Montag, April 30, 2007

"Kindergekritzel"

"[...] Denn so viele reden wichtig, erzählen tolle Geschichten
Und uns wird langsam müde von versteinerten Gedichten."

Gestern nacht habe ich mal einen Blick in meinen Krimi und andere Geschichten geworfen. Vielleicht sollte ich mir überlegen eine Parodie zu schreiben, denn ich kam aus dem Lachen teilweise gar nicht mehr raus. Total naives "Kindergekritzel". Da erfährt die kleine Pia von ihrem Entführer Thomas [Thomy] höchstpersönlich, dass er sie in seiner Gewalt hat, und da fällt ihr nichts Besseres ein als mit ihm verständnisvoll, wenn auch leicht zitternd, nach einer anderen Lösung zu suchen. Was mich sehr getroffen hat, ist, dass Sophies/Susannes guter Freund Jan/Peter schon nach einer halben Seite stirbt. Das war mir dann doch etwas zu abrupt.
Die anderen "Romananfänge", die eigentlich reifer und überlegter klingen sollten, haben mich fast noch mehr zum Lachen gebracht. Immerhin wurde "007" aber in "Leila" umbenannt.
Mir ist aber noch viel mehr aufgefallen, was mich wirklich ins Staunen versetzt hat. Damals war ich ungefähr 13 Jahre und manche Sichtweisen sind immer noch so. Gut, ich lache jetzt über das "Kindergekritzel", und es fällt mir schwer es ernst zu nehmen, aber z.B. wusste ich gar nicht, dass ich (Lea) damals schon etwas gegen Kosenamen à la "Mausi" hatte. Zumindest habe ich das einfließen lassen, auch wenn dies nur mit einem "Mausi-Waui-Trip" zusammenhängt. Wobei ich diesbezüglich auch nicht mehr ganz so bis gar nicht empfindlich reagiere. Vielleicht hat mich Schnuffi-Katrin immunisiert ;)
Sehr erschreckend fand ich, dass Julia sich nach einer Seite und nach etwa 10 Jahren "bester Freundschaft" plötzlich "irgendwie [...] ein wenig von [Alex] angezogen" fühlt, und das schlimmste: "sogar ganz schön doll."
Hab also noch sehr viel an Arbeit vor mir, wenn ich mich überhaupt noch zu einem "Neuanfang" motivieren kann. Müsste das ganze komplett neu aufrollen, denn teilweise klingt das doch extrem kitschig, zu viel Hollywood-Einfluss vermute ich, sogar eine Szene aus "Save the last dance" habe ich einfließen lassen.
Peinlich, peinlich.

Tankstellen-Dialoge II

Er: "Mit 94,60 bin ich dabei?!"
Ich: "Ja, sicher!"
Er: "Und sie werden gar nicht rot dabei?!" [oO... sollt ich?!]
Rumgemecker über Benzinpreise.
Er: "Wie sagte schon Napoleon - Sie sind dabei gewesen. [Komm mir nicht mit Napoleon!] Gott sei's getrommelt und gepfiffen." [Was zum Teufel?!]
Er vergisst seine Karte. Eine aufmerksame Kundin entdeckt sie, ich renn zu ihm raus.
Ich: "Sie haben da noch was vergessen."
Er [Hände voll]: "Können Sie mir die mal diskret einbauen?! [Ich öffne seine Brusttasche vom Hemd und lass die Karte hineinfallen] Da sieht man, dass man alt wird."

Sie: "Mein Mann kommt heute nach Hause und meint, ich soll das Auto waschen lassen. 15 Jahre Erziehung, aber es hat noch nichts gefruchtet."

Er bezahlt sein Red Bull: "Schönen Feierabend. Bis später." "Bis später?! Seh ich so aus als würde ich heute volltrunken in den Mai tanzen. Ich glaube nicht."

Wie niedlich sind bitte Papas, die mit dem Stützrad ihrer Kinder fahren, weil das erstmal seine Lila-Pause aufessen muss?!

Kunde, schon von weiten grinsend: "Sie zählen gern?!"
Ich halt meine Hände auf, er übergibt mir sein Hab und Gut, ich zähl.
Ich: "Stimmt." Und er grinst mich immer noch sekundenlang an. Der war komisch.

Niedlicher Typ mit blauem Opel-Corsa schaut mir tief in die Augen. Ich bin mir sicher, sie würde sich auch mit Karl-Heinz verstehen.

Kleine Weltreise

"Hey, es ist Frühling und es riecht nach Veränderung.
Ich hab mir meine Lieblingslieder aus dem Radio aufgenommen.
Und jetzt fahr ich schon seit Stunden auf dem Ring so vor mich hin. Auf der Suche nach dem, der ich wirklich bin."

Statt Tapete wurde sich nun doch für's Malern entschieden und so wurde mir heute die ehrenvolle Aufgabe übertragen, erstere umzutauschen. Zunächst einmal wurde sich sehr sommerlich und stillos gekleidet. Nämlich einen Rock, von dem ich erst einmal das DM-Preisschild entfernen musste, so'n Folklore-Shirt und - damit sich dieses "Outfit" auch als "stillos" bezeichnen kann - Turnschuhe! Halb elf ging's dann los. Ziemlich planlos. Zwar hatte ich mir gestern noch eine Route angeguckt und Stichworte rausgeschrieben, aber richtig gerafft hab ich's nicht. Ich rechnete also fest damit, dass ich mich mal wieder sonst wie oft verfahren würde. Doch ich sollte eines Besseren belehrt werden. Zig tausend Straßen, zig Möglichkeit abzubiegen oder geradeaus zu fahren. Ich ging nach meinem Gefühl, ein bisschen auch nach Schildern. Irgendwann begann ich auch auf die Straßennamen zu achten, denn da hatte ich mir ein paar aufgeschrieben. "Moment... Langenhagener Straße?! Das steht hier nicht! Mäh!!" Doch ich ließ mich nicht beirren und fuhr weiter geradeaus, oder auch mal links, wonach mir halt gerade so war. Endlich ein Lichtblick: "Schulenburger Landstraße". Doch - oh Schreck - die Straße schien kein Ende zu nehmen. Hätte mich nicht gewundert, wenn ich schon längst am gesuchten Möbelmarkt vorbeigefahren wäre, aber schließlich erblickte ich dann doch das lang ersehnte "Domäne"-Schild und bog - zu meiner Verwunderung - rechts ab, obwohl der Routenplan "links" befohlen hatte. Gleich einen Parkplatz gefunden. Rollen angehoben und festgestellt: Du brauchst 'nen Wagen. Also zum nächsten überdachten Einkaufswagen-Häuschen. Klasse! Alle weg! Fühlte mich also leicht verarscht, aber brachte erstmal die Bordüren an die Info, um mein Glück dann nochmal an einem weiter entfernten "Häuschen" zu probieren, welches ich zuvor nicht entdeckt hatte.
Der gestern schon prophezeite freundliche "Tapeten-Träger" tauchte also nicht auf, stattdessen "durfte" ich den Herren, die zu doof waren diese Kassensperre zu öffnen, eben diese aufhalten. Drücken statt Ziehen!!! Wie hilflos Männer ohne uns/mich nur wären...
Nach zehn, zwanzig Minuten war das ganze erledigt, ich gesellte mich zurück zu Karl-Heinz und plante denselben Weg wieder zurückzufahren, den ich gekommen war. Dummerweise reihte ich mich dann irgendwann auf der rechten Spur ein, war gezwungen rechts abzubiegen, sah ein Flughafen-Zeichen, und realisierte, dass das wohl die vom Routenplan vorgeschlagene Strecke war. Hätte mir einiges an Zeit erspart, aber das Wichtigste und Überraschendste ist: Ich hab mich (trotz absoluter Planlosigkeit) nicht verfahren! Hach, bin ich stolz auf mich. Karl-Heinz war auch ganz euphorisch und wollte mit seiner Schnauze liebend gern mal einem anderen H-MW-ler auf den Hintern küssen, doch das habe ich natürlich zu verhindern gewusst. Kann ja nicht zulassen, dass er mir einfach so fremdgeht.
Übrigens fing ich diese Nacht an von der Deutschprüfung zu träumen. Ab heute wird wieder Baldrian eingenommen. Aber eigentlich ist das mit dem Träumen nicht schlecht, denn ich glaube, ich habe sogar richtige Sachen gesagt. Sprich: Ich hab's so drauf, dass ich es mir im Schlaf vorsagen könnte. Gibt trotzdem noch einiges nachzuholen.

Sonntag, April 29, 2007

Bettmensch

"Müde, träge, immer schlaff
Das ist meine Superkraft
Und ich trage einen Pyjama."

Es ist jetzt gleich halb vier nachmittags. Das hält mich aber nicht davon ab immer noch mit Schlafanzugoberteil im Bett zu liegen. Zwischendurch ein ausgiebiges Frühstück, danach aber gleich zurück ins Bett, Kafka Biographie gelesen, Parallelen entdeckt, zugeklappt, sowohl das Buch als auch die Augen, und wieder eingedöst.

"Denn ich bin Bettmensch.
Halb Bett und halb Mensch.
Hört sich komisch an
Bin eigentlich ganz nett
Mit einem großen Spannbettlaken
Bin ich immer gut beraten
Und ich mach es mir gemütlich
Zwischen Daunen und Federkern
Lieg ich wirklich gern
Hier ist meine Welt noch friedlich
Und bitte jetzt nicht stören."

Einfach mal träumen, der Musik lauschen. Muss auch mal sein. Gestört wurde ich nur beim Lesen - sei es durch meine Mama oder dummerweise vom sich verabschiedenden Laptop-Akku, womit dem Lauschen der schönen Musik ein Ende gesetzt wurde. Bin mir gar nicht sicher, ob ich wirklich geschlafen und geträumt hab - die Musik hab ich durchgehend registriert (glaub ich), aber irgendwie war es auch mehr als nur die Augen schließen und rumliegen.

"Gibt es denn nicht irgendwas
Das schnell und einfach hilft
Gegen diese Lebensform
Die man für mich entwirft
Selbst die Menschen, die man kennt
Sind einem manchmal völlig fremd
Ich muss dann immer ganz schnell weg
Zurück in mein Geheimversteck"

Aber ich kann ja nicht noch die ganzen Tage, Wochen, Monate in diesem Geheimversteck verbringen. Ich brauche eine Aufgabe - abgesehen vom Arbeiten und von den GoMlern. Beim Aufräumen letztens fand ich mein "Meine dicksten Freunde"-Buch wieder, blätterte ein bisschen drin rum und landete bei meiner Lieblingslehrerin. Sie wünschte mir, dass "meine Träume wahr werden, die du in deinem Hundertwasserbild gemalt hast." Damals wollte ich Autorin werden. Die Manuskripte habe ich immer noch - hoffe ich, momentan sind entsprechende CDs oder Disketten nicht auffindbar. Das ist nun sieben, acht Jahre her und die waren damals schon verbesserungsbedürftig. Wird also Zeit, dass ich den "Krimi" neu umschreibe. Wobei es sich damals schon vom Krimi entfernte. Zwei Polizeibeamte, sehr gut befreundet. Doch bevor mehr draus wird, wird er erschossen. Der neue Kollege kommt, sorgt sich um sie. Ihre Schwester kommt bei einem Flugzeugabsturz ums Leben, sodass sie sich um deren Tochter Pia (der einzige Name an den ich mich noch erinnere) kümmern muss. Nach und nach kommt raus, dass der neue Kollege doch nicht ganz so "sauber" ist. Letztendlich hat er ihren guten Freund umgebracht, um an die Stelle (oder an sie?!) zu kommen. Da er total krank im Kopf ist, entführt er dann auch noch Pia. Die beiden freunden sich widerum an. Ganz so sicher bin ich mir jetzt gerade nicht. Und nachdem ich alles (halbwegs) fertig geschrieben hatte, bemerkte ich dann, dass es ähnliche Geschichten schon längst gegeben hat: Perfect World klingt ähnlich wie die Pia-Entführer-Beziehung, auch wenn ich den Film bis heute nicht gesehen habe. Ach - genauerer Blick auf's Hundertwasser-Bild: 007, der Hund, spielt natürlich auch eine Rolle. Wie konnt ich den nur vergessen. Ich such nachher nochmal in allen Schränken - das muss ja irgendwo sein und dann könnt ihr euch das Buch irgendwann selbst kaufen.

"Hier kommt Bettmensch
Halb Mensch und halb Bett
Hört sich seltsam an
Ist eigentlich ganz nett
Ich bin Bettmensch
Halb Mensch und halb Bett
Und wenn du noch zu mir kommst
Wär dieser Song perfekt ..."

Nachtrag: Manuskript(e) gefunden! Zu meiner Überraschung gab es etwa vier Anläufe. War damals also schon ständig unzufrieden. Verschiedene Perspektiven. Immer andere Namen. Sophie und Jan, Alex und Julia, Lea, Micha und David, Susanne, Peter und Thomas.

Samstag, April 28, 2007

Die Drei von der Tankstelle

Drei ist eigentlich untertrieben, aber klingt besser. Gestern abend noch eine Bestellung ans Universum abgeschickt, dass bitte bitte Klaus heute arbeiten soll und heute früh gleich eine hinterher, dass er gaaaanz viel zu tun haben soll bei dem Wetter, sodass er mich nicht volllabert. Was soll ich sagen?! Es hat geklappt. Von anderen Bestellungen à la "Ich will, dass der Typ, der grad zum Zweiten Mal Waschen kommt, jetzt irgendwas sehr sehr Nettes sagt" habe ich abgesehen - das ist mir vorerst dann doch bisschen zu krank. Momentan übe ich erstmal mit Dingen, die eine Eintrittswahrscheinlichkeit von mindestens 70% besitzen. Zurück zu Klaus. Ich sitze an der Kasse und da kommt er auch schon, sieht mich, freut sich - oder tut zumindest so. "Ich freu mich voll dich (wieder) zu sehen." Ein "Ich mich auch" brachte ich einfach nicht über die Lippen, obwohl ich mich auch wirklich gefreut habe, aber bei Typen wie Klaus "darf" ich nicht weich werden, sondern immer schön Distanz ("Hast du nichts zu tun?!) wahren. Warum?! Weil das seine Masche ist. "Hab ich dir schon gesagt, dass du heute richtig gut aussiehst?!", "Was machen wir denn heut' abend Schönes?!", "Willst du mich heiraten?!" sagt er zu so ziemlich jeder. Aufreisser eben. Verabschiedet habe ich mich (leider) nicht von ihm, da er gerade eine Vorwäsche hatte. Wie die ganzen 5 Stunden über. Kam nur ab und zu rein, um zu fragen: "Na?! Alles klar?!" War mir aber ganz recht. Hatte ja auch genug zu tun und so konnte ich in seltenen Ruhephasen mal einen kurzen Blick in Kafkas Erzählungen werfen. Zum Ausruhen hatte ich also gar keine Gelegenheit. Dennoch war Daniel so lieb mir einen Stuhl draußen hinzustellen, damit ich bei dem schönen Wetter nicht die ganze Zeit drinnen hocken muss. Süß, oder?! Überhaupt war der heute unheimlich gut drauf. Ein völlig ausgewechselter Daniel begrüßte mich mit einem fröhlichem "Guten Morgen", kaufte sich gleich noch ein Red Bull und meinte: "Schmeckt gut - zumindest wenn man den Abend zuvor besoffen war." Okay, dann ist klar, warum er so drauf war...
Der heutige Arbeitstag brachte mal wieder eine Erkenntnis. Und zwar ist mir aufgefallen, dass mir - auf den ersten Blick - die Männer positiv auffallen, die mich widerum - auf den zweiten Blick - an welche erinnern, mit denen ich negative Erinnerungen verbinde. Gibt sicher auch Außnahmen, schließlich baue ich auch nicht zu jedem Vater mit Kind Sympathien auf und finde so manche blaue Augen gelegentlich sogar zu unheimlich. So war heute der Klempner da. Schon von Weiten sah ich, dass seine Haare länger geworden sind. Eigentlich mag ich ja lange Haare, aber seine erinnerten mich sofort an die meines Vaters. Ungepflegt halt. Oder einfach nur zu dünnes Haar, um es wachsen zu lassen. Ach keine Ahnung. Jedenfalls könnt' er echt mein Vater sein. Nicht vom Alter her, sondern wegen der Größe, Haare, Gesicht, Koffein- und Nikotionsucht.
Später kam ein anderer irgendwie sehr attraktiver Mann. Seine Hände sahen aber irgendwie so alt aus, wäre also durchaus möglich, dass er schon über 30 ist. Aber vom Gesicht her recht jung, so um die 25?! Na ja, vielleicht doch 30. Alter ist in diesem Zusammenhang aber eh nicht wichtig. Fakt ist, dass er mir positiv auffiel. Und plötzlich bemerkte ich, dass er Ähnlichkeit mit dem Ex-Restaurantschefs des Ahlbecker Strandhotels hat. Vielleicht hat er im Gesicht aber auch was vom Klempner - womit wir wieder bei meinem Vater wären... oO - ich hoffe das hat jetzt nichts zu bedeuten. Der Typ kam übrigens 2x. Jeweils einmal tanken & waschen, verbrachte also sehr viel Zeit heute an der Tankstelle und kam demzufolge auch einige Male zu mir rein. Neeeeein, ich bild mir jetzt nichts ein. Ich doch nicht!! Ist doch vollkommen klar, dass er bei diesem wunderschönen Wetter nun mal sein Auto waschen musste und hinterher auch noch das seiner entzückenden Ehefrau. Wäre also vollkommene Verschwendung gewesen eine Bestellung abzuschicken...

Freitag, April 27, 2007

Verhängnisvoller Husten

Der Husten, der mich schon seit zwei bis vier Wochen vor dem Skiurlaub plagt, wird mir noch zum Verhängnis. Zumindest wenn er noch weitere Lachflashs, wie den den ich den ganzen Weg von der Penny-Kasse bis nach Hause erlitt, hervorruft.
Kunde: "Den Automaten [für die Pfandflaschen] sollten Sie mal wieder reinigen."
Kassiererin: "Gabi?! Kommst du mal bitte an die Kasse?!"
Gabi: "Was denn?! Ist schon wieder was mit dem Automaten?!"
Kassiererin: "Ja, wann ist denn mal nichts mit dem Automaten!"
Ich [plötzlich hustend]
Kassiererin [lacht los]: "Siehste Gabi! Unsere Kunden reagieren schon mit Husten, wenn es um den Automaten geht. [zu mir] Der war gut! Wirklich! Ein starkes Ding! Nein, wirklich gut. Auf unsere Kunden ist Verlass."
Ich [rot werdend, grinsend, versuchend irgendwas zu sagen à la "Das war nicht deswegen. Ich musste wirklich husten" aber verhindert, da damit beschäftigt, nicht laut loszulachen. Sachen zusammenpackend, mich kaum mehr halten könnend, zurücklächelnd, den Laden verlassend] "Tschüss." [weiter lachend, über's ganze Gesicht grinsend, immer röter werdend, auf's Fahrrad schwingend, den ganzen Weg über weitergrinsend]

Viel zu tun

Hatte ich irgendwann mal behauptet, das große Gammeln hätte begonnen?! "Ich glaub es gerade nicht." Um 8:11 Uhr der erste Blick auf die Uhr, PC angemacht, iPod wiederbelebt, geduscht, Haare gewaschen, gefrühstückt, geföhnt, angezogen, Sachen gepackt, ins Auto, Lidl, Rossmann, Endstation Schule. Zunächst mit Büchern über Kafka eingedeckt, dann zu beiden Katrins ins Gras gesetzt. Als dann alle GoMler-Abiturienten (wie das klingt...) anwesend waren, sind wir rein, um uns ein wenig abzukühlen, und um die Ersten zu sein, die ihre Termine kriegen. Schön, dass diese nach Alphabet vergeben wurden, Wachsi!!! Anschließend ging eine Liste rum, in die man eintragen sollte, was man zur Jahrgangsparty am nächsten Freitag mitbringen würde...
Ich [abfällig]: "Jahrgangsparty? Wer geht da denn hin?!" Lena stimmt ein gehässiges Lachen ein.
Katrin S: "Ihr seid so blöd. Das ist unser Jahrgang. Da könnt ihr ruhig mal hingehen."
Ich: "Hm... hm... Ich könnt Nudelsalat machen. [...] Ah! Katrin! Das hast du ja schon aufgeschrieben! Verdammt! Dann MUSS ich da ja wirklich hin! Ahhh!!!"
Prima. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich mich darauf schon freue. Das wird lustig. Als mir Katrin dann auch noch von dem großen Besäufnis am letzten Schultag berichtete, wuchs die Vorfreude gleich noch mehr. Das kann was werden. Ich seh es schon bildlich vor mir: Kot-Ulla (Fanta), Lena (Sprite), Moi (Wasser) sitzen wie die Hühner auf der Stange und beömmeln uns darüber wie sich einer nach dem anderen die Kante gibt.
Wie auch immer. Lena, Katrin und ich liefen dann erstmal zum Reisebüro, um uns Preis- und Terminvorschläge für Rom und Paris geben zu lassen. Jetzt muss Katrin nur noch ihre Financiér-Oma nach dem Reise-Budget fragen und dann wird nächste Woche vielleicht schon gebucht. Juhuu! Hinterher ging's dann endlich in die Eisdiele, wo uns Jenny, Julia und Kot-Ulla schon sehnsüchtig erwarteten ("Man, wie lange braucht ihr denn?!"). War mal wieder sehr lustig. Lena versuchte uns irgendwas mitzuteilen, musste aber selbst so drüber lachen, dass wir nur erraten konnten, was sie meinen könnte (Nein, wir haben dich natürlich verstanden, aber ich wollt nur mal eine leichte Übertreibung einfließen lassen). Katrin, die eigentlich nur zufällig an unserem Tisch saß ("Ich kenn euch gar nicht."), meldete sich freiwillig das zusammengesammelte Geld mit dem Rechnungsbetrag zu vergleichen, was zu ziemlich viel Geschrei, Missverständnissen & der Erkenntnis "Wir dürfen niemandem erzählen, dass wir gerade Abitur gemacht haben" führte. Am Ende stimmte doch alles und ich wurde von Katrin genötigt, die von mir geopferten 30 Cent Trinkgeld wieder einzustecken, bevor sie dem Kellner aufgrund seiner Ignoranz eine reinhauen würde. Auf dem Weg zurück zur Schule trafen wir dann noch Tina und... Melanie. Kurz "Hallo" & gleich wieder "Tschüss" gesagt, denn Tina musste ja weiter, um Salat zu kochen(!!). Schließlich mussten wir uns auch von Kot-Ulla verabschieden, verzichteten aber darauf ihr unseren gepflückten Strauß zu schenken, um ein "Hatschi" ihrerseits zu verhindern. Unsere Wege trennten sich, Katrin wurde von mir noch ein paar Meter nach Bissendorf mitgenommen, um dort auf ihren geliebten Vinni zu warten, und ich fand mich wieder zu Hause ein, um für noch ein paar Momente die Ruhe zu genießen. Mit der ist es nun vorbei. Meine Eltern wollen das Wohnzimmer malern, sprich mein Zimmer ist zur Abstellkammer umfunktioniert worden. Na ja, immerhin bin ich jetzt und auch in Zukunft im Besitz des großen Fernsehers, der tollen Anlage, des Videorecorders, DVD-Players, Schallplattenspielers und und und... :)

Donnerstag, April 26, 2007

Morgens halb 10 in Deutschland

Nachdem ich zu meiner eigenen Überraschung heute von meinem eigentlich nur vorsichtshalber um 9 Uhr gestellten Wecker geweckt wurde, stand Julia diesmal zu einer verträglicheren Uhrzeit, nämlich 9:30 Uhr, mit einer Brötchentüte vor der Tür. Aufgrund des schönen Wetters wurde das Frühstück auf den Balkon verlegt. Dies blieb nicht ohne Konsequenzen, denn die Sonne hinderte Julia am "schnell essen". Zur Lösung des Problems bieten sich da folgende Methoden an: Haare vor's Gesicht - oder einfach nach 'ner Sonnenbrille fragen. Die Sonne war allerdings nicht das einzige Hindernis für ein harmonisches Frühstück. Zitat Julia: "Ich bin total hyper und ich weiß nicht wohin damit." Mein Vorschlag, sie könne ja mit den Vögeln reden, schien sie nicht so wirklich zu begeistern. Schließlich kehrten wir dem uns blendenen Himmelskörper den Rücken zu, um das Sofa mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich hätte ja auch die Möglichkeit es zu retten, sofern ich mich von meinem Bett trennen würde. Aber trotz enormer Rückenbeschwerden bringe ich das, glaube ich, auch nicht über's Herz. Daher war ich hellauf begeistert als Julia meinen Vorschlag, das Sofa für zukünftige GoMler-Abende und heiße Sommernächte in den Keller zu stellen, mit einer ebenso großen Begeisterung entgegen nahm. Die Flecke, auf die die Sonne ein doch recht negatives Licht fallen ließ, brachten Julia zwar ab und zu dazu ein "Oh iiihhh, ich will die doch nicht" auszurufen, aber letzten Endes konnte das Sofa doch mit seinem enormen Gemütlichkeitsfaktor punkten. Und obwohl Julia bereits gegen halb 11 schon unter Entzugserscheinungen zu leiden schien ("Ich muss laden."), schafften Jenny, die mich ab kurz nach 11 tatkräftig unterstützte, und ich es, sie bis kurz nach eins im Uhlenhorst festzuhalten. Kaum war Jenny zum eigentlichen Mathelernen eingetroffen, kamen schon Fragen auf wie "Hast du eine Kamera?", "Hast du ein schönes Gesellschaftsspiel?". Mathesachen wurden nach und nach unfreiwillig vom Sofa verbannt und zunächst durch das Pokerset ersetzt. Kommentare à la "Wie uncool [...] Das ist ja nicht mal ein Koffer. Wahrscheinlich für 5,99 bei Aldi bekommen." ließen das Interesse daran aber auch bald schwinden - folgende Entdeckungen "Aber uuuuuhhh es hat einen Henkel [...] Uuuuhh man kann es drehen" konnten daran auch nichts ändern. Also musste ein anderes, ein tolleres Spiel her. "Kunterbunte Lachparade" machte schließlich das Rennen. Auch wenn wir eine Menge zu lachen hatten, muss man doch sagen, dass um die Mittagszeit und ohne Alkohol bei so einem Spiel eher weniger Stimmung aufkommen kann. Aber wir wären nicht die GoMler, wenn wir nicht das Beste draus machen würden. So mimte Jenny einen Affen und schrie wie Tarzen, bot Julia uns eine "Singen-in-der-Badewanne"-Einlage und drehte ich eine Runde auf allen Vieren um den imaginären Tisch herum. Interessante Fragen gab es auch zu beantworten. "Wem übergab Gott die 10 Gebote?" Julia: "Ähm... ähm... Moses?! Ja?! Gott sei dank!"
Aber all das konnte Julia nicht so sehr erheitern wie die "Meine Oma war hier und ich musste im Wohnzimmer schlafen und wir haben vergessen die eine Kerze auszumachen und am nächsten Morgen hatte ich eine schwarze Nase"-Geschichte. Ich glaub ich habe die schon 10.000 Mal erzählt - immer dann, wenn Gäste die Frage stellen: "Warum sind denn an eurer Decke so schwarze Punkte?!". Manche durften sich die sicher schon mehrmals anhören und daher war ich sehr erstaunt, dass Julia von diesem Ereignis noch nichts wusste. Fand sie jedenfalls sehr amüsant und bot ihr die Erleuchtung, warum ich so komisch bin...
Beweis gefällig, warum es nicht unbegründet ist, mich als komisch zu bezeichnen?!
Julia: "Du hast die falschen Strümpfe an."
Ich: "Ja, ich weiß, die sind blau und mein T-Shirt ist grün, aber..."
Julia: "Da steht Dienstag drauf."
Ich [vor Freude fast in die Luft springend]: "Was? Wie? Ich hab Tagessocken? Toll! Und ich dachte, da steht Tchibo hinten drauf! Wie toll! [...] Aber die Donnerstags-Söckchen sind weiß. Ich will heute keine weißen anziehen. Zieh ich dann zur Mündlichen nächste Woche an. Ach nee, da muss ich ja Grüne anziehen."
Und wenn sie nicht doch (am Kerzenruß) gestorben ist, labert sie immer noch ("Und dann sah ich dieses Kätzchen und das hat ich vorher schon gesehen und...")

Nachtrag: Julias Kommentar bezüglich meiner Bemühungen, die Couch in guten Händen zu wissen, und sie ab und zu vielleicht doch sehen zu können: "[...] kann es sein, dass die wie son haustier für dich is? oO" Möglich?! Nein, ich will ein echtes Haustier. Perfekt wäre ein rolliger Kater, denn laut Julia macht der "Mäh" statt "Miau", womit ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte.

Mittwoch, April 25, 2007

Déjà-vu im Kopf

Ein Déjà-vu hatte wohl jeder schon mal. Man geht eine Straße entlang, in einer Kurve kommt ein Auto und man weiß, dass man genau dieses Bild schon einmal vor Augen hatte. Diese Straße, diese Kurve, dieses Auto hat man schonmal gesehen, obwohl man eigentlich zum ersten Mal auf dieser Straße entlang läuft. Die Bilder, die man gerade mit den Augen sieht, hat man vorher schon im Kopf gesehen. Aber heute ist es mir mehrmals passiert, dass ich die Bilder, die sich in meinem Kopf abspielten, schon mal gesehen habe. Weiß gar nicht wie ich das erklären soll. Kapier's selbst nicht. Plötzlich, vollkommen unerwartet, dachte ich heute an "Katzen". Daraus wurden "Kätzchen". Es folgte der Gedanke, wie ich es mir ermöglichen kann, ein "Kätzchen" zu bekommen und letztendlich wie ich es vor meiner Mama verstecken kann. Während diese Gedankenfetzen meinen Kopf durchströmten, schossen mir die passenden Bilder in den Kopf. Wirklich Bilder, so wie fotografiert. Nacheinander. Ich und das Kätzchen. Relative dunkel alles, da es ja ein Geheimnis ist, dass ich mich um sie kümmere. Jegliche Versuche das ganze einzuordnen scheiterten. Dachte mir, dass ich diese Nacht davon geträumt hab, aber ich hab's nicht zusammengekriegt. Sonst ist das bei mir so, dass ich am Tage an etwas denke, sofort weiß, dass ich das doch geträumt hab und mich auch tatsächlich grob an den Traum erinnere. Aber in diesem Fall blieben nur diese Bildfetzen. Und nicht nur einmal. Nein, mehrmals. Immer in derselben Gedankenfolge (siehe oben). Zuletzt als ich dieses Bild sah. Klar, es ist ein Lamm. Aber nun mal ein "Tierbaby", womit die Assoziation zum "Kätzchen" erneut gegeben war und alles wieder von vorn anfing. Ich krieg langsam echt Angst vor mir selbst...

Blaue Augen

Blaue Augen bei Männern sind unglaublich. Zumindest bei Dunkelhaarigen. Bei Blonden sticht das nicht so raus, glaub ich. Aber wenn er dunkle Haare hat und in deine Augen sieht, merkt man richtig wie plötzlich etwas aufblitzt. Ging mir zumindest vorhin so. Ein unglaubliches Leuchten. Komplimente sind ja nun wirklich nicht mein Ding. Weder sie zu empfangen noch zu verteilen. Aber wenn Matthias mir manchmal gegenüber sitzt, kann ich oft nicht anders als ihm zu sagen, was für wunderschöne blaue Augen er hat. Und das sag ich nicht, um mich einzuschleimen oder um meine Mutti zu ärgern, sondern weil ich einfach total fasziniert bin.
Wie auch immer. Monsieur Menage hat keine blauen Augen, aber konnte sich heute immerhin an meinen Namen erinnern. Und - welch' Wunder - er hat mich heute nicht gefragt, was ich nach der Schule vorhabe. Ich glaube, er ist doch Pole. Zumindest hat er sich heute mit Daniel unterhalten und ihn in den Wahnsinn getrieben. Mit Daniel ist zur Zeit gar nichts los. Wir kommunizieren fast ausschließlich über Blickkontakt und Mimik, aber irgendwie ist das auch schön. Wir wissen ungefähr was der andere denkt, also wozu reden?! Na ja, viel denken wir aber auch nicht, denn wir sind ja zum arbeiten und nicht zum denken da, ne?!
Weitere Kunden des heutigen Tages: Die unglaublich nette Stammkundin. Ich weiß auch nicht, aber immer wenn ich sie sehe, freu ich mich. Sie hat irgendwie 'ne tolle Ausstrahlung oder was weiß ich was. Hoffentlich täusch ich mich nicht in ihr und sie ist am Ende doch so eine dumme High-Society-Bissendorferin. Dürfte eigentlich nicht sein, denn dann wäre sie mir sicher nicht so sympathisch. Zudem denken Tussen doch nur an sich, oder?! Und sie fragt nach mir, nach dem Abi und allem. Ich glaube, sie erinnert mich an meine Mama. Kann ich jetzt aber schlecht begründen - wenn ich es versuchen würde, würde ich eh nur zu dem Schluss kommen, dass die beiden nichts gemeinsam haben.
"Perfect Porno Patricia" war auch da, mein ehemaliger Nachbar, mit dem ich vor zwei, drei Jahren ein reichlich alkoholisiertes Telefongespräch führte, ebenfalls, und nicht zu vergessen Janine und Katrin - leider ohne Fuchur... Hab mich aber trotzdem sehr gefreut :)
Ach ja, nicht nur "Blauäugige" sind attraktiv - auch Männer mit Kindern (vorzugsweise kleine knuffige Söhne) haben ein Attraktivitätsbonus wie Steff letztens schon feststellte. Sind die "Väter", die sich noch einmal lächelnd umdrehen eigentlich gerade auf dem Weg zur "Mama" oder vielleicht doch alleinerziehend?! ...

Nachtrag: WGIDD?!

Ich hätte mich...

... an Steffs Plan halten sollen. Montag Laufen, Dienstag Ruhetag, Mittwoch laufen, ...! Aber nein. Aus diversen Gründen meinte meine Mama, dass wir Mittwoch den Ruhetag einlegen. So liefen wir gestern also los. Insgesamt wieder 18 Minuten. Und diesmal kein Seitenstechen, zumindest nicht so extrem wie am Montag. Als wir wieder zu Hause ankamen, konnte ich mich nicht mehr bewegen. Na gut, vorwärts schon, aber bücken, knien o.ä. ging gar nich. Später fragte mich meine Mutter dann, ob meine Beine auch so weh täten. Ihr ging's also ähnlich und damit ist wohl klar, warum man einen Ruhetag einlegen sollte. Bin dann auch zeitig ins Bett, wollte mal Lesen statt Videogucken, aber musste nach 10 Minuten aufhören, weil die Müdigkeit überwog. Sprich ich bin vor 10 eingeschlafen und bin um halb neun wieder aufgewacht. Wo ist da die Logik? Ich geh früher schlafen, aber schlaf auch länger. Ich hätte eigentlich damit gerechnet so um 7 aufzuwachen. Hab übrigens fest wie'n Stein geschlafen, hab nicht mal meine Mama gehört.
Übrigens läuft grad nebenbei 89.0, denn Jenny musste grad wieder das Wetter ansagen und gleich hinterher "Fairytale gone bad" - na Jenny, da haste wohl einen Wunsch frei gehabt, wa?! Jedenfalls mag ich das Lied seit Freitag. Liegt vermutlich an Janines Boxen, denn durch die klang das so richtig geil. Im Radio wirkt das schon nicht mehr so toll.
Na ja, werd' mich mal so langsam aus dem Bett bequemen, da ich ja "schon" in 5 Stunden arbeiten muss - so lahmarschig wie ich momentan drauf bin, werde ich es wohl gerade mal schaffen zu duschen und zu frühstücken. Ich hab übrigens so eine Ahnung, dass Klausi-Mausi am Samstag die Vorwäsche macht, da er Montag angerufen hat. Wär mal 'ne schöne Abwechslung.
Achso, bevor ich's vergesse: Ich kann mich grad nicht entscheiden, ob ich wirklich "Asleep" oder doch lieber "We can't rewind" für die Entlassung nehmen soll.

"Deep in the cell of my heart
I really want to go
There is another world
There is a better world."

oder

"This is our time, we can't rewind
Our place to shine out, we can live it anyway.
This is our time, to feel sublime
Our place to shine now, and we can do it anyway
We can't rewind."

Ich kann's ja vom Schnitt abhängig machen. Bin ich zufrieden, letzteres. Wenn nicht, ist jawohl klar, that "I really want to go".

Dienstag, April 24, 2007

Ausgepowert

Das große Gammeln hat begonnen. Lustlosigkeit macht sich breit. Schlafen tu ich zwar immer noch nur bis maximal 8 Uhr, aber ich könnt noch stundenlang liegen bleiben, denn ich hab Null Motivation aufzustehen. Tu ich es dann doch, vollziehe ich anstehende Aufgaben im Schneckentempo, falle gelegentlich ins Bett zurück, um mich vom Nichtstun zu erholen. Gestern habe ich immerhin wieder angefangen zu arbeiten - nicht ohne im Minutentakt gähnen zu müssen. Am Abend fingen meine Mama und ich endlich wieder an zu joggen. Allerdings mit dem Plan, den Steff mir zusammengestellt hatte als ich bereits in Übung war. Für Anfänger, wie wir es nun mal sind, war das dann doch etwas zu hart, sodass wir nur 6-7 Minuten statt 8 am Stück laufen konnten, dann 2 Minuten gehen, wieder laufen. Macht insgesamt knapp 18 Minuten Laufen. Danach war ich klitschnass, wie immer knallrot (kann man da irgendwas gegen tun?!) und noch unfähiger irgendwas zu tun, außer zum Videogucken natürlich, wobei ich da auch beinahe eingeschlafen wäre...
Vorhin kam dann ein Anruf mit unterdrückter Nummer. Wer könnte das wohl gewesen sein? Die Fitness Company natürlich, wer auch sonst?!
Er: "Meine Kollegin hatte mir aufgeschrieben, dass wir uns Ende April noch einmal bei dir melden sollten? [...] Abi ist ja jetzt fast überstanden. [...] Was machst du denn so, um dich fit zu halten? [...] Wär denn Fitnessstudio was für dich? [...] Warum nicht? [...] Keine Zeit? Ach komm. Du bist Schülerin. Da hast du doch Zeit ohne Ende. [...] Und arbeiten musst du auch nicht den ganzen Tag. Wir haben bis Abends geöffnet. [...] Also bist du grundsätzlich nicht am Fitnessstudio interessiert? [...] Warum hast du dann bei der Promotion mitgemacht?"
Ich: "Frag ich mich auch grad..." [Weil ich das Auto gewinnen wollte!!! - warum fallen einem die TOP-Antworten immer erst hinterher ein?!]
Ich fands mal wieder lustig. Obwohl ich vorher schon immer 100% überzeugt bin, dass ich am Ende des Telefonats "Nein" sagen werde, macht es doch immer wieder Spaß, den Überredungskünsten zu lauschen und abzuwarten, mit welcher Masche die Damen und Herren es diesmal versuchen. Wär doch langweilig das Angebot sofort auszuschlagen und sich ein "nettes" Gespräch entgehen zu lassen.
Übrigens habe ich gestern die E-Mail-Adresse von Cinemaxx-Franki gefunden. Aber die nützt mir nichts, wenn ich seine [mir fällt kein angemessenes Adjektiv ein] Stimme nicht hören kann. Wieso kann er nicht im Callcenter von der Fitness Company, Otto oder sonst wo arbeiten?!

Ratenzahlung

Kunde möchte eine Packung Zigaretten: "Ich zahl auch gleich. So große Summen zahl' ich immer auf einen Schlag. Da kenn ich nichts. Ratenzahlung lohnt sich da nicht. [...] Kennen Sie das? Ratenzahlung? [...] Sie raten, wann ich zahle." (Di, 20. März 2007)

Samstag, April 21, 2007

Was mich bewegt - im Alphabet

Alles schön?!
Bier hätten wir mitnehmen soll'n.
Catis Blog gefällt mir.
Der von Louisa aber auch.
Evangelische Kirchen verweigern uns den Eintritt.
Fire(n) ist toll!
Glück liegt nicht auf der Straße.
Horst Schlemmer kam mir gestern entgegen.
Im April kann's ganz schön kalt sein.
Jannis war nicht da.
Kein Grund mehr zu Zögern - wie vorletzte Nacht - denn:
Lena kommt mit nach Paris.
Meine Mama hat mir ein Pokerset zur Matheprüfung geschenkt.
Nichtrauchen schützt nicht vor verrauchten Klamotten.
Olli Schulz & der Hund Marie sind so toll!
Parken ist nicht immer kostenlos.
Quaksalber ist in meinen Wortschatz aufgenommen.
Robert S.' Geburtstag sollte ich nicht vor meinen Eltern erwähnen.
Spontan sein lautet das GoMler-Motto.
Tankanzeigen zu fotografieren ist komplizierter als frau denkt.
Und warum müssen Männer auch so kompliziert sein?
Vielleicht gibt's ja Außnahmen?!
Wildschweine, die im Gebüsch rascheln, beängstigen mich.
X-Achse wird auch Abszisse genannt.
Yoshimoto liegt jetzt bei Steff.
Zucker ist nicht so süß wie Karamel-Sirup.

Freitag, April 20, 2007

Lebensweisheiten am Mittagstisch

"Wenn du irgendwann mal heiratest: Heirate nie einen Hund oder ein armes Schwein."

"Wenn ein Mann mit dir nur einen Kaffee trinken gehen will, dann tut er das nie ohne Hintergedanken. Männer tun nichts aus reiner Freundschaft."


"Sie testen wie weit du gehst. Auf der Party nehmen sie deine Hand. Und wenn du nicht irgendwann Stopp sagst und ihnen ihre Grenzen zeigst, gehen sie bei jedem Mal einen Schritt weiter."

Viel gelacht heute beim Mittag mit drei junggebliebenen 40+ Damen und einer Mitzwanzigerin in der Bank. Verdammt nachdenklich geworden bei zumindest den letzten beiden Äußerungen. Völlig die Zeit vergessen.

Donnerstag, April 19, 2007

Weil die Zeit sich so beeilt...

... bin ich in den letzten Tagen leider nicht dazu gekommen, so richtig zu bloggen. Aber seit heute ist der Prüfungsstress vorbei und da nutz ich gleich mal die Gelegenheit alles loszuwerden, was mich in den letzten Tagen so beschäftigt hat.

"Weil die Zeit sich so beeilt
und so wenig bleibt von dem was einmal war.

Und weil das Licht so leicht zerbricht,
sehen wir die Dinge manchmal selten sonderbar."


Ganz genau. Und so bemerkten Julia und ich am Montag beim Frühstück (ca. 07:35), dass wir "alt" werden. Woran man das erkennt? Da gibt es viele Zeichen für. An diesem Morgen wurde uns der Alterungsprozess anhand von Filmen vor Augen geführt. Die Filme aus den 80ern kamen einem als Kind immer unheimlich alt vor (ich muss da immer an "Dirty Dancing" denken), aber plötzlich wurde uns klar, dass "Romeo & Julia" schon wieder 11 Jahre her ist - und "Titanic" erschien 1997, im selben Jahr, in dem sich "Tic Tac Toe" trennten. All das kommt einem vor als wäre es gestern gewesen. Übrigens habe ich mir vorgenommen alle meine Filme, die ich jemals aufgenommen/gekauft oder geschenkt bekommen habe, in meinen nun vier freien Monaten zu gucken und bei Bedarf zu kommentieren.

"Hey, es ist Frühling und es riecht nach Veränderung."

Darum habe ich heute mein Zimmer umgeräumt. Mal wieder. Ist zwar schon lange her, doch daraus, dass meine Mutter nicht wirklich überrascht war, konnte ich schließen, dass das bei mir etwas fast Alltägliches ist. Es war aber wirklich mal wieder Zeit. Aber das war nicht der einzige Grund. Heute war die letzte Klausur. Die Schulzeit ist (fast) vorbei und somit kann der Schreibtisch in den Hintergrund rücken. Und so sieht's aus, wenn's fertig ist.

"Dieser Weg wird kein Leichter sein,
dieser Weg wird steinig und schwer.

Nicht mit vielen wirst du dir einig sein,
doch dieses leben bietet soviel mehr."


Nachdem am Dienstag morgen "Was wir alleine nicht schaffen" gegen 06:47 Uhr im Radio lief, war es heute um die selbe Zeit "Dieser Weg". Ich glaub, in manchen Dingen bin ich wirklich ein wenig abergläubig. So habe ich zu jeder Klausur grüne Strümpfe, ein grünes Oberteil und eine grüne Jacke angezogen. "Grün ist die Hoffnung." Außerdem überlegte ich am Dienstag mit dem Auto zur Schule zu fahren, weil es wieder kälter werden sollte, aber ich dachte mir, ich müsste alles genauso machen wie am Samstag, sonst würde ich mir einbilden, ich könne mich nicht konzentrieren, weil ich vorher nicht an der frischen Luft war. Als ich heute zur Schule kam, war der Fahrradständer relativ leer, sodass ich überlegte mein Fahrrad links anzuschließen. Aber in letzter Sekunde entschied ich mich um und wechselte an dieselbe Stelle, an die ich mein Rad schon an den anderen beiden Prüfungstagen angeschlossen hatte. Musste ein wenig über mich selbst schmunzeln, aber was soll's - hat ja den gewünschten Erfolg gebracht. Hoff' ich. Politik war genial. Haben alle 12 dasselbe Thema genommen - sogar für E. erschien das WTO-Thema wohl zu riskant. Apropos. Dieser Kerl ging mir ja so auf die Nerven. Anfangs konnte ich ja noch über ihn lachen, aber als er es etwa eine Stunde vor Abgabe noch für nötig hielt mit Rödi zu diskutieren, konnte ich mich echt nicht mehr zurückhalten und informierte mich, ob wir denn 10 Minuten länger schreiben dürften, da ich mich seit 10 Minuten nicht mehr konzentrieren könne. Zum Glück war dann erstmal Ruhe, aber nicht lange, denn Monsieur musste ja noch was loswerden - Jeder andere hätte längst 00 Punkte wegen Ruhestörung eingesackt. Wie auch immer. Rödi war wieder so knuffig. Hat uns Fruchtzwerge mitgebracht - aber keine Löffel. Die Jungs kannten Mittel und Wege die Becher auszuschlecken, ich versuchte es gar nicht erst, denn mir wurde sowas im Kindergarten nicht beigebracht.
Kurzes Résumée der Klausuren: Englisch war gut zu schaffen, Mathe (hoffentlich) befriedigend machbar und Politik sehr gut zu meistern - das "sehr gut" bitte nicht in Noten übertragen, wir wollen mal nicht abheben. Abi dürfte bestanden sein. Auf die 2,3 würde ich mich aber noch nicht versteifen.

"This is our time, we can't rewind
Our place to shine out, and we can live it anyway."

Leben, Genießen, Erholen. Nach 13 Jahren Schulbank-Drücken habe ich mir das wohl mal verdient. Natürlich werde ich nebenbei trotzdem noch arbeiten - leben hat schließlich seinen Preis. Und noch ist das Abi nicht geschafft: Die mündliche Prüfung wartet noch und somit werde ich mir die nächsten zwei Wochen mit Kafka (& anderen) vertreiben. Und was kommt danach?!

"Und sie träumt von Chicago, von Chicago,
irgendwo, wo sie keiner kennt."

Von Chicago träume ich nicht. Von Neuseeland aber auch nicht. Na ja, doch ein bisschen. Aber immer wieder die Argumente für und gegen die Verwirklichung meines Neuseeland-Traums in meinem Kopf durchgegangen, denke ich nun, dass ich nicht fliegen werde. Ist sowieso fraglich, ob man noch drei Monate vor Reiseantritt buchen kann. Was zu dieser Entscheidung geführt hat? Wenn ich von meinen über 12 freien Wochen zwei, drei davon in Neuseeland verbringen wollte, müsste ich die restliche Zeit zu Hause abgammeln beziehungsweise an der Tanke arbeiten. Letzteres werde ich sowieso tun. Doch gammeln wollte ich ganz und gar nicht. Natürlich möchte ich mich von den letzten 13 Schuljahren erholen, aber ich möchte auch ein bisschen was erleben. Das kostet Geld und das hätte ich nicht, wenn ich mir diesen Traum erfülle. Aber es schwirren ja noch zig andere Träume in meinem Kopf rum. An oberster Stelle momentan: Paris! An den Amélie-Schauplätzen entlang spazieren, photographieren! Das hab ich mir jetzt in den Kopf gesetzt und hoffe, dass ich es auch durchsetzen kann, selbst wenn ich niemanden überreden kann mitzukommen. Und da kommen wir schon wieder zum nächsten Punkt, der mich von Neuseeland hat distanzieren lassen: Allein in Paris?! Wenn schon bei dieser Vorstellung Zweifel in mir aufkommen, wie soll ich denn dann drei Wochen allein - oder mit fremden Leuten - 35 Flugstunden von Deutschland entfernt überleben? Aber von den Zweifeln abgesehen, hätte ich auch gar nichts dagegen allein zu fahren. Müsste man auf niemanden Rücksicht nehmen, kann hinlaufen, wo man will. Müsste kein Stöhnen vernehmen, wenn man zum dritten Mal an eine bestimmte Stelle spazieren will, die einem so gefallen hat. Ich könnte meine Tour um 6 Uhr morgens starten, wenn die Stadt (hoffentlich) noch nicht von Touristen überflutet wäre. Das einzige Problem ist die Verständigung. Wäre schon geil, wenn Lena mitkommen würde - da könnten wir zu Zweit auf Französisch stammeln und uns auf der Champs-Elysée vor Lachen kringeln. Hat alles seine Vor- und Nachteile.
Von Paris abgesehen, möchte ich natürlich dieses Jahr auch wieder früh morgens an der Alster langsspazieren, den Sonnenaufgang an der Ostsee beobachten und und und. Ist doch irgendwie viel spannender und abwechslungsreicher als sich nur einen Traum zu erfüllen, oder?!
Wäre so geil, immer eine Woche zu arbeiten, und dann drei Tage wegzufahren, Geld ausgeben, wieder arbeiten. Zwischendurch dann doch ein bisschen gammeln. Leben eben. Bevor ich die nächsten 2,5 Jahre wieder rumstressen kann. Und wenn ich im Rentenalter noch nicht gestorben bin, dann leb' ich in Neuseeland weiter. Oder ich heirate 'n netten Keks-/Schokoladenfabrik-Erben und überred ihn in Auckland 'n neuen Standort aufzubauen! Wie schön, wenn man noch Träume hat...

Mittwoch, April 18, 2007

Erwischt

Ich habe mich gerade bei dem Gedanken erwischt, Herrn W. eine Mail zu schreiben, anzufragen, ob er Interesse hätte nach meinen Prüfungen mit meiner Oma und mir nach Potsdam zu fahren und ihm anzubieten, ihm das Spritgeld zu bezahlen. Aber dieser Gedanke darf niemals ausgeführt werden. Damit würde ich ihm nur zeigen, dass ich bereit wäre, ihn (finanziell) zu unterstützen. Ich als arme Schülerin will ihm das Spritgeld bezahlen? Zu was wäre ich denn dann bereit, wenn ich mein erstes eigenes Gehalt bekäme? Ich schwanke gerade zwischen liebe, fürsorgliche Tochter und ignorantes Biest. Zu letzterem werde ich wohl leider nie werden, obwohl ich es sollte.

Dienstag, April 17, 2007

Was (mich) aufbaut...

Auszug aus einer heutigen icq-Unterhaltung.
Er: ich kann dir da ja auch nachhilfe gebebn
Er: musst nur sagen meld mich freiwillig für inliner nachhilfe
Er: und das kann ich
Moi: was kannst du eigentlich nich :D
Er: englisch :-(
Moi: ach wer brauch schon englisch wenn er inliner fahren und mathe kann ;)
Er: :'( englisch brauch man doch heut überall
Moi: ach manno. da will man dich mal aufmuntern
Er: hehe nee baust mich schon genug auf maus
Er: also allein durch anwesenheit

Samstag, April 14, 2007

AbiPANIK eines Schafes

Die erste Prüfung ist geschafft. Panik hielt sich am gestrigen Abend doch noch in Grenzen. Schlafen konnte ich himmlisch. Ob es am Baldrian lag oder am Bett meiner Mama, ich weiß es nicht. Dennoch kurz vor dem Weckerklingeln wach gewesen, aber relativ optimistisch aufgestanden und sogar mit einem beruhigten Lächeln überpünktlich zur Schule geradelt. Habe Vorschlag Nummer II genommen. Auszug aus einer Novelle, Zusammenfassen, Analysieren, Bezug zu Remains of the Day herstellen. Wirklich lernen hätte ich für diese ach so wichtige Klausur nicht gemusst, was ziemlich ärgerlich ist, weil ich mich tatsächlich nochmal mit den ganzen Inhalten und Themen beschäftigt hab. Desto mehr habe ich jetzt aber noch für Mathe zu tun und in Politik muss ich auch nochmal bei Null anfangen. Ein Ende der AbiPANIK ist also leider noch nicht in Sicht - 5 Tage noch! Aber seht & hört selbst:

Freitag, April 13, 2007

Ersetz Chicago durch Paris...

Sie is immer da, wo was los is,
immer mitten in der Stadt.
Dort, wo die kleine Welt ganz groß is,
sieht sie sich an den Lichtern satt.
[...]
Und sie träumt von Chicago, von Chicago,
irgendwo, wo sie keiner kennt.
Und sie träumt von Chicago, von Chicago,
dort wo niemand, niemand ihren Namen nennt.

Mit ihrem sonnigen Traum vor Augen
läuft sie durch den Regen.
Und jedem, den sie auf der Straße trifft,
erzählt sie, sie wär da gewesen.

(Clueso - Chicago)

Endlich geschafft: 2 Jahre Probezeit!

Am 13. April 2005 hatte ich es endlich geschafft. Beim dritten Anlauf. Und ohne dieses Buch hätte ich es auch bei diesem Mal nicht geschafft! Unglaublich, was Bücher allein bewirken können. Nun sind zwei Jahre um. Und es warten die nächsten Prüfungen auf uns. Für einige heute, am Freitag, den 13.! Hat irgendwer behauptet dieser Tag würde Unglück bringen! Unsinn! Und selbst wenn, dies und das* wird euch allen hoffentlich Glück bescheren! Oh mann, ich werd' schon ganz kribbelig, bin nach einem Baldrian-Dragee schon süchtig, kann kaum noch (ein-)schlafen - Jenny hat diese Panikzustände eigentlich super zusammengefasst. Danke Jenny, dass du so ein tolles, vor allem ehrliches Video gemacht hast! Lang' nicht mehr so gelacht... und gleichzeitig mal wieder den Tränen nah. Oh mann, ich bin momentan einfach so überempfindlich! Liegt's an der (imaginären) Baldrian-Einnahme?! Ach, alles Banane... Wir schaffen das schon! Auch du, Jenny!
* Mein ganzer Stolz! Plötzlich kam einfach das Kind in mir hoch!

Mittwoch, April 11, 2007

Wenn Monster zu Menschen werden...

Warum müssen Menschen, die man eigentlich beinahe abgrundtief hasst, gerade dann, wenn man es am wenigsten von Ihnen erwartet, ihre menschliche Seite zeigen?
Ich fuhr heut' früh in die Schule. Hauptgebäude. Sekretariat. Belehrung bei Frau K. Ich klopfe und wer kommt mir entgegen? Genau der Mensch, dem ich eigentlich aus dem Weg gehen wollte. Doch daraus wurde nichts. Er war während der Belehrung anwesend. Am Ende kam er noch einmal auf meinen Grund am letzten Schultag fernzubleiben zu sprechen. Ich dachte, er würde mir absichtliches Schwänzen unterstellen, doch dann nannte er mir eine Lösung für mein Problem, und versprach mich am Nachmittag noch einmal anzurufen, um mir den Namen des Medikaments mitzuteilen. Eben rief er an - nachmittags war ich unterwegs - und er war so nett. Wenn das Zeug jetzt auch noch wirkt, werde ich mich zusammenreißen müssen, ihm bei der Entlassung nicht um den Hals zu fallen...

Montag, April 09, 2007

Karl-Heinz ist ein Horst - und definitiv kein Held...

Gestern nacht fiel es uns allen schwer einzuschlafen. Grund war wohl irgendeine Party in der Nachbarschaft. Dachten wir. Meine Mutter nachts zu Matthias: "Wenn das vom Gewächshaus kommt, ruf ich da aber gleich mal an." Letztendlich hätte sie einfach nur an die Zimmertür nebenan klopfen müssen, um sich wegen Ruhestörung zu beschweren. Denn heute früh um 8 Uhr lief die Party immer noch. Und dank eines Tipps unserer Nachbarin fanden wir heraus, dass die Party aus Karl-Heinz kam. Prima! Ich könnt mich echt aufregen. Ich fahre wochenlang ohne Radio durch die Gegend, drücke ständig an und aus, ohne das sich etwas tut und dann stellt sich das Ding mitten in der Nacht von alleine an - und wenn das nicht schon schlimm genug wäre, auch noch in voller Lautstärke. Wie peinlich wäre das denn gewesen, wenn nachts die Polizei an der Tür gestanden hätte und uns Ruhestörung vorgeworfen hätte?!

Sonntag, April 08, 2007

Starlight Express (300.)

"Du spinnst doch" oder so meinte meine Oma als sie sah, dass ich mich mit Inlinern an den Füßen durch die Wohnung bewegte. Ich gebe ja zu, dass sie recht hatte. Aber auf einmal packte mich einfach die Lust durch mein maximal 4 x 4 m² Zimmer zu "rasen". Die Schmerzen im rechten Fuß ignorierend, wollte ich gar nicht mehr aufhören, legte schließlich sogar die "Starlight Express"-CD ein, was Erinnerungen weckte. Damals hörte ich die Musik hoch- und runter, konnte so ziemlich alles auswendig bis meine Eltern (leibliche) mich zu Weihnachten 2000 endlich in das Musical einluden. Wir hatten so geniale Plätze. Dort, wo die Darsteller während der Rennen immer langfuhren und am Ende noch einmal zum Abschied! Der Papa schüttelte meiner Mama, glaub ich, sogar die Hand. Das war so toll! Werde ich mir auf jeden Fall eines Tages noch einmal ansehen! Überraschenderweise konnte ich heute - nach sieben Jahren - immer noch mitsingen. Zumindest bei meinen "Herzensliedern", vorwiegend die mit Pearl und/oder Rusty. Dadurch war ich offenbar vom Fahren abgelenkt, verlor die Kontrolle, krachte mit den Beinen gegen die Tür und mit dem Oberkörper schön auf den Boden. Wirklich gekracht, denn keine Minute später kam meine Mutter ins Zimmer, um dieses sogleich wieder kopfschüttelnd zu verlassen. Etwa 15 Minuten später klopfte schon wieder wer. "Los, du kannst im Schlafzimmer weiterfahren." Ohne mich zu fragen, wurde ich also aus meinem Zimmer ausquartiert. Ob aus dem Grund, dass Matthias fernsehen oder doch "popseln" wollte, man weiß es nicht... So habe ich heute das große Bett für mich, inklusive ordentlicher Matratze. Was will man mehr?! 'ne Lok mit Locomotion? Oder doch 'n Liebesexpress?

Liebesexpress, nimm mich mit auf Reisen.
Ich fahr mit dir durch das ganze Land.
Wenn du an mir hängst,
Geht die Fahrt ins Glück.

Oder Starlight Express!?
Starlight Express,
ich brauche dich jetzt,
und wünsch mir, du wärst hier.
Wenn es dich gibt,
dann zeige mir den Weg
damit ich nicht verlier.

300. Eintrag und immer noch "glückfrei" (wobei sich das, auf die Tollpatschigkeit bezogen, auch nie ändern wird).
Doch gut zu wissen:


Es gibt ein Licht ganz am Ende des Tunnels.
Ist man im Tunnel drin, dann sieht man es nicht..
Jedoch am Ende des Tunnels scheint ein Licht.

Nachtrag: Es ist Montag, 09. April 2007, 01:40 Uhr. Ich liege in meinem Bett. Kein weiterer Kommentar...

Auf der Suche nach dem Osterei

Vorhin riefen meine Eltern an und fragten, ob ich denn schon Ostereier gesucht hätte. Ich verneinte und fragte ganz aufgeregt nach, ob es denn was zu suchen gäbe. Scheinbar ja und sie gaben mir sogar den Tipp, dass es im Wohn- und Schlafzimmer sowie in der Küche nichts zu suchen gäbe. Also legte ich auf, um auf dem Flurboden langzukrabbeln und das Schuhregal zu durchforsten. War mir dann aber recht schnell zu blöd und so rief ich nochmal zurück, ob das wirklich ernst gemeint sei. War es und ich sollte mich in meinem Zimmer einschließen und mich weiter auf die Suche machen. Ich schaute im Regal nach, näherte mich der Vitrine und tatsächlich: Hinter dem Karlovacko erblickte ich etwas Buntes! Inhalt: Schokolade, Sol-y-mar-Gutschein und eine "Neuseeland Slang"-CD ("Trinken, Saufen, Voll sein")! Und das jetzt, wo ich mich eigentlich (fast) gegen die "Traumerfüllung" entschieden habe, aber dazu werde ich mich in ein paar Tagen/Wochen näher äußern. Knapp drei Stunden später kamen meine Eltern mit meiner Oma im Schlepptau von ihrem Onkel-Walter-Besuch zurück! Konnte ich also endlich das Geschenk meiner Oma auspacken. Strümpfe! Hab ich mich gefreut, weil ich dringend wieder welche brauche. Doch dann erblickte ich das! Na ja, was soll's. Ich mochte noch nie Pferde oder Rosa. Und nun hab ich mir - aus freien Stücken - rosa Inliner gekauft (Ich hab mich erst geweigert, aber der Gedanke an Pearl von Starlight Express hat mich überzeugt, vermutlich werden die aber eh wieder umgetauscht) - also warum nicht auch Pferdchen-Socken... Bei Kaffee & Kuchen bin ich fast geplatzt vor Lachen. Es war nicht wirklich lustig. Aber meine Oma! Die gibt Sachen von sich! Zum Beispiel als meine Mutter in die Küche verschwand, um neuen Kaffee zu holen: "Den krieg ich aber besser hin." Irgendwie war ich die Einzige die über dieses Wortgefecht zwischen Mutter und Tochter lachen konnte. Meine Mama dann total genervt: "Lieber Gott. Danke, dass ich anders bin." Ich: "Biste nicht." Ich glaub, wir Gäule sind wirklich alle gleich. Auch wenn wir das meist nicht wahr haben wollen, wenn wir mal von außen sehen, wie sich der ein oder andere (daneben) benimmt. Selbst mir wurde im Skiurlaub schon gesagt, dass ich die zweite Erika bin. Und das war definitiv kein Kompliment. Wie auch immer: Oma hatte eine tolle Neuigkeit für mich. Wenn ich mein Abi schaffe, bekomme ich was Schönes von Onkel Walter! Mir wollte aber keiner verraten, was es ist. Für meine Mama war es sowieso schon zu viel, dass meine Oma mir überhaupt was davon erzählt hat. Bin mal gespannt, was es wohl sein wird.

Sonntagsfrühstück

Statt mir, wie an jedem einsamen Wochenende, in der Küche das Brötchen (wenn überhaupt) lieblos mit Marmelade zu bestreichen und mich dann gelangweilt und rumzappend (läuft ja nischt) vor den Fernseher zu setzen, betrat ich heute die Küche und dachte: "Spiegelei wär jetzt toll." Gesagt, getan. Und so gab ich mir heute ganz besonders viel Mühe, um mir ein leckeres Ostersonntagssinglefrühstück (keine Lust auf Bindestriche) zu zaubern. Und diesmal lief auch nicht der Fernseher nebenbei, sondern... ja, wie soll ich sagen?! Die Stürmer (die schönen, traurigen Nicht-im-deutschen-Radio-Lieder natürlich) und Juli (Steff, du bist schuld!). Spätestens nach dem Österreich-Urlaub geht ohne erstere ja gar nix mehr. Aber was fällt letzteren ein, so ein schönes (unendlich) trauriges Lied zu schreiben. Reicht doch, wenn das Erstere tut. Während ich dann so meine "heiße Schokolade" trank, dachte ich darüber nach, was der Unterschied zwischen einem "warmen Kakao" und einer "heißen Schokolade" sein könnte. Die Antwort: Es ist dasselbe wie mit Duplo. Für die einen ist es ein Schokoriegel, für andere die längste Praline der Welt. Verglichen mit der "heißen Schokolade" auf dem Tuxer Gletscher, war meine wohl heute - trotz aufgeschäumter Milch - vielleicht doch eher 'n warmer Kakao...

Samstag, April 07, 2007

Voyage of discovery

"The only real voyage of discovery
consists not in seeking new landscapes
but in having new eyes."
Marcel Proust

Freitag, April 06, 2007

Ich glaub, ich hör nicht richtig...

Mama: "Mach mal die Jalousien hoch."
Ich ziehe an dem Bändchen.
Mama: "Nein, nicht hoch. So wie Matthias das macht."
Er dreht an dem Stab, sodass Licht reinkommt.
Ich: "Das ist doch kein Hochmachen, sondern Die-Seiten-wechseln."
Es wird sich über mich lustig gemacht, weil ich nicht wusste, was meine Mama mit "Hochmachen" meint.
Oma: "Ja, das muss einem dummen Menschen gesagt werden."

Zum Schreien...

Wie jawohl alle Wedemärker mitbekommen haben, wurde vor etwa sieben Wochen eine ehemalige Wedemärkerin in Passau ermordet. Ich habe das ganze nur einmal im Wedemark Echo verfolgt. Dort waren auch die Namen der Tatverdächtigen aufgelistet. Auch unter den GoMlern war das Thema kurzzeitig im Gespräch. Der ein oder andere kannt Jan H. über tausend Ecken, der andere vom Sehen, wieder ein anderer persönlich. Ich hielt mich da raus. Ich hatte den Namen noch nie gehört und beschäftigte mich nicht weiter damit, fand es aber erschreckend, wenn ich hörte, dass andere mehr oder weniger etwas mit ihm zu tun hatten, und war erleichtert nicht mitreden zu können. Vor ein paar Tagen habe ich dann in Julias livejournal gelesen, dass der eine sich in Spanien gestellt hat. Da ich davon nichts mitbekommen hatte, wollte ich mich nun mal im Internet darüber informieren. Kurze Zeit später fand ich ein Fahndungsfoto des 29-jährigen. Erinnerte mich ein wenig an einen Tankstellenkunden, bei dem ich vor kurzem auch eine Waffe in der Hosentasche vermutete, aber das muss ein Hirngespinst gewesen sein. Voller Neugier suchte ich dann weiter nach dem zweiten Täter. Foto gesehen und gedacht: "Scheiße! Mit dem hast du Indianer gespielt." Ich kann echt nicht beschreiben, was ich gerade fühle. Aber wenn man sich die ganze Zeit nicht damit beschäftigt, andere beinahe bemitleidet, die ihn gerade mal vom Sehen kannten (selbst sowas kann ja an die Nieren gehen), und dann Wochen später feststellt, dass man drei Jahre lang jeden Nachmittag mit diesem Menschen im Hort verbracht hat - das ist schon ein Schock. Je länger ich mir das Bild ansah, desto mehr dachte ich: "Naja, vielleicht sieht er ihm ja nur ähnlich." Ja, klar, und er trägt nur rein zufällig denselben Vornamen. Hab dann mein Fotoalbum rausgesucht, Hortgruppenbild aufgeschlagen... Wen ich wiederentdeckt habe, muss ich ja nicht extra erwähnen. Aus der Hortabschiedsmappe fiel mir gleich der Text von "Es ist wunderbar Delphin zu sein [...]" entgegen. Ich glaube, er war damals auch einer. Oder ein Frosch? Ist auch egal. Ich mochte ihn.
Versteht mich nicht falsch, aber ich habe gute Erinnerungen an den Hort und damit auch an ihn. Also um Missverständnisse zu vermeiden: Ich mochte den 9-jährigen Jungen. Wenn ich weiter drüber nachdenke, erinner ich mich daran, dass er mit Bami und Dennis auch oft für Ärger gesorgt hat, aber das führt zu weit - von wegen "Man-hätte-es-damals-schon-merken-können". Das ist schwachsinnig. Kleine Jungs sind nun mal ungezogen, frech und alles. Ist es schlimm, wenn man nun gute Erinnerungen hat? Ich denke nicht, denn: "Menschen verändern sich."

Nachtrag: Hab es grad meiner Mama erzählt. Ohne ein Foto zu sehen, wusste sie wen ich meine. Kommentar: "Das ist doch der Lockige, mit dem Claudia [Hortnerin] immer schimpfen musste, oder?"

Donnerstag, April 05, 2007

Meine Mutti... oder die dunkle Seite der Macht

Meine Mama heute: "Möchtest du dabei sein, wenn ich die neue Couch bestelle?" Definitives "Nein" meinerseits, denn ich möchte nicht daran schuld sein, dass die Alte das Zeitliche segnet. Letztendlich wurde aber mein Laptop für die Bestellung benötigt. Kein Problem. Eigentlich. Irgendwie vertippte meine Mutti sich bei der Kundennummer, worauf ich sie nochmal richtig eintippte. Punkt für meine Mama! "Du hast die Kundennummer eingetippt. Du bist schuld." Den Rest erledigte meine Mama. Auf "Bestellen" gedrückt und... "An wen geht die Bestellbestätigung? An wachsi...?" Noch ein Punkt für sie. Sie konnte sich gar nicht mehr einkriegen. Ich war absolut gegen die neue Couch (Viersitzer ohne Ottomane) und nun bin ich es, die auch noch die Bestellbestätigung zugeschickt bekommt. Ist das nicht mies? Immerhin habe ich 'ne Bananenmilch bekommen - vermutlich aber auch nur Bestechungsgegenstand. Die Revanche folgte am Abend. Meine Mama bekam den Laptop, ich kürte meine Nummer Eins zu meinem persönlichen "Knuddelkissen". Ja, ich weiß, ich brauch dringend einen K... Kater.
Wo wir schon bei dunkel sind. Nach dem Abendessen "durfte" ich mein schwarzes Abikleid präsentieren. "Bist du schön", brachte meine Oma erstaunt heraus. Das klang total schön. Wo man sonst nur Rumgemecker von ihr gewohnt ist. Aber für das Angezicke sah sich meine Mama heute verantwortlich. Und Matthias ist der Erste, der, was die "Jäckchen"-Wahl angeht, mit mir einer Meinung ist. Da musste ich ihn gleich mal für Knuddeln. Alles in Allem war es ein schöner Abend. Habe viel gelacht. Mit meiner Nummer Eins.

Mittwoch, April 04, 2007

Zum weinen...

... war mir vorhin als ich mich spontan entschied am Mellendorfer Friedhof Halt zu machen und nach Monaten mal wieder Fabian zu besuchen. Diesmal konnte ich die Tränen nicht zurückhalten. 4 Jahre ist es her. 4 Jahre! Und ich bereue so, dass ich mich nicht anders verhalten habe. Aber hatte ich überhaupt eine Wahl, eine andere Möglichkeit? Nun ist es eh zu spät. War es ein Zeichen von Stärke, dass ich am Totensonntag 2003 den Schritt gewagt habe, seine Familie zu besuchen? Oder wollte ich schlicht und einfach mein Gewissen beruhigen? Ist es nicht viel mehr ein Zeichen von Schwäche, dass ich es in all den Jahren, in denen er gelitten hat, erst zwei Wochen vor seinem Tod geschafft habe, bei seiner Familie anzurufen? Und dass ich mit ihm sprach und das Einzige, was ich rausbekommen habe, die Frage war, ob ich seine Mutter sprechen könnte? Er wollte mich nicht sehen. Verständlich. "Fabian fühlte sich nicht gern wie ein Affe im Zoo", schrieb sie mir im Juni, nachdem ich ihr einen "außerordentlich gefühlvollen Brief" geschrieben hatte. "Es hatten nur Menschen Zutritt, die ihm während seiner zweijährigen Krankheit treu die Freundschaft hielten [...]" Wir hatten lange kein Kontakt mehr zu ihm und seiner Familie gehabt. Dennoch war der Besuch vor etwa dreieinhalb Jahren so voller Vertrautheit. Es war so schön, weil sich kaum was verändert hatte. Aber mein Versprechen oder meinen Vorsatz, einen solchen Besuch zu wiederholen, habe ich wieder hinausgeschoben. Es blieb bei unregelmäßigen Weihnachtskarten- und Pralinen. Ich weiß nicht, ob mehr überhaupt drin ist, weil erneut soviel Zeit verstrichen ist und weil es doch immer wieder Überwindung kostet. Die Zeit vergeht, Menschen kommen und gehen, und die Fehler werden doch nicht weniger. Wir werden älter und wie schon des Öfteren in der letzten Zeit bemerke ich, dass die Erinnerung verblasst. Ich bin mir plötzlich unsicher, ob das woran ich mich erinnere, wirklich das ist, was ich erlebt habe, oder nur das, was ich glaube oder mir wünsche, erlebt zu haben. War es wirklich Fabian, der sich auf der anderen Leitung meldete, oder war dies nur mein erster Gedanke, und stellte sich der Gesprächspartner dann als seine kleine Schwester heraus? Wünsche ich mir, dass ich noch ein letztes Mal mit Fabian gesprochen habe und halte deshalb an dem ersten Gedanken fest? Vielleicht stimmt es auch. Ich weiß nicht.

Dienstag, April 03, 2007

Zum heulen...

... war mir grad als ich gestrige Mail beantworten wollte. Irgendwie hab ich es dann doch noch geschafft mich zusammenzureißen. Gott was ich mir da für'n Scheiß zurecht geschrieben hab...

Darf ich bitten?!

"Den würde ich nicht von der Bettkante stoßen [...] Aber darauf bitten würde ich ihn auch nicht."
Auf der Suche nach dem verschollenen zweiseitig beschriebenen Romeo-and-Juliet-Post-it entdeckt. Diesmal kein Filmzitat, sondern eine Erkenntnis de moi - entstanden während des Steckbriefschreibens kurz vor den Ferien. Man unterhielt sich über keinen geringeren als Schmucki.

Montag, April 02, 2007

Ein schöner Tag

Während ich gestern mit dem Rad Richtung Lönssee fuhr, bemerkte ich wie schön es doch ist auf dem Dorf zu wohnen, die Natur genießen zu können und alles. All diese Vorzüge der Wedemark müsste ich hinter mir lassen, wenn ich - irgendwann - nach Hannover ziehen würde. Maschsee und Herrenhäuser Gärten schienen mir kein wirklicher Ersatz zu sein. Heute widerum wurden mir die Reize Hannovers dargelegt. Da das Wetter morgen wieder schlechter werden soll, mussten die angenehmen Temperaturen heute natürlich noch einmal ordentlich ausgekostet werden. Und so holte mich Steff mit Katrin gegen halb drei ab. Zunächst deckten wir uns bei Penny mit den feinsten Köstlichkeiten ein, ehe es dann mit Marco Polo zum Maschsee ging. Herrliche Autofahrt. Der Wind wehte die Haare ein wenig durcheinander, aus dem Radio erklang lautstark Mando Diao, und sowieso ist Autofahren mit Steff immer mehr als lustig. Ebenso die Parkplatzsuche... Nachdem Steff zwei Lücken zu ignorieren wusste, fand sich dann doch noch ein geräumiges Plätzchen. Mit Sack und Pack (ja, wirklich) marschierten wir dann Richtung Steg, um es uns bequem zu machen. Dummerweise wählten wir einen Schattenplatz, da wir den anderen Leuten ja nicht zu Nahe kommen wollten. Dafür war es aber schon zu spät, denn ehe wir uns versahen, machte man(n) uns Platz an der Sonnenseite und wir hatten keine große Mühe fast den ganzen Steg für uns drei einzunehmen. Bei Cola (aus'm Kanal), Fanta und Wasser wurden Russisch Brot und Jaffa Cake genüsslich verzehrt, während sich über Enten oder die in Jiiens jiiioggenden und spazierenden Leute lustig gemacht wurde. Und zwar so lustig, dass es echt schon weh tat - aber auch diesmal ist mein Hals dran geblieben. Zum Beispiel wäre der Herr zu nennen, der an uns vorbeijoggte, in unsere Richtung blickend, und sich gleich mal das Gemächt zurechtrückte. Was soll uns das sagen? Darüber dachten Steff und ich gar nicht nach, sondern lachten gleich erstmal los und konnten uns kaum mehr einkriegen. Solche Lachflashs gab es häufiger, aber da es sich wohl hauptsächlich um meine heiß geliebte Situationskomik handelte, werde ich darauf jetzt nicht weiter eingehen, zumal ich mich an die meisten Albernheiten ("Statt Unterhosen Unterposen") auch nicht mehr im Detail erinner. Glücklicherweise konnten wir Steff davon abbringen, sich direkt vor uns am See zu erleichtern und auch weitere von ihrer Seite geplanten Peinlichkeiten blieben uns erspart. Dafür stellte sie uns ein sensationelles Produkt vor - bei dieser Überzeugungskraft solltest du wirklich Verkäuferin werden, Steff - und erklärte sich bereit mit dem uns zugelaufenen Mäxchen zu angeln. Eine ausgiebige Fotosession ließen wir uns natürlich auch nicht entgehen und so wurde nacheinander am/auf/hinter/vor'm Baum geposed. Auf dem Rückweg entschieden wir uns dann doch noch für einen Bootstrip. Zunächst traten Steff und Katrin kräftig ins Pendal. Kein Hindernis schien Steff zu... niedrig, doch kurz bevor wir den "Eisberg" rammten, gab Steff doch noch klein bei und legte den Rückwärtsgang ein. Ich "durfte" sie dann auch mal ablösen und selbst wenn es mir keiner glauben wollte, habe auch ich ordentlich reingetreten. Pah! Was für 'ne böse Unterstellung, ich hätte mich auf die faule Haut gelegt. Dabei war es Steff, die es sich offensichtlich gut gehen ließ. Zur Belohnung gab's dann Eis für alle! Dieses genüsslich schleckend, schlenderten wir die Promenade entlang, während uns zig sich abmühende Jogger entgegen kamen, die sich sicher auch über 'ne Erfrischung gefreut hätten. Sind wir nicht rücksichtsvoll?! Irgendwann plagte uns dann aber doch das schlechte Gewissen gegenüber den disziplinierten Sportlern und so traten wir lieber den Rückzug an - diesmal aber, außnahmsweise auch diszipliniert, ohne Zwischenhalt bei Mäcce. Memo an uns drei: Das nächste Mal eine Decke und/oder helle Klamotten mitnehmen!
Es war wirklich wieder ein schöner Tag am Maschsee. Da zieht es einen dann doch wieder aus der Wedemark weg und in die Stadt hin. Ist einfach eine so schöne sommerliche Atmosphäre, beinahe als wäre man im Urlaub. So viele Leute, die spazieren/joggen/skaten/Gassi gehn und die man beobachten kann. Leider auch viele Paare, die keinen Hehl daraus machen, dass sie (frisch) verliebt sind - kann man die nicht wegsperren?! Bekomme jetzt richtig Vorfreude auf den Sommer. Nicht auf diese heißen Tagestemperaturen, sondern die Abende, an denen man bis tief in die Nacht mit T-Shirt durch die Stadt laufen kann, sind es, auf die ich mich jetzt schon freu (perfekt wäre es, wenn David Angelo mal wieder in Hannover auftreten würde). Ein "Date" für einen solchen Sommer-Abend gibt's seit heute auch schon, denn Mitte/Ende Juli ist M. wieder in der Stadt und da wollen wir dann mal zusammen ins Fire gehen. Hoffentlich klappt das auch.
Die gute Laune, die mir die Sonne und die schönen, lustigen Stunden mit meinen Freunden bescherrt haben, konnte mir noch nicht einmal von einer unerwarteten Mail, bei der es sich vorrangig um eine fast mitleidserregende Zustandsbeschreibung handelte, verdorben werden. Irgendwann lernt man vermutlich, sich nicht mehr all zu sehr in gewisse Sachen hineinzusteigern.

Sonntag, April 01, 2007

Wusstest ihr, dass...

... die Luft wärmer wird, wenn man sich einem Moorgebiet nähert? Kaum zu glauben, aber Bob hat es schon wieder fertig gebracht sich zu verfahren und diesmal hat er echt Angst bekommen, denn wer will schon als Moorleiche enden?

Das Leben

"Das Leben ist nichts als die endlose Probe einer Vorstellung,
die niemals stattfindet."

Gerade zufällig in meiner Unordnung entdeckt. Vermutlich irgendwann notiert, während ich mal wieder Amélie sah. Außerdem noch: "Desto sympatischer mir ein Mann ist, desto schlechter ist er mental drauf." So nun kann ich den Zettel guten Gewissens aus meiner Unordnung entfernen.

Ein kleines Märchen über Bob

Es begab sich an einem wunderschönen sonnigen Frühlingstag, dem 01. April des Jahres 2007. Bob, von den ewigen Wiederholungen im Weißbuch angenervt und frische Luft benötigend, entschloss sich eine Fahrradtour zum Lönssee zu unternehmen, denn dem "Rollschuh"-Fahren hatte er - nachdem er am Morgen den Versuch heiß zu Duschen gewagt hatte - endgültig abgeschworen. Er schwang sich also auf sein Rad und fuhr gutgelaunt Richtung See. Er wusste, er müsste irgendwann abbiegen, doch da ihm zu viele Möglichkeiten gegeben waren, entschied er sich die Richtung - geradeaus - beizubehalten. Keine schlechte Idee, denn bald darauf erreichte er eine Wiese mit unzähligen schwarz-weiß, aber auch braun-weiß, gefleckten Wesen. Diese kamen ihm sogleich entgegen und er ließ es sich nicht nehmen diese Erinnerung festzuhalten. Doch weiterhin lautete Bobs Ziel der See und so musste er sich wohl oder übel von seinen neuen Freunden verabschieden. Er kehrte um, denn geradeaus war sein Ziel scheinbar doch nicht zu finden. Von den drei möglichen Abzweigungen wählte er die Goldene Mitte, die ihn schließlich zwang von seinem Gefährt zu steigen, um über den harten Ackerboden zu wandern. Bald darauf erreichte er den Wald. Einen tiefen Wald. Es was offensichtlich: Bob hatte den falschen Weg gewählt und sich zwangsläufig verlaufen. Doch dies war keineswegs eine neue Erfahrung für ihn und so kämpfte er sich mutig durch Geäst und Gestrüpp. Er lauschte dem Knacken des Laubes und begann sich mit seiner verlorenen Situation anzufreunden. Und so verloren, einsam und verlassen war er gar nicht, wie er mit einem Blick nach rechts feststellte. Zwei Rehlein hüpften durch den Wald und ein gelber Schmetterling zeigte ihm freudig umher flatternd den Weg aus dem Wald hinaus. Bevor er jedoch wieder in die Zivilisation gelangen konnte, war es nötig sich hier durchzukämpfen. Hatte er etwa den verbotenen Wald betreten? Und selbst wenn, erfolgreich hatte er sich der Herausforderung zu stellen gewusst. Am Ende musste er zwar auf den Besuch am See verzichten, doch morgen ist auch noch ein Tag. Und wenn er nicht gestorben ist, dann verzweifelt Bob jetzt am Weißbuch...