Freitag, Mai 04, 2007

Das Beste daraus machen

"Ein paar friedliche Idioten feiern heut' Nacht auf den Straßen
Ein paar seltsame Chaoten wollen das Beste daraus machen."

Trifft so ziemlich Katrins Beschreibung des heutigen Abends. Etwa halb zehn kamen wir an. Allein die sehr amüsante Parkplatzsuche deutete schon an, dass wir an diesem Abend definitv viel Spaß haben würden:
Ich: "Da kommt doch keiner mehr durch, wenn ich mich hier hinstell."
Lena: "Klar! Und wenn nicht, kriegst'n Knöllchen."
Gutes Argument, also blieb ich stehen. Als wir die Einfahrt entlang gingen, kamen wir zunächst gar nicht aus dem Staunen raus. Was für'n geiles Haus! Drinnen angekommen, "Hallo". Rumgestanden. Wir drei. Keine 2 Minuten. Lena: "So woll'n wa dann mal essen?!" Als das erledigt war, folgte Katrin: "So, dann könn wa ja jetzt wieder gehen, wa?" Am genialsten war dann noch von Katrin: "Was machen wir eigentlich hier? Wer wollte denn überhaupt hier hin?" Lena und ich: "Duuuu!!! Wenn du uns nicht gezwungen hättest, wären wir gar nicht gekommen!!! Wir sind nur wegen dir hier!!! Du bist schuld!" Dumm am Büffet rumstehen und anderen zuhören, wie sie sich über die Mündliche austauschten, wurde uns dann zu bunt und wir verzogen uns erstmal nach draußen, um was zu tun? Dumm rumzustehen - und zu Essen - natürlich! Bis wir dann im tiefsten Wald eine Tischgarnitur entdeckten. Und schon saßen wir - in sicherer Entfernung, um - ausgestattet mit Sprite, Wasser und Alster - das bunte Treiben zu beobachten, den Jahrgang zu charakterisieren, uns von diesem abzugrenzen. Und wenn wir uns nicht schon vorher köstlich - im wahrsten Sinn des Wortes - amüsiert hätten, würde ich sagen, dass ab diesem Zeitpunkt die Party erst so richtig losging. Also wir hatten unseren Spaß. Wir übten pfeifen, ahmten Frösche nach, gackterten rum. Sobald Stille und Müdigkeit aufkam, half Katrin mit einem Häschen- oder Fritzchen-Witz aus. Und auch Lena gab uns ihre Sinnlos-Sprüche zum Besten. Lustig war es auch zu erraten, welches "Pärchen" gerade wieder für "Kleine Buben" in den Wald verschwand - von wegen nur Frauen würden zu Zweit auf Toilette gehen. Dank Vincent ("Um zwölf bist du wieder da und deine Klamotten liegen kalt über der Bettstange.") kam dann gegen elf die Aufbruchstimmung auf. Nachdem wir all unsere "Mitbringsel" beisammen hatten, verabschiedeten wir uns. Sah ungefähr so aus.
Ich: "Schön abend noch und bla..."
Jemand: "Warum geht ihr denn schon?"
Lena: "Weil's scheiße ist."
Treffender hätte ich es nicht formulieren können. Ach Lenas Ehrlichkeit ist so "heeeerrlisch", um es mit Katrins Worten zu sagen. Folglich ging das Gegackere wieder los und wollte gar nicht aufhören, was das Risiko birgte, dass unser Hals (wieder) abfallen könnte. Stattdessen zog es Lena aber doch lieber vor über irgendwas zu stolpern.
Als dann alle ins Auto geklettert waren und es endlich wieder Licht wurde, stellten sich uns einige Herren in den Weg. Ich erstmal schön auf's Gas, aber wieder abgebremst. Kann man ja nicht machen. So freundliche "Abiturensöhne" haben ja ihr ganzes Leben noch vor sich. Also hab ich mich langsam rangetastet, keine Reaktion. Notlösung *hup hup*! Da ham se aber ma 'n ordentlichen Sprung zur Seite hingelegt! Das habt ihr vom Blondchen wohl nicht erwartet! Freie Fahrt voraus also. Na ja, nicht ganz:
Lena: "Da laufen welche! [...] 'ne Oma."
Ich: "Ah!!! Macht die Dinger runter."
Die Oma sah halt unheimlich gruselig aus. Letztendlich kamen alle - auch ich - wieder heil zu Hause (beziehungsweise am Nebenwohnsitz) an. War sehr praktisch Chauffeur zu spielen, denn so hatte ich einen Grund mehr nichts zu trinken. Meine Mama hatte es mir zwar ans Herz gelegt, mir die Birne zuzukippen oder wenigstens mal ein Bierchen zu picheln, doch ehrlich gesagt sehe ich da gar keinen Grund zu. Ich will mich jetzt nicht vollkommen dem Alkohol entsagen. Wenn ich Appetit auf'n Bierchen hab, dann gönn' ich mir eben eins, aber ich hab es nicht nötig des Trinken willens zu trinken. Letztendlich ist mir aber eh schon lange der Appetit vergangen. Ich kann es gar nicht mehr an einer Hand abzählen, wie oft ich Matthias in der letzten Zeit auf später vertrösten musste, wenn er um ein gemeinsames "Bier-Gelage" bat.
Ich ärgere mich grad, dass ich meinen Nudelsalat - fast unangerührt (Lena und Katrin waren so gütig nur mir zu Liebe zu probieren) - wieder mitgenommen habe. Was soll'n ich damit jetzt?! Aber das Risiko, die Schüssel nie wieder zu sehen, war mir dann doch zu groß.
Gut, dass wir drei uns heut' so einig waren, das Beste draus zu machen. Schade, dass die GoMler des 13. Jahrgangs so geschrumpft sind. Ihr habt uns alle sehr gefehlt. Übrigens war dies für mich voraussichtlich die letzte "Party" mit meinen lieben Mitschülern, da ich am geplanten Abiparty-Termin die Ehre habe, mit Katrin durch Rom zu spazieren. Allora Arrivederci!

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

die menge an nudelsalat schreit ja förmlich nach einem gomler-abend bei dir ;)

Samina167 hat gesagt…

Ja, das is doch mal ne tolle Idee.:)

Robby hat gesagt…

hmm

Steff hat gesagt…

Klingt ja nach ner Menge Spaß, den ihr hattet. ;-)