Montag, Dezember 03, 2007

Eisige Kälte.

Dieses Mal hat es mich erwischt.
Man kann nicht immer nur gewinnen.
Ich verliere mein Gleichgewicht.
Das war's. Du dachtest, ich wär stark.
Bis zu diesem Tag
an dem meine kleine Welt zerbricht.
(Madsen - Der Moment)

Die letzte Nacht war die Beschissenste überhaupt. Zweieinhalb Stunden Schlaf. Wenn überhaupt. S-Bahn hatte auch noch Verspätung. Zudem nur ein Wagen. Das bedeutete "Stehen". Drei Stationen vor dem Ziel drängelte ich mich an den anderen Fahrgästen vorbei. Richtung Ausgang. Ich hätte sonst 'nen Kreislaufkollaps bekommen. Stattdessen wollte ich die weniger überfüllte S5 nehmen. Da meine S4 jedoch Verspätung hatte, war diese schon weg und somit stieg ich dann nach zwanzig Minuten in der Kälte stehen erneut in eine (andere) überfüllte S4.
In dem Moment schrieb mir Steff, dass ich mir keine Sorgen mehr machen müsse. Es sei nichts passiert. Schlagartig ging es mir besser. Zumindest ein wenig. Zum einen war ich erleichtert, zum anderen stieg ungeheure Wut in mir auf. Auch auf mich selbst. Weil ich so dumm war, mir von irgendwelchen unbegründeten Horrorszenarien den Schlaf rauben zu lassen.

Es hat gerade erst begonn'
Jetzt ist es schon vorbei.
Es ging alles viel zu schnell.
Das kann nicht das Ende sein.
(Madsen - Happy End)

Nach Jahren hatt ich endlich (wieder) das Gefühl aufzutauen. Glaubte jemanden gefunden zu haben, für den ich Schritt für Schritt meine Blockade abbauen könnte. Und alles, was mir am Ende geblieben ist, sind Unmengen Fragezeichen. Erneut komme ich zu der Erkenntnis, dass ich auf diese ganze Gefühlsscheiße keinen Bock hab. Weil es so unglaublich schmerzvoll ist, verletzlich zu sein. Ich spüre wieder eisige Kälte in mir aufsteigen. Noch nie hat es sich besser angefühlt...