Donnerstag, März 01, 2007

Schulbanker 2005

Als ich heute in die Schule kam, kam mir Rödi entgegen. Dachte erst, er wolle mir irgendwas wegen der Klausur sagen, aber nein!!! Er berichtete mir, dass sechs Jungs aus der 12. zum Schulbanker-Finale nach Potsdam eingeladen worden. Danach bin ich gleich zu Katrin gerannt, hab mich wie ein kleines Kind gefreut, aber sie schien das jetzt nicht so zu begeistern. Das Gleiche erlebte ich mit Imke. So nach dem Motto: "Aha... schön... und?"
Nachdem ich mich ein klein wenig beruhigt hatte, begann ich mich zu erinnern und fing wieder an aus dem Nichts heraus zu grinsen.
Am 17. März ging es los. Ein Donnerstag, an dem ich eigentlich hätte WuN schreiben müssen, aber es gibt Wichtigeres. Gegen Mittag kamen wir dann auf dem Bahnhof (war es wirklich ein Bahnhof?) Pirschheide an, und warteten mit noch zwei, drei anderen Gruppen auf den Shuttlebus. Schnell stellten wir fest, dass wir die nächsten Tage mit sehr merkwürigen Leuten zu tun haben würden. So zum Beispiel, Typen, die tatsächlich einen Kleidersack für ihren Anzug mitschleppen. Irgendwann erreichten wir das Hotel, wurden empfangen, bekamen Namensschilder und die T-shirts, die unsere Mitschüler schon Wochen zuvor erhalten hatten. Nach dem Einchecken, bezogen wir erst einmal unsere Zimmer. Ich mit Katrin, Imke mit Christina. Danach hatten wir, glaube ich, noch ewig Zeit, guckten uns um, bestaunten alles und erlebten das erste Highlight - für mich zumindest: Das Mittagsbüffet! Keine Ahnung, was es alles gab, aber ich war begeistert. Dasselbe galt in den nächsten Tagen auch für das Frühstück und Abendessen. Nachmittags wurden wir dann begrüßt, es folgte eine Einführung und schließlich die erste Entscheidungsrunde. Abends "Come Together", wo wir Brainstorming über unser tolles Niedersachsen machen durften. Das war's für den Donnerstag.
Freitag morgen zweite Entscheidungsrunde, Commerzbank, Mittagessen. Ob nun Donnerstag abend oder Freitag mittag - keine Ahnung, jedenfalls saßen wir irgendwann zum Essen mit dem "Wuschel" und so'nem sympatischen Sachsen zusammen. Diese gemischten Tische waren eigentlich gar nicht so schlecht, habe zumindest Interessantes über die Art und Weise, wie andere Schulen ihren Abi-Gag gestalten, erfahren. Dritte Entscheidungsrunde. Irgendwann durften wir dann auch das Telefon nutzen, was aber zu keinen Geschäften führte, sondern eher auf eine Diskussion mit der Hukka-Bank hinauslief, ob Rharbarber nun ein Gemüse sei, oder nicht. Später erwartete uns eine "neue Herausforderung". Ich glaube, da mussten wir ein Werbeplakat sowie einen Werbespot in knapp 2 Stunden zurecht schneidern. Hatte sich sogar gelohnt: 2 Millionen €uro (oder so) für Werbezwecke! Da haben die Bayern aber geguckt! Ach ja, die Bayern. 4 Jungs, die eine Finalisten-Gruppe aus vier Mädchen bestehend einfach nur lächerlich fanden und dies bei jeder Gelegenheit raushängen lassen mussten. Nach dem Abendessen saßen wir dann mit den Gräfenhainichern zusammen, "Wuschel" kam auch noch dazu. Von Konkurrenzkampf war nichts zu spüren, stattdessen machten wir uns über die Leute lustig, die das ganze "Spiel" als todernst empfanden.
Samstag vierte Entscheidungsrunde. Wir wussten zu dem Zeitpunkt übrigens nicht wie es um uns stand. In der Vorrunde hatten wir immer einen Überblick über alle Banken, aber im Finale blieb die Bilanz und das ganze Zeug der anderen Banken bis zum Schluss geheim. Das führte natürlich dazu, dass es einige Leute gab, die sich ganz beiläufig nach unseren Zahlen erkundigten. Das nächste Überaschungsspiel bestand daran ein möglichst hohes Haus (oder vielmehr Turm) aus Papier zu bauen, das mindestens eine Minute stehen bleiben musste. Während unserer fleißigen Arbeit wurden wir von keinem Geringerem als Rödi gestört, der inzwischen auch eingecheckt hatte. Dort schnitten wir übrigens nicht so gut ab. 1,47 Meter? Kann das sein? Zu viel oder? 0,47 Meter? Jedenfalls kam mir unser "Ding" ziemlich wackelig und klein vor. Um uns vom ganzen Stress zu erholen, machten wir dann einen Spaziergang. Irgendwann hörten Imke und ich hinter uns mehrmaliges Pfeifen, doch das interessierte uns gar nicht, und wir wanderten munter weiter und weiter und weiter, während Katrin und Christina längst den Heimweg angetreten hatten. Wir dagegen hätten am liebsten den See umkreist, aber irgendwann rückte das Abendessen näher und zwang uns umzudrehen.
Am Abend war dann "Party" angesagt. Der große Blonde tanzte unentwegt mit der großen Blonden bis er sich schließlich auf 'ner Bank niederließ, wo er so schnell auch nicht wieder von hoch kam. Tja, leider gab es Leute, die die Gelegenheit nutzten sich übelst zu besaufen, uns was von Napoleon zu erzählen, oder uns schon wieder nach unseren Zahlen auszufragen. Sogar die Bayern schienen plötzlich nett zu sein, aber ich ließ mich nicht beirren, und machte mich mit Imke & Adrian über deren schleimerischen Kommunikationsversuche lustig. Als wir dann genug von "Napoleon" & Co hatten, verzogen wir uns zu dem großen runden Tisch. Aber irgendwie wurden wir verfolgt. Irgendwann hauten die meisten dann eh ab, aber ich glaube "Napoleon" und andere komische verweilten noch da, wüsste jedenfalls nicht, warum ich sonst dann plötzlich mit "Wuschel", Adrian, Robby & Mitschüler an einem anderen Tisch saß. Irgendwann erreichte die Müdigkeit aber seinen Höhepunkt und zum großen Finale musste man ja ausgeschlafen sein.
Ich glaub, ich stellte mir um 6 Uhr den Wecker, um den Sonnenaufgang zu fotografieren, Katrin war dann auch schon halbwach und meinte "Ich hab da so ein Gefühl..."! Und Katrins Gefühl betrügt sie nicht - wie wir später erfuhren! Erstmal wurden die Sachen gepackt, gefrühstückt, ausgecheckt. Vorher stattete ich Rödi noch einen Besuch ab, der auch auf unserer Etage nächtigte und vermachte ihm alle unsere Unterlagen. Seiner Stimme nach zu urteilen, hatte er den Abend zuvor wohl ein paar Rotweinfläschchen zu viel weggepichelt. Unser Rödi - wie er leibt und lebt. Busfahrt durch Potsdam. Hm... war die lustig!? Also ich glaube, Katrin und ich hatten Spaß, aber bin mir nicht sicher, denn eigentlich waren alle ziemlich müde und ausgelaugt.
Preisverleihung in Berlin ("Kultur im Spannwerk"). Begrüßung der Eltern, außer meiner, und irgendwann ging es dann los. Was soll ich weiter drum herum reden. Auf einmal sah Katrin aus dem Augenwinkel einen aufspringenden, jubelnden Rödi! Grund: Die Mädels hatten es den Bayern gezeigt! Rödi war soooooo stolz. Natürlich haben wir uns auch gefreut, auch wenn wir es kaum glauben konnten, aber wenn ich die Bilder sehe, ist es doch Rödi, dem man die Begeisterung am ehesten ansehen kann.
Alles in allem war es eine interessante Erfahrung und wir hatten sehr viel Spaß, auch wenn ich das hier nur andeuten konnte, da ich mich an Details dann doch nicht mehr erinnern kann. Die 12er Jungs sind echt zu beneiden. Und nicht nur wegen den vier einzigartigen Tagen, die sie erleben werden, sondern weil sie Rödi noch ein Jahr länger ertragen dürfen! Er ist so toll. Auch wenn ich nicht die gewünschten Punkte bei ihm erziele, ist er doch der sympatischste, knuffigste Lehrer überhaupt!

3 Kommentare:

Robby hat gesagt…

related blogentry: http://www.robundseb.de/blog/2005/03/22/robby-schmeisst-mit-geld-um-sich/

Und du hast vollends die Erinnerungsfehler ^^

Robby hat gesagt…

Nachtrag: doch nicht, mein Fehler :D

Schaf hat gesagt…

Ach ja!!!!!!!! Merte...... Sacker! Danke hab ich gleich noch eine Idee mehr für'n Steckbrief ;)

(Ja, meine Erinnerung. Dann war es halt Imke... auf jeden Fall ist er aufgesprung :))