So dachte ich heute morgen. Eigentlich schon gestern abend. Ich war nun jeden Tag zu Hause, obwohl ich eigentlich ein wenig in Niedersachsen rumfahren wollte, aber irgendwie habe ich meinen Arsch nicht hochgekriegt. So konnte das nicht weitergehen. Also entschied ich gestern, entweder nach Bremen, Oldenburg oder Hameln zu fahren. Oldenburg fiel raus, weil ich überraschenderweise noch eine "persönliche Reiseführerin" gefunden habe, die jedoch erst ab nächster Woche zur Verfügung steht. In Hameln war ich nun schon mindestens zweimal, also tendierte ich zu Bremen.
Gegen halb eins brachte ich meine Mutter zum Zug nach Magdeburg, um anschließend auf den Abfahrtsplan zu gucken, wohin es mich verschlagen könnte. Auf den Bremer Zug hätte ich noch eine dreiviertel Stunde warten müssen. Die gröhlenden Fussballfans nahmen mir die Entscheidung ab: Ich stieg in den metronom nach Lüneburg, denn länger hätten es meine Nerven nicht auf dem Bahnhof ausgehalten. Kann zwar manchmal ganz unterhaltsam sein, aber heute konnte ich gut auf 10.000 "Shalalalalalas" verzichten.
Der metronom fuhr mit Verspätung los, konnte mir aber egal sein: Ich hatte ja Zeit. Schmutzig war er wohl auch, zumindest entschuldigte sich das Zugpersonal mehrmals für die Verunreinigungen, die von den Hamburger Fussballfans verursacht worden. Hauptsache ich hatte meinen Platz - was nicht selbstverständlich war - standen einige in den Gängen. Neben mich platzierte sich ein junger Mann. Komische Geräusche machte der. Gegenüber von uns setze sich ein junges Paar. Mein Nachbar begann ein Gespräch mit dem Mädel, das gerade ihren DiscMan auspackte. "Was ist das denn? Sowas gibt's noch?" Für diese Abfälligkeit hätte ich ihn schon das erste Mal schlagen können. "Auch noch aus der Bücherei?" "Ja. Kaufen ist ein bisschen teuer." "Dann lädt man sich das halt runter." Noch ein Schlag. Das war echt ein Arschloch. Sein "Na ja, soll keine Beleidigung sein. Ich sammle auch CDs" machte es auch nicht besser. Diskutierte mit ihr dann noch über Bücher. Zur allgemeinen Erleichterung stieg er bereits in Großburgwedel aus. Am benachbarten Vierer ließ man sich dann über den Typen aus und kam ins Gespräch (die im Vierer - nicht ich, wie gesagt, ich bin auf's Zuhören spezialisiert). Fand es jedenfalls sehr interessant dieser Unterhaltung zu lauschen. Später tranken sie auch noch Wein zusammen. (Becher hatten sie vom Junggesellinnen-Abschied im "Schneewittchen und Zwergen"-Kostüm bekommen).
1,5 Stunden später war ich dann in Lüneburg. Als ich aus der Bahnhofshalle trat, saß da so'n Mann an die 50 auf dem Freisitz und sprach einen anderen einladend an: "Kommen Sie auf ein Bier. Ich hab heute Geburtstag." Einfach so. Er saß alleine und wollte mit irgendwem ein Bierchen trinken. Irgendwie traurig. Also dass er allein war. Dummerweise war der Angesprochene (sah aus wie'n Penner) der deutschen Sprache nicht mächtig. Auf dem Rückweg sah ich jedoch, dass das Geburtstagskind immer noch da saß und sich angeregt mit einem Herren unterhielt. Hatte er also doch noch jemanden gefunden (vielleicht war's auch der Penner?!). Die Kellner amüsierten sich und schüttelten den Kopf. "Das ist schon sein viertes Bier" hörte ich sie sagen.
Nun aber zu Lüneburg. Schöne Stadt. Ich liebe diese Städte, die fast komplett im Altstadtstil erhalten sind. Also auch die Einkaufspassagen. Zunächst ging ich an den Geschäften vorbei, folgte dem "Rathaus"-Schild und platze an der "Nikolaikirche" beinahe in eine Hochzeit. Aber offenbar war das Brautpaar noch nicht anwesend. Als ich mir mein (oberflächliches) Bild von Lüneburg gemacht hatte, genehmigte ich mir noch eine kleine Shoppingtour - eigentlich war ich nur in einem Geschäft, wenn man Rossmann nicht mitzählt - und fand zu meiner Überraschung sogar ein Schnäppchen. Eine kurze Cordhose! Und das beste: Die passt! Kein Baucheinziehen beim Anziehen wie bei 80 Prozent meiner anderen Hosen - kommt dann wahrscheinlich nach der ersten Wäsche.
Halb fünf ging's zurück. In Langenhagen Mitte stieg ich dann in die S4 um. Fussball war wohl grad zu Ende - zumindest den vollen Gängen nach zu urteilen. Kreislauf hielt die drei Stationen aber zum Glück durch.
Zurück in Bissendorf erledigte ich noch ein, zwei Einkäufe. An der Rewe-Kasse bezahlte ich, trat einen Schritt zurück - und autsch! Stellt die Tusse hinter mir doch den Kinderwagen direkt in den Weg? Hat die keine Augen im Kopf?! Nein, ich war natürlich nicht wütend. Es tat zwar die ersten etwa 90 Sekunden verdammt weh, aber ich lächelte und schob den Kinderwagen, der natürlich zurückgerollt war, wieder zurück.
Zu Hause angekommen war mein erster Gedanke dann: Blumen gießen! (Ein Fortschritt: Sonst vergesse ich das immer.) Das heißt jedoch keinesfalls, dass dieser gleich ausgeführt wurde. Denn was macht die Maria, wenn sie nach Hause kommt?! Richtig, Essen. Ich trat in die Küche. Wie erwartet lag auf der Ablage ein Zettel: "Wäsche aufhängen". Wird gemacht. Ich öffnete den Brotkasten. Noch ein Zettel: "Wäsche aufhängen." Den Kühlschrank öffnend, dachte ich: "Also wenn da jetzt auch einer liegt, dann..." Und es lag einer drin! Das gibt's doch nicht! Offensichtlich kennt mich meine Mutter doch besser als ich dachte. Fand ich sehr erschreckend, dass sie das so voraussehen konnte...
Gegen halb eins brachte ich meine Mutter zum Zug nach Magdeburg, um anschließend auf den Abfahrtsplan zu gucken, wohin es mich verschlagen könnte. Auf den Bremer Zug hätte ich noch eine dreiviertel Stunde warten müssen. Die gröhlenden Fussballfans nahmen mir die Entscheidung ab: Ich stieg in den metronom nach Lüneburg, denn länger hätten es meine Nerven nicht auf dem Bahnhof ausgehalten. Kann zwar manchmal ganz unterhaltsam sein, aber heute konnte ich gut auf 10.000 "Shalalalalalas" verzichten.
Der metronom fuhr mit Verspätung los, konnte mir aber egal sein: Ich hatte ja Zeit. Schmutzig war er wohl auch, zumindest entschuldigte sich das Zugpersonal mehrmals für die Verunreinigungen, die von den Hamburger Fussballfans verursacht worden. Hauptsache ich hatte meinen Platz - was nicht selbstverständlich war - standen einige in den Gängen. Neben mich platzierte sich ein junger Mann. Komische Geräusche machte der. Gegenüber von uns setze sich ein junges Paar. Mein Nachbar begann ein Gespräch mit dem Mädel, das gerade ihren DiscMan auspackte. "Was ist das denn? Sowas gibt's noch?" Für diese Abfälligkeit hätte ich ihn schon das erste Mal schlagen können. "Auch noch aus der Bücherei?" "Ja. Kaufen ist ein bisschen teuer." "Dann lädt man sich das halt runter." Noch ein Schlag. Das war echt ein Arschloch. Sein "Na ja, soll keine Beleidigung sein. Ich sammle auch CDs" machte es auch nicht besser. Diskutierte mit ihr dann noch über Bücher. Zur allgemeinen Erleichterung stieg er bereits in Großburgwedel aus. Am benachbarten Vierer ließ man sich dann über den Typen aus und kam ins Gespräch (die im Vierer - nicht ich, wie gesagt, ich bin auf's Zuhören spezialisiert). Fand es jedenfalls sehr interessant dieser Unterhaltung zu lauschen. Später tranken sie auch noch Wein zusammen. (Becher hatten sie vom Junggesellinnen-Abschied im "Schneewittchen und Zwergen"-Kostüm bekommen).
1,5 Stunden später war ich dann in Lüneburg. Als ich aus der Bahnhofshalle trat, saß da so'n Mann an die 50 auf dem Freisitz und sprach einen anderen einladend an: "Kommen Sie auf ein Bier. Ich hab heute Geburtstag." Einfach so. Er saß alleine und wollte mit irgendwem ein Bierchen trinken. Irgendwie traurig. Also dass er allein war. Dummerweise war der Angesprochene (sah aus wie'n Penner) der deutschen Sprache nicht mächtig. Auf dem Rückweg sah ich jedoch, dass das Geburtstagskind immer noch da saß und sich angeregt mit einem Herren unterhielt. Hatte er also doch noch jemanden gefunden (vielleicht war's auch der Penner?!). Die Kellner amüsierten sich und schüttelten den Kopf. "Das ist schon sein viertes Bier" hörte ich sie sagen.
Nun aber zu Lüneburg. Schöne Stadt. Ich liebe diese Städte, die fast komplett im Altstadtstil erhalten sind. Also auch die Einkaufspassagen. Zunächst ging ich an den Geschäften vorbei, folgte dem "Rathaus"-Schild und platze an der "Nikolaikirche" beinahe in eine Hochzeit. Aber offenbar war das Brautpaar noch nicht anwesend. Als ich mir mein (oberflächliches) Bild von Lüneburg gemacht hatte, genehmigte ich mir noch eine kleine Shoppingtour - eigentlich war ich nur in einem Geschäft, wenn man Rossmann nicht mitzählt - und fand zu meiner Überraschung sogar ein Schnäppchen. Eine kurze Cordhose! Und das beste: Die passt! Kein Baucheinziehen beim Anziehen wie bei 80 Prozent meiner anderen Hosen - kommt dann wahrscheinlich nach der ersten Wäsche.
Halb fünf ging's zurück. In Langenhagen Mitte stieg ich dann in die S4 um. Fussball war wohl grad zu Ende - zumindest den vollen Gängen nach zu urteilen. Kreislauf hielt die drei Stationen aber zum Glück durch.
Zurück in Bissendorf erledigte ich noch ein, zwei Einkäufe. An der Rewe-Kasse bezahlte ich, trat einen Schritt zurück - und autsch! Stellt die Tusse hinter mir doch den Kinderwagen direkt in den Weg? Hat die keine Augen im Kopf?! Nein, ich war natürlich nicht wütend. Es tat zwar die ersten etwa 90 Sekunden verdammt weh, aber ich lächelte und schob den Kinderwagen, der natürlich zurückgerollt war, wieder zurück.
Zu Hause angekommen war mein erster Gedanke dann: Blumen gießen! (Ein Fortschritt: Sonst vergesse ich das immer.) Das heißt jedoch keinesfalls, dass dieser gleich ausgeführt wurde. Denn was macht die Maria, wenn sie nach Hause kommt?! Richtig, Essen. Ich trat in die Küche. Wie erwartet lag auf der Ablage ein Zettel: "Wäsche aufhängen". Wird gemacht. Ich öffnete den Brotkasten. Noch ein Zettel: "Wäsche aufhängen." Den Kühlschrank öffnend, dachte ich: "Also wenn da jetzt auch einer liegt, dann..." Und es lag einer drin! Das gibt's doch nicht! Offensichtlich kennt mich meine Mutter doch besser als ich dachte. Fand ich sehr erschreckend, dass sie das so voraussehen konnte...


1 Kommentar:
Die Zettel deiner Mutter *lach*
"Und das beste: Die passt! Kein Baucheinziehen beim Anziehen wie bei 80 Prozent meiner anderen Hosen"
Wie wär's mit Hosen in der passenden Größe kaufen?! :D
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