Samstag, September 29, 2007

Verschwendete Liebe

Zehn Jahre habe ich gebraucht, aber nun bin auch ich endlich auf "Ally McBeal" aufmerksam geworden. So witzig! So wahr! So genial!
Jedenfalls gab es da vor ein paar Tagen ein Zitat, das mir schon ein wenig zu denken gab:

"Bei dir ist Liebe Verschwendung, weil du immer unglücklich sein wirst."

Schwein gehabt

Da trinke ich EINMAL eineinhalb Biere im Fire, obwohl ich das Auto am Bahnhof stehen hab und prompt kommt die Polizei langsam die Scherenbosteler Straße hochgefahren. Sind aber nicht auf mich aufmerksam geworden. Dabei standen sie direkt vor mir. Na ja, ich war ja auch nicht mal angetrunken, aber aufgrund der 0,00 Promille-Grenze hatte ich schon ein bisschen Bammel.

Ein "Affenbär" hat "keine Zeit zu bluten"

Es ist doch unglaublich, dass Olli Schulz' Texte immer genau auf die Situation passen. Rein zufällig lief vorhin "Affenbär", was ich sonst (so gut wie) nie höre:

Bleib bei mir, Affenbär.
Mit dir ist alles doppelt gut.
Denn wenn du bei mir bist.
Mit mir die Zeit vergisst.
Dann ist das ein Gefühl
als ob das Glück mich küsst.
[...] Das hab ich lang vermisst.
(Olli Schulz & Der Hund Marie - Affenbär)

Klingt eigentlich total schön. War [Ist?] es auch. Es fühlt sich gut an, aber nicht unbedingt richtig. Auch nicht wirklich falsch. Es ist so anders. Ich hatte bisher immer Angst, verletzt zu werden. Nun aber hab ich die Angst jemanden zu verletzen. Dabei mach ich (eigentlich) gar nichts... vielleicht liegt genau da der Fehler?!

Ich hab keine Zeit zu Bluten.
Ich hab keinen Platz für Wunden.
Während ihr die Schmerzen sucht,
hab ich Glück gefunden.
[...] Die Menschen werden älter.
Die Menschen werden kälter.
Retten sich dann irgendwie
in schlechter Poesie.
In Gedanken und Gefühlen
und von in den Wunden wühlen.
Auf der Suche nach dem Held,
der für sie tief fällt.
(Olli Schulz & Der Hund Marie - Keine Zeit zu Bluten)

Freitag, September 28, 2007

Erschrocken?!

Wer hat am Mittwoch nachmittag noch den lauten Knall gehört?!

Glücklich. Eigentlich.

Ich könnt grad wirklich glücklich sein. Bin ich phasenweise ja auch. Aber irgendwas fehlt. Oder aber irgendwas ist (mir momentan) zu viel.
Nachdem ich nach der Arbeit nur zu Hause rumgegammelt hatte, raffte ich mich gegen halb acht endlich auf, einkaufen zu fahren sowie meinen Kontoauszug mit meinem ersten (!) Gehalt abzuholen.
Kaum saß ich im Auto wollte ich gar nicht mehr aussteigen. Sowie ich im Penny alles erledigt hatte, entschied ich mich noch ein bisschen durch Bissendorf zu kurven. Eine halbe Stunde.
Dabei verspürte ich eigentlich den Drang weit weg zu fahren. Autobahn. Schnell. Unendlich. Ich glaub das mach ich demnächst mal. Einfach verschwinden. Spontan. Wie damals nach Timmendorf. Das tat unglaublich gut.
Ebenso gut tat aber auch die kleine "Spritztour" durch Beschissendorf. Zeit zum Nachdenken und Musik hören:
  • Olli Schulz & Der Hund Marie - Die Ankunft der Marsianer*
  • Ina Deter - Neue Männer braucht das Land*
  • Cora - Komm wir fahren nach Amsterdam*
  • Keimzeit - Kling Klang
  • Herbert Grönemeyer - Musik nur wenn sie laut ist
  • Christina Stürmer - Immer an euch geglaubt
  • Kettcar - Ich danke der Academy
  • Ich & Ich - Vom selben Stern
  • Juli - Ich verschwinde*
  • Olli Schulz & Der Hund Marie - Die Ankunft der Marsianer*
* sprechen mir aus der Seele

Montag, September 24, 2007

Ich bin verändert. Irgendwie.

Dummes Gelaber gestern. Zumal ich schon vor einigen Monaten von dem "Problem" sprach. Im Grunde kann man das mit ein, zwei Absätzen zusammenfassen: "Früher plapperte ich wie ein Wasserfall, was so ziemlich alle meine Familienmitglieder nervte. Nun sitz ich da und mein Gehirn arbeitet auf Hochtouren, um mir irgendwelche Fragen und Themen auszudenken. Meist ohne wirklichen (langanhaltenden) Erfolg. In Anbetracht dessen, dass [meine Cousine am Sonntag] ziemlich niedergeschlagen war, war dies wohl auch besser so als wenn ich sie vollgeblubbert hätte.
Später kam noch ihre Mitbewohnerin auf Zeit. [...] So ein nettes Mädchen. Hat die ganze Zeit erzählt - wie ein Wasserfall, was Franzi nicht unbedingt gut tat. Gut, dass ich verändert bin...
Ich dagegen fand es sehr angenehm. Ich musste ja nur "Zuhören" [nichts was ich in meinem veränderten Zustand lieber tu'], ab und zu zustimmend nicken. Sie hat eine wirklich realistische Einstellung. Was Beziehungen, Leben, Arbeiten, Geld und Schule angeht. [...]
[Alles in allem]: Ich bin nicht mehr so gesprächig. Kann man positiv auffassen, weil ich vielen Menschen somit weniger auf die Nerven gehe - wobei diese sich [teilweise auch] schon langsam Sorgen machen, weil ich so schweigsam bin. [Aber eigentlich war ich das ja schon immer. Zumindest bei Fremden. Weitet sich jetzt halt nur aus. Und dass meine Talente nicht im Small-Talk verborgen liegen, weiß ich ja auch schon ewig.]"

Traumberuf "Schafscherer"

Da bin ich gestern bei meiner Cousine mütterlicherseits und erfahre, dass mein Onkel väterlicherseits vor vierzehn Tagen beim Stefan war. Hamma! Teil 1 und Teil 2! Angucken!

Sonntag, September 23, 2007

Portugiesisches Feuerwerk

Schlechte Qualität, aber egal.

Teil I



Teil II


Tu nur das, was dein Herz dir sagt

Tu nur das, was dein Herz dir sagt,
alles andere soll dich nicht stören.
Doch mein Herz steckt im Kopf
und mein Kopf steckt im Sand.
Darum kann ich mein Herz nicht richtig hören.
[...]
Entscheiden ist qualvoll, wenn ich bedenke,
dass ich dann womöglich so vieles verschenke.
Ich kann es drehen oder dabei bewenden lassen,
Ich kann's versuchen oder die Konsequenzen hassen.

(Sportfreunde Stiller - (Tu nur das) Was dein Herz dir sagt)

Samstag, September 22, 2007

Ein wahrer Freund... ?!

Ein wahrer Freund ist der,
der deine Hand nimmt,
aber dein Herz berührt.

So sehr mein Herz auch pochen mag - ich bin unfähig die ausgestreckte Hand zu greifen. Ich mag sie an mir ruhen lassen, doch bringe ich es nicht fertig auch meine um den anderen zu legen. Selbst wenn ein anderer die Initiative ergreift, bin ich zu keiner Gegenreaktion fähig - ebenso wenig zu einem "Nein". Mäh. Ich hoffe, diese Unsicherheit liegt daran, dass ich tief in meinem Inneren weiß, dass ich das "Falsche" tun würde. Ich vermute jedoch eher an mangelnder Erfahrung. Alles scheiße. Immerhin hatte ich einen schönen Abend...

Wer etwas haben möchte,
das er noch nie hatte,
wird wohl etwas tun müssen,
das er noch nie tat.



Freitag, September 21, 2007

Sehnsucht und Obsession

Neben Fernweh - ich hatte den Blitzgedanken "Silvester in Ahlbeck" (oder eher) - hat mich heute auch die Sehnsucht eingeholt. Zunächst die Sehnsucht nach der Tanke. Lena wurde vor einigen Tagen von meiner ehemaligen Chefin eingearbeitet und während wir uns so unterhielten, sehnte ich mich schon sehr nach meinem früheren Arbeitsplatz - auch wenn ich an meinem jetzigen ebenfalls sehr zufrieden bin.
Meine ehemalige Chefin meinte vor kurzem zu meiner Mama, die dort tankte, ich solle mal wieder vorbeigucken. Nur so. Das wollte ich gerne. Doch wann? Sie arbeitet immer vormittags und ich ebenso. Keine Chance also. Auch meiner Mama legte ich mein (Zeit-)Problem dar und diese meinte: "Kannst ja zum Kaffeetrinken gehen." Haha! Sehr lustig. Ich fasste das als Ironie auf, dachte gar nicht weiter über diesen Vorschlag nach.
Julias Vater war heute so nett mich von Hannover mitzunehmen und in Bissendorf abzusetzen. Ich blickte auf die Uhr: Kurz nach Zwei. Theoretisch könnte sie noch an der Kasse sitzen. Ich also Julias Vater gebeten mich nicht am Bahnhof sondern an der Tankstelle rauszulassen.
Das Auto meiner ehemal... - ich lass das im weiteren Verlauf mal weg - Chefin stand dort, sie jedoch nicht.
Dafür hantierte mein Chef irgendwo rum. Ich begrüßte ihn, und informierte mich, ob seine Frau nicht zufällig auch mal samstags arbeiten würde, weil ich mal vorbeischauen wollte. Er verneinte, schlug mir aber vor, einfach zu Hause vorbeizugehen. Kam mir irgendwie komisch vor - schließlich hatten wir sozuagen nur "beruflich" miteinander zu tun. Aber nun gut, er hatte es vorgeschlagen, ich fragte nach dem Weg.
Und so stand ich wenige Meter später vor dem Haus, von dem mir mein Chef immer erzählt hatte, mir Fotos gezeigt hatte und so weiter. Ich klingelte, sie hieß mich willkommen, auf der Terasse berichtete ich von der Ausbildung, sie von ihrer Tochter, von der Schule.
Meiner Schule, die heute ein Schulfest veranstalte ohne dass ich einen Schimmer davon hatte! Da packte mich auch die Sehnsucht nach der Schule, den Lehrern, ganz bestimmten Lehrern... Außerdem erfuhr ich, dass insgesamt - seit ich aus der Schule raus bin - ganze drei Lehrerinnen den Bund der Ehe eingegangen sind. Einige haben sogar recht passende Namen angenommen...
Es war total nett. Meine Chefin hat sich gefreut. Meinte sie würde sich freuen, öfter mal was von mir zu hören. Mein Chef bestand darauf, dass sie mir auch noch sein Gartenhaus zeigen würde - sein ganzer Stolz neben dem Teich und dem Gewächshaus!
Ach und einen weiteren Besucher gab es auch noch. Monsieur Menage - der Nachbar! Boah! Und er verabschiedete sich mit "Tschüss Maria". Ist die Frage, ob er meinen Namen aus seinem Gedächtnis rausgekramt hatte oder sich bei meinem Chef zuvor vergewissert hatte. Aber so sehr er mich oft nervte - auch die Begegnungen mit ihm vermisse ich.
Des Klempners Name fiel auch noch. Jedoch der des Vaters. Wäre auch zu viel des Guten gewesen, wenn der gute Mann, der letzte Woche in meinem Zimmer war (während ich im Seminar saß), auch noch bei meinem Chef die Heizungen reparieren hätte müssen.
[...]
Zu Hause angekommen telefonierte ich rum, um ein paar Leute für das Schulfest zusammenzutrommeln. Mit Erfolg. Gegen 18 Uhr betraten Janine, Lena, Kot-Ulla und ich unsere Schule. Viel war in der Agora nicht los. Einzig unser rostiges Abidenkmal fiel uns auf. Es ist rostig! Stichwort: Vergänglichkeit! [Stichwort Kunst bei Frau B.]
Auf dem Weg zur Turnhalle begegneten wir bereits dem ersten bekannten Gesicht - jedoch mit neuem Namen [Verheiratet]. Sie fragte uns, ob wir Sehnsucht hätten. Mein "Ja" war ehrlich gemeint - wie es mit den anderen aussieht, kann ich nicht beurteilen.
In der Turnhalle hatten sich so einige aus dem Kollegium versammelt. Die meisten interessierten mich aber kaum - ich hatte nur Augen für ihn. Mit *mimimimimi* ist das Gefühlswirrwarr wohl am ehesten zu beschreiben. Ich hätte ihn am liebsten geknuddelt, aber am Ende war ich zu schüchtern/zu unfähig mich auch nur neben ihn zu setzen und ein paar Worte zu wechseln. Nein, ich bin nicht verknallt! Also bitte nicht falsch verstehen. Er ist mindestens 30 Jahre älter! Aber er ist so *mimimimimi* - knuffig.
Als wir gehen wollten, stand er grad, drehte sich um und sagte: "Hallo Maria." Es standen noch drei weitere Leute, die er kannte, um mich herum. Aber er begrüßte nicht die Allgemeinheit, sondern ganz speziell mich, was mich noch einmal ein klein wenig schwach werden ließ. Kot-Ulla geht diese Schwärmerei sicher schon gehörig auf die Nerven. Ich glaub sie muss sich das jetzt schon seit Schul/Banker anhören.
Was er auch tut oder sagt, ich komm nicht von ihm los. Zumindest bisher nicht. Ich hab ja so ein wages Gefühl, dass ich in meinem neuen "Chef" wieder so ein "Objekt der Begierde" gefunden habe. Meine Güte - wie das klingt. Im Grunde bild' ich mir wahrscheinlich nur ein, dass er ein Knuddelbär-Gesicht hat. Aber von seinen blauen Augen kann ich auch kaum den Blick wenden. Aber keine Sorge! Ich hab das im Griff. Man darf jawohl noch ein bisschen schwärmen dürfen...
Zurück im Hauptgebäude, liefen wir so durch das Obergeschoss, wo mein ehemaliger Biolehrer, für den ich unberechtigterweise auch eine ganz klitzekleine Obsession habe, am Aufräumen war. Dieser raunte uns nur ein fast schon vorwurfsvoll klingendes "Was wollt ihr denn hier?" entgegen. Und diese Ablehnung gab nicht nur er uns zu spüren.
Im Nachhinein hätte ich schon gerne so manchem Lehrer berichtet wie gut es mir momentan geht - womöglich besser als in meiner ganzen Schulzeit am GM. Aber es schien absolut keiner Interesse gehabt zu haben. Die anderen beiden GoMler waren darüber sicherlich froh - kann ich auch irgendwo nachvollziehen, aber ich hatte schon irgendwo das Bedürfnis mich auszutauschen.
Wäre ich nach dem "Hallo Maria" direkt auf die Person zugegangen, hätte ich vielleicht die Möglichkeit gehabt, aber vielleicht war ich der Meinung, die "Weiseren" müssten den ersten Schritt machen. Vielleicht war ich einfach zu schüchtern, nicht überzeugt genug. Ich weiß es nicht. Ich hätte ihm gern von dem tollen BWL-Seminar erzählt. Und nicht nur mit ihm habe ich ein Gespräch vermisst. Auch meine Deutschlehrerin hätte ich gern gesprochen und dem Lehrer, der mit mir am selben Tag Geburtstag hat, gern nachträglich gratuliert. Aber nichts dergleichen.
Ziemlich cool war auch meine Begegnung mit meinem ehemaligen Chemielehrer. Er steht da so mit 'nem nassen Handtuch in der Hand - eine Schar Kinder um sich herum - und sucht den Schuldigen für das Nässen des Handtuchs. Ich geh an ihm vorbei, er kommt näher, hält mir das Handtuch vor die Nase, ich guck ihm in die Augen, er guckt mich an wie ein Wahnsinniger (wirklich!), worauf mir nichts Besseres einfiel als um mein Leben zu rennen. Bei diesem Blick hätte wohl jeder Angst bekommen.
Ehe wir das Schulgebäude verließen blickten wir noch auf die Lehrerfoto-Wand. Ich war entsetzt, dass ich nach vier Monaten Abwesenheit nur noch knapp 60% des Kollegiums kannte - wenn überhaupt. Wo kommen plötzlich so viele neue Lehrer her?!
Wie dem auch sei. Bin froh spontan hingegangen zu sein, auch wenn das, was ich mir erhofft hatte - nämlich nette Zusammentreffen mit Lehrern, die mir in den letzten Jahren ans Herz gewachsen sind - nicht eingetreten ist. Gelohnt hat es sich allemal: Endlich bin ich im Besitz der Entlassungs-DVD! All die guten und schlechten Reden. "That's what friends are for", Franzi am Klavier. Genial!

Donnerstag, September 20, 2007

Zeit im Wind (Nicholas Sparks)

"Man weiß, dass es Verliebtsein ist, wenn man die ganze Zeit mit dem anderen zusammensein will und wenn man irgendwie merkt, dass es für den anderen genauso ist."

Na, wenn das so einfach ist... ich bezweifel es, auch wenn es schön klingt. Aber mit jemanden zusammensein (im Sinne von "Zeit verbringen"), will man doch öfter, als man verliebt ist, oder?!

"Ich habe die ganze Zeit Angst."
"Warum verhälst du dich dann nicht so?" [...]
"Weil ich weiß, dass du auch Angst hast."

Wie dem auch sei. Das Buch ist so schön. Nachdem ich beim zweiten Mal lesen überraschenderweise nicht weinen musste, bannten sich die Tränen diesmal doch einen Weg.

"Was befielt dir dein Herz?"
"Ich weiß es nich."
"Vielleicht kannst du nicht hören, was es dir sagt, weil du zu angestrengt lauschst."

Ich glaub, ich bin auf beiden Ohren taub.

"Die Liebe ist langmütig und freundlich,
die Liebe eifert nicht,
die Liebe treibt nicht Mutwillen,
sie bläht sich nicht auf;
sie verhält sich nicht ungehörig,
sie sucht nicht das Ihre,
sie lässt sich nicht erbitten,
sie rechnet das Böse nicht zu;
sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit,
sie freut sich aber an der Wahrheit;
sie erträgt alles,
sie glaubt alles,
sie hofft alles,
sie duldet alles.
Die Liebe hört niemals auf."
(Korinther 13,4-8a)

Mittwoch, September 19, 2007

Hab ich's doch gewusst.

Kein schönes Thema, aber ich muss mal eben loswerden, dass ich "hellsehen" kann - oder einfach gar nicht mal so blond bin wie es scheint:
Am 07. September 2007 verschwand die achtjährige Jenisa aus Hannover Linden. Letzte Woche berichtete mir Steff von den neusten Ermittlungen. Das Mädchen sei noch im Fahrstuhl des Ihme-Zentrums, wo sie ihre Tante besuchen wollte, gesehen worden. Ebenso kurze Zeit später auf einem Lindener Schützenfest.
Darauf stellte ich folgende Vermutung auf: Es was der Onkel oder der Freund der Tante. Wäre das Mädchen von einem Fremden "entführt" worden, hätte sie sich auf dem Schützenfest bemerkbar gemacht. Aber sie muss der Person vertraut haben. Der Person, die sie - meiner Überzeugung nach - vor der Haustür der Tante abfing mit Worten wie: "Hast du Lust noch zum Schützenfest zu gehen? Deine Tante weiß schon Bescheid. Sie kommt später nach." Sodass Jenias im Glauben gelassen wird, das alles in Ordnung ist. Sie wollte zwar ihre Tante besuchen, aber nun geht sie eben erst einmal mit ihrem Onkel zum Schützenfest. Was ist schon dabei - schließlich kommt ihre Tante nach oder es ist zumindest mit ihr abgesprochen.
Eben lief ich dann mit Ivonne und Janna durch den Edeka am Kröpcke. Mein Blick fiel auf die Bildzeitung. Fette Überschrift mit der Information, dass der Onkel verhaftet worde. Hab ich's doch gewusst.

Der singende Gulli

Den muss man gesehen - pardon - gehört haben, wenn man in Hannover zu Besuch ist. Darum startete heute die zweite "Wir zeigen Ivonne Hannover"-Tour. Kröpcke-Altstadt-Leineufer und zurück zum Singenden Gulli.
Normalerweise kommen da immer unbekannte Melodien heraus. Demzufolge war ich wirklich überrascht als ich plötzlich Nora Tschirners und Olli Schulz' Stimme hörte. Sozusagen der Prolog zu "Küss mich schnell bevor ich platz'". Das Lied folgte leider nicht, stattdessen ein Unbekanntes und wenige Minuten später: Ein Stück aus dem Amélie-Soundtrack. Kaum zu glauben, oder?!
Mir geht es grade richtig gut. Auf dem Heimweg hätte "glücklich" vielleicht wieder gepasst. Ich lächelte so vor mich hin, weil ich so rundum zufrieden mit allem war. Wäre meine schwere Tasche nicht gewesen, hätte ich mich womöglich noch zu Luftsprüngen hinreißen lassen. Ich frag mich, wie es sich dann anfühlt, wenn man (glücklich) verliebt ist.

Dienstag, September 18, 2007

Liebe liegt nicht in der Luft

Liebe liegt nicht in der Luft.
Sie ist nicht alles, was du brauchst.
Sie funktioniert nach dem Zufallsprinzip.
Irgendwann trifft sie dich auch.
(Herbert Grönemeyer - Liebe liegt nicht)

Ein Graues Haar

Was einen 23-Jährigen, aber viel älter wirkenden, Mann schon irgendwie interessant macht: (Mehr als) ein graues Haar - verbunden mit dem jungen Alter, Erfolg, Sympathie und eine angenehme, "heimische" Stimme (Berliner Akzent?!).
Woran ich meine "Landsmänner" erkenne? An der Zeitangabe natürlich: "Viertel Drei, Dreiviertel Drei, ..." Damit hab ich ja auch immer so meine Problemchen gehabt, aber heute morgen erwischte ich mich selbst dabei mich "richtig deutsch" auszudrücken. Worauf ich mich selbstverständlich sofort korrigierte - so versteht mich ja keener.

Montag, September 17, 2007

"Lady in Pink"

Or better: "In Green." Well, today was a pretty good day again! Why? I will tell you in German: Von 08:00 - 15:45 Uhr stand heute "Business Englisch" bei einem echten Amerikaner auf dem Plan. Bis zur Frühstückspause (09:50) fand eine sehr unterhaltsame Vorstellungsrunde statt. Auf die Frage, welche Musik ich denn höre, meinte ich, dass ich deutsche Musik bevorzuge. Mister A. bestand darauf, dass ich ihm einen Interpreten nennen solle, worauf ich "Olli Schulz und der Hund Marie" wählte - womit natürlich kein Schwein was anfangen konnte. Musikbanausen!
Nach der Pause erwartete uns ein Test, um uns einzustufen. Wer damit fertig war, wurde mit weiteren Arbeitszetteln überhäuft. Und ehe wir uns versahen, war es auch schon wieder Mittagszeit.
Es war sowas von lustig. Susanne berichtete davon wie sie ihre Mutter früher mal ausgefragt hatte, was ein Kondom oder ein Puff sei. Das war jedoch nicht der Grund weshalb Ivonne aufgrund ihres zu Tränen rührenden Lachflashs außer Stande war ihren Obstsalat aufzuessen. Viel mehr waren "Tim Toasts" Kommentare der Grund, was ich irgendwo auch nachvollziehen kann, weil sein (trockener) Humor einfach genial ist. Berliner halt.
Gesättigt ging es zurück in den "Unterricht", wo wir unsere Tests zurückbekamen. Janna, die in der vorderen Reihe perfekte Sicht auf die daruntergeschriebenen Punkte hatte, drehte sich plötzlich mit großen Augen zu mir um: "DU hast nur 2 Fehler!"
Überrascht war ich zwar, jedoch hatte ich keine Ahnung, was das bedeuten würde. Wenige Augenblicke später wurde ich aufgeklärt: Mit 93% war ich (mit Abstand) die Beste! Obwohl wir einen halben Amerikaner im Kurs haben! Ich, die die englische Sprache so abgrundtief hast. Na gut, abgrundtief ist zu viel gesagt, schließlich stehen meine beiden Lieblingsbücher im Original in meinem Regal. Aber in der Schule hasste ich es. Und überhaupt hasse ich es Englisch zu sprechen - woran der Leistungskurs vielleicht nicht ganz unschuldig war.
Aber hier ist es anders. Man wird nicht ausgelacht, wenn man sich verspricht. Auch nicht, wenn man einen schwerwiegenden (False Friend-)Fehler macht. Der Lehrer schmunzelt, aber wir Schüler akzeptieren einander, lassen den anderen ausreden, helfen uns gegenseitig. Ich fühl mich wirklich wohl in dieser Gruppe und ich wünsche mir nichts mehr als das auch so bleibt.

Sonntag, September 16, 2007

Hass!

Auf mich selbst! Weil ich leicht beeinflussbar bin und meinen eigenen Willen nicht durchsetzen kann - die Meinung anderer zählt mehr als meine eigene. Weil ich so überempfindlich, sensibel und verletzlich bin. Dabei ging es mir gerade so gut.

"Ich hab keine Kraft, ich hab keine Lösung
und ich hab keine Lust mehr.
Ich will das einmal alles anhält für einen Augenblick."
(Mia. - Hoffnung mit diesem Trick)

Armer Vater

Vorhin bekam ich noch einmal die Bestätigung, was für ein untreues, hinterhältiges Arschloch Herr W. ist und schon immer war und dass ich wohl definitiv nicht das älteste Kind bin. Im Grunde nichts, was ich nicht schon vorher wusste. Die Gewissheit trifft mich dennoch stets auf's Neue. Und da ich nicht genug davon kriegen kann, habe ich die Suche wieder aufgenommen: Ich meine mich wieder an einen entscheidenden Namen aus der Stasi-Akte erinnern zu können.

Armer Vater du wirst niemals sehn
wie ich hier in dieser Welt besteh.
Du musst mir nichts erklären, es ist zu spät dafür.
Das was du gemacht hast, gehört alleine mir.
Auch wenn manche sagen, ich komme nirgends an.
Ich bin sehr stark geworden - auch ohne deine Hand.
[...]
Armer Vater, du wirst nie erfahren,
dass ich werde wie du niemals warst.
(Olli Schulz & der Hund Marie - Armer Vater)

Freitag, September 14, 2007

Zapping ohne Schmetterlinge

Gestern abend zappte ich noch knapp fünf Minuten rum, landete auf Comedy Central, wo eine Kollegin (?) von Ally McBeal das aussprach, was ich niemals wagen würde zu sagen, aber am gestrigen Abend doch irgendwie brauchte. Leider Glücklicherweise fehlen die Schmetterlinge, um mir folgendes Zitat ernsthaft zu Herzen zu nehmen:

"Es gibt Männer, die verlassen ihre Frau,
um ihr Glück bei einer anderen zu finden."

Mittwoch, September 12, 2007

Spiel, Spaß & Spannung

Damit diese drei Faktoren erfüllt sind, benötigt man nicht etwa ein Ü-Ei. Man nehme:
  • einen Großkonzern
  • einen "importierten" waschechten Bayer
  • etwa 16 motivierte, sympathische Azubis
Der Zustand, in dem ich mich momentan befinde, war mir bisher vollkommen unbekannt: Gesundheitlich geht es mir "beschissen" (Halsschmerzen, Husten, Schnupfen), aber geistig bin ich unheimlich gut drauf - vielleicht wäre sogar "glücklich" an dieser Stelle angemessen.
Von der letzten Woche hatte ich bereits berichtet. Diese Woche begann mit allerlei Formalitäten und Vorträgen über dies und das, was auf die Dauer ziemlich trocken und einschläfernd war. Spaß und gute Laune hatten wir dennoch untereinander.
Mit dem heutigen Tag wurde jedoch alles bisherige übertroffen: "BWL-Seminar". Klingt trocken? Ist es aber nicht! Zumindest nicht mit ihm, der mich am nachmittag doch ein wenig an Kurt Krömer erinnerte. Nur jünger und bayrisch sprechend statt berlinerisch - aber dafür ist ja unser Tim Toast zuständig - wenn er nicht gerade die Aufgabe des Pausenbeauftragten übernimmt.
Es hat so dermaßen Spaß gemacht. Es war wie Schulunterricht. Nur besser! Wie ich das vermisst habe... Zuhören, Melden, Gruppenarbeit, Präsentieren, Spielchen zum Wachwerden ("Wer bin ich?" - Paris Hilton!). Meine Begeisterung kennt keine Grenzen. Leider kann ich das schriftlich nicht so rüberbringen.
Nach der "Arbeit" wollte Janna Ivonne noch Hannover zeigen. Ich schloß mich an. Unsere Route (zu Fuß!): Kröpcke - Steintor - Klagesmarkt - Universität. Dort setzten wir uns in die gut gefüllte Mensa - obwohl doch "vorlesungsfreie Zeit" ist, um unsere ersten Versuche bezüglich Ausbildungsnachweis und Urlaubsantrag zu starten.
Abgeholt wurden wir dann von Florian (B.B.A.-ler), der uns zunächst zur Berufsschule chauffierte und dann zum Neuen Rathaus. War sehr interessant - wusste zum Beispiel gar nicht, dass dort Modelle von Hannover zur Zeit 1689 - 1939 - 1945 - Heute ausgestellt waren. Anschließend drehte er noch eine Runde am Maschsee vorbei, um schließlich in der Nähe der Oper zu landen, wo er uns einen exklusiven Einblick hinter die Bühne sowie zu den Proben ("Peter Grimes") ermöglichte. Wirklich spannend!
Und so kam es, dass ich erst um kurz nach acht zu Hause war, obwohl ich bereits zwanzig vor vier Schluss hatte. Dabei stellte ich fest, dass es schon wieder ungewohnt zeitig dunkel wird... Der Ausflug hat sich jedoch allemal gelohnt und wird nächste Woche womöglich wiederholt, schließlich bietet Hannover noch sehr viel mehr schöne Ecken!

Freitag, September 07, 2007

Willkommen in meinem neuen Leben!

Als ich letzten Sonntag von meinem "neuen Leben" schrieb, fand ich, dass es unheimlich blöd klingt. Beginne ich mit der Ausbildung wirklich ein "neues Leben"? Wird es so enorme Veränderungen geben? Wird alles anders werden? Kann ich wirklich von einem "neuen Leben" sprechen?
Knapp fünf Tage später kann ich all diese Fragen mit einem klarem "Ja!" beantworten. Spätestens am Montag, den 03. September 2007 - auf den Tag genau dreizehn Jahre nach meiner Einschulung - realisierte ich, dass nun wirklich eine völlig neue Zeit anbricht.
Im Festzelt Olpe begrüßte man uns - knapp 450 neue Azubis aus dem Raum Mitte [NDS, NRW] - offiziell als neue Siemens-Azubis. Von nun an würden wir dazu gehören, vorausgesetzt wir würden uns an die Regel: "Nicht schlagen. Nicht klauen. Nicht lügen" halten. Man beglückwünschte uns, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hätten, die Ausbildung bei Siemens anzutreten.
Anschließend kehrten wir wieder in unsere "Klassen" [KB's: 4 Kauffrauen für Bürokommunikation, 6 Industriekaufleute, 5 Bachelors] zurück, spielten allerlei Kennenlernspiele und begannen an unserem Projekt zu basteln: Ein Theaterstück, das wir mehr oder minder erfolgreich am späten Mittwoch nachmittag aufführten. Zwar reichte es nicht für einen Auftritt auf der Festzeltbühne am Donnerstag (worüber wir alle nicht wirklich traurig waren), aber unsere Ausbilderin war dennoch sehr stolz auf uns.
Mit allerlei Informationen zur Ausbildung wurden wir auch versorgt. Die Schulzeit ist nun endgültig vorbei, wusste ich. Von nun an ist die Verantwortung für mich selbst [und andere] so viel größer. Es gibt Unmengen an Dingen, die man zu beachten hat. Protokolle, Urlaubsanträge, und und und.
Das bedeutet aber keinesfalls, dass ausschließlich "Arbeit" auf uns zukommt. Wobei, vermutlich doch, aber nicht ohne, dass wir vorher nochmal ordentlich gefeiert haben:
Donnerstag begann man um 14 Uhr die neun besten Theaterstücke auf der Bühne vor vielen wichtigen Menschen aufzuführen. Waren recht Gute dabei. Das Wortspiel "Bei der Gründung war SIE auch schon vor den MENS" fand ich sehr amüsant. Und dass der chinesische Gastarbeiter Deutschland doch nicht so prickelnd findet und vor seiner Abreise gleich noch was mit nach Hause nimmt: Die Glühbirne ("Die Idee") war auch ein Volltreffer.
Im Anschluss an die Präsentationen wurden noch einige wichtige Personen auf die Bühne gebeten. Man lobte uns mehrmals, gab uns auf den Weg, dass wir auch in der Ausbildung genauso lebensfroh und voller Energie sein sollte wie in den letzten Tagen. Es wurde noch viel mehr gesagt. Sachen, die mich fast ein wenig zum Weinen brachten. Nicht weil es rührend oder traurig war, sondern wegen der klaren Aussage, dass ich nun ein Teil von Siemens bin. Ich! Diese Gewissheit, dass nun wirklich alles anders wird. Kann das gar nicht in Worte fassen, was in mir vorging. Es war zumindest sehr aufwühlend. Ich denke, jeder, der selbst (vor kurzem) eine Ausbildung begonnen hat, kann dieses Gefühl zumindest ein klein wenig nachempfinden.
Nachdem alle ihre Dankesworte losgeworden waren, noch 10 Tausend Mal Schlachtrufe durch's Zelt gingen - zum einem, der der Olper: "Allee, Allee, Allee, Allee, Allee! Keine Straßen! Viele Bäume! Aus Olpe kommen wir!" und zum anderen der, der Finnetroper: "Dübdübdübdüdüdübdübdüb düdüpdüdüdüdüpdüp Hop Hop Finnentrop ist top" - wurde dann auch endlich das Grillbüffet eröffnet.
Apropos Essen: Die haben es wohl wirklich gut gemeint mit uns. Das beste Jugendherbergs-Essen, das wir alle je hatten! Frühstück, Mittag, Kaffee, Abend. Wen wundert's da noch, dass ich heute entsetzt feststellen musste, dass ich drei Kilo mehr auf den Rippen habe.
Ach und zu unserem Schlachtruf: Es war wirklich so. Weit und breit nur Bäume. Wir durften das Gelände nicht verlassen - wohin auch?! War ja nüscht da! Für die Gröhlerei waren übrigens eher die Techniker verantwortlich - wir KB's hielten uns da meist dezent zurück - nicht nur, aber irgendwann ging es auch uns auf die Nerven.
Nun aber wieder zurück zum Feiern. Nachdem das Grillzeugs verdaut war, trat eine wirklich tolle, stimmungsvolle Liveband auf und holte so ziemlich jeden nach vorne auf die Tanzfläche. Und ja, mit so ziemlich jedem ist auch meine Wenigkeit gemeint. Denn ich habe mein Vorhaben wahr gemacht: Offen sein! Und da gehört es dazu, sich der Gruppe anzuschließen. Das hat nichts mit Gruppenzwang zu tun, sondern einfach mit dem Zusammengehörigkeitsgefühl zu dem Team, zu dem wir in den paar Tagen gewachsen sind - gemeinsam Spaß haben eben.
Das heißt nicht, dass ich total abging, aber ich wagte zumindest den Versuch mich ein klein wenig zur Musik zu bewegen und mitzusingen! Sogar "Alt wie ein Baum" wurde gespielt. Doch schon bald hieß es: "Laaaaleeeluuuu"! Nach drei Zugaben sangen uns die zwei Siemens-Menschen in den Schlaf. Dabei war es gerade mal kurz vor elf! Aber so ist das nun mal in einer Jugendherberge! Um 23 Uhr haben alle auf ihren Zimmern zu sein und die aus den anderen Jugendherbergen hatten schließlich auch noch ein Stück'chen zu fahren.
Mit einem dröhnendem Kopf wachte ich heut' morgen auf. Das lag jedoch nicht an den paar Radlern, die ich weggepichelt hatte, sondern vielmehr an der Erkältung, die in diesen Tagen zum Ausbruch gekommen ist. Das ist der einzige Minuspunkt, den ich zu vergeben habe.
Ach nee! Einen habe ich noch: 11:30 Uhr war die Abfahrt geplant. Kein Mittagessen. Dann die Nachricht, dass der Bus im Stau stehe. Doch Mittagessen. Und wir warteten - sahen wie die Paderborner, die erst nach uns abfahren sollten, Olpe verließen, während wir immer noch zwischen all den Bäumen verloren waren. 19:30 Uhr war ich dann endlich zu Hause. Mit dreistündiger Verspätung...
Aber was sind die fünf Stunden langweilige Busfahrt schon gegen fünf wahnsinnig tolle, motivierende Tage mit richtig netten Leuten! Die Industriekaufleute sind total nett und lustig. Werden sicher 2,5 schöne, erlebnisreiche, gemeinsame Jahre. Die Bürokauffrauen, die ich erst für Tussen hielt, wurden ebenfalls von Tag zu Tag sympathischer. Und die Bachelor waren auch allesamt sehr unterhaltsam.
Nun sehe ich mich vor einem Problem, dessen Ausmaß ich momentan noch nicht kenne: Neues Leben mit dem alten zu kombinieren. Neue Kontakte knüpfen und intensivieren, ohne die alten zu vernachlässigen. Wird sicher nicht leicht werden, also bitte seid mir nicht böse, wenn ich in den ersten Wochen zeitlich nicht immer alles unter einen Hut bekomme. Zwar habe ich noch keinen richtigen Arbeitstag hinter mir - aber ich war selbst während der Auftaktwoche ständig müde und vermute daher, dass die Online-Aufenthalte in nächster Zeit etwas dürftiger ausfallen.

Samstag, September 01, 2007

Der Ernst des Lebens...

... begann am 03. September 1994 für mich. Zumindest gab man mir dies zu meiner Einschulung auf den Weg. Dreizehn Jahre später darf ich mir diesen Spruch nun erneut anhören, denn am 03. September 2007 beginnt meine Ausbildung.
Los geht's jedoch schon morgen um 12 Uhr ins schöne Sauerland. "Auftaktwoche" nennt sich das Ganze. Gegenseitiges Kennenlernen sowie projektbezogene Teamarbeit. Tag und Nacht mit zunächst wildfremden Menschen [im 6er Zimmer] zusammen. Das kann was werden...
"Nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt" lautet der andere Spruch, den ich mir in den letzten Tagen des Öfteren anhören musste. Ein neues Leben, neue Menschen. Ein neues Leben, neue Chancen. Ein neues Leben, neue Ziele.
Ich kann es noch gar nicht recht glauben, dass es morgen - in nicht mal zwölf Stunden - losgeht. All die Gedanken, die mich in den letzten Tagen beschäftigten, sind gerade irgendwie nicht mehr da. Daher bringt es auch nichts, wenn ich hier noch weiter rumschwafel.
Ich bin gespannt, neugierig, aufgeregt, ängstlich und voller Hoffnung. Ich werde versuchen meine Chancen zu nutzen. Diesen neuen Lebensabschnitt versuchen offen zu beginnen - weniger schüchtern. Ich hoffe, es wird mir gelingen. Und was ich noch viel mehr hoffe, ist, dass die Mädels [und Jungs] erträglich sind. Schließlich muss ich an die sechs Tage mit denen aushalten. Also, ich verschwinde - in mein neues Leben. Meine Freunde nehm' ich natürlich allesamt mit - so schlecht war mein altes Leben nämlich gar nicht.

Zugegeben...

... ich bekomme es schon ein wenig mit der Angst zu tun, wenn ich spät abends fröhlich den Bordsteinrand entlangbalanciere und mir plötzlich drei düstere Gestalten - mindestens einen Kopf größer als ich - entgegenkommen. Die Angst war glücklicherweise vollkommen unbegründet.