Langsam beginne ich mich ans "Allein sein" zu gewöhnen. Es ist eine regelrechte Umstellung plötzlich wieder auf jemanden Rücksicht zu nehmen, Belehrungen und Anweisungen entgegen zu nehmen, die Launen und Macken des jeweils anderen zu ertragen, morgens vom Spiegel verdrängt zu werden, nicht mehr sein "eigener Herr" zu sein.
Anfangs dacht' ich, so eine einwöchige "Auszeit" tut unserer (Mutter-Tochter-)Beziehung mal ganz gut. Zweisamkeit hat auch seine guten Seiten: Es ist viel schöner andere zu bekochen als sich selbst. Lob und Bestätigung zu bekommen ("Das sieht aber lecker aus." [...] "Schmeckt sehr gut.")
Trotzdem sehn' ich mir schon ein wenig das Wochenende herbei. Allein sein. Erneut über eine Woche. Somit werde ich Ende Januar insgesamt neunzehn Tage des neuen Jahres allein verbracht haben. Das ist zwar nicht immer so, aber momentan kommt es mir vor als wäre es nie anders gewesen. Als wäre es normal. Dabei bin ich doch sozusagen die "Untermieterin" im eigentlichen Sinn.
Es ist ein bisschen so als hätten wir die Rollen getauscht. Zumindest wenn ich allein bin und den Haushalt selbst organisiere [so wie es mir passt]. Wenn sie da ist, sind die Rollen eigentlich klar. Aber es ist schwer sich wieder hineinzufinden. In die Rolle des "Untertan" zu schlüpfen. Der nichts zu sagen hat, tut, was getan werden muss und zu allem "Ja" und "Mami" sagt. Um dann fünf Abende später wieder die Hausfrau zu mimen. Ich weiß nicht, was ich will.
Anfangs dacht' ich, so eine einwöchige "Auszeit" tut unserer (Mutter-Tochter-)Beziehung mal ganz gut. Zweisamkeit hat auch seine guten Seiten: Es ist viel schöner andere zu bekochen als sich selbst. Lob und Bestätigung zu bekommen ("Das sieht aber lecker aus." [...] "Schmeckt sehr gut.")
Trotzdem sehn' ich mir schon ein wenig das Wochenende herbei. Allein sein. Erneut über eine Woche. Somit werde ich Ende Januar insgesamt neunzehn Tage des neuen Jahres allein verbracht haben. Das ist zwar nicht immer so, aber momentan kommt es mir vor als wäre es nie anders gewesen. Als wäre es normal. Dabei bin ich doch sozusagen die "Untermieterin" im eigentlichen Sinn.
Es ist ein bisschen so als hätten wir die Rollen getauscht. Zumindest wenn ich allein bin und den Haushalt selbst organisiere [so wie es mir passt]. Wenn sie da ist, sind die Rollen eigentlich klar. Aber es ist schwer sich wieder hineinzufinden. In die Rolle des "Untertan" zu schlüpfen. Der nichts zu sagen hat, tut, was getan werden muss und zu allem "Ja" und "Mami" sagt. Um dann fünf Abende später wieder die Hausfrau zu mimen. Ich weiß nicht, was ich will.
"Nur weil man sich so dran gewöhnt hat, ist es nicht normal.
Nur weil man es nicht besser kennt, ist es noch lange nicht egal."
(Kettcar - Deiche)
Nur weil man es nicht besser kennt, ist es noch lange nicht egal."
(Kettcar - Deiche)
Nachtrag: Vergib' mir, mein Schatz! Ohne dich ist es nur halb so schön! Mit dir drei Minuten bevor die S-Bahn losfährt vor einem (von innen und außen) gefrorenen Karl-Heinz zu stehen, nach vergeblichen Entfrostungsmethoden blind (!) loszufahren, an der Hauptstraße anzukommen, um zu sehen wie die S-Bahn einfährt, hinaus zu rennen, die letzte Tür zu erwischen und für dich aufzuhalten bis du das Auto geparkt hast. Lachend einen Sitzplatz zu suchen und immer wieder darüber zu lachen während sich die anderen Fahrgäste mit ihren grimmigen Gesichtern nur fragen, warum die Bahn schon wieder mit zweiminütiger Verspätung losgefahren ist. Das sind Momente, an denen ich so glücklich bin, dich zu haben. Weil der Alltag mit dir (fast) nie langweilig wird. Für mich bist du: die Welt.


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