Franz Kafka: Brief an Oskar Pollak vom 27. Januar 1904)

Er hat es jedenfalls geschafft mir einen Faustschlag zu verpassen.
Unbeschreiblich. Empfehlenswert. Bloggenswert. Zitierwürdig.

"Du bist durchaus im Irrtum, wenn du glaubst, für die anderen Menschen tue ich aus Liebe und Treue alles, für Dich und die Familie aus Kälte und Verrat nichts."
(Franz Kafka: Brief an den Vater, 1919)

Wir halten zusammen, keiner kämpft allein...

... wir gehen zusammen, nicht allein!
Rischtisch. Und so fanden sich Steff und ich nach einem "kurzen" Spaziergang im Fire ein. Ohne zu wissen, dass heute der Fire Award verliehen wurde und die "Diva" aus Berlin anwesend war. Oben ein Plätzchen zu finden war nicht schwer, denn hauptsächlich spielte sich außnahmsweise alles unten ab. Also machten wir es uns auf einem gemütlichen Bänkchen bequem, um die Leute zu beobachten. Scheinbar das Treffen von mindestens drei Generationen. Diesmal lief wirklich alles rum. Vom spießigen Ehepaar, dass es als eine Unverschämtheit empfindet, € 4,80 für eine Flasche Wasser zu verlangen - entschuldigung, aber das weiß man doch bevor man es sich bestellt, oder!? - der Möchtegern-Diva, die sich ständig die Speisekarte ins Gesicht wedeln muss und bevor sie die Treppe hinunter geht noch kurz innehalten muss, um sicher zu gehen, dass sie die paar Stufen wirklich bewältigen kann, und zu guter letzt Robert...
Robert stand vor dem Fire und man wusste nicht recht, ob er seine Begleitung liebte oder ob sie sich gleich prügeln würden. Vermutlich wollte der eine gerne das Fire betreten, der andere dies aber dringends meiden. Ersterer gewann. Ein Platz war schnell gefunden. Direkt neben uns. Aber dabei blieb es nicht. Kaum saß er zwei Sekunden, entdeckte er auch schon den freien Stuhl an unserem Tisch, und fand sich schneller als es uns lieb war auf diesem wieder.
"Sagt mal, was ist das denn hier für ein Laden?" Und weiteres, was man kaum verstehen konnte, weil er so dicht war. Im Gegensatz zu seiner Begleitung "Man, wir wollten ein Bier trinken. Setz dich wieder auf deinen Platz." Sehr freundlich, außer das "Kannst dich ja in 10 Minuten noch einmal hinsetzen." Robert setzte die Unterhaltung von seinem alten Platz aus fort: "Erzählt doch mal was von euch. [...] Okay, dann fange ich an. Ich bin Robert und bin 35. Das ist mein Bruder Alexander, 33." Plötzlich saß er uns doch wieder gegenüber, war 34 Jahre alt und war mit seinem Freund, 32 Jahre alt im Fire. "Also die meisten Frauen in eurem Alter schätzen mich viel zu alt ein. [...] Was meint ihr? Wie alt bin ich?" Steff: "34." Robert war fix und alle, unglaublich, wie Steff darauf gekommen war. Ich setzte noch einen drauf: "Lass mich raten. Du heißt bestimmt Robert!" Mann, war der Typ hacke. Zum Glück kam bald die Polizei mit vier Wagen vor das Fire gefahren. Allerdings um ins "Altstadt-Steff" zu gehen und irgendwelchen Typen Handschellen umzulegen... Wie auch immer. Wir bestellten die Rechnung - eigentlich wollten wir noch etwas trinken, aber in dem Moment als Robert das Lokal betrat, hatte sich das erledigt, auch wenn er uns hätte womöglich eingeladen. Aber das konnten wir ja nicht annehmen! Zum Glück. Denn der bat Steff doch tatsächlich sich nur mit mir unterhalten zu dürfen... Sein Freund oder Bruder war toll. Steff fand ihn spießig, aber er war halt einfach nüchtern, Robert war ihm peinlich - verständlich - und gleichzeitig machte er sich mit uns über ihn lustig, zumindest habe ich sein leicht schüchternes Lächeln so gedeutet. Irgendwie niedlich. Mehr aber auch nicht. Irgendwie Milchbubi - oder halt Spießer ;)
Apropos Spießer. Ich vermute, dass ich einen Bänker angetroffen habe. Bin mir nicht sicher, aber er sah dem einem doch sehr ähnlich! Werde mal meine Mama bitten den Herrn am Montag drauf anzusprechen, wo er sich denn am Samstag abend aufgehalten hat. Egal, nicht so wichtig. Fire war heute schon toll. Die Leute, die "nette" Bedienung, Jannis, tolle Musik - habe immer noch einen "Was wollen wir trinken"-Ohrwurm. Mit mehr Leuten hätte es sicher noch mehr Spaß gemacht, aber so war es auch schon gut, da wir wie die Hühner auf der Stange sitzen und gut Leute beobachten konnten. Steff fand aber auch noch eine weitere Lieblingsbeschäftigung - na wenn es ihr Spaß macht, den Käse durch die Gegend zu werfen... Warum auch nicht.
Wirklich ein schöner Abend. Lustig auf der einen Seite. Zum Verzweifeln auf der anderen. Anschließend drehten wir noch eine Runde: Je häufiger ich durch Hannover spaziere, desto besser gefällt es mir dort - von den Pennern, die mit offenem Schlafsack schlafwandeln und denen, die noch um fünf vor 12 Uhr nachts, um Kleingeld betteln, oder irgendwas von halben Autos faseln, abgesehen. Aber daran kann man sich sicher auch gewöhnen - nimmt man halt immer reichlich Kleingeld mit, sofern man es nicht bei dem "netten" Burger-King-Toilettenmann lassen muss, der einen nötigt, sein Bier draußen stehen zu lassen. Ach ja, Menschen gibt's. Gut, dass wir "normal" sind! :D

Dienstag, Februar 20, 2007

Fortschritte

Werde ich geärgert oder kommt mir jemand zu nahe, neige ich ja so ziemlich immer dazu, zurück zu schlagen/zu blocken. Dennoch wagt es jemand immer wieder, hat sich über die schmerzhaften Schläge beschwert und meinte, ich dürfe nicht mehr zurückschlagen, denn wenn ich mal einen Freund habe, kann ich das bei dem ja auch nicht machen. Habe dann eine Weile versucht das Schlagen zu unterlassen, aber irgendwann konnte ich einfach nicht anders als wenigstens auf den Fuß des Gegenübers zu treten, weil ich diese Nähe einfach nicht aushalte. Gestern fragte man mich dann folgendes: "Das soll jetzt keine Anmache sein, aber könntest du mich massieren? Mein Nacken tut so weh." Erst Stunden später wurde mir klar, dass meine spontane Reaktion ein wirklicher Fortschritt war. Kein Zögern, kein Rummähen, kein Blocken. Ich habe einfach einem guten Freund einen Gefallen getan. Bin stolz auf mich.

Montag, Februar 19, 2007

Weiß nich, was ich will...

Wenn Träume wahr werden
Vor einigen Nächten hatte ich einen Traum. Details fehlen mir, aber ich erinnere mich, dass meine Cousine wieder mit ihrem Ex zusammen war. Er hatte sich vor etwa zwei Wochen von ihr getrennt. Fand ich ziemlich schade, um es mal harmlos auszudrücken, vor allem weil der Grund für die Trennung nicht all zu schön war. Wie auch immer. Ich hatte also von den beiden oder nur von ihm geträumt. Und vorhin kommt meine Mutter ins Wohnzimmer und meint, dass die beiden angeblich wieder zusammen sind. Verfüge ich über hellseherische Fähigkeiten!? Wer weiß. Vielleicht stimmt es auch nicht. Kann jetzt auch nicht sagen, dass ich mich übermäßig gefreut habe. Als ich von der Trennung erfuhr, hat es mich schon ein wenig getroffen - die Versöhnung wäre demzufolge ein Grund zur Freude. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine Beziehung wieder funktionieren kann, wenn man dem Partner kaum noch vertrauen kann. Genauso wenig wie ich mir vorstellen kann, dass nach sechs mal mehr mal weniger glücklichen gemeinsamen Jahren plötzlich alles vorbei sein kann...
Ich weiß einfach nicht, was ich denken soll...

Zerplatzte Träume
Gestern abend hatte ich ein sehr angenehmes Telefongespräch mit meiner Nummer Eins. Es hätte auf ein "Alle-Kinder-sind-doof-Eltern-aber-auch"-Gespräch hinauslaufen können. Aber wider Erwarten hörte ich zu - fast ohne seine Rede zu unterbrechen - nahm mir das Gesagte zu Herzen und konnte vermutlich meinen Gegenüber mit meiner Reaktion sehr überraschen. Auf jeden Fall aber beruhigen. Meine Eltern machen sich Sorgen was meine Neuseeland-Reise angeht, weil ich noch nie alleine in einem fremden Land unterwegs war und Neuseeland zudem so wahnsinnig weit weg ist. Ich konnte sie in der Hinsicht beruhigen, dass ich mich momentan von meiner Reiseplanung abgewendet habe, um mich auf das Abi zu konzentrieren. Vermutlich sollte man eine solche Reise langfristig planen, daher überlasse ich es dem Schicksal, ob nach den überstandenen Prüfungen "zufällig" noch ein Platz frei ist. [Schicksal und Zufall in einem Satz!? Geht das!? Passt aber zum nebenbei laufenden Film] Ich bin momentan nicht in der Lage irgendwas langfristig zu planen. Zur Zeit ist es wirklich schlimm. Sowohl Meinung als auch Stimmung ändern sich nicht nur von einen Tag auf den anderen, sondern gelegentlich von Stunde zu Stunde, Minute zu Minute. Es spricht soviel für Neuseeland, zum Beispiel, dass ich vorerst nie wieder so viel Zeit habe, aber auch einiges dagegen. Über Alternativen habe ich natürlich auch schon nachgedacht. Mit BahnCard/Interrail spontan quer durch Deutschland/Europa, zum Beispiel. Hauptsache nicht drei Monate gammeln.
Gestern also dieses Telefongespräch, das mich ein Stück weiter von meinem Traum entfernt hat. Und heute!? Eine E-Mail mit dem Betreff Neuseeland. Ein Zeichen!?
Ein weiterer Traum, der beginnt in die Ferne zu rücken: Die erste eigene Wohnung. Meine Mutter vermutet, dass ich in Hannover nichts bezahlbares finden werde und hat mir sogar angeboten, dass ich das Wohnzimmer bekommen könnte. Auch darüber, ob wir uns gemeinsam in Hannover eine Wohnung suchen, haben wir nachgedacht. Aber ehrlich gesagt, ist es nicht das, was ich will. Es ist wirklich seltsam. Andere sehnen sich nach den eigenen vier Wänden, weil sie es mit ihren Eltern nicht mehr aushalten. Aber trotz kleinerer Auseinandersetzungen in der Woche und allabendlichen vorwurfsvollen Sätzen wie "Geh nicht wieder so spät ins Bett", sehne ich mich gerade in diesen Situationen weniger danach auszuziehen. Wenn ich alleine bin -allein in dieser 3-Zimmerwohnung würde ich am liebsten sofort meine Sachen packen. Fragt mich nicht warum. Schwer zu erklären - Ist halt so. Wie Gerhard Feil schon in seiner achten Frage beschrieb: Man genießt es alleine zu sein, aber verzweifelt daran, allein sein zu müssen. Trifft vollkommen auf mich zu. Nichtsdestotrotz werde ich voraussichtlich kein Kindergeld mehr bekommen und daher stellt sich wirklich die Frage, ob ich mir diesen Traum tatsächlich finanziell erlauben kann. Aber möglich wäre es. Muss ja nicht unbedingt Südstadt sein. Linden Mitte wäre auch okay und sogar direkt neben der Calenberger Neustadt. Ach verdammt, ich weiß auch nich...

Sonntag, Februar 18, 2007

Zitate - Was das Herz begehrt

"Wunderschön" [berührend]

Harry: Um eine Frau wie sie zu beschreiben hat man Wörter erfunden. Steinern. Unnahbar.
Erica: Halten Sie mich für unmenschlich?
Harry: Nein, ich halte Sie für einmalig.
Erica: Ja. Kalt. Distanziert.
Harry: Ich glaube nur, dass Sie ihre Kraft dazu nutzen, sich von ihrer Umwelt abzuschotten. Aber es ist aufregend, wenn Sie einen schwachen Augenblick haben und sich nicht entziehen. Das, vermute ich, ist ihre Zauberformel. Gefährlich übrigens.

Erica: Ich hab dich wirklich gern.
Harry: Ich hab dich auch gern.
Erica: Ja, aber ich liebe dich noch dazu.

Harry: Ich habe dich nie angelogen. Ich habe dir immer irgendeine Facette der Wahrheit erzählt.

Harry: Mein Leben ist völlig aus den Fugen geraten! Dann muss jetzt jeder wieder seinen alten Kurs finden.
Erica: [...] Mein Leben vor dir war gar nicht so schlecht. Ich hätte so weitermachen können. Aber wie soll ich nun weitermachen!?

Ärztin: Was haben Sie gemacht als die Schmerzen losgingen?
Harry: Ich habe mich gestritten. Mit einer Frau. Kann eine Frau Brustschmerzen auslösen?
Ärztin: Liebe tut weh - nie gehört?
Harry: Gehört schon. Ich habe es nur noch nie am eigenen Leib erfahren.
Ärztin: Dann hatten Sie bisher Glück.

Harry: Wir hätten zusammen sicher eine Weile Spaß gehabt. Wieso geht es bei euch Bräuten immer um Alles oder Nichts?
Erica: Keine Ahnung. Wenn es um die Liebe geht, spielen wir alle verrückt.

Erica: Du glaubst doch nicht tatsächlich, dass es gegen das Verletzt werden ein Rezept gibt!

Erica: Du kannst dich nicht für den Rest deines Lebens vor der Liebe verschließen, bloß weil sie vielleicht nicht funktioniert. Weil es dich vielleicht aus der Bahn wirft.

Erica: Harry, wenn es dich nicht stört, hätte ich gerne, dass wir Freunde werden.
Harry: Ich bin zu einer Freundschaft noch nicht bereit - Da staunst du, was? Sei mal ehrlich! Glaubst du diesen dämlichen Schwachsinn wirklich, dass Männer und Frauen befreundet sein können, wenn sie Sex hatten?
Erica: Mein Ex-Mann und ich sind Freunde, aber wir hatten auch nicht ausschließlich Sex.
Harry: Wir auch nicht.
Erica: Was denn bitte noch?
Harry: Kann ich's dir mailen nachdem ich mir darüber im Klaren bin?

"Fantastisch" [geblockt]

Julian: Wenn einem sowas passiert, was einem nie zuvor passiert ist, sollte man dann nicht herausfinden, was es ist?
Erica: Wahrscheinlich - Ich meine keine Ahnung [...]

Julian: Ich hab gewusst, dass sie gut riechen.
Erica: Das ist nur Seife.

Harry: So weiche Lippen.
Erica: Ich bin froh, dass sie noch funktionieren.

"Lustig" [gespielt]

Erica: Sie wollen sicher nur, dass wir Freunde sind, oder?
Julian: Ehrlich? Nein.
Erica: Was wollen Sie dann?
Julian: Es würde Sie, glaube ich, in Verlegenheit bringen, wenn ich das sage.
Erica: Ich war schon bei der Frage, was ich heute abend anziehe, verlegen.

Erica: Entschuldigung.
Harry: Wofür?
Erica: Ich hab Sie geküsst.
Harry: Ich hab Sie geküsst.
Erica [küsst ihn]: Der war aber jetzt von mir.
Harry: Vergiss den Punktestand.

Samstag, Februar 17, 2007

Was das Herz begehrt

Wunderschön. Überwältigend. Unbeschreiblich.
Lustig. Fantastisch.
Um es mit Adjektiven aus dem Film zu sagen.

Herzerwärmend.
Um es mit meinen Worten zu sagen.

Auch schön...

19:16 Uhr, Treppenaufgang Gleis 1. Ich warte. Neben mir ein Vater mit seinen zwei Kindern.
Kinder: "Da sind Polizisten. [...] Siehst du die? [...] Da! Hast du sie gesehen? [...] Da laufen Polizisten."
Vater [entnervt]: "Ja! Ich bin ja nicht blind!"
Ich dreh mich zu ihm um. Blickkontakt. Ich grinse. Ich dreh mich weg. Ich muss mich zusammenreißen, um nicht laut loszulachen. Ich dreh mich noch weiter weg und grinse breit über das ganze Gesicht. Eigentlich schon eher lachen, weil sein Spruch einfach so geil kam! Aber ich konnte mich halbwegs zusammenreißen. Zum Glück kamen dann auch schon die Mädels die Treppe hinabstolziert. Viel Zeit, um mich von meinem Lachflash zu erholen, ließen sie mir allerdings nicht. Lena, einen Passant kritisch begutachtend: "Kann der etwa nicht richtig laufen? [...] Wo hat der seinen Rollstuhl gelassen?" Uns vor Lachen kringelt, schritten wir Richtung Ausgang, wo ich es mir nicht nehmen ließ noch zwei Mädels anzurempeln - die haben mir einfach die Vorfahrt genommen! Voller Freude stellten Lena und ich fest, dass der "Singende Gulli" wieder in Betrieb ist. Während Katrin K. und Steff sich (bewusst) von uns entfernten, blieben wir vor dem Gulli stehen, um den ersten Tönen zu lauschen.
Ich: "Verstehste was der da singt?"
Lena: "Nö."
Ich: "Ich auch nicht."
Dann ertönte doch ein verständliches "Liebe mich", worauf ich natürlich mitsingen wollte. Dummerweise kamen uns gleich so ein paar Kerle entgegen und ich bemerkte, dass es vielleicht unpassend ist mit diesem Ohrwurm durch die Fussgängerzone von Hannover zu schlendern...
Mit unserem Giovanni-L-Eis in der Hand ging es dann zum Fire, welches zu unserer Überraschung recht voll war, aber natürlich gab es für uns noch ein feines Plätzchen direkt an der Treppe, sodass sowohl (Wo)Men als auch Das Dritte Geschlecht stets an uns vorbei mussten. Welche Folge dies hatte, werde ich später noch einmal erwähnen...
Unser Kellner des heutigen Abends war kein geringer als Jannis. Niedlich irgendwie. Aber so richtig "süß" kam er mir diesmal ehrlich gesagt nicht mehr vor.
Mahlzeit des Abends - unser Knabberteller. Der erste bestand aus Tortilla Chips, Käse und maximal fünf durchgebrochenen Salzstangen. Für den zweiten forderten wir, auf die Salzstangen-Reste zu verzichten und mehr von den anderen Sachen auszuwählen. Stattdessen bekamen wir nun weniger Käse und genauso viele Tortilla Chips. Das konnten wir so nicht durchgehen lassen. Also noch eine dritte Bestellung: "Bitte ein bisschen mehr von allem! [...] Aber zum selben Preis." Und Simsalabim: Schon befanden sich auf unserem Tisch ganze zwei Schüsseln mit Tortillas, Käse und die verschollenen Salzstangen - Männer brauchen wohl drei Anläufe ehe sie verstehen, was wir wollen! Und zumindest Steff weiß ganz genau, was sie will!
Wie auch schon beim letzten Fire-Besuch wurden wir erneut von Promotion-Damen belästigt. Die Erste bot ein Gewinnspiel an. Die Massage klang verlockend und überzeugte immerhin drei von uns. Alle zutreffenden Aussagen sollten angekreuzt werden. Ich: "Hohe Qualität zu feiren Preisen? Geht's hier auch nach Rechtschreibung?" Am nächsten Tisch wurde die Dame dann von einer anderen gefragt, ob sie denn die Massage machen würde. Wusste gar nicht, dass Frauen auch gute Anmachsprüche haben. Über das "gut" lässt sich streiten, aber sie hat Aufmerksamkeit erzeugt und darum geht es ja schließlich. Etwa eine Stunde später trat die nächste an unseren Tisch. Sie brauchte gar nicht lange reden - ich sah das "Fitness Company"-Logo und brachte ein entschlossenes "NEIN!" hervor.
Sie [enttäuscht]: "Warum denn nicht? [...] Es gibt was zu gewinnen! [...] Einen Alfa Romeo!"
Ich: "Oh... Na dann. Haben Sie ein Foto?"
Sie: "Nein, leider nicht. Aber ich habe ihn heute gesehen! Der steht an der Hildesheimer Straße, falls ihr da heute noch vorbei geht. [...] Der sieht richtig gut aus. Ich stand heute vier Stunden davor [...]"
Die Aussicht darauf, ein Auto 400 km lang an einem Wochenende zu testen, überzeugte mich und so füllte ich brav alles aus.
Ich: "Aber geht das denn überhaupt, wenn ich 19 bin? Mietwagen sind doch auch immer erst ab 21 Jahren zugelassen."
Sie: "Das kann ich dir nicht sagen, aber du kannst dann ja deinen Bruder mitnehmen."
Ich [als sie am nächsten Tisch ist]: "Ja, klar! Wenn der seinen imaginären Führerschein dabei hat..."
Aus welchen Gründen auch immer ging es irgendwann um unsere Geburtsjahre.
Ich: "Ich bin auch 1987 geboren."
Lena: "Dann bist du ja ein Kannkind."
Ich: "Was bin ich?"
Lena: "Haha! Sie weiß nich, was ein Kannkind ist."
Steff und Lena machten sich lustig, Katrin versuchte mitzumachen, doch ich ertappte sie.
Ich [leise]: "Du hast auch keine Ahnung, was die meinen, oder?"
Sie gab mir ein "Ja" zu verstehen. Ich war erleichtert, tat so als würde ich ganz genau wissen was sie meinen: "Ein Kantkind ist ein Kind, das 87 geboren ist, da Immanuel Kant ebenfalls im Jahre 87 geboren wurde."
Noch mehr Gelächter.
Die Tatsache, dass auch Katrin keinen Schimmer hatte, erweckte in mir die Hoffnung, dass wir zwei nicht die Einzigen waren.
Ich: "Wetten, dass die Leute, die hier sind, das auch nicht alle wissen? Den nächsten, der die Treppe hochkommt, fragen wir."
Und da kam unser Opfer auch schon.
Steff: "Entschuldige. Weißt du was ein Kannkind ist?"
Er verzog das Gesicht, zögerte, guckte halbverzweifelt in eine andere Richtung, lächelte und meinte: "Ja klar." Ich vermutete, dass jetzt wieder so eine ausgedachte Antwort käme, ähnlich meiner "Kant"-Antwort, freute mich, wollte mich schon bedanken - und was macht der Kerl? Der gibt die richtige Antwort. Idiot!
Als endlich alle Fliegen, Kackerlaken und Mehlwürmer verdaut waren, bezahlten wir und brachen zu einem Verdauungsspaziergang in die Calenberger Neustadt auf.
Steff: "Habt ihr alles, Kinnas?"
Gast: "Ach, ist Mutti heute mit ihren Kindern weg, ja!?"
[...]
Spaziergang war lustig, wenn auch sehr windig. Details fehlen mir gerade. Da niemand mehr Hunger hatte, verzichteten wir auf Mäcce und gingen direkt Richtung Bahnhof. S-bahn hatte Verspätung, also warteten wir... und beobachten die männliche Version der GoMler. Zwei Kerle, Anfang 20, standen vor dem Fahrstuhl. Dieser kam nicht. Aber Malte wollte unbedingt mit diesem fahren. Der andere versuchte ihn mit aller Kraft zur Treppe zu bewegen. Jeder wollte seinen Willen durchsetzen. Und dann kam doch der Fahrstuhl. Die Tür blieb allerdings verschlossen. Ich fands so lustig. Vermutlich wirklich deshalb, weil die genauso bescheuert und albern waren, wie wir so oft. Schließlich wurde Malte überredet und sie gingen Richtung Treppe. An uns vorbei - die wir lachten. Sie hielten inne, Malte fragte uns, ob wir sie auslachen würden, aber wir verneinten "Wir lachen mit euch." Und das stimmte. Zumindest was mich betraf. Der andere erzählte Steff irgendwas von wegen "Lachen sei nicht richtig."
In der S-Bahn studierten wir einen Gähn-Kanon ein. Ganz klappte es nicht mit uns. Teilweise wurde auch gleichzeitig gegähnt - "Bruder!"
Ein weiterer "F(e)i(e)re-Abend", ein Lachflash nach dem anderen, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann, da ich meinen Hals festhalten musste, damit er nicht abbricht, und somit verhindert war mir Notizen zu machen. Auch schön...

Donnerstag, Februar 15, 2007

Ist es nicht seltsam?

12 Fragen von Gerhard Feil
Seltsam. Schön. Wahr.
Mehr muss ich dazu eigentlich nicht sagen.

Mittwoch, Februar 14, 2007

Das Beste kommt zum Schluss

Wie im vorherigen Eintrag erwähnt, ging es am heutigen Abend um 19:30 Uhr ins Ristorante Romantico. Wären die GoMler nicht, würde mich da kein Schwein reinkriegen und jedes Mal auf's Neue werde ich daran erinnert, warum nicht: Diese schmierigen Italiener. Pardon: Diese schmierigen Kellner, die in italienischen Restaurants arbeiten. Aber irgendwie ist es ja auch sehr unterhaltsam, wenn man von einem angehenden Superstar ("lalalalala") - oder auch Frau Gieselers zukünftigen Schwiegersohn - bedient wird, der sich ohne zu Fragen auf den leider freien siebten Platz setzt: "Schön, dass wir heute hier im Romantico sind." Es gab durchweg was zu lachen, nicht nur, wenn Giovanni an unseren Tisch trat. Reichte den meisten schon mir beim Essen zuzugucken, ne!? Da hatte ich zwar nichts zu lachen, denn angeblich gucke ich wohl immer so ernst und konzentriert dabei, aber hauptsache alle anderen hatten ihren Spaß. Tischmanieren waren heute übrigens unangebracht. Schräg gegenüber wurde mit vollem Mund geredet, direkt gegenüber wurden erstmal die Finger abgeleckt. Warum auch nicht. Als dann auch der letzte (moi...) sein Mahl beendet hatte, ließ Steff es sich nicht nehmen, die Tischdekoration [Salzstreuer] für die nächsten Gäste zu präparieren.
Ich: "Was machst du da?"
Steff: "Ich schraub das auf."
Janine [den Salzstreuer über den Aschenbecher haltend]: "Fällt das denn dann auch raus?"
Nicht mal eine Sekunde später befand sich der halbe Inhalt des Salzstreuers im Aschenbecher wieder. Das durfte Giovanni auf keinen Fall entdecken, also musste dieses kleine Missgeschick mit allen Mitteln vertuscht werden. Schnell war ein "Versteck" gefunden und die Rose musste für einen Moment aus der Vase weichen, um das verschüttete Salz darin verschwinden zu lassen. Nicht all zu einfach. Was daneben ging wurde dann unter der Vase zusammengekehrt.
Wenn das mal nicht peinlich ist... Um vermutlich über ihr unmögliches Verhalten hinweg zu täuschen, wurde die Aufmerksamkeit dann auch gleich wieder auf mich gerichtet - denn da findet man ja bekanntlich immer irgendwas, um sich drüber lustig zu machen. Imaginäre Freunde, Hunde, Katzen habe ich wider Erwarten nicht zu bieten, stattdessen höre ich aber Musik, die niemand sonst hört. War auch sehr leise und ich habe auch immer nur Bruchstücke wahrgenommen, aber ich schwöre, es war wirklich Musik!
Gewalttätigkeiten durften auch nicht fehlen:
Steff [zu Tina]: "Hab ich dich getreten?"
Tina: "Nein!"
Steff und ich im Chor: "Schade."
Steff war heute sowieso sehr "freundlich". Als Giovanni ihrer Meinung nach zu lange mit Janine rumflirtete, wo Steff doch dringend die Getränkekarte haben wollte, beendete sie das Gespräch rücksichtslos mit "Ja, ja. Laber nicht rum. Ich hätte [gern] nochmal die Karte."
Situationskomik, schlechte Manieren, schmierige Kellner hin oder her: Das Beste für mich war heute eine ganz besondere Überraschung. Ich war total mit meinen letzten Happen Bruschetta beschäftigt, als man um mich herum plötzlich meinte: "Julia kommt." "Waaaaaaaaaaaas?" "Ja, sie ist da grad langgefahren." Ich weiß nicht, ob ich mich nur einfach nicht mehr im Detail daran erinnere, aber ich glaube das klang im ersten Moment so alltäglich und unspektakulär, dass ich dachte, die wollten mich verarschen. Aber nachdem ich mich noch einmal vergewissert hatte, fand ich mich auch schon draußen im Regen wieder und steuerte direkt auf Horst zu! Sie war es wirklich! Das war vielleicht eine Überraschung!
Damit wurde aus diesem Abend, aus diesem Tage, einmal mehr etwas ganz Besonderes. Danke, Julia! :)

Ein Tag wie jeder andere !?

14. Februar 2007. Heute ist Valentinstag. Ein besonderer Tag für Verliebte. Wirklich? Man sollte ja eigentlich meinen, dass für Pärchen jeder Tag ein besonderer ist und dieser Tag demzufolge ein Tag wie jeder andere sein würde. Im Gegenzug sollte man annehmen, dass dieser Tag für Singles keine Bedeutung hat. Doch auch das stimmt nicht so ganz. Denn Singles werden an diesem Tag noch einmal mehr daran erinnert, dass sie allein sind. "Noch einmal mehr" bedeutet aber auch, dass dies nicht nur an diesem Tag ist. Sie werden jeden Tag daran erinnert. In der Schule, in der Bahn, in der Stadt - überall tummeln sich Pärchen! Also doch ein Tag wie jeder andere!? Egal ob Single oder Pärchen?
Dieses Jahr werde mich mir an diesem Tag lieber nicht ins Geheim wünschen, dass ich Valentinstag 2008 nicht als Single verbringe. Seit zwei Jahren sag ich mir das schon. Und hat sich was geändert? Nein. Also warum gerade 2008, wenn nicht 2005, 2006, 2007? Man soll ja einfach nicht dran denken. Wie soll das denn bitte gehn, wenn man täglich von sich liebenden Pärchen umgeben ist?
Schluss mit dem Gerede über unerfüllte Liebe: Valentinstag. Kein Tag wie jeder andere. Denn heute geh ich mit meinen Mädels im Romantico essen. Wie schon die letzten beiden Jahre. Dort kann man die Pärchen beobachten ohne in Selbstmitleid zu versinken. Ein herrlicher Tag!

Montag, Februar 12, 2007

35 Tatsachen zum heutigen Tag!

1. Auf den Vertretungsplan - oder kreislaufschwache Lehrer - ist nie Verlass.
2. Montags um 09:26:38 Uhr findet man am Bissendorfer Bahnhof keinen Parkplatz.
3. Ebenso wenig findet man um diese Zeit nette Menschen, die einem die Tür aufhalten, wenn man zur Bahn gehetzt kommt und auf dem Weg auch noch sein Handy verliert, zu welchem man zurücklaufen muss, um dann vergeblich auf den Türöffner zu drücken.
4. Drei Jahre alte Handys halten einem Sturz aus ein Meter Höhe nicht mehr unbeschadet Stand.
5. Vier Stunden alte SMS können demnach erst nach einem zufälligen Neustart empfangen werden.
6. New Yorker's Herrenabteilung hat durchaus ansehnliche Pullover und Jeanshosen anzubieten.
7. Aber auch eine Menge "Ey yo, Ich bin voll cool, weil ich 'ne Baggi trag"-Schrott.
8. Auch Männer nölen beim Einkaufen rum.
9. Wenn frau ihnen die richtigen Hosen anschleppt, sind sie wieder glücklich.
10. Ich sollte nie mit Steff Shoppen gehen - leichte Meinungsverschiedenheiten vorprogrammiert.
11. So schlecht ist ihr Geschmack auch nicht - letztendlich gute Wahl in Peters Einkaufstüte.
12. Wenn man zum Balzac Coffee am Steintor möchte, sollte man auch dort aussteigen.
13. Und nicht am Clevertor - Tor ist nicht gleich Tor.
14. Latté Caramel schmeckt wirklich lecker - Danke, Steff.
15. Man sollte sich einen Löffel für den Karamel-Schaum mitnehmen.
16. Finger in Kombination mit Regen tun's auch.
17. Auch über Umwege am Fire vorbei findet man die Calenberger Straße.
18. Zumindest wenn man so einen ausgezeichneten weiblichen Orientierungssinn besitzt.
19. Oder tolle Stadtpläne an der Marktkirche zu Rate zieht.
20. Calenberger Neustadt vereinigt Berlin und Hamburg in Hannover.
21. Dort zu spazieren macht sogar im strömenden Regen Spaß.
22. Auch wenn weder Winterschuhe- noch Jacke wasserdicht zu sein scheinen.
23. Die Braunstraße könnte (!) ja am "Braunen Bär" sein.
24. Wenn er nicht "Schwarzer Bär" heißen würde -Auch Bär ist nicht gleich Bär.
25. Tango tanzen macht keinen Spaß.
26. Schon gar nicht, wenn man ständig gegen Bühnen, Tische, Heizungen und sitzende Schüler getanzt wird.
27. Und einem jedes Mal auf den Fuss getreten wird.
28. Wiener Walzer macht noch weniger Spaß.
29. Vor allem wenn man das Tempo des Partners nicht einhalten kann.
30. Spazieren im strömendem Regen in Mellendorf ist auch nicht lustig.
31. Schon gar nicht, wenn auch die Turnschuhe nicht wasserfest zu sein scheinen.
32. Zum Glück gibt es am Bahnhof nette Menschen, die einem 10 Minuten Unterschlupf gewähren - Danke, Jenny!
33. Entweder ich schweige wie ein Grab.
34. Oder ich plapper wie ein Wasserfall.
35. Beides kommt nich wirklich gut an.

Samstag, Februar 10, 2007

[...] - zu Tode betrübt

Allen Grund hätte ich, aber irgendwie geht's mir grad doch halbwegs gut - von den Nachwirkungen der mehr als 12 Zimtsternen abgesehen. Zudem hab ich mich eben wirklich wie ein Schneekönig gefreut als ich in den Keller ging, um Pernod zu holen, und sah, dass es wieder geschneit hat. Also werde ich vielleicht gleich noch einmal eine Runde drehen, trotz des mysteriösen Mannes, der letzten Sonntag vor und hinter unserem Haus umher lief. Spaziergang auf morgen früh verschoben: Die Angst vor dem großen schwarzen Mann, der aus dem raschelnden Gebüsch oder um die Ecke springt, war einfach zu groß.
Warum sollte ich "zu Tode betrübt sein"? Und warum bin ich es dann doch nicht? Vermutlich weil ich 14 Tage Zeit hatte mich auf den heutigen einsamen Abend vorzubereiten und die Anflüge von schlechter Stimmung ganz gut auf die letzten Tage verteilen konnte, in denen ich schon eine dunkle Vorahnung des heutigen Abends verspürte, die sich letztendlich auch bewahrheitet hat.
Ausgiebiges Essen in Form von Backkartoffel, Lachs und Sauerrahm gab es dennoch. Massage hat frau sicher auch bekommen, wenn auch nicht von mir. Dafür hab ich meine versprochene, schöne Geschichte in Engel&Joe gefunden. Wobei der Film mich nicht so sehr berührt hat wie das Buch. Eigentlich gar nicht. Als Ersatz für keine Geschichte hat es aber gereicht.
Ist schon schlimm, wenn man immer und immer wieder den selben Fehler macht, zu gutgläubig ist, um dann doch wieder enttäuscht zu werden. Und natürlich denkt man sich jedes Mal auf's Neue, dass man das beim nächsten Mal nicht wieder mit sich machen lässt, um dann fälschlicherweise doch wieder an das "Gute im Menschen" zu glauben. Ich selbst bin womöglich genauso und enttäusche andere, ohne es zu merken, um dann irgendwelche Wiedergutmachungsversuche zu starten. Diese habe ich heute gekonnt geblockt. Erinnert mich irgendwie an Tinas Abi-Forum-Signatur:

"Wenn du verletzt und enttäuscht werden willst, dann liebe.
Wenn du geliebt und vermisst werden willst, dann stirb."

Ohrwurm des Abends: Placebo - Johnny and Mary

Donnerstag, Februar 08, 2007

Himmelhoch jauchzend - [...]

Meine Stimmungsschwankungen gehen mir so allmählich auch ganz schön auf den Senkel. Momentan sprieße ich gerade nur so vor positiver Energie, daher hier nur alles positive, was ich aus der bisherigen Woche ziehen kann. Das Negative kann bis Samstag abend warten, denn ich ahne, dass da der absolute Tiefpunkt erreicht sein wird - und das hat nichts mit dem Teetrinken zu tun, denn darauf freu ich mich schon wie'n Schneekönig! (Bin gerade selbst von meiner Wortwahl überrascht).
Gut. Das Positive. 8 Stunden meiner Prüfungsfächer sind diese Woche ausgefallen. Wenn man mich kennt, weiß man, dass das eigentlich doch nicht ganz so positiv aufzufassen ist.
Was war überhaupt positiv? Kleine Jungs oder Mädchen, die ihre Mama oder ihren Papa zwingen, tanken zu fahren, damit sie Gummibärchen kriegen und die damit mein Herz erweichen, da sie mir das Gefühl vermitteln, dass ich sie allein mit einer kleinen Tüte Süßes glücklich machen kann und weil sie sowieso total knuffig sind. Aber nicht nur die Kleinen. Mir ist aufgefallen, dass ich es einfach total schön finde, junge Väter und Mütter dabei zu beobachten, wie lieb sie mit ihren Kindern umgehen - auf Außnahmen möchte ich jetzt nicht eingehen.
Wo wir schon bei der Tanke sind. Gestern kam ein älterer Herr rein, bei dem ich mir dachte: "Der kommt dir bekannt vor." Aber ich konnte ihn nicht zuordnen. Er strahlte mich an: "Hallooooo! [...] Wie geht es dir! [...] Und was machste jetzt?" Als würden wir uns ewig kennen, aber hätten uns ewig nicht mehr gesehen. Vielleicht ist das auch so. Nur, dass ich mich nicht mehr erinnern kann. Vielleicht hat er mich aber auch nur verwechselt oder es ist einfach seine Art.
Dass ich mir von Marco, dem Vorwäscher, gestern nun auch Fragen á la "Hast du einen Freund? [...] Hattest du schon mal einen? (<- warum muss ich so ehrlich sein, geht ihn eigentlich nix an) [...] Wie sieht dein Traummann aus (<- worauf ich ins Stocken kam) Stehste auf Frauen? [...] Ach, gehste auch mehr nach dem Charakter" gefallen lassen musste, erwähne ich mal nur am Rande.
Apropos Männer. Meine Mama schwärmte mir vor einiger Zeit von ihrem Kollegen vor. Offensichtlich wollte sie mich verkuppeln, zumindest konnte sie es nicht lassen, ihn beim Mittagessen zu stören, um mich ihm vorzustellen. Im Sommer hatte ich dann auch persönlich viel mit ihm zu tun, da ich in seiner Abteilung mein Praktikum absolvierte und von ihm die meisten Aufgaben bekam. Jedenfalls flüsterte sie mir Dienstag in der S-bahn zu: "Das mit dir und Herrn X hat sich wohl jetzt erledigt." "Warum? Ist er verlobt? Verheiratet?" "Ne... Der ist schwul." Langsam muss ich wohl befürchten, im Fire auf die halbe Belegschaft der Bank zu treffen...
Nun aber endlich zu dem Grund meiner überraschend guten Laune! Ich habe heute an meiner ersten "Communication Class" teilgenommen. Dienstag war zunächst einmal Einführungsstunde in der Wall Street und anschließend hat mich Olsi gleich mal für Encounter, Jack the Rippers und eben das heutige "Mastermind"-Quiz angemeldet. Heute nachmittag habe ich dann vorsichtshalber nochmal ein paar Runden im Internet gespielt, um das Spiel erstmal zu verstehen - macht wirklich Spaß. Halb acht bin ich dann in die Stadt, Richtung Steintor. Wusste nicht was mich erwartet und hatte wirklich keine Lust. Fragte mich, was da wohl für Leute sein würden. In meiner Phantasie malte ich mir aus, wie ich zwischen Geschäftsmännern um die 50 Mastermind spiele. Dem war dann aber doch nicht so. Meine Mitspieler waren zwei nette Damen zwischen 25 und 40 (schwer einzuschätzen - auf jeden Fall jung geblieben) und das Spiel war auch nichts mit irgendwelchen "Pins", sondern schlicht und einfach ein Frage-Antwort-Spiel, wie uns Rebecca erklärte. Die Frau war so lustig! Fand es erstmal total komisch, dass wir alle drei müde waren, denn sie sei erst um 12 aufgestanden und dann mussten wir Reihe um erklären, was uns dazu treibt schon um 5, 6, 7 Uhr aufzustehen! Nach kurzem Small-Talk ging es dann aber auch los - von einfach über mittel bis zu schweren Fragen! And who is the one and only Mastermind? It's me! "The Baby" how Rebecca called me after I told her that I still go to school. 18,5 Points! (Bettina: 12, Inga: 8) But I have to admit that I did not know that Ricky Martin was not born in Spain but in Puerto Rico. Instead I knew more difficult and general things like "Who formulate the theory of relativity" and "Where is the origin of Reggae Music?" - ok that was easy, too, but I cannot remember any more questions!
18,5 Points - I cannot believe it!

Ohrwurm des Abends: MIKA - Grace Kelly

Sonntag, Februar 04, 2007

Prinzessin Fantaghiro

Da kommen alte Kindheitserinnerungen auf: Von 1993 bis 1997 oder so kam jedes Jahr um die Weihnachtszeit Prinzessin Fantaghiro auf Sat1 und jetzt hab ich den ersten Teil bei youtube entdeckt! Sonntägliches Pflichtprogramm bei der Familie Wachsmuth-Lüdtke. Diesen Eintrag widme ich Dir, Antje (haben wir doch oft gemeinsam gesehen, oder?) - obwohl mich der 5-Teiler am meisten an Heike erinnert, mit der ich es das letzte Mal in ihrem Schlafzimmer in der Scherenbosteler Straße 50 guckte. Dieses nostalgische Gefühl musste jetzt einfach mal schriftlich festgehalten werden...

'38, 1978, 2007 - Ja so stimmen wir alle ein!

"Wenn nicht wir, wer sonst!" Wir sind Weltmeister! Endlich!
Ich dachte schon, dass ich das Ende der WM nicht mehr erleben werde. Die Schmerzen brachten mich fast um: Mein Trommelfeld platzte beinahe bei dem Brüllen und Jubeln meiner Mutter, mein Arsch sowie weitere Körperteile wurden von selbiger vor lauter Aufregung versohlt. Ich ging auf Abwehrhaltung, versuchte mich mit Rilke abzulenken, doch am Ende landete ich doch mit Trillerpfeife und Deutschland-Fahne vor dem Fernseher, dirigierte sogar die Deutschland-Hymne mit meinen Chinastäbchen. Ich muss zugeben, dass das Gänsehaut-Feeling der WM 2006 nicht so wirklich vorhanden war - zumindest nicht bei mir. Aber meine Mutter war so genial. Sie zu beobachten war sicher tausend Mal unterhaltsamer als das Spiel selbst, zumindest konnte man die Spannung, Tore, Gegentore allein an ihrem Gesichtsausdruck, ihren Emotionen und ihrer Lautstärke ablesen.
Aber dafür, dass ich mir der in Deutschland stattfindenden Handball-Weltmeisterschaft irgendwie erst am Donnerstag so richtig bewusst geworden bin, hab ich mich dann doch wirklich ganz doll gefreut und werde heute abend auf jeden Fall den Empfang am Kölner Rathausplatz verfolgen. Ich liebe diese Emotionen von Fans und Spielern, während im Hintergrund "We are the Champions", Syrtaki und ähnliches erklingt...

Samstag, Februar 03, 2007

Freches Gäulchen

Gestern waren meine Mama und ich bei meiner Cousine mütterlicherseits eingeladen, um die neue Wohnung zu besichtigen. Eigentlich wollte ich schon gegen halb sechs dort sein, aber dann hielten mich doch die 2,95 €-Angebote im Buchladen auf, sodass ich erst 17:43 an die Bushaltestelle kam, auf den "Auf"-Knopf drückte und drückte... und der Bus losfuhr. Egal, wir sind hier in der großen Stadt, da fährt sicher gleich der Nächste. Nichts da. 20 Minuten warten. Und so fuhr ich doch gemeinsam mit meiner Mama in die List. Dort angekommen wurde als erstes Franzis neue Frisur bewundert und schließlich die Wohnung unter die Lupe genommen. Wunderschöne Wohnung, große Küche und Balkon, gemütliches Wohnzimmer. Am lustigsten war es dann, als Franzi mir nach ein paar Gläschen Wein (Nein, ich hab Wasser getrunken) die letzte Gilmore Girls-Folge wiederzugeben versuchte. Offensichtlich habe ich da am Dienstag wirklich was verpasst, aber war auch nicht schlimm, denn habe während ihrer Privatvorstellung sicher mehr gelacht als jemals vor dem Fernseher. Apropos Gilmore Girls. Wer spielt da gleich noch mit? Und wem sieht die ähnlich? So hässlich manch einer sie auch finden mag? Es gibt Menschen, die sehen zwischen Rory und mir tatsächlich Ähnlichkeit. Franzi kam darauf gestern aber nicht zu sprechen, im Gegenteil. Voller Euphorie berichtete sie mir: "Weißte, was mir letztens aufgefallen ist? Ich lächel wie du!" "Echt?" Und dann erzählt sie, dass sie letztens ein Foto von sich gesehen hatte und sie dort genau so aussah wie ihre herzallerliebste Cousine! Hat mich total gefreut, denn Franzi ist wirklich hübsch. Ich hoffe mal nicht, dass sie ausgerechnet auf diesem Foto schlecht getroffen war... komm ich also doch auch optisch aus dem Gaul'schen Stall!
Und wieso nun freches Gäulchen? Noch im Halbschlaf machte ich heute früh mein Handy an, als der SMS-Ton erklang. Fremde Nummer? "Hallo. Beim letzten Kochen für JULI hat das alte Handy ein Bad in der Paprikasauce genommen. [...] PS: Kurze Rückmeldung wäre super!" Das ließ ich mir nicht zweimal sagen: "Das zeigt mal wieder, dass Männer nicht zwei Sachen gleichzeitig können. Ich übrigens auch nicht." Darauf konnte ich mir natürlich gleich was vom "Rockkitchen"-Robert anhören: "Jetzt werden sie mal nicht frech junge Frau." Fand ich sehr erheiternd...

Donnerstag, Februar 01, 2007

Was nützt die Liebe in Gedanken

Momentan habe ich wirklich das Gefühl die Sprachkrise der Jahrhundertwende selbst nochmal durchzumachen. Beängstigend wie oft mir momentan die Worte fehlen. Es ist mir völlig die Fähigkeit abhanden gekommen Empfindungen und Eindrücke in Worte zu fassen, die diese angemessen wiedergeben. So auch nach diesem Film eben gerade. Zwischendurch leicht langatmig, aber trotzdem war immer eine gewisse Spannung vorhanden. Das einzige was ich sagen kann, um halbwegs zu beschreiben, wie ich am Ende empfunden habe, ist, dass ich danach das Gefühl hatte am ganzen Körper zu zittern, aber ich zitterte nicht. Sehr beängstigend.
Nachdem ich nach alaska.de schon leicht grausame Einschlafbilder hatte, hab ich jetzt ein bisschen Angst, dass mir nach dieser Szene ähnliches widerfährt, zumal auch in diesem Film wieder Jana Pallaske mitgespielt hat - die sympatischste Rolle übrigens, wie ich finde.
So reicht, mir fehlen einfach die Worte. Sollte man auf jeden Fall gesehen haben.

An die Liebe: Ich habe Dich nicht gebeten zu bleiben,
doch Du bist geblieben.
Ich habe Dich niemals gefragt,
wer Du bist oder was Du willst.
Du warst einfach da.

Was willst Du nur Liebe von mir?
War ich nicht viel stärker alleine?
Und hab ich Dich jemals gebraucht?

Doch bleib nur ein bisschen.
Nicht lange.
Solange nur bis keiner mehr fragt:
"Na wie geht's?"
Und ich nicht mehr sage:
"Es geht."
Einjeder sieht gleich, Du bist da.

Wenn Du mich einstmals verlässt,
sei Dir sicher: Ich gehe mit Dir!

Dies Buch trägt die Ergüsse Deiner Seele.
Mein Sohn, du bist poetisch angehaucht.
Zwar sind die Reime ohne Fehle,
doch die Gedanken sind in Finsternis getaucht.

Auch scheint es mir, da du noch jung an Jahren.
dass Dein Erleben in der Liebe nur erträumt.
Ich fürcht Du bist darin noch reichlich unerfahren.
Beeile Dich, Du hast schon viel versäumt.

Ein Mädel wird sich schön bedanken,
wenn Deine Glut nur aus Gedichten spricht.
Was nützt die Liebe in Gedanken,
kommt die Gelegenheit, dann kannst Du's nicht!

Doch ist das noch kein Grund sich zu erschießen.
Die Kugel spare Dir zu ander'm Zweck.
Auch würden viele Tränen fließen.
Das lohnt sich nicht, für solchen Dreck!

(Quelle: Was nützt die Liebe in Gedanken)