Montag, Dezember 31, 2007

Silvester 2007 (vorher)

Am liebsten würd' ich mich jetzt in mein Bett verkriechen. Meine Augen tun weh. Mein Kopf. Müde bin ich sowieso. Wer kam nur auf die dumme Idee Silvester heute bei mir zu feiern *hust* ? Nächstes Jahr plan' ich lieber nüscht und entscheid' mich spontan für Gesellschaft oder Bett.
Hoffentlich werd' ich wieder wacher und motivierter sobald die Mädels in 'ner halben Stunde hier eintrudeln.

Halber Mensch?!

"Guten Tag, ich habe mein Portemonnaie mit der Monatskarte für Januar verloren . Könnten Sie mir eine Neue ausstellen?"
"Kein Problem. Da bräuchte ich nur noch Ihren Personalausweis."

"Guten Tag, ich wollte mein Rezept für die Schilddrüsentabletten abholen."
"Dann bräuchten wir bitte noch Ihre Krankenversicherungskarte."

"Ey, Alde! Du kommst hier net rein. Zeig erstmal deinen Perso."

"Guten Abend. Fahrzeugkontrolle. Fahrzeugpapiere und Führerschein, bitte."

"Leider konnten wir Ihre Bestellung nicht verschicken. Das Lastschriftverfahren konnte aufgrund einer Kontensperrung nicht durchgeführt werden."

"Guten Morgen. Ich möchte gerne Blutspenden."
"Gut. Dann benötigen wir Ihre Krankenversicherungskarte und den Personalausweis."

"Sie haben eine Fahrkarte für Bahncard 25 gelöst. Dürfte ich die mal bitte sehen?!"

"Eine Kinokarte für Schüler bitte."
"Haben Sie denn Ihren Schülerausweis dabei?"

"Fahrkartenkontrolle."
"Ähm... ich hab ein Abo. Reicht die Monatskarte für Februar?"
"Das tut mir leid. Da müsste ich mir Ihre Daten notieren. Ihren Personalausweis bitte."

"Ich hätte gerne diese Bücher hier ausgeliehen."
"Ja, haben Sie denn Ihren Bibliotheksausweis nicht dabei?"

Könnte man nun alles, was fettgedruckt ist auch mit "Reisepass" ersetzen? Ich glaube nicht. Aber das ist das Einzige, was mir geblieben ist. Es ist ein verdammt komisches Gefühl, wenn man mal drüber nachdenkt wie man da steht, wenn man nichts hat, um sich auszuweisen. Wie so'n halber Mensch. Nicht mal.
Ich krieg' die Krise. Ich bin echt am verzweifeln, wenn ich an die Konsequenzen meiner Schuseligkeit denke. Und daran, dass irgendein Depp meinen Kontostand sowie meine Adresse kennt. Was ist, wenn das Konto - wie auch immer - geplündert wurde ehe ich eineinhalb Stunden nach Verlust die Karte hab sperren lassen?!

Beschissenster Tag des Jahres

Kann mir irgendjemand sagen,
wie man alles richtig macht.
Davon blieb ich bisher verschont.
Das Alte Jahr hört scheiße auf.
Das Neue Jahr fängt prächtig an.
Doch jetzt ist alles wie gewohnt.

(Tomte - Reality TV)

Ich könnt' kotzen. Möchte schreien. Hab noch nie so oft am Stück Scheiße und Fuck ey am Stück geflucht. Grund? Madame hat es geschafft, ihr Portemonnaie, inklusive Geldkarte, Kontoauszügen, Führerschein, Perso, Fahrkarte für Januar etc. zu verlieren. Ich möchte sterben. Mäh. Dieser Tag hat es verdient als "Beschissenster des Jahres" bezeichnet zu werden.
(Die Reinigungskraft bei der Polizei meinte, sie hätte ihres auch letztens verloren und man hätte es ihr in den Briefkasten gelegt. Aber ich traue den Menschen nicht. Die legen maximal einen Böller in den Briefkasten.)

Sonntag, Dezember 30, 2007

Goodbye, my hopeless dream...

I cannot wake up in the morning
without you on my mind.
So you're gone and I'm haunted.
And I bet you are just fine.

Did I make it that easy
to walk
right in and out of my life?

Goodbye, my almost lover.
Goodbye, my hopeless dream.
I'm trying not to think about you
Can't you just let me be?
So long, my luckless romance,
my back is turned on you.
Should have known you'd bring me heartache.
Almost lovers always do."

(A Fine Frenzy - Almost lover)

Dinge, die man im Leben gemacht haben sollte

Beim Aufräumen meiner Festplatte, ist mir grad eine Wunschliste in die Hände gefallen, die ich am 4. Dezember letzten Jahres irgendwo im Internet gefunden haben müsste. Mit Freuden konnte ich feststellen, dass einige Punkte im vergangenen Jahr bereits erfüllt wurden.
  • Mit Delfinen im offenen Meer schwimmen
  • "Ich liebe Dich" sagen und es meinen
  • Paris besuchen
  • Ein Gewitter auf See erleben
  • Sich Glücklich und auf Gegenseitigkeit verlieben
  • Mehr als eine Sprache fließend sprechen
  • Kinder aufziehen
  • Blut spenden*
  • Im Verlauf von zwei Tagen länger als dreißig Stunden schlafen
  • Alle sieben Kontinente bereisen
  • Erkennen dürfen, dass man den eigenen Traum tatsächlich lebt
  • Ein selbstgemachtes Kunstwerk an einen Fremden verkaufen
  • Die Nacht durchmachen und den Sonnenaufgang ansehen
  • Tatsächlich glücklich mit dem eigenen Leben sein, wenn auch nur für einen Moment
  • Um Mitternacht am Strand spazieren gehen
  • Ein Lamm in den Armen halten
Hier ist die vollständige Liste. Hatte damals nur eine Auswahl getroffen. Hier nun noch mehr (längst) erledigte Punkte

  • Entdecken, dass jemand das eigene Weblog besucht hat, der es besser nicht kennen sollte
  • Eine berühmte historische Stätte besuchen
  • Einen ganze Tag lang einfach nur so im Bett bleiben
  • So besoffen sein, dass man sich an nichts mehr erinnert
  • Im Ausland eine Fahrradtour machen
  • Einem Tier beim Gebären helfen
  • Sushi essen
  • In der Zeitung das eigene Foto finden
  • Einen berühmten Autor aussuchen und lesen, den man in der Schule verpasst hat
  • Sich die Haare färben
  • Einen Berg besteigen
  • Unter dem Sternenhimmel schlafen
  • Seine Schallplattensammlung (CDs, Kassetten) auflisten*

  • *wird kommende Woche erledigt

    Mein Wochenende.

    Mehr als je sechs Stunden Schlaf waren in den letzten beiden Nächten nicht drin. Dabei könnte ich ausschlafen und doch wache ich gegen 10 mit müden Augen auf, die eigentlich sofort wieder zufallen wollen und kann nicht zurück in meine Traumwelt. Und um noch stundenlang im Bett rumzugammeln, ist mir mein Urlaub zu schade.
    Stattdessen habe ich gestern mal wieder mit Ausmisten angefangen. Hat sich gelohnt: 70 € gefunden. Zum ersten Mal habe ich bereut, das Angebot meiner Mama, ins Wohnzimmer zu ziehen, nicht angenommen zu haben. Hätte man einiges draus machen können. Andererseits habe ich so den Balkon und die Schräge hat auch was Gemütliches.
    Nun aber zu meinen "nächtlichen Aktivitäten". Freitag abend war ich bei Lena. "Barfuss" gucken, "Meene kleene" (wundervolle Geschichte) hören und quatschen bis gegen halb Zwei die Müdigkeit siegte. War mal wieder richtig schön. Und Paula, ihre Katze, scheint irgendwie Drogen genommen zu haben - Lena! Sei ehrlich: Was ist in dieser Paste wirklich drin?! - Ohne Vorwarnung flitzte sie plötzlich im Zimmer rum, von einer Ecke zur anderen. Total irre. Als sie dann wieder zur Ruhe gekommen war, hatte sie nichts Besseres zu tun als uns (mit einem vorwurfsvollen Blick) zu beobachten. Kriegt man schon beinahe ein schlechtes Gewissen, wenn man die ganze Zeit so angestarrt wird.
    Nochmal zurück zum Film: Uns ist a) aufgefallen, dass ein Satz mit einem aus "Keinohrhasen" (fast) identisch ist. Nur dass es in diesem Fall nicht Jürgen Vogel sondern Til Schweiger war, der meint: "Vanille, Erdbeere ... was immer du willst." Und b) spielt Schweigers Tochter dort auch wieder mit. *mimimimimi*

    Soviel zur ersten Nacht. Gestern waren die Mädels (Kot-Ulla, Lena, Julia) dann bei mir eingeladen. Zunächst wurde das "Spiel der Spiele" gespielt, zog sich gute drei Stunden hin und brachte uns zur Erkenntnis, dass enorm viele Jungennamen auf N enden, während es bei Mädchen eher das A oder E ist.
    Anschließend begann die "Foto Foto"-Hysterie. Alle vier sollten drauf. Selbstauslöser schien die Lösung, führte allerdings nicht zum gewünschten Ergebnis. Irgendwann lagen wir dann alle auf dem kalten Boden, Kopf an Kopf. Glücklich, die Zunge ausgestreckt und traurig. Schließlich musste noch "Jeder mit Jedem" abgelichtet werden. Beinahe hätte ich es vergessen: An "Hüpf"- und "Haarshampoo-Werbung"-Fotos wurde sich auch versucht. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß und das ist ja die Hauptsache.
    Erschöpft ließen wir uns auf die Couch fallen, dreiviertel von uns zu kaum noch etwas in der Lage, doch Julia - putzmunter und ausgeschlafen wie sie war - wusste uns wieder wachzurütteln. Mit "Outburst Junior". Hallo?! Woher soll ein 10-jähriges Kind denn bitte wissen, dass Michael Jacksons beste Freunde u.a. Python "Madonna", Lama "Jingle Bells" und Papagei "Hugge"sind. Und was assozierte man in den 90er Jahren mit "Jungen"?! Kot-Ulla und ich haben jedenfalls haushoch verloren. Das müssen wir wohl morgen nochmal üben.
    Nach einem "Wer-macht-die-größte-Kaugummiblase"-Wettkampf zwischen Julia und Lena, war es kurz vor vier dann endlich an der Zeit nach Hause/ins Bett zu gehen.
    Heute dann weiter aufräumen, Wohnzimmer für morgen vorbereiten und zur Ruhe kommen, damit ich für morgen Nacht fit bin.

    "Zuhause" - Damals und Heute

    "Du gehst den Weg noch einmal ab.
    Setzt an der Bordsteinkante nach.
    Und dann fällt dir plötzlich auf,
    hier warst schon einmal.
    Das ist dir alles so vertraut
    und irgendwie kennst du dich aus.
    Und auf einmal wird dir klar,
    früher warst du hier zuhaus'"
    (Ton - Die Sorgen anderer)

    Auf dem Weg zu meiner Oma am Donnerstag musste ich in Möser Halt machen. Dem Ort, wo ich von 1998 - 2000 gelebt habe. Es ist zu einem kleinen Ritual von mir geworden, wenn ich einmal (allein) dort bin, von der Schule bis zu unserem Haus zu fahren.
    Komisches Gefühl den Schulweg, den ich damals mit Tag für Tag mit Anne (sie wohnte ab dem Zweiten Halbjahr der 5. Klasse gegenüber) ging, entlangzufahren. Viel hat sich nicht verändert. Ich frage mich, was wäre wenn... du hier geblieben wärst. Aber Fragen auf die es keine Antworten gibt, braucht man sich im Grunde gar nicht zu stellen. Auf jedenfall wäre vieles anders geworden.
    Und weil ich eine kleine Stalkerin bin, fuhr ich mit Schrittgeschwindigkeit an unserem Haus im Verbindungsweg vorbei, um immerhin noch die alte Garage einzufangen. Dass dieses hässliche Ding noch niemand abgerissen hat... na ja. Passt zumindest nicht zu dem (Traum-)Haus. Mit der (Traum-)Küche, die meine Mutter abbezahlte, damit andere nach 2000 dann die Milch für meinen Halbbruder zubereitet konnten. Die Welt ist so ungerecht.
    Was meinen Halbbruder betrifft, ist Punkt 3 auf der Wunschliste übrigens gestrichen. Macht kein Sinn eine Rolle in seinem Leben einzunehmen, wenn man 5 Jahre verpasst hat. Außerdem habe ich mich in der Vergangenheit schon bemüht. In Form von Weihnachtsgeschenken und Geburtstagskarten mit Fotos. Aber nie kam was zurück. Kann man von einem 5-Jährigen auch nicht erwarten - aber wozu hat man Eltern?! Das für dieses Weihnachten geplante Geschenk liegt daher auch wieder verpackt im Schrank. Folge eines Spontankaufs. Einen Jungen, der sich einen Hubschrauber wünscht, kann man wohl kaum mit Büchern begeistern - auch wenn es um einen Löwen geht...
    Wie dem auch sei. Die kleine Zeitreise sowie das familiäre Weihnachtsfest hat zum ersten Mal folgendes ausgelöst: Ich hatte das Gefühl, dass das "Zuhause ist, wo meine Freunde sind" dem "Zuhause ist, wo meine Familie ist" gegenüber überwiegte. Nicht verwunderlich, wenn man vom Cousin von oben bis unten abwertend beäugt wird, um sich mit einem "Ziehst dich noch um?!" begrüßt zu werden. Arschloch. Nichts gegen meinen Jogginganzug!

    "Kennst du schon...?"

    Man hat's in Zeiten des Internets aber wirklich nicht leicht: Kaum ist die "Freundschaft" zu ... beendet, wird mir die titelgebende Frage gestellt. Sowas muss doch nun wirklich nicht sein.

    Samstag, Dezember 29, 2007

    Vorbei.

    Auf der Rückfahrt gestern dacht ich einen Moment, was wäre, wenn er auch grad unterwegs ist. Eben hab ich erfahren, dass auch er gestern die Heimfahrt angetreten ist. Wäre also gar nicht so abwegig gewesen, beim Schulterblick plötzlich ein bekanntes Gesicht wiederzuerkennen. Komische Vorstellung irgendwie...
    Aber das war Gestern. Braucht mich Heute nicht mehr interessieren. "Du möchtest die Freundschaft mit ... beenden?" Ja.

    "Weine nicht, weil es vorbei ist.
    Lache weil es überhaupt passiert ist."

    Ich bin bereit.

    Ungläubigkeit, Sehnsüchte und Träumerein ließen mich wieder hoffen. Zu Hause angekommen, die Ernüchterung. Keine Nachricht. Das war's. Immerhin kann ich mich über den großen weißen Umschlag erfreuen. Ich halte das neue Ton-Album in der Hand. Lege es ein. Kann nicht glauben, dass bereits das erste Lied wie die Faust auf's Auge passt.

    "Ich fühl mich wie Altpapier
    beschrieben und doch nicht mehr
    für irgendetwas gut.
    Und so zieht der Tag dahin
    und ich stehe mittendrin
    auf irgendeiner Restmülldeponie. [...]

    Und so wie der Regen fällt,
    fallen mir Sachen ein,
    die ich besser für mich behalt' [...]

    Dahinten wird es hell.
    Hast du ihn gesehn?
    Diesen Silberstreifen Hoffnung.
    Er war wunderschön.
    Dahinten wird es hell.
    es ist nicht mehr weit
    nur ein paar Momente und ich bin bereit.

    Bereit für ein neues Leben.
    Bereit für einen neuen Start.
    Ich bin bereit zu fliegen.
    Nur der Aufprall wird hart."

    (Ton - Ich bin bereit)

    Dreifaches Glück?!

    Es fing mit einer Sternschnuppe an. Die ich zu Weihnachten geschenkt bekam. Erfreut darüber, setzte ich mich nach einwöchigem Entzug an den Laptop, um meine Mails nachzulesen. Man wünschte mir einen "Stern am Himmel". Und weil alle guten Dinge drei sind, folgten diese lieben Worte: "[...]Möge das nächste Jahr viele, viele Sternschnuppen bringen..." Von einem Menschen, den ich seit nicht einmal vier Monaten kenne. Der nichts von meiner hoffnungslosen Suche nach einer Sternschnuppe wissen kann. Ist wohl auch nicht nötig, denn derartige Sprüche könnte man an "jedermann" versenden. Dennoch konnte ich nicht glauben, was ich da las. Es passte einfach. Und das ist nicht das erste Mal, dass sie mich mit ihrer (scheinbaren) Menschenkenntnis überrascht.

    Freitag, Dezember 28, 2007

    Wandernde Gedanken

    Soviele Gedanken, die in den letzten Tagen meinen Kopf durchströmten. Es tat weh. Es tat gut. Ich legte es darauf an. Flüchtete täglich für eine gute Stunde vor dem weihnachtlichen Stress. Ging spazieren. Musik in den Ohren, die ich vielleicht besser nicht hätte hören sollen. Tat es aber trotzdem. Weil es - neben den Erinnerungen - das Einzige ist, was mir noch von ihm geblieben ist. Irgendwie. Auch wenn's dumm ist. Dachte an ihn. Versuchte mit dem Verlust klarzukommen. Endgültig abzuschließen. Sah mich fast am Ziel. Entfernte mich davon aber wieder, während Hoffnung und Sehnsucht wuchsen.

    Es begleiteten mich auch Gedanken an Weihnachten. Ein graues bis hellblaues Leipzig. Weit und breit kein weiß. Immerhin ein leicht gefrorener Karl-Heine-Kanal. Dennoch keine Weihnachtsstimmung. Ein Fahrradfahrer kommt mir entgegen, ruft mir etwas zu. Auch wenn ich es akustisch nicht verstehe, ist klar, was er mir gewünscht hat: "Frohe Weihnachten." Ich versuch' ein "Danke" oder "Ebenso" mit meinen Lippen zu formen - bekomme jedoch nur ein schüchternes Lächeln hin. Der größte Wunsch sich ins Bett zu kuscheln. Nichts tun. Höchstens mal eben im Jogginganzug frische Luft zu schnappen. Um sich dann wieder ins Bett zu verkriechen. Dieser Wunsch wird sich wohl nächstes Jahr erfüllen. Ob mir diese Vorstellung dann immer noch gefällt, ist eine andere Frage.

    "Ich hasse Kinder", denke ich als ich an drei Halbwüchsen vorbeigehe, die nichts besseres zu tun haben als sieben Tage vor Silvester ihre Knaller vom letzten Jahr in die Luft zu sprengen. "Ich mag Kinder", denke ich als ich an einer jungen Familie vorbeigehe und stelle mir vor wie der Junge in wenigen Stunden mit seinen strahlenden Kinderaugen seinen neuen Lego-Betonmischer bestaunt. Glücklich.

    Mit einem Mal frage ich mich, was aus Weihnachten geworden ist. Was ist Weihnachten ohne Kinder? Es geht mir nicht darum, ob es ein Tag ist, an dem eben die ganze Familie zusammensitzt oder der Tag, an dem Jesus geboren ist. Ersteres wäre auch an vielen anderen Tagen möglich - vorausgesetzt man würde sich die Zeit nehmen - und letzteres interessiert Nichtchristen wohl eher weniger. Und doch verzichten sie nicht auf die alljährliche Bescherung.

    Momentan habe ich das Gefühl, das Weihnachten für eine gewisse Zeitspanne ein wenig an Bedeutung verliert. Sobald die Kinder "erwachsen", die Wünsche weniger werden und der Stress zunimmt. Und somit wird es nächstes Jahr ein wenig anders werden. Die Adventssonntage werden an Bedeutung gewinnen. In meiner momentanen Stimmung hätte ich nichts dagegen, wenn sich diese Vorstellungen in den nächsten Jahren realisieren ließen. Und wenn die ersten Enkel auf der Welt sind, kann gern über eine "Reformation" des Heiligen Abends diskutiert werden.

    Mir ist wirklich nicht nach Weihnachten. Beisammen sitzen. Liebe Worte verlieren. Ich bring' es nicht über die Lippen. Ich schreibe lieber. Zeige meine Liebe und Zuneigung in Form von Geschenken oder viel mehr kleinen, aber persönlichen Aufmerksamkeiten, weil ich mich (in diesen Tagen) zu mehr nicht in der Lage fühle. Es fällt mir schwer die Geschenke/Umschläge zu überreichen. Aber es nützt ja alles nichts. Ein liebloses oder vielleicht doch gespielt freundliches "Das ist noch für ..." und gut ist.

    Irgendwie macht mich nichts wirklich glücklich. Immerhin aber sehr zufrieden. Ich mag meine Familie schließlich. Daher ist es ein großes Glück so viel Zeit mit ihnen zu verbringen. Zu sehen wie die Großoma im Pflegeheim wieder auflebt. Andererseits tat es weh zu sehen wie andere leiden, sich das Alter bemerkbar macht.

    Umso mehr blühte ich (teilweise) auf als mich einen Tag später der Freund meiner Tante begrüßte ("Meine Sonne"). Nennen wir ihn Bernd. Mario Barth. Oder einfach nur Knuddelbär. Das sollte reichen, um sich ein Bild von ihm machen zu können. Er ist einfach toll. Wenn ich's nicht besser wüsste, würd' ich behaupten er wäre - zwanzig Jahre jünger - der absolute Traummann. Aber ich weiß es besser. Denn er hat einen Sohn. Er ist wie sein Vater. Er ist okay. Mehr nicht. Denn ich lehne Menschen ab, die mich dafür verurteilen mir nicht grundlos die Birne zuzukippen. Gut, es gibt Außnahmen. Sonst müsst' ich ja (fast) meine ganze Familie ablehnen, weil sie nicht versteht, dass ich gemütliche Abende zu Hause (mit den Mädels) wilden Partynächten vorziehe.

    Als abschließender Gedanke: Die Schließung dieses Blogs. Weil ich nicht kontrollieren kann, wer hier mitliest. Weil ich nicht will, dass jeder Depp weiß wie es in mir drin aussieht. Weil ich endlich lernen muss über Gefühle zu reden statt sie ausschließlich niederzuschreiben. Weil 2008 Veränderungen bringen soll. Konsequenterweise hätte ich diesen Eintrag gar nicht schreiben sollen. Aber mein Entschluss steht noch nicht fest. Inzwischen bin ich soweit ihn nicht zu schließen. Weil mir fabuloo deztann so gut gefällt. Wäre aber gut möglich, dass zu persönliche Gedanken und Gefühle ab 01. Januar 2008 ausschließlich durch Zitate angedeutet werden. Ich denk' drüber nach.

    Vince & Joy (Lisa Jewell)

    Wundervolle Schnulze, um das Jahr ausklingen zu lassen.
    "Let's say that life is a trip across town. Some people are cab drivers - their destination is dictated by their passengers. But other people are bus drivers. They set the course. People can get on and off the bus, but ultimately the bus is only going in one direction and there's nothing a passenger can do to change that. [...] at some point you'll get kicked off the bus. [...] There was still a small but powerful part of him that felt overwhelmingly like he was a passenger on the wrong bus, heading towards the wrong part of town.

    Weihnachten 2007 - Das Programm

    Heilig Abend (Leipzig)
    12:00 Spaziergang
    13:30 "Novembermann" ohne Ende (wörtlich zu nehmen)
    15:00 Weihnachtsvesper im Pflegeheim
    15:45 Kaffeetrinken im Pflegeheim
    18:00 Abendessen
    18:45 Bescherung
    19:30 Rommé/Scrabble, nebenbei "Muppets Weihnachtsgeschichte"
    21:45 Beginn von "3 Haselnüsse für Aschenbrödel"
    22:15 "Weihnachten mit Loriot"

    1. Weihnachtstag (Leipzig/Magdeburg)
    09:30 "Vince and Joy" zu Ende lesen
    10:35 "3 Haselnüsse für Aschenbrödel"
    12:00 Fahrt zum Mittagessen
    12:30 Mittagessen
    14:00 Spaziergang
    15:00 Besuch im Pflegeheim
    15:30 Lesen
    17:00 Abfahrt nach Magdeburg
    18:00 Ankunft in Ottersleben
    19:00 Abendessen
    20:00 Pokern mit Franzi, Klaus, Mark & Matthias
    23:30 Im gemütlichsten Bett der Welt (ein-)schlafen

    2. Weihnachtstag (Magdeburg)
    10:30 Aufstehen, Duschen etc.
    11:30 Blanka (Altdeutscher Schäferhund) kraulen
    12:30 Das große Familienessen (14 Leute)
    14:30 Spaziergang
    16:00 Kaffeetrinken
    18:00 Bescherung der Familie Block
    20:15 "Stars in der Manege"

    Weihnachten 2007 - Das große (Fr)Essen

    Heiligabend
    Soljanka

    1. Weihnachtstag
    Geflügelbrühe
    Entenbrust, Kartoffelklöße, Rotkohl, Weihnachtskartoffeln
    Obstsalat
    Frikasse
    Schmalzbrot ("Fettbemme" wie Julia sagen würde)

    2. Weihnachtstag
    Hochzeitssuppe
    Sauerbraten, Kartoffelklöße, Rotkohl
    Entenbrust, Kartoffelklöße, Kartoffeln, Rotkohl
    Eis mit heißen Kirschen
    Gewürzkuchen

    Karl Heinz - Mein Stern auf allen Wegen

    Knapp 450 Kilometer. Er und ich - allein. Dass sich das Autoradio bereits nach zehn Kilometern verabschiedete machte nichts. Wir hatten ja einander (und ich meinen mp3-Player samt Kopfhörern). Die Fahrt nach Magdeburg: Ein Wintermärchen. Das wenige Stunden später - pünktlich zu Weihnachten - schon vorbei sein sollte. Soviel zur "weißen Weihnacht'".
    Letzten Endes war ich aber sehr froh über diese Wetterverhältnisse. Ohne Bedenken konnte ich heute wieder die (staufreie) Heimfahrt antreten. Da konnte er mir nach zweieinhalb Jahren endlich mal zeigen, was wirklich in ihm steckt. Noch nie hat Auto(-bahn) fahren so viel Spaß gemacht. Karl-Heinz ist der Größte!
    Ich geb' Gas - Ich will Spaß!

    Donnerstag, Dezember 20, 2007

    Keinohrhasen

    Ich will nur mal kurz loswerden: Schöner Film! Und es gibt tatsächlich ein weibliches Wesen, das Nora Tschirner (Anna) die Show stehlen kann: [Nein, ich rede nicht von Audrey Tautou...] Til Schweigers kleine Tochter (Cheyenne-Blue) ist sooooo knuffig! Ich glaub, Lena und ich hätten uns beinahe ein bisschen ihn sie verliebt, wäre da nicht... ja, wäre da nicht Jürgen Vogel gewesen. "Ich mag ihn. Er ist ein toller Mensch", um es mit Annas Worten zu sagen. Hätte er uns auf ein Eis eingeladen - wir hätten wohl keine Sekunde gezögert.

    Dienstag, Dezember 18, 2007

    Vorfreude

    Soeben habe ich mir das aktuelle Album von Ton bestellt. Ich war einfach so hin und weg von der Stimme als ich der Myspace-Seite einen Besuch abstattete, sodass ich gar nicht widerstehen konnte. Wenn die jetzt noch bis Freitag ankommt, mach ich Luftsprünge! Fehlen nur noch Kettcar und Tomte... Irgendwann. Nächstes Jahr.

    Berechtigte Zweifel?!

    "Lass uns niemals gute Freunde bleiben.
    Einfach geh'n mit der Gewissheit,
    dass wir uns jetzt grad verlier'n.
    Ich will nie ein 'Wie geht's dir denn so?' schreiben [...]
    Kein 'Wünsch dir Glück', kein Blick zurück,
    kein Abschiedskuss, keiner hat's gewusst.
    Nur einfach weg. Nur einfach fort.
    Das ist die Beste Antwort. [...] Auf nichts."
    (Ton - Die Beste Antwort)

    Wenn ich sowas höre, bin ich drauf und dran Verständnis zu zeigen. Und dennoch versteh' ich wohl doch nichts. Gar nichts. Die ganze Zeit hatte ich Zweifel. Wunderte mich. Warum er doch auf ein Wiedersehen pochte. Was er an mir findet. Ich versuchte die Zweifel niederzulegen und mich stattdessen über mein Glück zu freuen. Zeigte Interesse. Nur um am Ende zu erkennen, dass meine anfänglichen Zweifel berechtigt waren. Eigentlich hätte ich es wissen müssen, und doch traf es mich unerwartet. Weil ich Hoffnung hatte. Weil ich glaubte, es [er] sei etwas Besonderes. Weil ich ihm (blind) vertraute. Ohne zu wissen, was er wirklich für ein Mensch ist.

    "Ich seh dich, wenn ich meine Augen schließe.
    Ich hör' dich und der Rest wird stumm.
    Ich hätte dir so viel zu sagen.
    Bitte dreh' dich jetzt nicht um. [...]
    Ein Augenblick, nur ein kurzes Lächeln bleibt von dir zurück."
    (Ton - Dreh' dich jetzt nicht um)

    Gesichtsarchitektur.

    Mein Politiklehrer heut' zu mir: "An ihrer Gesichtsarchitektur erkenne ich, dass es bei Ihnen zu Hause auch gut läuft." War einfach zu lustig! Ich glaub' wir werden noch viel Spaß mit ihm - Liebhaber der Ironie - haben.