Diesmal stach er nachts zu. Es sollte wirklich jemand mal ein Gerät erfinden mit dem man seine Träume speichern kann. Bin nach dem folgendem Traum aufgewacht, hab alles in Kopf gesammelt, überlegt es sofort aufzuschreiben, entschied mich aber dagegen, weil es im Bett so schön warm war als dass ich hätte aufstehen wollen. Außerdem ging ich davon aus, den Traum ein paar Stunden später auch noch wiedergeben zu können. Dem ist natürlich nicht so. Zumindest fehlt die Logik und Klarheit, die in der Nacht noch vorhanden war.
Wir waren beim Brunchen. In einem Garten. Die Familie saß an einem Tisch. Ich neben ihm. Mein Freund (?) am Nebentisch. Mein Vater erzählte drauf los: "Sidney hat sich einen Hubschrauber gewünscht. Aber ich hab mich entschieden ihm Geld in den Umschlag zu legen. [...]" Klingt normal, oder?! Stinknormal. Nicht weiter erwähnenswert. Ein Vater, der eben denkt, dass die Mutter dem Sohn etwas Vernünftigeres von dem Geld kauft oder ähnliches. Aber im Traum war es anders. Ich weiß nicht, ob es allein aus den obigen Sätzen herauszufiltern war oder ob er doch noch weiteres wirres Zeug erzählte. Aber es war offensichtlich: Er war verrückt geworden. Geistig total neben sich. Wie auf Droge. Über das was er von sich gab, konnte man nur den Kopf schütteln und denken: "Was ist nur aus diesem Menschen geworden?!"
Jedenfalls sah ich aus der Entfernung Polizeibeamte. Sie kamen näher. Immer näher. An unseren Tisch. Und sie nahmen ihn mit. Einfach so. Kommentarlos. Und alle wussten, dass es kein Missverständnis war. Dass das alles seine Richtigkeit hatte. Und es fühlte sich schrecklich an. Nicht aus Mitleid. Ich fühlte mich schrecklich. So gedemütigt. Der eigene Vater wird abgeführt. Das Gefühl, alle starren dich an. Ob aus Mitleid oder von oben herab. Vollkommen egal. Tatsache ist, dass es ganz fürchterlich war.
Warum ich nun von meinem Vater träumte? Diese Frage braucht man sich eigentlich nicht zu stellen, weil es wohl vollkommen normal ist. Trotzdem vermute ich, dass die gestrige NDR Talkshow nicht ganz unschuldig daran ist. Julian Böhm war zu Gast. Kennt niemand?! Ich auch nicht. Zu seinem Vater, Werner, hat er seit jeher ein schlechtes Verhältnis. Erfuhr meist von Freunden, die die Bild lasen, was sein Vater nun schon wieder angestellt hatte.
Nein, mein Vater ist kein Promi. Dennoch kam es mir doch sehr bekannt vor. Nicht selten musste ich mir in der Schule anhören: "Was läuft denn nun schon wieder mit der und der? [...] Sag mal, ist dein Vater jetzt mit der und der zusammen?"
Am Ende wurde Julian Böhm gefragt, ob die Tür von seiner Seite offen stehen würde, sollte sein Vater wieder Kontakt aufnehmen. Seine Antwort war sehr eindeutig: "Jetzt ist die Tür zu. [...] Ich brauch' ihn nicht mehr." Irgendwann sei auch mal Schluss. Er sprach mir aus der Seele. Trotzdem... ist alles leichter gesagt als getan.
Wir waren beim Brunchen. In einem Garten. Die Familie saß an einem Tisch. Ich neben ihm. Mein Freund (?) am Nebentisch. Mein Vater erzählte drauf los: "Sidney hat sich einen Hubschrauber gewünscht. Aber ich hab mich entschieden ihm Geld in den Umschlag zu legen. [...]" Klingt normal, oder?! Stinknormal. Nicht weiter erwähnenswert. Ein Vater, der eben denkt, dass die Mutter dem Sohn etwas Vernünftigeres von dem Geld kauft oder ähnliches. Aber im Traum war es anders. Ich weiß nicht, ob es allein aus den obigen Sätzen herauszufiltern war oder ob er doch noch weiteres wirres Zeug erzählte. Aber es war offensichtlich: Er war verrückt geworden. Geistig total neben sich. Wie auf Droge. Über das was er von sich gab, konnte man nur den Kopf schütteln und denken: "Was ist nur aus diesem Menschen geworden?!"
Jedenfalls sah ich aus der Entfernung Polizeibeamte. Sie kamen näher. Immer näher. An unseren Tisch. Und sie nahmen ihn mit. Einfach so. Kommentarlos. Und alle wussten, dass es kein Missverständnis war. Dass das alles seine Richtigkeit hatte. Und es fühlte sich schrecklich an. Nicht aus Mitleid. Ich fühlte mich schrecklich. So gedemütigt. Der eigene Vater wird abgeführt. Das Gefühl, alle starren dich an. Ob aus Mitleid oder von oben herab. Vollkommen egal. Tatsache ist, dass es ganz fürchterlich war.
Warum ich nun von meinem Vater träumte? Diese Frage braucht man sich eigentlich nicht zu stellen, weil es wohl vollkommen normal ist. Trotzdem vermute ich, dass die gestrige NDR Talkshow nicht ganz unschuldig daran ist. Julian Böhm war zu Gast. Kennt niemand?! Ich auch nicht. Zu seinem Vater, Werner, hat er seit jeher ein schlechtes Verhältnis. Erfuhr meist von Freunden, die die Bild lasen, was sein Vater nun schon wieder angestellt hatte.
Nein, mein Vater ist kein Promi. Dennoch kam es mir doch sehr bekannt vor. Nicht selten musste ich mir in der Schule anhören: "Was läuft denn nun schon wieder mit der und der? [...] Sag mal, ist dein Vater jetzt mit der und der zusammen?"
Am Ende wurde Julian Böhm gefragt, ob die Tür von seiner Seite offen stehen würde, sollte sein Vater wieder Kontakt aufnehmen. Seine Antwort war sehr eindeutig: "Jetzt ist die Tür zu. [...] Ich brauch' ihn nicht mehr." Irgendwann sei auch mal Schluss. Er sprach mir aus der Seele. Trotzdem... ist alles leichter gesagt als getan.


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