Vor ein paar Wochen behauptete ich, dass Autoren besser schreiben können als ihre weibliche Konkurrenz. Ich muss mich berichtigen. Mit "Eidechse" hat nun das dritte Buch von Banana Yoshimoto einen Platz in meinem Regal gefunden und damit hat sie es erneut geschafft mich in ihren Bann zu ziehen.
"Es wäre doch schön, wenn es jemanden gäbe, so jemanden wie Gott, der die Regeln für unsere Welt festlegen würde. Der darauf achtgeben würde, dass ein Mensch nur so weit geht, wie es ihm erlaubt ist. Der beurteilen könnte, wann es genug ist und man absolut nich weitermachen sollte - so jemanden gibt es aber nicht. Es wäre doch schön, wenn jemand den Lauf der Dinge aufhalten würde, das tut aber keiner. Das müssen wir selbst erledigen. Egal, wie schlimm es auch ist, was man erlebt, es lässt sich nicht ändern und es bleibt einem nur der Gedanke, dass alles mögliche passieren kann."
Womöglich waren es gar nicht meine Grübeleien und Überlegungen, die den Lauf der Welt bestimmten, vielleicht brauchten [...] wir alle uns gar nicht groß zu quälen, und die Köpfe zu zerbrechen, weil wir uns nämlich in einem riesigen Strudel befanden, der uns immer weiter mit fortriss bis wir sowieso irgendwann an den richtigen Platz gespült würden. Das war der Augenblick, in dem ich mich einen ersten, winzigen Schritt von der Vorstellung löste, ich sei der Nabel der Welt. Ich verspürte weder Freude noch Enttäuschung, sondern ein seltsam gelöstes Gefühl der Unruhe, der Ungewissheit, so als hätte ich endlich einen Muskel locker gelassen, den ich bis dahin immer unnötig angespannt hatte.
"Du hattest immer schon ein Talent, das mir fehlt. [...] Für die Kunst zu leben, das Leben auszuschöpfen. Das Talent zu meinen, alles habe seine Zeit und zu merken, wann es Zeit ist weiterzuziehen. Das Talent, immer nach vorne zu schauen. Das Talent, der Illusion aufzusitzen, dass man imstande sei, sich in einer Sache zu perfektionieren, bis man ihrer überdrüssig wird, um dann damit abzuschließen, sich etwas anderem zu widmen. Obwohl der Mensch sich doch in Wiklichkeit sein Leben lang immer nur im Kreise dreht."
Der Abschied war so traurig. Dass dieser Tag irgendwann kommen musste, war klar, doch die Zeit, die wir gemeinsam verbracht hatten, war zu perfekt gewesen, als dass wir uns [...] einfach hätten wiedersehen können [...] Das gibt es dann wohl auch [...] Dass etwas perfekt ist und deshalb zu Ende gehen muss.
"Es wäre doch schön, wenn es jemanden gäbe, so jemanden wie Gott, der die Regeln für unsere Welt festlegen würde. Der darauf achtgeben würde, dass ein Mensch nur so weit geht, wie es ihm erlaubt ist. Der beurteilen könnte, wann es genug ist und man absolut nich weitermachen sollte - so jemanden gibt es aber nicht. Es wäre doch schön, wenn jemand den Lauf der Dinge aufhalten würde, das tut aber keiner. Das müssen wir selbst erledigen. Egal, wie schlimm es auch ist, was man erlebt, es lässt sich nicht ändern und es bleibt einem nur der Gedanke, dass alles mögliche passieren kann."
Womöglich waren es gar nicht meine Grübeleien und Überlegungen, die den Lauf der Welt bestimmten, vielleicht brauchten [...] wir alle uns gar nicht groß zu quälen, und die Köpfe zu zerbrechen, weil wir uns nämlich in einem riesigen Strudel befanden, der uns immer weiter mit fortriss bis wir sowieso irgendwann an den richtigen Platz gespült würden. Das war der Augenblick, in dem ich mich einen ersten, winzigen Schritt von der Vorstellung löste, ich sei der Nabel der Welt. Ich verspürte weder Freude noch Enttäuschung, sondern ein seltsam gelöstes Gefühl der Unruhe, der Ungewissheit, so als hätte ich endlich einen Muskel locker gelassen, den ich bis dahin immer unnötig angespannt hatte.
"Du hattest immer schon ein Talent, das mir fehlt. [...] Für die Kunst zu leben, das Leben auszuschöpfen. Das Talent zu meinen, alles habe seine Zeit und zu merken, wann es Zeit ist weiterzuziehen. Das Talent, immer nach vorne zu schauen. Das Talent, der Illusion aufzusitzen, dass man imstande sei, sich in einer Sache zu perfektionieren, bis man ihrer überdrüssig wird, um dann damit abzuschließen, sich etwas anderem zu widmen. Obwohl der Mensch sich doch in Wiklichkeit sein Leben lang immer nur im Kreise dreht."
Der Abschied war so traurig. Dass dieser Tag irgendwann kommen musste, war klar, doch die Zeit, die wir gemeinsam verbracht hatten, war zu perfekt gewesen, als dass wir uns [...] einfach hätten wiedersehen können [...] Das gibt es dann wohl auch [...] Dass etwas perfekt ist und deshalb zu Ende gehen muss.


1 Kommentar:
Ein bisschen *autsch*, ein bisschen "ist mit egal", viel "Eigentlich musst du lernen und kannst dir über den Inhalt dieser Worte keine Gedanken machen. Und selbst ohne dies, solltest du nicht.".
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