Während mein Fahrrad heute nachmittag repariert wurde, ging ich für die halbe Stunde in Franzis leere Wohnung, um mir ein paar CDs zu stibitzen. Mein Blick schweifte durch das Zimmer und fiel auf ein Buch: "Liebesfluchten" von Bernhard Schlink. Ich fing sofort an zu lesen und gefesselt führte ich dies zu Hause auf dem Balkon, später in mein Bett gekuschelt, bis zur letzten Seite fort.
Zwischendurch schaute ich noch fern, mein zweites Bierchen zischend. Ehe ich weiterlesen konnte, überkam mich plötzlich - ja, was eigentlich?! Traurigkeit, Einsamkeit, Angst?! Flucht in den Alkohol um oben genanntes zu verdrängen?! Klar kann man das von einem 2%-igem Getränk nicht erwarten, aber selbst wenn es mehr gewesen wäre: Ich glaub, mich macht das nur nachdenklicher.
Flucht in die Einsamkeit? So kam es mir heute vor als ich die Wohnungstür öffnete. So hastig. Um bloß schnell hinter der Tür zu verschwinden, sich zu verstecken, niemanden sehen zu müssen, die Ruhe zu genießen, weiterzulesen?! Da ist sicherlich etwas Wahres dran, auch wenn mich das Öffnen der Tür stets bedrückt. Zu wissen, dass man wieder allein ist. Dass dahinter niemand wartet. Niemand. Auch nicht meine Mama. Und wäre sie da, dann wäre es womöglich meine Zimmertür, die ich eilig öffnen würde, um sie kurz darauf zu schließen und erneut meine Ruhe zu haben. Manchmal ertappe ich mich bei dem heimlichen Wunsch, der Vorstellung, dass hinter der Tür jemand auf mich wartet. Jemand, der mich mit offenen Armen und einem herzlichen Lächeln empfängt. Selbst wenn, wäre doch aber immer noch die Frage, ob ich zurück lächeln würde und mich in die offenen Arme fallen lassen würde oder ob ich doch nur (wieder) die Flucht ergreifen würde.
Ich glaub es wäre besser, wenn ich an dieser Stelle in die Traumwelt flüchte. Sofern ich nicht wieder von dem unglücklich verheirateten Mann mit zwei Kindern träume, der auf meine Mama steht, von Franzi umworben wird und zu dem ich mich drei Nächte zuvor so hingezogen fühlte. Nicht mal im Traum bekomme ich das Glück zu fassen.
"Es ist nicht kompliziert. Das Richtige ist einfach."
Zwischendurch schaute ich noch fern, mein zweites Bierchen zischend. Ehe ich weiterlesen konnte, überkam mich plötzlich - ja, was eigentlich?! Traurigkeit, Einsamkeit, Angst?! Flucht in den Alkohol um oben genanntes zu verdrängen?! Klar kann man das von einem 2%-igem Getränk nicht erwarten, aber selbst wenn es mehr gewesen wäre: Ich glaub, mich macht das nur nachdenklicher.
"Ihm fielen weitere Situationen ein, in denen er versagt hatte, [...] sich entzogen statt eingelassen. Sie zogen durch seine Erinnerung, wie in der Ferne eine Eisenbahn durch das Blickfeld zieht. Eine Eisenbahn, in die er hätte einsteigen sollen, die aber längst abgefahren war."
Flucht in die Einsamkeit? So kam es mir heute vor als ich die Wohnungstür öffnete. So hastig. Um bloß schnell hinter der Tür zu verschwinden, sich zu verstecken, niemanden sehen zu müssen, die Ruhe zu genießen, weiterzulesen?! Da ist sicherlich etwas Wahres dran, auch wenn mich das Öffnen der Tür stets bedrückt. Zu wissen, dass man wieder allein ist. Dass dahinter niemand wartet. Niemand. Auch nicht meine Mama. Und wäre sie da, dann wäre es womöglich meine Zimmertür, die ich eilig öffnen würde, um sie kurz darauf zu schließen und erneut meine Ruhe zu haben. Manchmal ertappe ich mich bei dem heimlichen Wunsch, der Vorstellung, dass hinter der Tür jemand auf mich wartet. Jemand, der mich mit offenen Armen und einem herzlichen Lächeln empfängt. Selbst wenn, wäre doch aber immer noch die Frage, ob ich zurück lächeln würde und mich in die offenen Arme fallen lassen würde oder ob ich doch nur (wieder) die Flucht ergreifen würde.
"Er weinte über seinen Traum, über die Angebote, die ihm das Leben gemacht und denen er sich versagt und entzogen hatte, über das Unwiederbringliche und Unersetzbare in seinem Leben. Nichts kehrte wieder, nichts konnte er nachholen. Er weinte darüber, dass er das, was er wollte, nicht stärker wollte und dass er oft nicht wusste, was er wollte. [...] Die Erinnerung schob ihm Bild um Bild vor das innere Auge, aber noch ehe er ein Bild richtig zu betrachten begonnen hatte, schlug ein Stempel darauf, und dann stand es da in dicken Buchstaben und mit dickem Rand: Vergangen."
Ich versteh' mich selbst nicht. Die Tränen kullerten nur so meine Wangen hinunter. Einfach so. Ich lag auf meinem Bett und fragte mich, was ich allein auf diesem großen Bett zu suchen habe, das nicht mal mehr mein Schwein mit mir teilt seit ich aus Paris zurückgekommen bin."Oft sind die Träume, die uns begleiten, der Kontrast zu dem Leben, das wir führen."
Ich glaub es wäre besser, wenn ich an dieser Stelle in die Traumwelt flüchte. Sofern ich nicht wieder von dem unglücklich verheirateten Mann mit zwei Kindern träume, der auf meine Mama steht, von Franzi umworben wird und zu dem ich mich drei Nächte zuvor so hingezogen fühlte. Nicht mal im Traum bekomme ich das Glück zu fassen.
"Man muss glücklich sein, damit man glücklich machen kann."
Irgendwie ist das die zweite Nacht in Folge, in der ich ins Bett gehe, wenn die Vögel schon den Beginn des neuen Tages ankündigen und von nächtlicher Dunkelheit auch nichts mehr zu sehen ist.


3 Kommentare:
-.- du hättest ja gestern nicht alleine sein müssen, aber du hast zu spät geantwortet. außerdem war ich vermutlich nicht die gesellschaft, die du wolltest...
Nein, wie gesagt. Möglicherweise will ich ja diese Ruhe, für mich sein usw. Ist halt alles ein wenig widersprüchlich. Mal so, mal so. Aber heute entscheide ich mich für Gesellschaft ;) Olé Olé Olé :)
hmm :/
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