Samstag, März 31, 2007

Vom gescheiterten Versuch mir das Leben zu nehmen

Es war der perfekte Plan. Ich ging in den Keller. Inspiriert von den Erfahrungen der GoMler suchte ich meine alten Inliner. Vergebens. Dafür fand ich die meiner Mama. Die ersten Rollen am linken Fuss, schien es mir unmöglich mich auf diesen Dingern vorwärts zu bewegen ohne in den Umzugskartons zu landen. Doch als ich dann auch den rechten Fuss mit den Rollen ausstattete, startete ich erste "Gehversuche" im Flur. Kurz davor die Inliner von mir zu reißen, fand ich mit einem Mal doch Gefallen und entschloss mich die Versuche an der frischen Luft fortzusetzen. Ich schloß die Kellertür auf und was erblick ich: Einen wunderschönen Mann. Auf den ersten Blick zumindest. Toll. Da steh ich nach 5 Jahren das erste Mal auf den Dingern und dann gibt's auch noch Zuschauer, die mich dabei beobachten wie ich mich auf diesem brüchigen Asphalt abmühe. Prima. Und eigentlich nur peinlich. Was soll's. Da musste ich durch. Eigentlich sollte es nur eine kleine Tour werden, doch dann wollt ich gar nicht mehr aufhören. War ein schönes Gefühl mal wieder auf Rollen zu stehen und so auf der Straße dahinzugleiten. Doch schon bald spürte ich die Schmerzen, die Anstrengung. Es erschien mir als sei Skifahren dagegen echt eine Erholung. Egal. Ich blieb da ganz hart und fuhr weiter, obwohl sich der Gedanke in wenigen Minute eine Blase an beiden Füßen zu kriegen in mein Gehirn prägte. Schließlich fand ich doch den Weg zurück zum Uhlenhorst. Und da ich weder beim Skifahren noch bei der ersten kleinen Inliner-Runde dem Tod ins Auge blickte, war es nun doch an der Zeit: Ich stand oben am Friseur. Blickte die Einfahrt hinunter. Die Einfahrt, die sich holpriges Asphalt auszeichnet. Aber dann dachte ich: "Mensch, beim Skifahren biste auch jede noch so hüglige Piste runtergekommen und hattest sogar phasenweise Spaß dabei." und wagte es die Einfahrt hinunterzufahren. Folge: Ich fand gerade noch so Halt an einem Strauch bevor ich mit Karacho sonstwo gelandet wär. Schutzengel? "Ich will leben" siegte, ich schnallte die Dinger ab und ging den Rest mit Hilfe meiner eigenen Füße, auf die ich mich immerhin halbwegs verlassen kann, hinunter.
Fazit: Ich brauch neue Inliner. Die meiner Mama sind laut und verursachen unheimliche Schmerzen. Aber immerhin: Auch in diesem Fall ist es wie beim Fahrradfahren: Das verlernt man nie. Schade eigentlich, dass ich nie gelernt habe zu bremsen...

Nachtrag: Ein zweiter knapp 40 Minuten (bis und durch Wennebostel) andauernder Versuch endete darin, dass ich -zu Hause angekommen - meine Strümpfe auszog und eine rote Färbung erblickte. Aua. Aua. Und nochmal Aua. Ich glaub das war vorerst der letzte Versuch. Zumindest mit diesen Inlinern...

Träumerein

Was letzte Nacht geschah, ist mir grad entfallen, aber vor und im Urlaub hab ich ne Menge geträumt. Aber ich möchte jetzt nicht auf die aus dem Kofferraum springenden Schafe oder meine Oma, die von meiner Fotografiererei genervt war, eingehen. Ein Traum war ganz besonders. Details sind eigentlich nicht ganz so wichtig, da sie eh schon total verschwommen in meiner Erinnerung sind. Jedenfalls war ich irgendwie bei Bahlsen. Zufällig. Frau P. war gerade dabei eine neue Kreation zu entwerfen, ich durfte kosten. Dann fragte sie mich, warum ich hier sei, ob ich mich umentschieden hätte. Aber ich verneinte, dass ich mich für die Ausbildung bei Siemens entschieden hätte. Danach war noch ein bisschen wirres Zeug.
Beim Shoppen am Donnerstag erinnerte ich mich wieder an diesen Traum. Ich hatte zwar den ganzen Urlaub über "Siemens"-Schilder an Liften und sonst überall entdeckt, doch irgendwie ist Bahlsen doch noch ziemlich fest in mir verankert (Na gut, "Leibniz Keks" hatten wir auf der Autofahrt auch mit, aber ich glaube nicht, dass das der Auslöser für den Traum war). Jedenfalls kam mir dann die tolle Idee, dass ich zwar die Ausbildung bei Siemens machen kann, aber dann eine/n Bahlsen-Filiale/Standort gründen kann. So nach dem Motto: "Sie wollten mich nur als Zweite Wahl und jetzt zeig ich ihnen mal, dass ich's drauf hab." Ich glaube, dass ich nur Zweite Wahl war ist noch ein entscheidener Punkt, der mich immer wieder beruhigt, dass Siemens die richtige Entscheidung war. Ich erzählte meiner Mama von meinem Plan und sie meinte, ich könnte doch auch einfach einen "Bahlsen" heiraten. Ich war total begeistert. Irgendwie war ich in dem Moment von Frau P. geblendet und meinte, dass die nur Töchter haben - was natürlich Schwachsinn ist, weil Frau P. gar keine Tochter ist und soweit ich informiert bin, die ganzen Söhne die Firmen besitzen. Aber meiner Mama entgegnete darauf nur: "Dann heirateste halt 'ne Frau." woraufhin ich anfing von Frau P. zu schwärmen, aber schnell zu der Erkenntnis kam, dass sie einfach zu alt für mich ist. War schon lustig. Beziehungsweise ist die Vorstellung nach der Ausbildung irgendwann doch in die "Keks-Branche" zu gehen doch sehr beruhigend. Ich hoffe trotzdem, dass ich bei Siemens glücklich/zufrieden sein werde...

Freitag, März 30, 2007

Und dat war schön

Freitag, 23. März 2007
9:00 Trotz Magenbeschwerden und allgemeinem Unwohlsein, welches mich davon abhält mein Zeugnis persönlich abzuholen, geht's los Richtung Süden.
11:00 Pause an der Raststätte. "Don't judge a book by its cover" bewahrheitet sich mal wieder. Ich lern den neuen Freund meiner Tante kennen. Er heißt Klaus. Aber er sieht aus wie ein "Bernd" und alles in allem ist er auch irgendwie ein Mario Barth. Ich bin erst skeptisch und lehne ihn innerlich ab, als der angenehme Schokoladen-Geruch von seiner frisch angezündeten F6 verdrängt wird. Wie sich's weiterentwickelt hat: siehe Zusammenfassung!
15:30 Ankunft.
16:00 Ski ausleihen.
16:30 Restaurant. Ich mache den Kellner nervös (beruhte auf Gegenseitigkeit), indem ich rumlaber und er nochmal neu rechnen muss, weil ich ihn durcheinander gebracht hab. So hab ich seinen Seufzer jedenfalls interpretiert.
19:00 Gemeinsames Beisammensitzen.
21:00 Schlafen. Oder der Versuch, an dem ich scheiter.
Samstag, 24. März 2007
07:20 Weckerklingeln
08:00 Frühstück
08:30 Skiklamotten anziehen
08:50 Skischuhe anziehen
08:57 Zum Skibus rennen, der um 08:57 losfährt.
09:20 Auf der Piste. Pistensau "Bernd" war bereits vor 6 Wochen am Finkenberg und wird somit zu unserem persönlichen Wegweiser auserkoren. Ab und zu Pausen. Nebel, aber die Sonne lässt es sich dennoch nicht nehmen heftige Spuren auf meinem Gesicht zu hinterlassen. Aber das war nur der Anfang...
16:00 "Après Ski".
17:00 Duschen und Ausruhen.
18:30 Restaurant "Schöne Aussicht". Meine Eltern entdecken den Koch. "Der wär doch was für Maria." Kurz bevor wir gehen, wird er an unseren Tisch gebeten, um uns zu erklären, warum der Jagatee (Mein erster und letzter in diesem Urlaub. Das Riechen aus 1m Entfernung hätte mir vollkommen gereicht...) so orange ist. 8 Dumme, ein Gedanke: "Der ist nicht von hier", wurde schnell festgestellt, sobald der Cottbusser ein paar Sätze von sich gegeben hatte.
21:30 oder so wieder im Bett.
Sonntag, 25. März 2007
07:10 Ich vernehme ein Klopfen. Stehe auf. Meine Mama. Franzi hat die Uhr nicht umgestellt. Die restlichen 6 sitzen bereits am Frühstückstisch, wir ziehen uns schnell was über und setzen uns dazu. Bis Abends ist eigentlich alles wie schon den Tag davor. Nur, dass die Sonne sich den Weg durch die Wolken bahnt. Talabfahrt - "Alles im grünen Bereich" beschreibt unsere Erlebnisse ganz gut.
19:00 Abendessen. Menü. Lecker. Und viel Kräutertee. Ebenso lecker.
21:30 oder so wieder im Bett.
Montag, 26. März 2007
07:15 Wecker, Aufstehen, Frühstück, Bus, Warten, 30 minütige Fahrt zum Gletscher.
10:00 Auf'm Gletscher. Wow! Was für eine Sicht. Geiles Wetter. Tolle Pisten. Sehr weitläufig. Die Pisten verlaufen sich - und ich mich auch. Ich fahr Steffen hinterher. Plötzlich ist er nicht mehr da. Ich fahr noch weiter - vielleicht ist er ja hinter dem nächsten Hügel. Nein. Also warte ich. Und warte. Und keiner kommt. Ich fahr runter. Warte und Warte. Und keiner kommt. Ich setz mich in den Schnee. Und warte. Und keiner kommt. Ich warte ab bis "Sugar Sugar" zu Ende ist, gehe auf's Klo und dann suche ich die Info. Es gibt keine Info. Aber eine Skischule mit Verkauf. "Entschuldigung, ich habe meine Eltern... "verloren". [Gott, für wie bescheuert hat der mich gehalten.] Ich habe kein Handy. Kein Geld. Darf ich ihr Telefon benutzen." "Du bist Deutsch, oder?" [Ja mei! Woran hat der Bub das denn gemerkt?] Ich rufe auf Matthias Arbeit an und lass mir seine Handynummer geben, woraufhin ich dort anrufe. Keine 10 Minuten später sind wir wieder alle beisammen. Nach 'nem Päuschen geht es ganz nach oben. Ich hab das Gefühl mir frieren die Finger ab und gleichzeitig wird mein Gesicht von der Sonne in noch ein intensiveres Rot getränkt. Oben trink ich den besten Kakao des ganzen Urlaubs. Anschließend fahren wir noch weitere wunderschöne Pisten ab. Der Gletscher ist toll. Und das Beste: Am Tux finde ich auch endlich Postkarten - das hat Folgen...
19:30 Abendessen "Schöne Aussicht". Zwischen Gamsknödelsuppe, Kräutertee und Germknödel schreibe ich meine Postkarten zu Ende. Fataler Fehler! Gelächter. Mobbing. "Das ist doch out!" "Das liest doch keiner!" "Schreib doch 'ne SMS!" Zum Teufel. Diese Personen kriegen von mir niemals Postkarten. Das können die mal schön vergessen. Die Leute, die mir 'ne Postkarte wert sind, freuen sich drüber - zumindest hoff ich das - und manch einer ist diese Freude sogar ein Eintrag wert (Danke, jUjU). Ich mag altmodisch sein, nicht nur was Urlaubsgrüße angeht, aber verdammt ich bin lieber auf diese Art anders als dass ich am Frühstückstisch von der letzten Folge Stromberg berichte, als sei er ein Familienmitglied. Ich hab tatsächlich einige Sekündchen gebraucht ehe ich kapiert habe, dass der Typ, der seine Angestellte gekündigt hat, kein Kollege oder Bekannter ist, sondern eine irreale Person.
20:00 Gemütliches Beisammensitzen. "Bernd" ertappt mich: "Bist nur aus Anstand runtergekommen, richtig?" Mäh... Wieder zeitig in die Heia.
Dienstag, 27. März 2007
07:15 Wecker, Frühstück, wie immer halt.
09:00 Finkenberg. Dabei wollt ich so gern zum Gletscher. Abfahrt zur Mittelstation eisig. Sehr eisig. Am liebsten hätt' ich die Skier abgeschnallt. Aber hilft ja alles nix. Augen zu und durch - bisher bin ich schließlich jeden Berg runtergekommen (Oft "Was wollen wir trinken" summend). Nölig lass ich mich in den Liegestuhl fallen, beobachte Paraglider. Nach 'ner Stunde geht's weiter. Einige Pisten sind getaut - jetzt macht Skifahren wieder Spaß. Meine Angst vor Veränderungen machte sich allerdings bald am Lift bemerkbar als ich mich beim Schlepplift plötzlich links wiederfand, statt rechts - wie ich es gewohnt war. Total aus der Routine, lag ich plötzlich unten, und der Lift still. Anschließend tat mir mein Knie weh, sodass die nächsten Fahrten nicht wirklich von Spaß und Genuss geprägt waren. Hinzu kam mein Sonnenbrand, der echt zur Qual wurde. Nachdem mir dann noch die Cola über die Skihose gekippt wurde, verschwand ich in die Pension. Duschen & Gesicht kühlen...
19:30 Abendessen. Ganz ok. Nur zu viel.
Zusammenfassung
Eigentlich ist Skifahren toll. Meine Fortschritte wurden sogar positiv hervorgeben (Danke an Stegi!). Tuxer Gletscher kann ich nur weiterempfehlen. Die Pisten... Ein Traum! Und der Himmel - dieser klarer blauer Himmel - Wahnsinn! Fazit zu "Bernd": Naja, ganz okay isser. Ein kleiner Weiberheld würd' ich sagen ("Kannst ruhig sagen, wenn du meine Nummer haben willst."), aber er hat mich oft zum lachen und schmunzeln gebracht (mit seinem meist beleidigenden Humor), aber auch in Verlegenheit ("Wenn du drauf stehst meinen Hintern zu streicheln, kannste ruhig nochmal machen.") Mal sehn wie lang das junge Glück hält...
Mittwoch, 28. März 2007
09:00 Abfahrt.
15:00 Ankunft Leipzig. Kaffeetrinken.
19:00 Abendessen. Irgendwann schlafen. Der Versuch. Wie auch in den ersten Skitagen scheiter ich mal wieder fast daran. Grund sind wohl die Laute links bzw. rechts von mir. Da könntsch bleeede werden.
Donnerstag, 29. März 2007
06:15 Wecker. Duschen.
07:00 Zahnarzt. Alles gut.
08:00 Frühstück.
09:20 Friseur.
13:00 Shoppen. Meine Füße sind kleiner geworden. Wohingegen ich letztes Jahr noch 'ne 40 in meiner Einkaufstüte rumschleppte, ist's nun eine 38. Bei der 39 hab ich keinen Halt. Bei der 38 widerum zu viel, wie ich im Nachhinein feststellen musste... aua! Meine Zehen! Außerdem waren wir in der Kinderabteilung von Zara. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus, brachte meiner Mama ständig ein neues Kleidungsstück und meinte ganz begeistert: "Guck mal! Ist das nicht niedlich?" Doch dann musste ich einsehen, dass ich ja doch alles wieder zurücklegen muss und meinte fast enttäuscht: "Na ja, in 10 Jahren vielleicht..." Daraufhin meine Mutter trocken bis erschrocken: "Mindestens!" Und am Abend wurde mir ans Herz gelegt jar kein Balg ins Haus zu bringen. Und ich dachte jede Mama wünscht sich nix mehr als Oma zu werden...
Freitag, 30. März 2007
07:30 Frühstück.
10:00 Wischen bei Luzie.
11:00 Einkaufen.
12:00 Königsberger Klopse bei Luzie.
15:00 Kaffeetrinken bei Luzie.
16:45 Abschied von der Großoma ("Sei tapfer!" "Arbeiten tust du nur für dich selbst!"), Luzie und Horst
17:42 Abschied von Mama & Matthias. Abfahrt. "Remains of the Days" zu Ende lesen.
20:35 Mit 8 Minuten Verspätung Ankunft in Hannover. Anschlusszug ist weg. Mäh!
21:37 Endlich zu Hause. Blogs und Foren überfliegen. Bloggen.

Mittwoch, März 21, 2007

Apathisch warten

Kunde: "Das ganze Leben ist man nur am Warten. Finden Sie nicht?"
Ich: "Ja, doch. Eigentlich wartet man ständig."
Kunde: "Oder gehören Sie zu den Menschen die keinen warten lassen?"
Ich: "Kommt drauf an..."

Nun lass ich den nächsten Eintrag aber erstmal warten. Bin in neun Tagen wieder im Lande. In diesem Sinne: Ski heil!!!

Montag, März 19, 2007

I have a crush on... me

These beautiful blue eyes... Amazing!
But in the end it seems as if I have to choose this one

Life is a roller coaster

Ich habs momentan aber auch mit den Hoch- und Tiefpunkten. Erste gute Nachricht: Ich habe mein Ziel, auf das ich seit 12.1. hingearbeitet habe, erreicht: 10 Punkte in Mathe! Erleichtert stürmte ich in den Deutschunterricht. Im tiefsten Inneren darauf vorbereitet die nächste Enttäuschung in Kauf nehmen zu müssen. Wie immer in den letzten zwei Jahren. Super gutes Gefühl unmittelbar nach einer Klausur, doch dann stellte sich bei der Besprechung heraus, dass ich alle wesentlichen Punkte nicht erwähnt hatte. Oft saß ich da und hoffte, dass ich diejenige wäre, von der sie positiv überrascht gewesen sei. Doch stets erhielt ich nur eine befriedigende Rückmeldung. "Es gibt jemanden, der es immer wieder versucht hat, aber nie das gewünschte Ergebnis erzielt hat. Die jahrelange Mühe hat sich diesmal gelohnt." Sowas in der Art drang in meine Ohren und strömte sogleich auch wieder hinaus, denn ich war sicher nicht gemeint. Besprechung war beendet, Klausuren wurden ausgeteilt. Diesmal war ich die Erste. Und siehe an: "Maria, da hab ich mich wirklich gefreut. Das hast du wirklich sehr gut gemacht. Und das war mir die Eins auch wert." Waaaaaaaaas? Nein! Ich grinse, blätter und blätter und erblicke glorreiche 13 Punkte!!!! Danke, Kafka :) Auch diesmal reicht die mündliche Note nicht an die Schriftliche heran, aber dennoch kann ich äußerst zufrieden mit mir sein!
Statt bei diesem Motivationsschub abzuheben, tun das andere für mich. So wird sogar schon über einen Einser-Schnitt gemunkelt. Aber nein. Das ist definitiv zu weit hergeholt. 2,3 würden vollkommen reichen. Aber trotzdem ist es ein schönes Gefühl, zu wissen, dass es jemanden gibt, der einen anfeuert und an einen glaubt.

Sonntag, März 18, 2007

Kreativ & Frech

Bin grad dabei Babyfotos für die Abizeitung rauszusuchen und da bin ich auf diesen "Gutschein" gestoßen. Kurz darauf erlitten meine Mutti und ich einen Lachflash. Gott, war ich süß. :)


Samstag, März 17, 2007

Nur noch eine Woche...

"Deep in the cell of my heart
I really want to go
There is another world
There is a better world."

(Asleep by The Smiths)

Freitag, März 16, 2007

Frust^3

Wie war das? Dem Hochpunkt folgt ein Tiefpunkt? Dem Analytischen Erfolg (11) - von Freudensprüngen begleitet -, folgten die Zeugnisnoten für Chemie und Englisch. Offensichtlich bin ich doch zu sehr abgehoben. Zumindest kann ich mir von meinen zweistelligen schriftlichen Noten, die mir in 13.2. ausschließlich bescherrt wurden, nicht wirklich was kaufen. Gar nichts, um genau zu sein. Zumindest nicht den Schnitt, den ich gestern hochmotiviert in meiner Naivität ausgerechnet hatte. "Ich habe nur 12 Punkte." "Ich habe nur 14 Punkte." Leute! Ich kann's echt nicht mehr hören. Wo bin ich da nur gelandet?! Gut, dass das bald vorbei ist.
Vorbei ist es nun auch mit meinem Bananasplit, das ich gerade aus Frust in sicher weniger als einer Minute leer gelöffelt habe. Statt mich zu betrinken, wozu ich gerade wirklich Lust hätte, wähle ich doch lieber eine Überdosis WSK. Ich kann für nichts garantieren, wenn ich meine Ziele in Mathe, Politik und Deutsch auch nicht erreiche...

Montag, März 12, 2007

Unsicherheit

Meine Unsicherheit ist das Einzige, was mich noch von meinem Glück abhält. Aber wenn ich mir nur oft genug sage: "Was macht uns kaputt? Die Nüsse. Welche Nüsse? Die Minüsse!" steht den 15 Punkten eigentlich nichts mehr im Weg.
(Man wird jawohl mal einen Höhenflug haben dürfen)

Sonntag, März 11, 2007

Glücklich

Es gibt Momente im Leben - oft nach (oder vor) dem totalen Tiefpunkt - da ist man einfach glücklich. Eben war so einer. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, ganz alltägliche Dinge gepaart mit einzigartigen, die reichen, um glücklich zu sein: Das liebenswürdigste Gefährt weit und breit, namens Karl-Heinz, ein wieder funktionierendes Autoradio, welches Queen spielt, ein wunderschöner Sonnenuntergang, den man von der Seite anlächeln kann, während man vor lauter Glück einfach mal auf Geschwindigkeitsbegrenzungen pfeift. Hinzu kam noch das beglückende Gefühl, Mathe einerseits verstanden zu haben und andererseits das Wissen scheinbar erfolgreich weitergegeben zu haben, und damit auch noch andere glücklich oder zumindest zufrieden gemacht zu haben. Ich will keinen Tiefpunkt. Vielleicht kann man ja die Ableitung vom momentanen Zustandsgraphen bilden und dann folgt wieder ein Hochpunkt?! Mäh! Nur 10 Punkte! Mehr brauch ich nicht, um glücklich zu sein...

Donnerstag, März 08, 2007

Angel-A

Am Montag hatte das monatelange Warten endlich ein Ende, denn ich habe die wunderschöne Geschichte von André, dem es anfangs an Liebe und Vertrauen fehlt, und Angela, dem gefallenen Engel, käuflich erworben.

"Es ist schwer sich selbst zu lieben,
wenn man nicht widergeliebt wird."

Paris ist schön. Schwarz-Weiß ist schön. Der Film ist schön et la Chanson aussi. Wenn Herr der Ringe in mir keine besonderen Emotionen hervorruft, wird Neuseeland durch Paris ersetzt.

Sonntag, März 04, 2007

Einfach mal spontan sein...

Zweifel sein lassen, die Vernunft ruhen lassen. Einfach mal an sich denken. Das habe ich dieses Wochenende gemacht. Man machte mir Angebote, die ich unmöglich ausschlagen konnte, denn ich musste einfach raus, unter Leute. Bloß nicht allein sein. So fragte mich Steff Freitag abend, ob ich Lust hätte mit ihr und Katrin zum Maschsee zu fahren. Vernunft sagte "Nein, denn du musst morgen arbeiten." Ich sagte "Ja, aber nicht so lange." Gegen Acht wurde ich dann abgeholt. Bevor die Fahrt losging, teilte ich Steff mit "Heute ist mir aber nicht so nach Baumbegegnung." Denn man weiß ja nie, was sie vorhat, wenn sie unbedingt darauf besteht mit dem Auto statt mit der Bahn in die Stadt zu fahren. Zwischenstop bei Mäcce, Frappé beim lahmarschigen Kellner geholt [Wir warteten bestimmt 'ne halbe Stunde], weitergefahren. Auf Anhieb Parkplatz direkt am See gefunden und schon konnte der "Verdauungsspaziergang" beginnen. Die imaginäre Treppe hinunter direkt in den Schlamm, wieder hoch, durch den tiefsten Wald, der Scharfschütze dicht auf unseren Fersen. Die Vögel flüchteten vor uns aus ihren Nestern, (Horror-)Filmreif. Die Sterne waren blau, blinkten, bewegten sich aber nicht, Flugzeuge, die keine waren, kreisten am Himmel entlang. Ja war schon lustig. Und diesmal habe ich mich, soweit ich mich erinnere, nicht einmal wirklich erschreckt, sondern täuschte es nur einmal vor als ich unsere Schatten sah, die uns auf Schritt und Tritt verfolgten! Schlimm war Katrin. Sobald sie das Stadion erblickte, verfiel sie in Babysprache ["mimimimi"] und gestikulierte wild mit den Armen als wolle sie sagen "Haben Haben Haben". Als sie sich dann wieder ein wenig beruhigt hatte, wollte sie auch noch tatsächlich die Weltherrschaft an sich reißen. Schlimm! Auf dem Rückweg ging es dann zweimal mit mindestens 170 Sachen [Man wird ja wohl noch ein bisschen übertreiben dürfen] durch die Straße durch, die sicher auch den Zweitnamen "30er Zone" trägt. Klar, wenn wir keine Lust auf Baumbegegnung haben, suchen wir uns halt Autos, Häuser... der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Warum nicht. Zwischenstop erneut bei Mäcce. Diesmal McDrive ["Zum Mitnehmen?"]. Wirklich schöner Abend. Darf gerne wiederholt werden.
Samstag, nach der Arbeit, kam dann meine Cousine mit ihrem Freund zum Kaffee & Kuchen, um die Umzugskartons, die sie sich ausgeliehen hatte, zurückzubringen. Schließlich wurde ich gefragt, was ich denn heute abend vorhätte. "Bisher noch nichts." Und schon wurde mir der Vorschlag gemacht mit nach Hannover zu kommen, um was Leckeres zu kochen und anschließend noch was zu unternehmen. Vernunft: "Eigentlich solltest du was für die Schule machen." Ich: "Ja, gerne. Aber ich fahr dann abends wieder, weil ich morgen Lernen muss." Frei nach dem Motto "Was du heute kannst besorgen, dass verschiebe ruhig auf morgen!!!" Also ging es in die List, zunächst tranken wir gemütlich Tee und dann verschwanden Franzi und ich in die Küche, um Schnitzel, Erben-Möhren-Gemüse und Kartoffel zuzubereiten. Oma-Essen eben! War sooooooo lecker!!! Danach wäre ich am liebsten auf der Couch eingeschlafen, aber nix da: Auf ging's zu Mr. Q! Nach 'ner Stunde an der Bar hocken, fand sich schließlich auch ein Tisch für uns drei und man konnte perfekt die Leute beobachten. Wobei ich es sehr viel interessanter fand meine Tischnachbarn zu beobachten wie sie andere beobachteten. Wie die Blicke wanderten, sich die Mimik veränderte. War schon lustig. Aber natürlich beobachtete ich auch andere. Zum Beispiel die Leute, die aus dem Kino kamen und sich als allererstes eine Zigarette anzündeten. Traf tatsächlich auf die Mehrheit zu. Des Weiteren hatte ich die Türken (?) am Tisch gegenüber in mein Visier genommen, kritisierte ihr Verhalten gegenüber anderen Gästen stark, was mir ein lobendes "Du läufst mit offenen Augen durch die Welt" seitens Mark einbrachte. Aber ob das nun ein Lob ist, dass man alles nur negativ sieht, nur an das Schlechte im Menschen glaubt...
Zum Schluss noch Auszüge aus einer Unterhaltung mit einer sehr sehr netten Stammkundin (Tankstelle), die mich (in)direkt zu Spontanität aufforderte. Sie fragte mich, was ich nach dem Abi vorhätte. Vollkommen beeindruckt nahm sie die Nachricht auf, dass ich einen Ausbildungsplatz bei Siemens erhalten habe. Als ich ihr mitteilte, dass der Beginn erst am 01. September sei, meinte sie sehr überzeugend: "Und vorher Urlaub? [...] Bloß weg! Bloß weg aus Deutschland! Die Zeit hast du nie wieder! [...] Bloß weg! Du ärgerst dich sonst nur hinterher!" Sie hat so recht! Sie hat gesagt, was ich mir die ganze Zeit denke. Aber ich bin schon wieder so weit weg von Neuseeland. Ich spiele mit dem Gedanken in Deutschland (Ahlbeck/Potsdam/Leipzig/Chemnitz/Magdeburg/...) und Europa (Amsterdam/Paris/Prag/...) meine freie Zeit zu verbringen. Doch all diese "Träume" könnte ich auch nach und nach während der Ausbildung mal eben auf einem Wochenendtrip erfüllen. Für Neuseeland bräuchte ich genau die Zeit, die ich jetzt und danach nicht so schnell wieder habe. Aber es ist so teuer, so weit, so ungewiss. Will ich wirklich dort hin? Oder will ich einfach nur weg? Weit weg?
Je ne sais pas. Auf der Heimfahrt habe ich übrigens Charlies letzten Brief gelesen. Spürte schon wieder wie die Tränen in mir hochkamen, aber auch dieses Mal war ich in der S-Bahn, was mich am Losheulen hinderte. The perks of being a wallflower... unbeschreiblich berührend. "But even if we don't have the power to choose where we come from, we can still choose where we go from there. We can still do things. And we can try to feel okay about them." Wie passend. Wenn man das beste Zitat raussuchen wollte, müsste man das ganze Buch zitieren. Steckt voller kleiner "Schätze"...

Donnerstag, März 01, 2007

Schulbanker 2005

Als ich heute in die Schule kam, kam mir Rödi entgegen. Dachte erst, er wolle mir irgendwas wegen der Klausur sagen, aber nein!!! Er berichtete mir, dass sechs Jungs aus der 12. zum Schulbanker-Finale nach Potsdam eingeladen worden. Danach bin ich gleich zu Katrin gerannt, hab mich wie ein kleines Kind gefreut, aber sie schien das jetzt nicht so zu begeistern. Das Gleiche erlebte ich mit Imke. So nach dem Motto: "Aha... schön... und?"
Nachdem ich mich ein klein wenig beruhigt hatte, begann ich mich zu erinnern und fing wieder an aus dem Nichts heraus zu grinsen.
Am 17. März ging es los. Ein Donnerstag, an dem ich eigentlich hätte WuN schreiben müssen, aber es gibt Wichtigeres. Gegen Mittag kamen wir dann auf dem Bahnhof (war es wirklich ein Bahnhof?) Pirschheide an, und warteten mit noch zwei, drei anderen Gruppen auf den Shuttlebus. Schnell stellten wir fest, dass wir die nächsten Tage mit sehr merkwürigen Leuten zu tun haben würden. So zum Beispiel, Typen, die tatsächlich einen Kleidersack für ihren Anzug mitschleppen. Irgendwann erreichten wir das Hotel, wurden empfangen, bekamen Namensschilder und die T-shirts, die unsere Mitschüler schon Wochen zuvor erhalten hatten. Nach dem Einchecken, bezogen wir erst einmal unsere Zimmer. Ich mit Katrin, Imke mit Christina. Danach hatten wir, glaube ich, noch ewig Zeit, guckten uns um, bestaunten alles und erlebten das erste Highlight - für mich zumindest: Das Mittagsbüffet! Keine Ahnung, was es alles gab, aber ich war begeistert. Dasselbe galt in den nächsten Tagen auch für das Frühstück und Abendessen. Nachmittags wurden wir dann begrüßt, es folgte eine Einführung und schließlich die erste Entscheidungsrunde. Abends "Come Together", wo wir Brainstorming über unser tolles Niedersachsen machen durften. Das war's für den Donnerstag.
Freitag morgen zweite Entscheidungsrunde, Commerzbank, Mittagessen. Ob nun Donnerstag abend oder Freitag mittag - keine Ahnung, jedenfalls saßen wir irgendwann zum Essen mit dem "Wuschel" und so'nem sympatischen Sachsen zusammen. Diese gemischten Tische waren eigentlich gar nicht so schlecht, habe zumindest Interessantes über die Art und Weise, wie andere Schulen ihren Abi-Gag gestalten, erfahren. Dritte Entscheidungsrunde. Irgendwann durften wir dann auch das Telefon nutzen, was aber zu keinen Geschäften führte, sondern eher auf eine Diskussion mit der Hukka-Bank hinauslief, ob Rharbarber nun ein Gemüse sei, oder nicht. Später erwartete uns eine "neue Herausforderung". Ich glaube, da mussten wir ein Werbeplakat sowie einen Werbespot in knapp 2 Stunden zurecht schneidern. Hatte sich sogar gelohnt: 2 Millionen €uro (oder so) für Werbezwecke! Da haben die Bayern aber geguckt! Ach ja, die Bayern. 4 Jungs, die eine Finalisten-Gruppe aus vier Mädchen bestehend einfach nur lächerlich fanden und dies bei jeder Gelegenheit raushängen lassen mussten. Nach dem Abendessen saßen wir dann mit den Gräfenhainichern zusammen, "Wuschel" kam auch noch dazu. Von Konkurrenzkampf war nichts zu spüren, stattdessen machten wir uns über die Leute lustig, die das ganze "Spiel" als todernst empfanden.
Samstag vierte Entscheidungsrunde. Wir wussten zu dem Zeitpunkt übrigens nicht wie es um uns stand. In der Vorrunde hatten wir immer einen Überblick über alle Banken, aber im Finale blieb die Bilanz und das ganze Zeug der anderen Banken bis zum Schluss geheim. Das führte natürlich dazu, dass es einige Leute gab, die sich ganz beiläufig nach unseren Zahlen erkundigten. Das nächste Überaschungsspiel bestand daran ein möglichst hohes Haus (oder vielmehr Turm) aus Papier zu bauen, das mindestens eine Minute stehen bleiben musste. Während unserer fleißigen Arbeit wurden wir von keinem Geringerem als Rödi gestört, der inzwischen auch eingecheckt hatte. Dort schnitten wir übrigens nicht so gut ab. 1,47 Meter? Kann das sein? Zu viel oder? 0,47 Meter? Jedenfalls kam mir unser "Ding" ziemlich wackelig und klein vor. Um uns vom ganzen Stress zu erholen, machten wir dann einen Spaziergang. Irgendwann hörten Imke und ich hinter uns mehrmaliges Pfeifen, doch das interessierte uns gar nicht, und wir wanderten munter weiter und weiter und weiter, während Katrin und Christina längst den Heimweg angetreten hatten. Wir dagegen hätten am liebsten den See umkreist, aber irgendwann rückte das Abendessen näher und zwang uns umzudrehen.
Am Abend war dann "Party" angesagt. Der große Blonde tanzte unentwegt mit der großen Blonden bis er sich schließlich auf 'ner Bank niederließ, wo er so schnell auch nicht wieder von hoch kam. Tja, leider gab es Leute, die die Gelegenheit nutzten sich übelst zu besaufen, uns was von Napoleon zu erzählen, oder uns schon wieder nach unseren Zahlen auszufragen. Sogar die Bayern schienen plötzlich nett zu sein, aber ich ließ mich nicht beirren, und machte mich mit Imke & Adrian über deren schleimerischen Kommunikationsversuche lustig. Als wir dann genug von "Napoleon" & Co hatten, verzogen wir uns zu dem großen runden Tisch. Aber irgendwie wurden wir verfolgt. Irgendwann hauten die meisten dann eh ab, aber ich glaube "Napoleon" und andere komische verweilten noch da, wüsste jedenfalls nicht, warum ich sonst dann plötzlich mit "Wuschel", Adrian, Robby & Mitschüler an einem anderen Tisch saß. Irgendwann erreichte die Müdigkeit aber seinen Höhepunkt und zum großen Finale musste man ja ausgeschlafen sein.
Ich glaub, ich stellte mir um 6 Uhr den Wecker, um den Sonnenaufgang zu fotografieren, Katrin war dann auch schon halbwach und meinte "Ich hab da so ein Gefühl..."! Und Katrins Gefühl betrügt sie nicht - wie wir später erfuhren! Erstmal wurden die Sachen gepackt, gefrühstückt, ausgecheckt. Vorher stattete ich Rödi noch einen Besuch ab, der auch auf unserer Etage nächtigte und vermachte ihm alle unsere Unterlagen. Seiner Stimme nach zu urteilen, hatte er den Abend zuvor wohl ein paar Rotweinfläschchen zu viel weggepichelt. Unser Rödi - wie er leibt und lebt. Busfahrt durch Potsdam. Hm... war die lustig!? Also ich glaube, Katrin und ich hatten Spaß, aber bin mir nicht sicher, denn eigentlich waren alle ziemlich müde und ausgelaugt.
Preisverleihung in Berlin ("Kultur im Spannwerk"). Begrüßung der Eltern, außer meiner, und irgendwann ging es dann los. Was soll ich weiter drum herum reden. Auf einmal sah Katrin aus dem Augenwinkel einen aufspringenden, jubelnden Rödi! Grund: Die Mädels hatten es den Bayern gezeigt! Rödi war soooooo stolz. Natürlich haben wir uns auch gefreut, auch wenn wir es kaum glauben konnten, aber wenn ich die Bilder sehe, ist es doch Rödi, dem man die Begeisterung am ehesten ansehen kann.
Alles in allem war es eine interessante Erfahrung und wir hatten sehr viel Spaß, auch wenn ich das hier nur andeuten konnte, da ich mich an Details dann doch nicht mehr erinnern kann. Die 12er Jungs sind echt zu beneiden. Und nicht nur wegen den vier einzigartigen Tagen, die sie erleben werden, sondern weil sie Rödi noch ein Jahr länger ertragen dürfen! Er ist so toll. Auch wenn ich nicht die gewünschten Punkte bei ihm erziele, ist er doch der sympatischste, knuffigste Lehrer überhaupt!

Mittwoch, Februar 28, 2007

When I was young it seemed that life was so wonderful

Zur Zeit ist es echt schlimm mit alten Erinnerungen. Wenn ich im März nichts Spannendes erlebe, werde ich den Blog im nächsten Monat mit Erinnerungen noch und nöcher füllen. Nachdem ich bereits sehr detailliert von David berichtet habe, wurden durch das gestrige Ereignis zig schöne Erinnerungen an die Freundschaft mit Danny, Tobbi, Franzi und Juli wiederbelebt. Unvorstellbar, dass das schon wieder 3 Jahre her sein soll. Ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass alles 2005 begann und endete, aber nein es hielt tatsächlich länger. Im Januar 2004 (oder vielleicht sogar schon Herbst/Winter 2003) fing es an als Franzi und ich zum Mittwochs-Volleyball gingen. Neben den überwiegend 40 bis 60- Jährigen spielte dort auch Danny. Die beiden freundeten sich an, ich wechselte zum Montagsvolleyball, wo Danny aber auch des Öfteren auftrat (H-W-freie-Zone). Keine Ahnung, wann ich dann auch so dicke mit ihr wurde. Beim Osterfeuer in Magdeburg ging es dann jedenfalls richtig los, würde ich sagen. Dararia war total hacke und kotzte vor Meyers Treppe ihren Matze voll, Franzi verschwand mit wem anders und Danny kippte mir Meyers exklusiven Wodka ins Bier - natürlich habe ich alles brav ausgetrunken und wir hatten sehr sehr viel Spaß!
Zurück in Mellendorf lernten wir dann Tobbi kennen - oder war es vor Ostern!? - Danny, Franzi und ich saßen auf Franzis Balkon und warteten auf Tobbi und Marcial, die die beiden Mädels mit zur Bundeswehr-LAN-Party nehmen wollten - ich war noch zu jung...
Das nächste Ereignis war dann meine erste Schlagerparty! Wir fuhren mit dem Rad zu dem Sohn von Dr. M.-S.! Erst wollte ich da gar nicht rein, denn schließlich bin ich immer noch fest davon überzeugt, dass meine Shelly wegen seinem Vater sterben musste - womit wir schon wieder bei einer anderen schönen Erinnerung wären... wie auch immer. Wir saßen dann alle bei H. im Zimmer, warteten auf die anderen und die "Großen" rauchten Shisha. Die anderen kamen auch schon bald. Klippi zum Beispiel. Als er sich vorstellte, meinte ich dann zu ihm irgendsowas in der Art wie "Wir kennen uns doch schon.", denn ich hatte ihn bereits ein Jahr zuvor beim Bissendorfer Schützenfest kennengelernt. Dort interessierte er sich allerdings nur für Katrin und auch an diesem Abend hatte er nur Augen für das Rehlein neben mir. Die Jungs, die später kamen hatten sich bereits die Stempel von der Party besorgt, sodass sie sie uns jetzt auf den Handrücken nachmalten, damit wir keinen Eintritt bezahlen müssten. Dann ging es auch schon los mit den Rädern von Mellendorf nach Brelingen, die gefälschten Stempel bemerkte niemand, meinen Ausweis wollte damals auch keiner haben, hatte ja auch genügend Aufsichtspersonen bei mir, hinter denen ich mich stets versteckte. Nachdem Danny doch sehr angetrunken war und zu allem übel noch ein Bier über ihre Klamotten geschüttet bekam, machte sie sich allein auf den Heimweg und wider Erwarten fuhr sie diesmal in keinen Graben. Franzi und ich machten uns dann auch bald los und erlebten eine lustige, nicht geradlinige Heimfahrt.
Am nächsten Tag war Beachen angesagt. Mir fiel auf, dass Danny und Tobbi ganz anders miteinander umgingen, bis man mich dann aufklärte: Die beiden waren nun zusammen! Wunderte mich erst, da er ja gar nicht mit zur Schlagerparty gekommen war, aber das lag nur daran, weil Danny nicht wollte, dass er sie betrunken sieht. Einleuchtend...
Irgendwann stand dann die Scheunenfete an. An diesem Abend lernte ich nun Juli näher kennen und nutzte die Gelegenheit, sie nach David auszufragen. Wir fuhren auf irgendeiner sehr dunklen Nebenstraße als wir plötzlich zwei Hasen sahen. Wir hielten an und schon begann die große "Fang-Aktion". Es war offensichtlich, dass es sich um keine Feldhasen oder so handelte. Vermutlich waren die beiden entlaufen. Aber sie waren so verdammt scheu. Wir waren zu fünft, versuchten die beiden einzukreisen, aber sie schafften es immer wieder uns zu erwischen. Irgendwann hatten wir sie dann doch beide, setzten Sie in den Kofferraum - oder hielten wir sie im Arm!? - und fuhren zu der Praxis von Dr. M.-S.! Die Tusse im Bademantel war aber total genervt, weil wir sie wohl geweckt hatten, faselte was von Tierheim, Polizei, oder so. Also fuhren wir zur Polizei. Das muss man sich echt mal vorstellen wie wir da vor den Beamten mit unseren zwei Hasen im Arm standen. Will nicht wissen was die von uns gedacht haben, müssen uns doch für vollkommen vekloppt gehalten haben. Dennoch machten sie ihrem Namen ("Freund und Helfer") alle Ehre und öffneten die Zelle, in der wir unsere Pärchen dann hinterließen. Mein erstes (!) und hoffentlich letztes Mal in einer echten Zelle! Total aufregend!!! Völlig aus dem Häuschen fuhren wir dann doch noch zur Scheunenfete, die aber ziemlich scheiße war, zumal Danny Rückenschmerzen bekam.
In den folgenden Wochen verbrachte ich die großen Pausen oft mit Danny, Juli, und ab und zu auch ihrer kleinen Schwester draußen auf der Bank. Es war so toll, wir hatten uns immer so viel zu erzählen und so. Aber in diesem Jahr machte Danny dann auch ihren Abschluss und so zerbröckelte langsam die schöne Zeit. Langsam aber nur, denn ein paar Highlights gab es noch. Zum Beispiel trafen wir uns im Sommer im ICE HOUSE zum Pizza-Essen und gingen danach zu Danny ins Gartenhaus. War so schön, dass ich mich spontan gleich dazu entschied bei ihr zu übernachten, weil ich gar nicht mehr nach Hause mochte.
Zu Julis Party Mitte August kann ich nicht all zu viel sagen, da ab einem gewissen Alkoholpegal tatsächlich meine Erinnerung ausgelöscht wurde, aber während wir noch ein klein wenig nüchtern waren, saßen wir auf der Treppe und sangen ununterbrochen "Viva Colonia" und Franzi und ich erfuhren endlich, dass nach dem "Wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust" "Wir glauben an den lieben Gott und ham noch immer Durst" gegröhlt wird, sodass wir in Zukunft auf unsere "nananana"-Einlage verzichten konnten. Oh scheiße war der Abend peinlich, mag gar nicht mehr dran denken!!! Das einzig Gute an dem Abend war, dass Juli mit ihrem "Pumuckl" (Namen hab ich verdrängt) zusammen gekommen ist. Das Schlechte: In Wahrheit fand er viel mehr Gefallen an dem jüngerem Exemplar. Wie soll man da eigentlich noch irgendwem vertrauen können?
An meinem 16. Geburtstag lud ich Franzi, Juli, Tobbi und Danny dann zu mir ein, um reinzufeiern. War erst noch fraglich, ob alle kommen, da Juli Stress mit ihren Eltern bzgl. des (Nicht-)Kiffens hatte. Aber dann waren doch alle da, ich bekam mein "Bruder Jakob"-singendes Schaf und noch gaaaaaaanz viel mehr. Es war wirklich schön. Ich glaube das war der letzte Abend an dem wir so zusammen kamen. Denn Danny und Juli zofften sich sehr bald, was sich aber soweit ich weiß auch wieder ein klein wenig einrenkte, bei mir und Franzi kriselte es ebenfalls. In der Zwischenzeit waren Danny und Tobbi zusammengezogen, hatten sich einen Hund gekauft und waren schließlich in eine noch größere Wohnung gezogen. Dort besuchte ich sie auch einmal in den Herbstferien spontan nachdem wir uns schon eine sehr lange Zeit nicht mehr gesehen hatten. Es folgte wieder eine lange Pause. Wiedersehen auf der nächsten Schlagerparty, die aber scheiße war, da es so oberflächlich war, so entfremdet, weiß auch nich. Sausalitos an Franzis Geburtstag. Wieder Pause. Weihnachten gab ich mir dann einen Ruck, schrieb eine Karte an die beiden, die ich persönlich noch vor der 0./1. Stunde in den Briefkasten einwarf. Das war am letzten Schultag vor Weihnachten. Am selben Abend war die erste Vorabiparty... und da erfuhr ich dann von Juli, dass zwischen den beiden seit Wochen Schluss ist. Und dass nur noch sie dort wohnt. Toll! Dann habe ich also der Schlampe die herzlichen Grüßen geschickt, die sie gar nicht verdient hat. Persönlich bedankt hat sie sich auch noch nicht mal. Stattdessen wagt die es doch tatsächlich noch bei uns im Garten aufzutauchen, sogar mein Zimmer betreten. Aber gut, dass ich in solchen Situationen ganz gut die kalte Schulter zeigen kann.
Musste heute lächeln geradezu grinsen als auf dem Schulweg all diese Erinnerungen aufkamen. Es war so eine tolle Zeit, die endete als es am Schönsten war. Und man kann nicht vergessen. Warum auch! Erinnerungen kann man nun mal nicht auslöschen und solch' schöne Erlebnisse möchte ich auch gar nicht vergessen!

Dienstag, Februar 27, 2007

Vergessene Freunde

Nachdem ich eine Person vor 5 Monaten in Form von Handynummer/SMS/ICQ-Nr-Löschen versucht habe aus meinem Gedächtnis zu verbannen - was mir natürlich nicht gelungen ist - blinkte gerade mein ICQ. Ich konnte meinen Augen gar nicht trauen. In dem Moment kam es mir tatsächlich so vor als wäre es mir gelungen die Person zu vergessen, obwohl ich erst letzte Woche an sie gedacht hatte. Das erste, was ich natürlich erstmal tue, ist ein vorwurfsvolles "Nein! DU lebst noch!?" zu tippen. Keine Reaktion. "Hallo ...", brachte mehr Erfolg, führte aber dennoch dazu, dass ich auf die nie beantwortete SMS zu sprechen kann. Kann ja solche Ausreden wie "Prüfungen, PC war kaputt" nicht durchgehen lassen. Einsicht und das Versprechen sich zu Bessern konnte zumindest erreichen, dass ich mich nicht sofort wieder abwende. Bin gespannt wie es weitergeht und ob das im letzten Jahr geplante Wiedersehen doch noch zustande kommt.
Irgendwie kann ich mich grad gar nicht so recht über die Wieder-Kontaktaufnahme freuen. Möglicherweise, weil ich so enttäuscht war, dass er sich nicht mehr gemeldet hat, oder weil ich nicht glaube, dass er sich tatsächlich wieder (öfter) meldet. Menno, wir hatten damals - 2004 (!) - zu fünft sooooo viel Spaß. Und plötzlich haben sich die Wege getrennt. Und rückgängig zu machen ist es auch nicht mehr, denn in dieser Konstellation werden wir wohl nie wieder zusammenkommen. Dafür ist viel zu viel passiert.

Nachtrag: Ich mach jetzt keine Freudensprünge, aber das liegt sicher nur daran, dass ich es nicht recht glauben kann. Nachdem ich das letzte Mal gefragt habe, hat er mich nun gefragt. Nach kurzem Zögern habe ich "Ja" gesagt. Jetzt muss nur noch das "Wann" geklärt werden :) Ich bin einfach nicht nachtragend genug - zum Glück!?

Sonntag, Februar 25, 2007

Kafkas "Brief an den Vater"

"Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann ein Buch?"
(Franz Kafka: Brief an Oskar Pollak vom 27. Januar 1904)

Er hat es jedenfalls geschafft mir einen Faustschlag zu verpassen.
Unbeschreiblich. Empfehlenswert. Bloggenswert. Zitierwürdig.

"Du bist durchaus im Irrtum, wenn du glaubst, für die anderen Menschen tue ich aus Liebe und Treue alles, für Dich und die Familie aus Kälte und Verrat nichts."
(Franz Kafka: Brief an den Vater, 1919)

Wir halten zusammen, keiner kämpft allein...

... wir gehen zusammen, nicht allein!
Rischtisch. Und so fanden sich Steff und ich nach einem "kurzen" Spaziergang im Fire ein. Ohne zu wissen, dass heute der Fire Award verliehen wurde und die "Diva" aus Berlin anwesend war. Oben ein Plätzchen zu finden war nicht schwer, denn hauptsächlich spielte sich außnahmsweise alles unten ab. Also machten wir es uns auf einem gemütlichen Bänkchen bequem, um die Leute zu beobachten. Scheinbar das Treffen von mindestens drei Generationen. Diesmal lief wirklich alles rum. Vom spießigen Ehepaar, dass es als eine Unverschämtheit empfindet, € 4,80 für eine Flasche Wasser zu verlangen - entschuldigung, aber das weiß man doch bevor man es sich bestellt, oder!? - der Möchtegern-Diva, die sich ständig die Speisekarte ins Gesicht wedeln muss und bevor sie die Treppe hinunter geht noch kurz innehalten muss, um sicher zu gehen, dass sie die paar Stufen wirklich bewältigen kann, und zu guter letzt Robert...
Robert stand vor dem Fire und man wusste nicht recht, ob er seine Begleitung liebte oder ob sie sich gleich prügeln würden. Vermutlich wollte der eine gerne das Fire betreten, der andere dies aber dringends meiden. Ersterer gewann. Ein Platz war schnell gefunden. Direkt neben uns. Aber dabei blieb es nicht. Kaum saß er zwei Sekunden, entdeckte er auch schon den freien Stuhl an unserem Tisch, und fand sich schneller als es uns lieb war auf diesem wieder.
"Sagt mal, was ist das denn hier für ein Laden?" Und weiteres, was man kaum verstehen konnte, weil er so dicht war. Im Gegensatz zu seiner Begleitung "Man, wir wollten ein Bier trinken. Setz dich wieder auf deinen Platz." Sehr freundlich, außer das "Kannst dich ja in 10 Minuten noch einmal hinsetzen." Robert setzte die Unterhaltung von seinem alten Platz aus fort: "Erzählt doch mal was von euch. [...] Okay, dann fange ich an. Ich bin Robert und bin 35. Das ist mein Bruder Alexander, 33." Plötzlich saß er uns doch wieder gegenüber, war 34 Jahre alt und war mit seinem Freund, 32 Jahre alt im Fire. "Also die meisten Frauen in eurem Alter schätzen mich viel zu alt ein. [...] Was meint ihr? Wie alt bin ich?" Steff: "34." Robert war fix und alle, unglaublich, wie Steff darauf gekommen war. Ich setzte noch einen drauf: "Lass mich raten. Du heißt bestimmt Robert!" Mann, war der Typ hacke. Zum Glück kam bald die Polizei mit vier Wagen vor das Fire gefahren. Allerdings um ins "Altstadt-Steff" zu gehen und irgendwelchen Typen Handschellen umzulegen... Wie auch immer. Wir bestellten die Rechnung - eigentlich wollten wir noch etwas trinken, aber in dem Moment als Robert das Lokal betrat, hatte sich das erledigt, auch wenn er uns hätte womöglich eingeladen. Aber das konnten wir ja nicht annehmen! Zum Glück. Denn der bat Steff doch tatsächlich sich nur mit mir unterhalten zu dürfen... Sein Freund oder Bruder war toll. Steff fand ihn spießig, aber er war halt einfach nüchtern, Robert war ihm peinlich - verständlich - und gleichzeitig machte er sich mit uns über ihn lustig, zumindest habe ich sein leicht schüchternes Lächeln so gedeutet. Irgendwie niedlich. Mehr aber auch nicht. Irgendwie Milchbubi - oder halt Spießer ;)
Apropos Spießer. Ich vermute, dass ich einen Bänker angetroffen habe. Bin mir nicht sicher, aber er sah dem einem doch sehr ähnlich! Werde mal meine Mama bitten den Herrn am Montag drauf anzusprechen, wo er sich denn am Samstag abend aufgehalten hat. Egal, nicht so wichtig. Fire war heute schon toll. Die Leute, die "nette" Bedienung, Jannis, tolle Musik - habe immer noch einen "Was wollen wir trinken"-Ohrwurm. Mit mehr Leuten hätte es sicher noch mehr Spaß gemacht, aber so war es auch schon gut, da wir wie die Hühner auf der Stange sitzen und gut Leute beobachten konnten. Steff fand aber auch noch eine weitere Lieblingsbeschäftigung - na wenn es ihr Spaß macht, den Käse durch die Gegend zu werfen... Warum auch nicht.
Wirklich ein schöner Abend. Lustig auf der einen Seite. Zum Verzweifeln auf der anderen. Anschließend drehten wir noch eine Runde: Je häufiger ich durch Hannover spaziere, desto besser gefällt es mir dort - von den Pennern, die mit offenem Schlafsack schlafwandeln und denen, die noch um fünf vor 12 Uhr nachts, um Kleingeld betteln, oder irgendwas von halben Autos faseln, abgesehen. Aber daran kann man sich sicher auch gewöhnen - nimmt man halt immer reichlich Kleingeld mit, sofern man es nicht bei dem "netten" Burger-King-Toilettenmann lassen muss, der einen nötigt, sein Bier draußen stehen zu lassen. Ach ja, Menschen gibt's. Gut, dass wir "normal" sind! :D

Dienstag, Februar 20, 2007

Fortschritte

Werde ich geärgert oder kommt mir jemand zu nahe, neige ich ja so ziemlich immer dazu, zurück zu schlagen/zu blocken. Dennoch wagt es jemand immer wieder, hat sich über die schmerzhaften Schläge beschwert und meinte, ich dürfe nicht mehr zurückschlagen, denn wenn ich mal einen Freund habe, kann ich das bei dem ja auch nicht machen. Habe dann eine Weile versucht das Schlagen zu unterlassen, aber irgendwann konnte ich einfach nicht anders als wenigstens auf den Fuß des Gegenübers zu treten, weil ich diese Nähe einfach nicht aushalte. Gestern fragte man mich dann folgendes: "Das soll jetzt keine Anmache sein, aber könntest du mich massieren? Mein Nacken tut so weh." Erst Stunden später wurde mir klar, dass meine spontane Reaktion ein wirklicher Fortschritt war. Kein Zögern, kein Rummähen, kein Blocken. Ich habe einfach einem guten Freund einen Gefallen getan. Bin stolz auf mich.

Montag, Februar 19, 2007

Weiß nich, was ich will...

Wenn Träume wahr werden
Vor einigen Nächten hatte ich einen Traum. Details fehlen mir, aber ich erinnere mich, dass meine Cousine wieder mit ihrem Ex zusammen war. Er hatte sich vor etwa zwei Wochen von ihr getrennt. Fand ich ziemlich schade, um es mal harmlos auszudrücken, vor allem weil der Grund für die Trennung nicht all zu schön war. Wie auch immer. Ich hatte also von den beiden oder nur von ihm geträumt. Und vorhin kommt meine Mutter ins Wohnzimmer und meint, dass die beiden angeblich wieder zusammen sind. Verfüge ich über hellseherische Fähigkeiten!? Wer weiß. Vielleicht stimmt es auch nicht. Kann jetzt auch nicht sagen, dass ich mich übermäßig gefreut habe. Als ich von der Trennung erfuhr, hat es mich schon ein wenig getroffen - die Versöhnung wäre demzufolge ein Grund zur Freude. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine Beziehung wieder funktionieren kann, wenn man dem Partner kaum noch vertrauen kann. Genauso wenig wie ich mir vorstellen kann, dass nach sechs mal mehr mal weniger glücklichen gemeinsamen Jahren plötzlich alles vorbei sein kann...
Ich weiß einfach nicht, was ich denken soll...

Zerplatzte Träume
Gestern abend hatte ich ein sehr angenehmes Telefongespräch mit meiner Nummer Eins. Es hätte auf ein "Alle-Kinder-sind-doof-Eltern-aber-auch"-Gespräch hinauslaufen können. Aber wider Erwarten hörte ich zu - fast ohne seine Rede zu unterbrechen - nahm mir das Gesagte zu Herzen und konnte vermutlich meinen Gegenüber mit meiner Reaktion sehr überraschen. Auf jeden Fall aber beruhigen. Meine Eltern machen sich Sorgen was meine Neuseeland-Reise angeht, weil ich noch nie alleine in einem fremden Land unterwegs war und Neuseeland zudem so wahnsinnig weit weg ist. Ich konnte sie in der Hinsicht beruhigen, dass ich mich momentan von meiner Reiseplanung abgewendet habe, um mich auf das Abi zu konzentrieren. Vermutlich sollte man eine solche Reise langfristig planen, daher überlasse ich es dem Schicksal, ob nach den überstandenen Prüfungen "zufällig" noch ein Platz frei ist. [Schicksal und Zufall in einem Satz!? Geht das!? Passt aber zum nebenbei laufenden Film] Ich bin momentan nicht in der Lage irgendwas langfristig zu planen. Zur Zeit ist es wirklich schlimm. Sowohl Meinung als auch Stimmung ändern sich nicht nur von einen Tag auf den anderen, sondern gelegentlich von Stunde zu Stunde, Minute zu Minute. Es spricht soviel für Neuseeland, zum Beispiel, dass ich vorerst nie wieder so viel Zeit habe, aber auch einiges dagegen. Über Alternativen habe ich natürlich auch schon nachgedacht. Mit BahnCard/Interrail spontan quer durch Deutschland/Europa, zum Beispiel. Hauptsache nicht drei Monate gammeln.
Gestern also dieses Telefongespräch, das mich ein Stück weiter von meinem Traum entfernt hat. Und heute!? Eine E-Mail mit dem Betreff Neuseeland. Ein Zeichen!?
Ein weiterer Traum, der beginnt in die Ferne zu rücken: Die erste eigene Wohnung. Meine Mutter vermutet, dass ich in Hannover nichts bezahlbares finden werde und hat mir sogar angeboten, dass ich das Wohnzimmer bekommen könnte. Auch darüber, ob wir uns gemeinsam in Hannover eine Wohnung suchen, haben wir nachgedacht. Aber ehrlich gesagt, ist es nicht das, was ich will. Es ist wirklich seltsam. Andere sehnen sich nach den eigenen vier Wänden, weil sie es mit ihren Eltern nicht mehr aushalten. Aber trotz kleinerer Auseinandersetzungen in der Woche und allabendlichen vorwurfsvollen Sätzen wie "Geh nicht wieder so spät ins Bett", sehne ich mich gerade in diesen Situationen weniger danach auszuziehen. Wenn ich alleine bin -allein in dieser 3-Zimmerwohnung würde ich am liebsten sofort meine Sachen packen. Fragt mich nicht warum. Schwer zu erklären - Ist halt so. Wie Gerhard Feil schon in seiner achten Frage beschrieb: Man genießt es alleine zu sein, aber verzweifelt daran, allein sein zu müssen. Trifft vollkommen auf mich zu. Nichtsdestotrotz werde ich voraussichtlich kein Kindergeld mehr bekommen und daher stellt sich wirklich die Frage, ob ich mir diesen Traum tatsächlich finanziell erlauben kann. Aber möglich wäre es. Muss ja nicht unbedingt Südstadt sein. Linden Mitte wäre auch okay und sogar direkt neben der Calenberger Neustadt. Ach verdammt, ich weiß auch nich...