Sonntag, Juli 01, 2007

Abi-Entlassung '07

Im strömendem Regen kam ich am Samstag gegen 10:27 Uhr am Schulzentrum an. Dummerweise gab es weder auf dem Schülerparkplatz noch auf der Ortsriede Parkplätze. Also musste ich in einer Nebenstraße parken und dann noch das ganze Stück bei dem Regen zum Schulgebäude hetzen. Immerhin war ich nicht die letzte. Dauerte dann noch ewig bis wir endlich in die Agora einmarschieren durften. Aber dann stimmte das Orchester die ersten Töne [The Muppet Show Theme] an und der offizielle Akt der Entlassung begann.
Unsere Schulleiterin begrüßte uns, der stellvertretene Bürgermeister sowie der Vorsitzende des Fördervereins hielten ein Grußwort ehe der Chor zwei Stücke präsentierte. Die Ansprache des Elternvertreters war... na ja, also es suchten viele Abiturienten Augenkontakt zu anderen, um Bestätigung zu finden, dass sich jeder fragte: "Hä? Wovon redet der da?" So schwer war es aber auch nicht. Im Grunde wollte er uns nur darin bestärken unsere Talente ausfindig zu machen, etwas aus unserem Leben zu machen, Chancen zu nutzen - so würde ich das Ganze zumindest übertragen. Es war sehr offensichtlich, dass sein Sohn den Vortragsstil seines Vaters übernommen hat. Das war das, was mir richtig gut an der Rede gefiel, weil es mich so zum Schmunzeln brachte, wenn ich immer wieder dieselbe Betonung aufschnappte.
Im Anschluss spielte das Blockflötenensemble. Also so richtig kann ich mich für diese Instrumente nicht begeistern. Daher war ich froh als Gerrit und Irene nach vorne kamen, um die Abiturienten-Rede zu halten. Damit konnte man sich indentifizieren, verstand die Andeutungen. Haben die Zwei super gemacht. Sehr schön war auch das Dankeschön an die Lehrerschaft, die so freundlich war sich mit uns ein Jahr lang die Toiletten zu teilen.
Die wichtigsten Personen der Schule erhielten zum Dank auch noch ein Geschenk - auch Frau Krettek, worauf Tobi und ich beinahe in Lachen ausbrachen, weil wir an ihre blauen Hände denken mussten. Das war damals eine der amüsantesten Chemiestunden. Ach ja, gibt doch viele schöne Erinnerungen, die ich von der Schule behalten werde.
"That's what friends are for" trällerten anschließend die Abiturienten, die im Chor waren. Am Klavier: Franzi! Später auch noch einmal mit dem Orchester zusammen. Sie hat es wirklich drauf! Ich beneide sie so um ihr musikalisches Talent. Ob Klavier oder Gesang - ich könnte ihr stundenlang zuhören.
Meine "geliebte" Englischlehrerin hielt die Lehrerrede. War in Ordnung. Erinner mich nicht mehr hundertprozentig daran, was sie genau geschwafelt hat. Viel interessanter war dann doch die Zeugnisvergabe. Frau Klapper ließ es sich nicht nehmen noch einmal unseren Jahrgang zu loben. "Ein besonderer Jahrgang." Warum? Weil wir es alle geschafft haben und davon 25% die Eins vor dem Komma erreicht haben.
Letztere wurden für ihre besonderen Leistungen gewürdigt wie auch die Mitglieder des Chors und Orchesters. Die "Unwürdigen" wurden dann alphabetisch aufgerufen. Jeder, der sein Zeugnis erhalten hatte, musste - nachdem er im Goldenen Buch unterschrieben hatte - vorne stehenbleiben, sodass ich am Ende ganz allein in der Reihe saß. Mäh! Aber Frau Klapper ließ es sich nicht nehmen mich ein klein wenig aufzumuntern: "Sie werden sicher gemerkt haben, dass es hier nicht nach Leistung geht, sondern nach Alphabet, daher darf ich jetzt Maria Wachsmuth zum bestandenen Abitur gratulieren." "We can't rewind" in meinen Ohren stolzierte ich dann strahlend nach vorne, um mein Zeugnis entgegenzunehmen sowie eine Rose von Dr. Do.
Abschließend wurde das Denkmal im Innenhof enthüllt. "13 Stufen zum Erfolg." Mögen andere darüber denken, was sie wollen: Mir gefällt's. Nachdem ich mir die Abi-Zeitung geschnappt hatte, wollte ich eigentlich schnurstraks zur Kunstausstellung. Aber dann kam Ribana auf mich zu, gleich darauf Frau Sieger. Hat mich gefragt, wie es weitergeht, ob ich noch Kontakt zu den anderen habe - "Stefanie, Melissa,...." Welche Stefanie fragte ich mich bis - zum Glück - doch noch der Groschen fiel: Steff! Meine Chance meinen Stolz über Steffs tolle Leistungen an unsere ehemalige Klassenlehrerin heranzutragen. Kaum hatte sie sich verabschiedet, kam Frau Hippel auf mich zu.
Nach kurzem "Small-Talk" konnte ich mir endlich einen Weg zur Kunstausstellung bahnen. Unsere drei LKler haben wirklich Talent. Hat sich gelohnt diesen Umweg in Kauf zu nehmen. Dann musste ich aber doch langsam nach Hause, schließlich wartete meine "Stylistin" auf meinen Anruf. Also verließ ich das Schulgebäude mit einem mir unbekannten Herrn, der mir gratulierte, mich fragte, wie man sich so fühle und mir zum Abschied viel Erfolg wünschte. Und was mach ich?! Ich entgegne: "Ihnen auch." Ich war gestern wirklich neben der Spur. Zum Beispiel ging ich auf Imkes Mama mit den Worten "Herzlichen Glückwunsch" zu - sie nahm es mit Humor.

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