Sonntag, Juni 17, 2007

Bella Italia - Giorno Tre

An diesem Morgen frühstückten wir in aller Ruh' und begaben uns gegen 9 Uhr zur Spanischen Treppe. Dort wurde ich dann wieder von so'nem Afro angelabert, dass ich ihm doch mal meinen kleinen Finger geben solle. Ich sah das bunte Bändchen und schon gingen die Alarmglocken an. Ich fall' doch nicht noch mal auf so'n Scheiß rein.
An der "Via dei Condotti" entlang, wo sich Gucci, Ferrari und was weiß ich noch was befand, fanden wir uns an einem Springbrunnen wieder, indem man mit viel Phantasie Pferde gallopieren sehen konnte. Mit noch mehr Phantasie sowohl schwarze, weiße als auch braune.
Weiter ging's zum Castel St. Angela, das wir dann aber doch nur von außen betrachteten, da wir von Historischem Hintergrundwissen immer noch genug hatten. Stattdessen liefen wir die Straße zum Petersdom runter, um noch ein Souvenir für die Großoma zu finden. Ich hoffe, sie freut sich über den Rosenkranz und noch so'n "Schnickschnack".
Als Nächstes stand die "Trastevere" an, wo wir uns gleich mal ein riesiges Stück Wassermelone besorgten, um diese auf einer, von Tauben umgebenen, Bank zu schlemmen. Sehr saftig und erfrischend. Hielten uns eine ganze Weile in diesem Viertel auf, aber viel mehr fällt mir dazu nun auch nicht mehr ein.
Danach wollten wir zum "Piazza Bocca della Verita", speziell zum "Lügendetektor". Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer Insel vorbei, wo wir dem leckeren "Gelato" nicht widerstehen konnten. Konnte mich gar nicht richtig entscheiden, die Wahl fiel schließlich auf "Marone" und "Creme de Siciliana" oder so ähnlich. Lecker. Zum "Lügendetektor" bleibt mir nicht viel zu sagen, außer dass man seine Hand in den Mund der Figur stecken muss und diese - der Sage nach - abgebissen wird, sollte man lügen. Da ich hier ganz munter den dritten Rom-Eintrag schreibe, dürfte jawohl klar kam, was bei mir geschehen ist...
Total fertig begaben wir uns dann zum "Circo Massimo", na ja eher zur gleichnamigen Metro-Station, um zurück zum Hotel zu fahren. Dort erfrischten wir uns, fielen auf's Bett und nahmen uns Bett nach zehn Minuten Ruhe ins Studentenviertel zu laufen. Über eine Stunde später konnten wir uns gerade wieder so aufraffen.
"St. Lorenzo", das Universitätsviertel, klang vielversprechend. Aber hinter vielen Kneipen verbergen sich noch lange nicht viele preiswerte Restaurants und wenn doch, dann ist die Küche erst ab 20 Uhr geöffnet, also liefen wir hoch bis zum Bahnhof, um uns dort an der Straße beköstigen zu lassen. Wir wollten Pizza, obwohl Pizza ganz und gar nicht zu meinem Leibgericht gehört, aber Pasta hat man zu Hause oft genug und wir wollten am letzten Abend was typisch Italienisches. Ich las "Bresaola". Unwissend, worum es sich handelte, fragte ich den Kellner, der mir etwas von "Meat" und "Sehr sehr gut" erzählte. Letzteres überzeugte mich und so bekam ich eine ausgezeichnete Pizza mit luftgetrocknetem, italienischem Rinderschinken sowie Rucola und Parmesan. Also nichts mit Innereien, was ich zunächst befürchtet hatte.
Ziemlich gesättigt, entschieden wir uns für einen Verdauungsspaziergang zum "Colloseum", denn dies war unsere letzte Chance, es beleuchtet zu sehen. Hat sich in jedem Fall gelohnt. Unsere Münze hatten wir auch noch nicht in den "Fontana di Trevi" geworfen, was wir natürlich nicht verpassen durften. Mit der rechten Hand warfen wir also unsere Cent-Stücke in den Brunnen, in der Hoffnung Rom eines Tages wiederzusehen. Ich würd' mal sagen, die Chancen stehen ganz gut.

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