Sonntag, April 29, 2007

Bettmensch

"Müde, träge, immer schlaff
Das ist meine Superkraft
Und ich trage einen Pyjama."

Es ist jetzt gleich halb vier nachmittags. Das hält mich aber nicht davon ab immer noch mit Schlafanzugoberteil im Bett zu liegen. Zwischendurch ein ausgiebiges Frühstück, danach aber gleich zurück ins Bett, Kafka Biographie gelesen, Parallelen entdeckt, zugeklappt, sowohl das Buch als auch die Augen, und wieder eingedöst.

"Denn ich bin Bettmensch.
Halb Bett und halb Mensch.
Hört sich komisch an
Bin eigentlich ganz nett
Mit einem großen Spannbettlaken
Bin ich immer gut beraten
Und ich mach es mir gemütlich
Zwischen Daunen und Federkern
Lieg ich wirklich gern
Hier ist meine Welt noch friedlich
Und bitte jetzt nicht stören."

Einfach mal träumen, der Musik lauschen. Muss auch mal sein. Gestört wurde ich nur beim Lesen - sei es durch meine Mama oder dummerweise vom sich verabschiedenden Laptop-Akku, womit dem Lauschen der schönen Musik ein Ende gesetzt wurde. Bin mir gar nicht sicher, ob ich wirklich geschlafen und geträumt hab - die Musik hab ich durchgehend registriert (glaub ich), aber irgendwie war es auch mehr als nur die Augen schließen und rumliegen.

"Gibt es denn nicht irgendwas
Das schnell und einfach hilft
Gegen diese Lebensform
Die man für mich entwirft
Selbst die Menschen, die man kennt
Sind einem manchmal völlig fremd
Ich muss dann immer ganz schnell weg
Zurück in mein Geheimversteck"

Aber ich kann ja nicht noch die ganzen Tage, Wochen, Monate in diesem Geheimversteck verbringen. Ich brauche eine Aufgabe - abgesehen vom Arbeiten und von den GoMlern. Beim Aufräumen letztens fand ich mein "Meine dicksten Freunde"-Buch wieder, blätterte ein bisschen drin rum und landete bei meiner Lieblingslehrerin. Sie wünschte mir, dass "meine Träume wahr werden, die du in deinem Hundertwasserbild gemalt hast." Damals wollte ich Autorin werden. Die Manuskripte habe ich immer noch - hoffe ich, momentan sind entsprechende CDs oder Disketten nicht auffindbar. Das ist nun sieben, acht Jahre her und die waren damals schon verbesserungsbedürftig. Wird also Zeit, dass ich den "Krimi" neu umschreibe. Wobei es sich damals schon vom Krimi entfernte. Zwei Polizeibeamte, sehr gut befreundet. Doch bevor mehr draus wird, wird er erschossen. Der neue Kollege kommt, sorgt sich um sie. Ihre Schwester kommt bei einem Flugzeugabsturz ums Leben, sodass sie sich um deren Tochter Pia (der einzige Name an den ich mich noch erinnere) kümmern muss. Nach und nach kommt raus, dass der neue Kollege doch nicht ganz so "sauber" ist. Letztendlich hat er ihren guten Freund umgebracht, um an die Stelle (oder an sie?!) zu kommen. Da er total krank im Kopf ist, entführt er dann auch noch Pia. Die beiden freunden sich widerum an. Ganz so sicher bin ich mir jetzt gerade nicht. Und nachdem ich alles (halbwegs) fertig geschrieben hatte, bemerkte ich dann, dass es ähnliche Geschichten schon längst gegeben hat: Perfect World klingt ähnlich wie die Pia-Entführer-Beziehung, auch wenn ich den Film bis heute nicht gesehen habe. Ach - genauerer Blick auf's Hundertwasser-Bild: 007, der Hund, spielt natürlich auch eine Rolle. Wie konnt ich den nur vergessen. Ich such nachher nochmal in allen Schränken - das muss ja irgendwo sein und dann könnt ihr euch das Buch irgendwann selbst kaufen.

"Hier kommt Bettmensch
Halb Mensch und halb Bett
Hört sich seltsam an
Ist eigentlich ganz nett
Ich bin Bettmensch
Halb Mensch und halb Bett
Und wenn du noch zu mir kommst
Wär dieser Song perfekt ..."

Nachtrag: Manuskript(e) gefunden! Zu meiner Überraschung gab es etwa vier Anläufe. War damals also schon ständig unzufrieden. Verschiedene Perspektiven. Immer andere Namen. Sophie und Jan, Alex und Julia, Lea, Micha und David, Susanne, Peter und Thomas.

2 Kommentare:

Robby hat gesagt…

:)
schön :)

Anonym hat gesagt…

uuuh, alex und julia?