Donnerstag, Juli 26, 2007

Zusammen ist man weniger allein

"Was die Leute davon abhält, zusammenzuleben, ist ihre Dummheit, nicht ihre Verschiedenheit."

In den letzten Tagen hab ich es verschlungen, obwohl es letzten Endes doch nur "ganz nett" zu lesen war. Besser als Cecelia Aherns, aber nicht schöner als "Die fabelhafte Welter der Amélie" wie der Klappentext verspricht.

"Sie gaben sich die Hand und tauchten gemeinsam wieder auf. Die Hand ist nicht schlecht. Sie bringt keine Verpflichtung für den, der sie gibt, und beruhigt den, der sie nimmt."

Das letzte Kapitel war wohl das Schönste. Kitsch ohne Ende. Aber soooo schön.

"Bestimmt erlebst du gerade eine hyperromantische Szene. Bestimmt stehst du allein auf dem Bahnsteig, wie in einem Film, und heulst deiner Liebe nach, die sich in einer weißen Rauchwolke verliert."
Sie lächelte unter Tränen. "Ü... Überhaupt nicht", brachte sie heraus, "ich... ich wollte gerade den Bahnhof verlassen."
"Du Lügnerin", sagte eine Stimme hinter ihr. Sie fiel ihm in die Arme und drückte ihn fest fest fest fest. Bis die Naht platzte. Sie weinte.
Öffnete die Schleusentore, schneuzte sich in sein Hemd, heulte noch mehr, entließ 27 Jahre Einsamkeit, Kummer [...]!

Im Film, der in drei Wochen erst in die Kinos kommt, aber gestern schon in der "Ladies Night" zu sehen war, wurde diese Szene bei weitem nicht so romantisch (wie in meiner Phantasie) dargestellt. Dennoch eine wirklich gelungene Romanverfilmung meiner Meinung nach - wobei ich zugeben muss, dass ich keine hohen Erwartungen hatte und die nicht detailgenaue Umsetzung dementsprechend als nicht so schlimm empfand. Außerdem spielte Audrey Tautou eine der vier Hauptrollen - das machte alles wett.

Keine Kommentare: