Mittwoch, Februar 28, 2007

When I was young it seemed that life was so wonderful

Zur Zeit ist es echt schlimm mit alten Erinnerungen. Wenn ich im März nichts Spannendes erlebe, werde ich den Blog im nächsten Monat mit Erinnerungen noch und nöcher füllen. Nachdem ich bereits sehr detailliert von David berichtet habe, wurden durch das gestrige Ereignis zig schöne Erinnerungen an die Freundschaft mit Danny, Tobbi, Franzi und Juli wiederbelebt. Unvorstellbar, dass das schon wieder 3 Jahre her sein soll. Ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass alles 2005 begann und endete, aber nein es hielt tatsächlich länger. Im Januar 2004 (oder vielleicht sogar schon Herbst/Winter 2003) fing es an als Franzi und ich zum Mittwochs-Volleyball gingen. Neben den überwiegend 40 bis 60- Jährigen spielte dort auch Danny. Die beiden freundeten sich an, ich wechselte zum Montagsvolleyball, wo Danny aber auch des Öfteren auftrat (H-W-freie-Zone). Keine Ahnung, wann ich dann auch so dicke mit ihr wurde. Beim Osterfeuer in Magdeburg ging es dann jedenfalls richtig los, würde ich sagen. Dararia war total hacke und kotzte vor Meyers Treppe ihren Matze voll, Franzi verschwand mit wem anders und Danny kippte mir Meyers exklusiven Wodka ins Bier - natürlich habe ich alles brav ausgetrunken und wir hatten sehr sehr viel Spaß!
Zurück in Mellendorf lernten wir dann Tobbi kennen - oder war es vor Ostern!? - Danny, Franzi und ich saßen auf Franzis Balkon und warteten auf Tobbi und Marcial, die die beiden Mädels mit zur Bundeswehr-LAN-Party nehmen wollten - ich war noch zu jung...
Das nächste Ereignis war dann meine erste Schlagerparty! Wir fuhren mit dem Rad zu dem Sohn von Dr. M.-S.! Erst wollte ich da gar nicht rein, denn schließlich bin ich immer noch fest davon überzeugt, dass meine Shelly wegen seinem Vater sterben musste - womit wir schon wieder bei einer anderen schönen Erinnerung wären... wie auch immer. Wir saßen dann alle bei H. im Zimmer, warteten auf die anderen und die "Großen" rauchten Shisha. Die anderen kamen auch schon bald. Klippi zum Beispiel. Als er sich vorstellte, meinte ich dann zu ihm irgendsowas in der Art wie "Wir kennen uns doch schon.", denn ich hatte ihn bereits ein Jahr zuvor beim Bissendorfer Schützenfest kennengelernt. Dort interessierte er sich allerdings nur für Katrin und auch an diesem Abend hatte er nur Augen für das Rehlein neben mir. Die Jungs, die später kamen hatten sich bereits die Stempel von der Party besorgt, sodass sie sie uns jetzt auf den Handrücken nachmalten, damit wir keinen Eintritt bezahlen müssten. Dann ging es auch schon los mit den Rädern von Mellendorf nach Brelingen, die gefälschten Stempel bemerkte niemand, meinen Ausweis wollte damals auch keiner haben, hatte ja auch genügend Aufsichtspersonen bei mir, hinter denen ich mich stets versteckte. Nachdem Danny doch sehr angetrunken war und zu allem übel noch ein Bier über ihre Klamotten geschüttet bekam, machte sie sich allein auf den Heimweg und wider Erwarten fuhr sie diesmal in keinen Graben. Franzi und ich machten uns dann auch bald los und erlebten eine lustige, nicht geradlinige Heimfahrt.
Am nächsten Tag war Beachen angesagt. Mir fiel auf, dass Danny und Tobbi ganz anders miteinander umgingen, bis man mich dann aufklärte: Die beiden waren nun zusammen! Wunderte mich erst, da er ja gar nicht mit zur Schlagerparty gekommen war, aber das lag nur daran, weil Danny nicht wollte, dass er sie betrunken sieht. Einleuchtend...
Irgendwann stand dann die Scheunenfete an. An diesem Abend lernte ich nun Juli näher kennen und nutzte die Gelegenheit, sie nach David auszufragen. Wir fuhren auf irgendeiner sehr dunklen Nebenstraße als wir plötzlich zwei Hasen sahen. Wir hielten an und schon begann die große "Fang-Aktion". Es war offensichtlich, dass es sich um keine Feldhasen oder so handelte. Vermutlich waren die beiden entlaufen. Aber sie waren so verdammt scheu. Wir waren zu fünft, versuchten die beiden einzukreisen, aber sie schafften es immer wieder uns zu erwischen. Irgendwann hatten wir sie dann doch beide, setzten Sie in den Kofferraum - oder hielten wir sie im Arm!? - und fuhren zu der Praxis von Dr. M.-S.! Die Tusse im Bademantel war aber total genervt, weil wir sie wohl geweckt hatten, faselte was von Tierheim, Polizei, oder so. Also fuhren wir zur Polizei. Das muss man sich echt mal vorstellen wie wir da vor den Beamten mit unseren zwei Hasen im Arm standen. Will nicht wissen was die von uns gedacht haben, müssen uns doch für vollkommen vekloppt gehalten haben. Dennoch machten sie ihrem Namen ("Freund und Helfer") alle Ehre und öffneten die Zelle, in der wir unsere Pärchen dann hinterließen. Mein erstes (!) und hoffentlich letztes Mal in einer echten Zelle! Total aufregend!!! Völlig aus dem Häuschen fuhren wir dann doch noch zur Scheunenfete, die aber ziemlich scheiße war, zumal Danny Rückenschmerzen bekam.
In den folgenden Wochen verbrachte ich die großen Pausen oft mit Danny, Juli, und ab und zu auch ihrer kleinen Schwester draußen auf der Bank. Es war so toll, wir hatten uns immer so viel zu erzählen und so. Aber in diesem Jahr machte Danny dann auch ihren Abschluss und so zerbröckelte langsam die schöne Zeit. Langsam aber nur, denn ein paar Highlights gab es noch. Zum Beispiel trafen wir uns im Sommer im ICE HOUSE zum Pizza-Essen und gingen danach zu Danny ins Gartenhaus. War so schön, dass ich mich spontan gleich dazu entschied bei ihr zu übernachten, weil ich gar nicht mehr nach Hause mochte.
Zu Julis Party Mitte August kann ich nicht all zu viel sagen, da ab einem gewissen Alkoholpegal tatsächlich meine Erinnerung ausgelöscht wurde, aber während wir noch ein klein wenig nüchtern waren, saßen wir auf der Treppe und sangen ununterbrochen "Viva Colonia" und Franzi und ich erfuhren endlich, dass nach dem "Wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust" "Wir glauben an den lieben Gott und ham noch immer Durst" gegröhlt wird, sodass wir in Zukunft auf unsere "nananana"-Einlage verzichten konnten. Oh scheiße war der Abend peinlich, mag gar nicht mehr dran denken!!! Das einzig Gute an dem Abend war, dass Juli mit ihrem "Pumuckl" (Namen hab ich verdrängt) zusammen gekommen ist. Das Schlechte: In Wahrheit fand er viel mehr Gefallen an dem jüngerem Exemplar. Wie soll man da eigentlich noch irgendwem vertrauen können?
An meinem 16. Geburtstag lud ich Franzi, Juli, Tobbi und Danny dann zu mir ein, um reinzufeiern. War erst noch fraglich, ob alle kommen, da Juli Stress mit ihren Eltern bzgl. des (Nicht-)Kiffens hatte. Aber dann waren doch alle da, ich bekam mein "Bruder Jakob"-singendes Schaf und noch gaaaaaaanz viel mehr. Es war wirklich schön. Ich glaube das war der letzte Abend an dem wir so zusammen kamen. Denn Danny und Juli zofften sich sehr bald, was sich aber soweit ich weiß auch wieder ein klein wenig einrenkte, bei mir und Franzi kriselte es ebenfalls. In der Zwischenzeit waren Danny und Tobbi zusammengezogen, hatten sich einen Hund gekauft und waren schließlich in eine noch größere Wohnung gezogen. Dort besuchte ich sie auch einmal in den Herbstferien spontan nachdem wir uns schon eine sehr lange Zeit nicht mehr gesehen hatten. Es folgte wieder eine lange Pause. Wiedersehen auf der nächsten Schlagerparty, die aber scheiße war, da es so oberflächlich war, so entfremdet, weiß auch nich. Sausalitos an Franzis Geburtstag. Wieder Pause. Weihnachten gab ich mir dann einen Ruck, schrieb eine Karte an die beiden, die ich persönlich noch vor der 0./1. Stunde in den Briefkasten einwarf. Das war am letzten Schultag vor Weihnachten. Am selben Abend war die erste Vorabiparty... und da erfuhr ich dann von Juli, dass zwischen den beiden seit Wochen Schluss ist. Und dass nur noch sie dort wohnt. Toll! Dann habe ich also der Schlampe die herzlichen Grüßen geschickt, die sie gar nicht verdient hat. Persönlich bedankt hat sie sich auch noch nicht mal. Stattdessen wagt die es doch tatsächlich noch bei uns im Garten aufzutauchen, sogar mein Zimmer betreten. Aber gut, dass ich in solchen Situationen ganz gut die kalte Schulter zeigen kann.
Musste heute lächeln geradezu grinsen als auf dem Schulweg all diese Erinnerungen aufkamen. Es war so eine tolle Zeit, die endete als es am Schönsten war. Und man kann nicht vergessen. Warum auch! Erinnerungen kann man nun mal nicht auslöschen und solch' schöne Erlebnisse möchte ich auch gar nicht vergessen!

2 Kommentare:

Robby hat gesagt…

Schön :)
Bis auf den letzten Satz... ;)

Und Schaf hat "Tags" *jubel*

Steff hat gesagt…

Oh oh, solch böse Worte über die Schl****?
Alles in Allem sehr schön geschrieben. Ach bla... Scheiße man.