Sonntag, Juni 17, 2007

Bella Italia - Giorno Quattro

Wie bereits am Freitag klingelte auch heute wieder um sechs der Wecker. Viel Zeit blieb uns schließlich nicht mehr. Duschen, Frühstück, Kofferpacken, Auschecken. Koffer ließen wir stehen, um erstmal zum Flohmarkt am "Porta Portese" zu fahren/gehen.
Riesiger Markt, Ramsch ohne Ende. Schöne Taschen, aber nicht die, die ich wollte. Unschöne Armbänder und nicht die, die ich wollte, womit ich mit meiner Tradition aus Barcelona und Paris brach, mir aus jeder Stadt ein Bändchen als Souvenir mitzubringen. Die Eisdiele vom vorherigen Tag hatte auch noch geschlossen. Also alles in allem bekam ich nichts, was ich gern bekommen hätte. Der letzte Anlaufpunkt für ein türkises Armband wurde mir zum Verhängnis. Aus welchen Gründen auch immer ließ ich meine Kamera fallen. Folglich lässt sich das Batteriefach nicht mehr schließen. Sowas kann echt wieder nur mir passieren...
Mit einem Mal rannte uns die Zeit davon. Bis zum Bahnhof zu laufen wäre utopisch gewesen, sodass wir uns den nächstbesten Bus schnappten, um dann doch wieder zehn Minuten auf den anschließenden 310er zu warten. Schnell die Koffer aus dem Hotel abgeholt, zur Bushaltestelle gerannt, dann zur Metro und erstmal entspannt.
In "Anagnina" mussten wir dann in den Bus nach "Ciampino" (Flughafen) umsteigen. Dank des hilfsbereiten Italieners war gesuchter Bus auch schnell gefunden. Problem war nur, dass dieser erst in 20 Minuten fahren würde, 30 Minuten zum Flughafen bräuchte und wir eigentlich schon in 20 Minuten einchecken sollten.
Letztendlich reichte das aber vollkommen aus, denn als wir zehn vor zwei am Flughafen waren, hatte das Einchecken noch lange nicht begonnen. Als es dann soweit war, kauften wir uns noch ein Ciabatta - und Katrin eine Cola. Hm... na ja, was soll ich sagen. Wir mussten dann ja mit dem Handgepäck einchecken. Wie war das nochmal mit den neuen Richtlinien, was Flüssigkeiten betrifft?! Lange Rede, kurzer Sinn. Vor der Kontrolle musste die Cola weg. Hab ich dummerweise auch nicht mehr dran gedacht.
Mit dem Shuttle-Bus wurden wir dann zum 50 Meter entfernten gelben Flugzeug gebracht, das aber noch ewig rumstand, wodurch ich ein "Oh mann, fahr mal los, ey!" nicht unterdrücken konnte, was einen erschrockenen Blick seitens Katrin mit sich brachte.
Zehn Minuten nach dem geplanten Start hebten wir dann ab, ab ins Meer! Das war soooo toll! Wir flogen bestimmt eine halbe Stunde über dieses wunderschöne türkis-blaue Wasser. Als wir dann über den Wolken waren, rebellierten jedoch meine Augen und ich nickte ein bis - ja bis es plötzlich zu Schaukeln begann. Katrin hatte ihre Flugangst bereits abgelegt - oder eher an mich abgegeben, denn ich schaute sie ängstlich an und meinte nur: "Katrin?! Katrin?! Was ist das?!" Und schon gingen die Lichter an, die uns zum Anschnallen aufforderten. Auch der Pilot informierte uns darüber, dass wir gerade in Windböen seien und es daher nötig sei, auf den Plätzen sitzen zu bleiben. Danach ging es dann aber auch wieder und wie kamen dem Boden nach und nach näher. Vorher mussten wir jedoch noch durch eine ziemlich dicke Nebelwand, die Zweifel zuließ, ob der Pilot wirklich wusste, wohin er gerade fliegen würde...
Wie dem auch sei. Wir sind gut wieder gelandet, diesmal ohne Ohrenschmerzen. War ein sehr schönes, erlebnisreiches, verlängertes Wochenende. Ich liebe es, wenn man abends noch im T-shirt durch die Stadt laufen kann. Das war uns bei diesen angenehmen Temperaturen möglich und allein diese Tatsache hat schon meine Sympathien für Rom geweckt.
Nun ist aber definitiv erst einmal Schluss mit Städtereisen. Geht schließlich ganz schön auf die Beine. Mit freudigen Erwartungen blicke ich nun ein paar Tagen in Ahlbeck entgegen.

1 Kommentar:

Robby hat gesagt…

schön :D :)