Samstag, September 29, 2007

Ein "Affenbär" hat "keine Zeit zu bluten"

Es ist doch unglaublich, dass Olli Schulz' Texte immer genau auf die Situation passen. Rein zufällig lief vorhin "Affenbär", was ich sonst (so gut wie) nie höre:

Bleib bei mir, Affenbär.
Mit dir ist alles doppelt gut.
Denn wenn du bei mir bist.
Mit mir die Zeit vergisst.
Dann ist das ein Gefühl
als ob das Glück mich küsst.
[...] Das hab ich lang vermisst.
(Olli Schulz & Der Hund Marie - Affenbär)

Klingt eigentlich total schön. War [Ist?] es auch. Es fühlt sich gut an, aber nicht unbedingt richtig. Auch nicht wirklich falsch. Es ist so anders. Ich hatte bisher immer Angst, verletzt zu werden. Nun aber hab ich die Angst jemanden zu verletzen. Dabei mach ich (eigentlich) gar nichts... vielleicht liegt genau da der Fehler?!

Ich hab keine Zeit zu Bluten.
Ich hab keinen Platz für Wunden.
Während ihr die Schmerzen sucht,
hab ich Glück gefunden.
[...] Die Menschen werden älter.
Die Menschen werden kälter.
Retten sich dann irgendwie
in schlechter Poesie.
In Gedanken und Gefühlen
und von in den Wunden wühlen.
Auf der Suche nach dem Held,
der für sie tief fällt.
(Olli Schulz & Der Hund Marie - Keine Zeit zu Bluten)

Keine Kommentare: