Sonntag, Oktober 14, 2007

Glennkill (Leonie Swann)

Dank Glennkill habe ich nun endlich den Beweis: Ich bin ein Schaf. Durch und durch:
"Unmögliche und verwirrende Dinge sollte ein Schaf am besten so schnell wie möglich vergessen, bevor ihm die Welt unter den Hufen durcheinander geriet. [...] Schafe sind normalerweise kein geschwätziges Volk. [...] Aber alle Schafe schätzen gute Geschichten. Am liebsten hören sie nur zu und staunen - auch deshalb, weil man gleichzeitig zuhören und kauen kann."
Auch wenn es um Schafe geht, war ich während des Lesens gelegentlich geneigt, das Buch zur Seite zu legen. Der langatmige Schreibstil (meine Meinung) war Schuld, aber: "Alle Geschichten haben ein Ende! Es nützt nichts, das Buch in der Mitte wegzuwerfen, nur weil man etwas nicht versteht."
Und das war gut so! Denn die letzten hundert Seiten waren tatsächlich noch einen Tick unterhaltsamer, sodass ich gleich mal meinen Sonntag abend dafür opferte. Vielleicht legte ich dieses Tempo aber auch nur deshalb vor, weil ich es kaum erwarten konnte, dass es endlich ein Ende hat?!

"Die meisten Menschen zögern, bevor sie ihre Wege verlassen. Misstrauisch sind sie und zartpfotig, als wäre der Boden voller Stolperlöcher, und ihre ersten Schritte sind wie im Schlamm."

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