Donnerstag, November 22, 2007

Veränderungen

Vermutlich nur positive. Auch wenn ich heut' morgen schon den zweiten Tag in Folge den Tränen nah war. Ist aber nicht weiter schlimm. Momentan habe ich das Gefühl vor einer großen Herausforderung zu stehen. Es gibt Höhen und Tiefen, aber ich bin guter Hoffnung diese Zeit zu meistern.
Gedanken wie "Ich schaff' das alles nicht" werden entweder durch ein "Ich hab's drauf - das werd' ich den schon allen zeigen" oder durch ein paar nette, hilfsbereite, verständnisvolle und unterstützende Worte von Kollegen verdrängt.
Vielleicht ist es wirklich eine Prüfung. Und wenn nicht, sollte ich es dennoch als Prüfung für mich selbst ansehen, um zu erkennen, wann ich an meine (persönlichen) Grenzen stoße. Nichtsdestotrotz bin ich unheimlich froh über diesen momentanen Zustand. Mir wird das Gefühl gegeben, dass ich gebraucht werde und in gewisser Maßen für andere nützlich bin. Das hatte ich bitter nötig. Es tut gut gefordert und ab und zu auch mal gelobt zu werden.
So viel zu den "beruflichen" Veränderungen, die mich den Großteil des Tages beschäftigen. Privat ist letzte Woche nun ein neuer Mensch in mein Leben getreten (das klingt jetzt aber wirklich mehr als blöd), den ich heut' nachmittag erneut getroffen habe. Morgen folgt dann eine mindestens dreistündige gemeinsame Autofahrt.
Übrigens habe ich ihn heute zum Kaffee eingeladen. Ich hätte sonst ein total schlechtes Gewissen gehabt, wenn er schon wieder bezahlt hätte, wo er doch morgen auch die Spritkosten trägt. Außerdem find ich die Einstellung total bescheuert, dass immer der Mann zahlen muss. Liegt wohl daran, dass dies wieder zu einem Gefühl der Abhängigkeit führen würde. (Ist es eigentlich unhöflich nur 25 Cent Trinkgeld zu geben? Ich hab halt aufgerundet.)
Ich weiß nicht so recht, was ich von all dem halten soll. Also von der Person und den Treffen. Wir haben uns nicht immer etwas zu sagen. Dann entstehen schreckliche Gesprächspausen. Aber dann fällt irgendwem wieder eine Frage ein, um die Pause kurze Zeit zu überbrücken. Und wenn wir miteinander reden, einander zuhören, ist es wirklich angenehm.
Ich glaub, er ist der erste Mensch, den ich gerne umarmen würde, aber bei dem ich gerade mal ein Händeschütteln zustande kriege. Wahrscheinlich aus Angst, der Gegenüber könnte etwas missverstehen. Und ehe ich nicht weiß, was ich selbst von allem halten soll, möchte ich dieses Risiko besser nicht eingehen. Ach weiß auch nicht, warum. Irgendwas blockiert mich. Andererseits hat diese Distanz, die wir dadurch bestehen lassen, auch was.

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