Sonntag, April 01, 2007

Ein kleines Märchen über Bob

Es begab sich an einem wunderschönen sonnigen Frühlingstag, dem 01. April des Jahres 2007. Bob, von den ewigen Wiederholungen im Weißbuch angenervt und frische Luft benötigend, entschloss sich eine Fahrradtour zum Lönssee zu unternehmen, denn dem "Rollschuh"-Fahren hatte er - nachdem er am Morgen den Versuch heiß zu Duschen gewagt hatte - endgültig abgeschworen. Er schwang sich also auf sein Rad und fuhr gutgelaunt Richtung See. Er wusste, er müsste irgendwann abbiegen, doch da ihm zu viele Möglichkeiten gegeben waren, entschied er sich die Richtung - geradeaus - beizubehalten. Keine schlechte Idee, denn bald darauf erreichte er eine Wiese mit unzähligen schwarz-weiß, aber auch braun-weiß, gefleckten Wesen. Diese kamen ihm sogleich entgegen und er ließ es sich nicht nehmen diese Erinnerung festzuhalten. Doch weiterhin lautete Bobs Ziel der See und so musste er sich wohl oder übel von seinen neuen Freunden verabschieden. Er kehrte um, denn geradeaus war sein Ziel scheinbar doch nicht zu finden. Von den drei möglichen Abzweigungen wählte er die Goldene Mitte, die ihn schließlich zwang von seinem Gefährt zu steigen, um über den harten Ackerboden zu wandern. Bald darauf erreichte er den Wald. Einen tiefen Wald. Es was offensichtlich: Bob hatte den falschen Weg gewählt und sich zwangsläufig verlaufen. Doch dies war keineswegs eine neue Erfahrung für ihn und so kämpfte er sich mutig durch Geäst und Gestrüpp. Er lauschte dem Knacken des Laubes und begann sich mit seiner verlorenen Situation anzufreunden. Und so verloren, einsam und verlassen war er gar nicht, wie er mit einem Blick nach rechts feststellte. Zwei Rehlein hüpften durch den Wald und ein gelber Schmetterling zeigte ihm freudig umher flatternd den Weg aus dem Wald hinaus. Bevor er jedoch wieder in die Zivilisation gelangen konnte, war es nötig sich hier durchzukämpfen. Hatte er etwa den verbotenen Wald betreten? Und selbst wenn, erfolgreich hatte er sich der Herausforderung zu stellen gewusst. Am Ende musste er zwar auf den Besuch am See verzichten, doch morgen ist auch noch ein Tag. Und wenn er nicht gestorben ist, dann verzweifelt Bob jetzt am Weißbuch...

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