Donnerstag, August 02, 2007

Hannover, Magdeburg, Potsdam...

Mittwoch, 01. August 2007
Na, was fällt euch ein, wenn ihr 01.08. hört?! Richtig, Ausbildungsbeginn! Nicht für mich, aber dafür für zig andere frischgebackene Schulabgänger. Drum nahm ich mir an diesem Tag frei, um gegen sieben aufzustehen und Katrin S. zu ihrem neuen Arbeitsplatz zu begleiten. Sie war ziemlich aufgeregt, weniger hippelig, sondern eher so ein komisches Bauchgefühl. Und ich konnt' sie so verstehen.
Je näher wir ihrem zukünftigen Arbeitsplatz kamen, desto mehr setzte auch in mir ein merkwürdiges Gefühl ein. Wir standen so vor der Eingangstür und sie meinte sowas in der Art wie "Wenn ich durch diese Tür gehe, fängt ein neues Leben an." Und schließlich ging sie durch die Tür und ich konnt ihr nur noch: "Nimm mich in dein neues Leben mit" hinterher rufen. Sie ging durch diese Tür und ich begriff plötzlich: Die Schule ist all für allemal vorbei. Und... kann ich nicht ausdrücken, was in diesem Moment in meinem Kopf vorging.
Ich fuhr zurück zum Hauptbahnhof, mir kamen junge Menschen entgegen und ich kam nicht umher, zu denken, dass diese womöglich auch gerade auf dem Weg zu ihrem ersten Arbeitstag sind. Ich bin sehr erleichtert, dass ich noch einen Monat Zeit habe, was allerdings nicht bedeutet, dass ich mich auf den Tag vorbereiten kann - ich werde genauso aufgeregt sein, denk ich.
Mittags fuhr ich zur Ärztin, weil meine Erkältung (?!) auch nach der Antibiotika-Einnahme nicht besser geworden ist. Im Gegenteil. Sie kann sich nicht erklären, woran es liegt und tippt auf Allergie. Also werde ich in den nächsten Tagen einen Allergietest beim HNO-Arzt machen müssen. Bin gespannt, was dabei rauskommt.
Nachmittags ging's dann wieder zum Bahnhof. Endstation war diesmal Magdeburg Hbf. Dort holte Klaus mich und meine Tante ab. In Ottersleben angekommen begrüßte ich zunächst meine liebste Blanka und versorgte sie mit einigen Streicheleinheiten. Anschließend bestaunte ich die geniale Wand des renovierten Partyraumes (sollte ich mal noch ein Foto machen) ehe ich das Wohnzimmer meiner Oma betrat, wo mir ein meckerndes "Wie kommst'n darauf hierher zu fahren?!" Schön Oma, dass du dich freust, mich zu sehen. (Ja, sie meint es nicht so, aber es tut trotzdem weh.)

Donnerstag, 02. August 2007
10:05 Uhr ging's nach Potsdam. Wider Erwarten nicht allein, sondern mit meiner Cousine Franzi, die sich spontan dazugesellte. In der Bahn döste ich nur so vor mich hin bis wir 11:19 Uhr unser Ziel erreicht hatten. Zunächst ging's ins Holländische Viertel, am Nauener Tor angekommen, gönnten wir uns eine kleine Mittagspause (Vanilla-Cookie-Milchshake), wo wir uns für unsere Tour in den Park Sansoucci stärkten.
Dort kamen wir an einer großen Fontäne vorbei.
Franzi: "Rechts von uns sehen sie nun die Sansoucci-Terassen."
Ich: "Was du alles weißt..."
Franzi: "Hab ich mir grad ausgedacht."
Ich: "Und was ist das für'n Gebäude?"
Franzi: "Keine Ahnung, vermutlich ein Gästehaus."
Uninteressiert marschierten wir weiter, denn etwa 1,5 Km vor uns lag ein herrschaftliches Gebäude. Schloss Sansoucci vermuteten wir recht überzeugt, ließen uns davor auf eine Bank nieder, holten unsere Brötchen raus und schauten in den Reiseführer. "Neues Palais. [...] Schloss Sansoucci war da vorne an den Terassen..." Wir waren also längst vorbei.
Zurück am Nauener Tor trank ich mein erstes Berliner Weißes (Himbeer). Lecker. Wir liefen noch ein wenig weiter durch das Holländische Viertel, in der Hoffnung eine Eisdiele mit 100 Eissorten zu finden, doch nichts. Wir überquerten die Straße und da passierte es. Rechts kamen Fahrradfahrer. Wir guckten nach rechts. Die Sekunden rasten vorbei, der Fahrradfahrer ebenfalls - direkt in Franzi rein. Immerhin lachten wir alle. Habe ich immerhin noch ein bisschen Action geboten bekommen. Das hättet ihr sehen müssen.
Die Stadt gefällt mir übrigens sehr gut. Einigermaßen übersichtlich, alles gut zu Fuss zu erreichen. Der Park ist auch wunderschön. Größtenteils naturbelassen im Gegensatz zu Herrenhausen.
Zurück in Magdeburg gab's ein ordentliches Gewitter und Regen ohne Ende. Beim Abendbrot, als ich längst satt war, legte mir Klaus ständig noch irgendwas hin: Brot, Oliven, Feta. Ich nahm natürlich an. Und er gab mir neues Wasser zu trinken, obwohl ich ihn gar nicht drum gebeten hatte. Dann ärgerte er mich noch ein bisschen. Ich weiß nicht mehr womit genau, aber war wieder lustig. Nach dem Essen massierte er Franzi, worauf ich irgendwas zu ihm meinte, was ihn veranlasste, auch bei mir nochmal Hand anzulegen, was nicht wirklich leicht war, weil ich offensichtlich sowas von verspannt bin, dass eine Massage für mich nur schmerzhaft ist.
Ach, ich hab das Gefühl, ich hätte noch viel mehr zu erzählen, aber mir fällt momentan nichts mehr ein. Vielleicht morgen...

2 Kommentare:

Robby hat gesagt…

Potsdam - hach ja :D

"was ihn veranlasste, auch bei mir nochmal Hand anzulegen" - die Formulierung ist mitunter unglücklich gewählt. Nicht total unpassend, aber durchaus schmunzel-erzeugend.

Schaf hat gesagt…

'ne bessere Formulierung ist mir auf die Schnelle nicht eingefallen. Jetzt auch irgendwie nicht, aber ist ja klar, wie's gemeint ist.