Montag, Dezember 17, 2007

Sinnlose Kleinigkeiten.

"Der Abschied war so traurig. Dass dieser Tag irgendwann kommen musste, war klar, doch die Zeit, die wir gemeinsam verbracht hatten, war zu perfekt gewesen, als dass wir uns [...] einfach hätten wiedersehen können [...] Das gibt es dann wohl auch [...] Dass etwas perfekt ist und deshalb zu Ende gehen muss." (aus "Eidechse" von Banana Yoshimoto)

Zitate. Aus Liedern. Aus Büchern. Ich komm gar nicht drum herum, nicht an ihn zu denken. Eigentlich nahm ich an, mich längst mit dem "Verlust" abgefunden zu haben. Doch Erinnerungen kann man nicht einfach so löschen. Es sind Kleinigkeiten, die mir auffallen, und die mich an eine Unterhaltung mit ihm erinnern. "Langohraffen", Musik, der singende Gulli. Ich muss lächeln. Weil es so schön war.
Mir geht so viel durch den Kopf. Ich habe das Bedürfnis, es ihm mitzuteilen. Es hat sich schon so viel angesammelt, was ich ihm gerne erzählen würde. Für Sekundenbruchteile vergesse ich, dass wir keinen Kontakt mehr haben. Denke, dass ich ihm "nachher" schreiben werde. Doch dann werde ich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und erkenne: Es geht nicht.
Ich hab so viele Fragen. Nicht mehr (nur) nach dem "Warum?". Viel mehr fallen mir im Alltag Dinge ein, die ich loswerden möchte. Und dann wird mir klar, dass eh alles sinnlos ist. Und schließlich geht es dann doch wieder um das "Warum?". Warum kann ich nicht einfach ohne Bedenken schreiben, was mir gerade durch den Kopf geht? Weil es sinnlos ist, ihm zu schreiben, wenn doch keine Reaktion kommt...

"Und [ich] kann nicht verstehen,
dass [er] gekommen [ist], um zu gehen."
(Der Schöne Lutz - Sandra hat gemeint)

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