Samstag, November 03, 2007

Sich der Angst zu stellen...

... soll ja helfen. Also ging ich gestern zu Fuss von Vincents Geburtstag zurück nach Hause. Nachts um zwei. Bis zum Bahnhof war's kein Problem, da eine Marie (Warum bin ich in der zehnten eigentlich nicht darauf gekommen, mein normal anerkanntes Abi an einem Fachgymnasium zu machen?) mich begleitete. Als ich dann aber in die "Siedlung" kam, plagte mich doch durchgehend der Gedanke, gleich könnte jemand aus dem Busch spring. Und dann unsere "Hofeinfahrt"... Immerhin ging das Licht diesmal an. Um die Ecke zu gehen war nochmal Nervenkitzel und ab dann rannte ich nur noch. Schnell die Treppe hoch, Schlüssel rein, umgedreht, ins Haus, Tür sofort zu. Geschafft.
Letztendlich glaube ich nicht, dass das irgendwas bringt. Mit dieser Angst werd' ich mich sicherlich jedes Mal auf's Neue auseinandersetzen müssen. Abends nicht, aber nachts ist es wirklich ganz schlimm. Dabei ist Bissendorf so ein friedliches Dörf'chen...

6 Kommentare:

Robby hat gesagt…

Hmm. Sich der Angst zu stellen würde eher bedeuten, nach der Kurve trotz innerlicher Anspannung ruhig und gelassen weiterzulaufen. Es zu kontrollieren, umzuwandeln.

Abgesehen davon dürfte bei euch theoretisch weniger passieren, als bei uns. Und selbst bei uns kommt man eigentlich problemlos nach Hause - ich mag's. Hat eben diesen gewissen Thrill. Die Sinne geschärft, man muss Leute, Orte, dunkle Ecken beobachten und alles - yeehaa

Schaf hat gesagt…

"Sich der Angst zu stellen würde eher bedeuten, nach der Kurve trotz innerlicher Anspannung ruhig und gelassen weiterzulaufen."

Würde das nicht schon bedeuten mit der Angst fertig zu werden? Na ja, vielleicht hast du recht.
Aber ich glaub, wenn man sich das erste Mal bewusst der Angst stellt, kann man noch nicht erwarten, so kontrolliert und ruhig zu bleiben.
Es geht ja eher darum, nicht zu sagen: "Nein. Ich hab Angst, da geh ich um diese Zeit nicht allein lang." sondern es zu wagen. Dadurch wird die Angst doch aber nicht eingestellt - so seh ich das zumindest.

Letztendlich könnte überall was passieren. Sowohl auf dem Dorf als auch in der Stadt. Aber von allen Orten der Wedemark ist Bissendorf womöglich wirklich noch am sichersten.

"man muss Leute, Orte, dunkle Ecken beobachten und alles"
Das sieht bei mir dann so aus. Dass ich mich alle paar Sekunden umdrehe, weil ich mir einbilde ein Geräusch gehört zu haben und mich versichern muss, dass wirklich NIEMAND hinter mir läuft :D

Robby hat gesagt…

Da fehlt - meiner Meinung nach - aber der Versuch. Wenn du probierst es zu kontrollieren, es aber nicht schaffst, ist es was anderes, als wenn du gleich losrennst ;)
Aber in paar Monaten dürfte ich mehr/fundierteres wissen

Schaf hat gesagt…

Mäh! Ich hab's doch versucht. Das waren mindestens 5 Minuten. Und 10 Sekunden bin ich davon nur gerannt. Ganz zum Schluss.
Also nix mit "gleich losrennen" - 5 Minuten befürchtete ich mindestens, dass jemand aus dem Busch springt.

In ein paar Monaten? Meinste bis dahin hab ich die Angst im Griff? Oder haste da Vorlesungen zum Thema "Angst"?

Robby hat gesagt…

Naja, Interventionssachen eben ;)
Sonst rennst du die ganze Zeit?! Oo

Schaf hat gesagt…

Och määäääääh. Nein, natürlich nicht.