Mittwoch, November 29, 2006

Kranke Träume

Ich dachte es würde schlimm genug sein, dass ich mir im Alltag manchmal ausmale, dass jemand aus dem Busch springt, wenn ich allein im Dunklen spazieren gehe, oder dass ich hinter Feuerwerk zündenden Kindern gleich Terroristen vermute. Aber nein. Auch in meinen Träumen lassen mich meine Horrorvorstellungen nicht in Ruhe.
Immerhin habe ich schon zwei Nächte nicht mehr von dem Gespräch bei Bahlsen geträumt, dafür habe ich allerdings gestern Nacht erfahren, dass ich mein Abi nicht krieg:

Ich saß mit Lena zusammen und meinte so: "Sag mal, warum haben wir eigentlich nur noch eine Doppelstunde Geschichte?"
Sie: "Wieso? Wir haben doch [dann und dann] immer noch die eine Stunde!"
Ich: "Hm... da war ich aber noch nie da, oder?"
Tatsächlich so war es. Ich hatte anfang des Jahres einen falschen Stundenplan bekommen, auf dem die eine Stunde nicht eingetragen war - der korrigierte Plan erreichte mich nie.
Mit schlechtem Gewissen, ging ich also zu Zistrü, um mein Fehlen zu entschuldigen.
Zistrü: "Tja, das ist nun zu spät. Bei den vielen unentschuldigten Fehlstunden kann ich dich leider nicht bewerten."
Problem: Ich hatte genau die erforderlichen Kurse gewählt. Nicht mehr und nicht weniger. Dadurch, dass dieser Kurs nun aber nicht gewertet wurde, hatte ich automatisch einen weniger: Mein Abi zählte somit nicht! Ein ganzes Jahr für nix!

Heute war mein Traum aber weitaus heftiger. Ich saß im Politik-LK und schaute aus dem Fenster. "Oh, ein Ryan Air-Flugzeug", rief ich erstaunt aus. Die anderen taten total desinteressiert. Aber ich freute mich, weil das bedeutete, dass die Linie nun auch von Hannover aus fliegen würde (und man nicht bis nach Düsseldorf fahren müsste). Der Flieger war wirklich direkt vor dem Fenster. Erst sah es so als würde er starten. Dann kam er aber wieder runter. Plötzlich erschien noch ein Zweiter. Dann sah ich Rauch. Und dann erschien im Hintergrund das NORD/LB-Gebäude (im Traum ans WTC erinnernt). Es kamen mehr Flugzeuge, immer mehr, mindestens zehn, die darum schwirrten, reinkrachten.
Geweckt wurde ich dann davon, dass ich im Schlaf geredet hab. Allerdings wachte ich nicht in meinem Zimmer auf, sondern in einem anderen Traum: Dort lag ich mit dem Politik-LK schlafend im Raum und konnte vollkommen geschockt nicht weiterschlafen.

Vor zwei Wochen oder so träumte ich, dass ich und mein Mann (?) in einem Hotelzimmer waren. Dies war aber im Prinzip unsere Wohnung, d.h. wir hatten vermutlich beide einen tollen Job und entsprechend Geld. Ich sah mir gar nicht ähnlich und vermutlich war ich auch viel älter als jetzt, war ja auch schon verheiratet, oder zumindest verlobt - wer er war, weiß ich nicht. Unser Hotelzimmer wurde jedenfalls ausgeraubt. Wir saßen dann so da, als es plötzlich an die Zimmertür klopfte: "Zimmerservice." Wer's glaubt. Wir stellten uns schlafend. Es war klar, dass es dieselben Typen waren, die uns ausgeraubt hatten. Sie brachen also die Tür auf. Die Tatsache, dass sie diesmal kamen, als wir anwesend waren, machte deutlich, dass sie noch eine Rechnung zu begleichen hatte: uns (umbringen) wollten? Der eine Typ verging sich an mir, während mein Mann sich weiter schlafend stellte. Er hatte einfach keine andere Wahl. Hätte er eingegriffen, mich beschützt, hätten die ihn umgebracht. Als die beiden im Bad waren, flüchteten wir glaube ich durch das Fenster durch die ganze Stadt.

Das ermutigt ungemein, wenn man von seinem Zukünftigen träumt, während wir beide in totaler Lebensgefahr schweben. Da träum ich doch lieber von 'nem verkacktem Abi als von vermeintlicher Liebe.

2 Kommentare:

Robby hat gesagt…

Oha, das ist heftig :eek:

Steff hat gesagt…

Oh Gott bist du crazy!!! Also das verkackte Abi geht ja noch, aber der andere Traum... Man man man, du solltest weniger spazieren gehen!