Donnerstag, Juni 07, 2007

Bon voyage à Paris (02/06/07-06/06/07)

Bonjour mes amis! Je suis de retour à l'Allemagne! C'était très bien. Mais maintenant, je vais continuer de parler en allemand. Nach nicht mal drei Stunden Schlaf klingelte der Wecker. Ehe es zum Flughafen gehen konnte, musste mein Teppich natürlich nochmal eine Lidl-Wasser-Dusche genießen und der halbe Joghurtbecher über die Küche verteilt werden. 20 nach fünf brachten uns Lenas Vater und Micha dann zum Flughafen, wo wir dreiviertel sechs unsere Koffer abgaben, kurz nach halb Sechs eincheckten, gleich doppelt, da wir noch was vergessen hatten bei Tui Fly zu erfragen. Viertel acht durch die Gangway ("Oh là là"), 10 Minuten später waren wir komplett, der Steward erklärte die Atemschutzmasken und was weiß ich, was es da noch zu wissen gibt - im Falle eines Absturz könnte ich mich da eh nicht mehr dran erinnern. Waren alle sehr freundlich und es war um einiges komfortabler als mit Ryan Air.
Dreiviertel neun dann die Landung, Koffer waren auch schnell vor Ort, Fahrkarte gekauft, uns und später einen Franzosen gefragt, was wir bei "Numéro" schreiben sollen. Nachdem wir schlauer waren, stellte sich uns die Frage "Ou est le métro?" Wir stellten uns selten dämlich an, was zur Folge hatte, dass wir über eine Stunde in einem stickigen Bus verbrachten und immer noch über eine halbe Stunde von Paris entfernt waren.
Kurz nach halb eins erreichten wir endlich "Mairie de Clichy". Mäcce haben wir entdeckt ehe wir das Hotel gefunden hatten. Das Abendbrot war also gerettet. Nachdem wir unser Zimmer Numéro 306 bezogen hatten, deckten wir uns erstmal mit Kleinigkeiten aus dem Casino gegenüber ein - ein Supermarkt, um Missverständnisse zu vermeiden.
Nun war es aber an der Zeit etwas von der Stadt zu sehen, unser erstes Ziel war der "Tour Eiffel", wo mir gleich ein paar Jugendliche mit "Free Hugs"-Plakaten ins Auge fielen. Doch für Umarmungen war keine Zeit, wir wollten nach oben, ganz nach oben. Mit dem Fahrstuhl, versteht sich. Also angestellt, bezahlt, etwas zögerlich die Treppe hoch und uns gefragt, wo denn dieser verdammte Fahrstuhl ist. Wie wir später erfuhren waren wir an der "Only Stairs"-Kasse und waren somit gezwungen bis auf die 2. Plattform zu laufen, ehe wir uns dann an die ellenlange Schlange für den Lift ganz nach oben anstellen durften. Wir haben ihn also bezwungen und als Belohnung gab es eine ausgezeichnete Aussicht über die Stadt. Drei Stunden waren wir oben. Mindestens. Danach knipsten wir noch von unten Unmengen von Fotos, fuhren dann aber auch zeitig wieder mit dem RER nach Clichy, nahmen unser Abendbrot bei Mäcce ein und waren dreiviertel neun dann zurück im Hotel.
Am nächsten morgen ging's nach dem Frühstück Richtung Louvre. Am Grand Palais, Pont Alexandre, Place de la Concorde und den Tuilerien vorbei. In letzteren fand das all sonntagliche Vittel-Fitness statt. Das war soooooo lustig. Wie die alle mitgemacht haben, ohne rot zu werden, ohne total fertig auszusehen. Doch dieses fröhliche Bild wurde mal wieder zerstört. Von den Personen, die uns schon im Flughafen aufgefallen waren. Ich weiß nicht, wer sie sind. Französischer Bundesgrenzschutz? Aber die laufen in Deutschland doch auch nicht an den ganzen Touristenorten rum. War jedenfalls sehr beängstigend, wenn plötzlich wieder solche Herren mit ihren riesigen Gewehren auftauchten.
Im Louvre marschierten wir recht zügig hinauf zur Mona Lisa, wie so ziemlich alle Touristen. Dabei sah sie genau so aus wie immer. Also was daran nun so besonders ist, das Gemälde hinter Glas zu sehen...
Anschließend gingen wir über den Pont Neuf zur Île de la Cité, wo uns ein Vogelmarkt versprochen wurde. Für Papageien hatten wir aber nicht so viel übrig wie für die putzigen Kaninchen. Am liebsten hätten wir einen mitgenommen. Gestern auf dem Flughafen meinte Lena sogar noch zu mir, dass man den ja unter den Pulli schmuggeln könnte, da der ja mit Sicherheit nicht piepen würde. Das Risiko wollte ich dann aber doch nicht eingehen.
Am Notre-Dame wurden wir auf einen Tauben-Mann aufmerksam. Erinnerte mich irgendwie an "Kevin allein in New York". Alle Tauben versammelten sich um ihn herum, er konnte sich gar nicht vor ihnen retten. Der Grund dafür wurde auch mir, Dummerchen, irgendwann klar: Er hatte Körner in seinen Armen versteckt.
Als nächstes stand die l'Île de St. Louis an. Schöne Gassen, schöne Kirche, "schöne" Preise... Folglich nahmen wir unser Abendessen dann doch lieber auf der vorherigen Insel ein: Baguette und Crêpe mit Schokolade. Mmhm... lecker.
Unser Verdauungsspaziergang endete am Place de Dauphine, wo wir solange verweilten bis wir uns entschieden auf der Champs-Elysée zum Arc de Triomph hinauf zu schlendern, in der Annahme, dass alle Läden zu hätten, war ja schließlich Sonntag.
Wir wurden jedoch eines Besseren belehrt und mit einem "Oh mein Gott!!!! Disney!!!!!!" stürmten wir in den Disney-Laden. Das Paradies schlechthin. Leider gab es von "König der Löwen" vorwiegend Babysachen, Unterwäsche für maximal 11-jährige und einen, mir viel zu großen Simba. Ich war wirklich kurz davor ein Lätzchen zu kaufen - irgendwann würde ich es bestimmt brauchen - aber da war mir dann doch zu viel Rot drin. Schade. Na ja und zu anderen Disney-Figuren habe ich noch weniger Bezug.
Kaum waren wir dort raus, entdeckten wir schon das nächste Paradies: Virgin! Dort schnappte ich mir gleich mal eine CD von Anais ohne zu wissen, was mich erwarten würde, aber dafür gab's ja so geniale "Reinhör"-Stationen. Sowas soll's in Deutschland auch geben! Wirklich reingehört hatte ich aber nicht, klang irgendwie lustig und das reichte. Ich hör sie nun seit heut' morgen um 8 - also seit etwa sechs Stunden rauf und runter. Hat etwas von Camille, stellenweise von Janis Joplin. Richtig toll :)
Wider Erwarten schafften wir es doch noch vor Einbruch der Dunkelheit auf den Arc de Triomphe, wo wir dann einen beeindruckenden Blick auf den leuchtenden und schließlich auch kurzzeitg blinkenden Eiffelturm genossen. Danach waren wir dann noch in so einem Nobelgeschäft, das bis 2 Uhr geöffnet hat. Da gab es schöne Babybücher von Miss Kitty, um die Zahlen, Buchstaben, Farben auf Französisch zu lernen, aber da ich bezweifle, dass ich meinem Sonnenschein (den es hoffentlich irgendwann geben wird) im jungen Alter eine Fremdsprache aufdrücken möchte, verzichtete ich auch darauf. Wobei die Sprache wirklich toll ist. Wäre diese elendige Grammatik nicht, würde ich meine Französischkenntnisse gerne wieder auffrischen/erweitern.
Übrigens waren nicht mal die Franzosen bereit mit uns ein wenig in ihrer Landessprache zu sprechen, sodass wir üben konnten. Man sagt ihnen ja nach, sie würden sehr eigen sein und sich dagegen wehren, Englisch und Deutsch anzuwenden. Aber wir haben ganz andere Erfahrungen gemacht. Sie rutschten meist ins Englische ab, obwohl wir viel lieber Französisch gesprochen hätten. Und auch Deutsch konnten ein paar, zumindest am Place du Tertre in Montmartre.
Dort fuhren wir am Montag hin. Zuerst am Moulin Rouge vorbei und in der nächsten Seitenstraße entdeckten wir sofort das "Café du Deux Moulin", wo "Amélie" gedreht wurde. Schließlich landeten wir am Place du Tertre bei den vielen Künstlern. Nach einem Abstecher am und im Sacré Coeur, ließen wir uns dort dann auch nieder, denn meine Mama sollte ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk bekommen, wenn ich schon nicht bei ihr sein konnte. Ich lächelte die ganze Zeit. So sehr, dass es mir schon weh tat. Dummerweise konnten das weder Lena noch die Künstlerin sehen, was zur Folge hat, dass ich schon wieder grimmig gucke - wie schon auf dem aus Gran Canaria (hat sie übrigens auch zum Geburtstag bekommen). Aber es ist trotzdem ganz schön geworden.
Die Suche nach der Kneipe, die Lenas Bruder empfohlen hatte, führte uns zur Métrostation "Lamarck-Caulaincourt.". Dort wo Amélie sich von dem Blinden verabschiedet, anschließend fanden wir den Laden, indem dem sich im Film "Colignons" Gemüsemarkt befindet. Leider hatte dieser geschlossen. Schließlich entdeckten wir doch die Kneipe, in der die Besucher Zettelchen an der Wand hinterlassen hatten, wo wir uns auch verewigten, nachdem wir unseren Crêpe verzehrt hatten und ich das Wasser auf dem Tisch verteilt hatte (also irgendwie ist das nicht mehr normal...).
Im "Deux Moulin" suchten wir dann noch die Toiletten auf, um dann erneut Richtung Sacré Coeur zu gehen, wo sich auch das Karussel befindet. Plötzlich kam ein Schwarzer auf mich zu. Bändchen in der Hand, will dies an meinen kleinen Finger machen. Ich wehre mich, aber er gibt nicht auf. Als er fertig ist, will er es mir ummachen, ich wehre mich erneut. Aber es hilft nichts. Immerhin konnte Lena den Preis von vier auf drei €uro runterhandeln, vorausgesetzt sie dürfe noch ein Foto mit mir und den beiden machen (wird nachgereicht). Ich hätte mich den ganzen Tag darüber aufregen können. Wenn es wenigstens schön wäre, aber nein: Es ist ein hässliches Band - da trösten auch die drei Jahre Garantie nicht drüber hinweg. Dass ich nicht lache...
Am Gare de L'Est statteten wir dem Photomaton in der Eingangshalle - ja, auch in dieser lief Audrey Tautou rum - einen Besuch ab. Lenas ist ganz gut geworden. Meins... na ja...
Als nächstes stand "La Défense" an. Dort gab es erneut einen "Disney"-Laden, wo ich sogleich einen kleinen Simba fand. Plötzlich fiel mir ein, dass ich gar keine Kuscheltiere sammel oder ähnliches, aber ich kaufte ihn trotzdem. Kann ich meinem Bruder ja mal schenken - vielleicht aber auch nicht: Der weiß den kleinen Simba sicher nicht zu schätzen. Übrigens waren am "l'Arche de la Défense" Unmengen von Heineken-Flaschen. Da konnt ich nicht widerstehen...
Am Abend ließen wir uns auf einer hohen Mauer mit Blick zum Eiffelturm nieder, der erneut leuchtete und blinkte. Sehr sehr schön. Irgendein "Roland Garros"-Wagen stand da auch, aber ich weiß bis heute nicht, was das zu bedeuten hatte. Immerhin weiß ich - wikipedia sei Dank - jetzt, dass Roland Garros weder ein Tennisspieler noch ein Stadion ist...
Spät abends aßen wir dann noch Spaghetti beim Italiener. Die wollten mich schon wieder verarschen und nach draußen auf die Toilette schicken. Das haben die in Usedom auch schon gebracht. Frechheit!
Dienstag wollten wir dann zum Orientalischen Markt. Ich hatte hohe Erwartungen, aufgrund meiner Erinnerungen an Marrokko, die leider nicht erfüllt wurden. Schlimm war, dass die gesehen haben, dass wir Deutsche sind ohne dass wir den Mund aufgemacht haben. Okay, einer rief uns "Suisse" hinterher... Ich gehöre jedenfalls nicht zu den Leuten, die ihre Landsleute sofort erkennen. Wenn ich sie reden höre schon, aber rein vom Äußerlichen her nicht.
Danach spazierten wir am Canal St. Martin entlang - dort lässt "Amélie" Steinchen springen - zum Place de la République. Es folgte das Centré Pompidou, Feinkostladen an der Station Madeleine, die Oper und schließlich das "La Fayette". Riesiges Kaufhaus, das uns den vierten Blick in Folge über die Stadt ermöglichte.
Zurück auf der Champs-Elysée war der enorme Polizei-Auflauf nicht zu übersehen. Vermutlich eine Demo. Je ne sais pas. Nach dem Mittagessen bei Mäcce, suchten wir dann "La maison du chocolat" auf, um uns hinterher auf einer Bank in der Champs-Elysée niederzulassen und Ausschau nach möglichen Models zu halten, von denen es in Paris ja ach so viele geben soll. Wirklich bestätigen können wir das nicht. Ein, zwei mögliche Kandidatinnen kamen uns entgegen, aber bei den meisten mussten wir wohl oder übel feststellen: zu klein, beschissener Gang, zu hässlich. Aber nicht nur das war amüsant. Sehr lustig war es auch die wild umherfuchtelnden, telefonierenden Geschäftsleute zu beobachten. Telefonieren da mitten auf der Champs-Elysée, wo der Verkehr am lautesten ist anstatt in eine Seitenstraße zu gehen. Versteh einer die Franzosen.
Relativ zeitig fuhren wir am Dienstag wieder ins Hotel zurück, kauften uns noch ein Dessert beim Casino und spazierten durch das Viertel, wo mir ein süßes Kätzchen den Weg versperrte.
Gestern war dann unser letzter Tag. Zunächst fuhren wir nach Marrais, das Judenviertel. Dort war ein total niedlicher Hund am Fenster. Hat mir nur leider nie wirklich in die Kamera geguckt... Da das Photographie-Museum dummerweise noch bis zum 14. Juni geschlossen hat, setzten wir uns eine Weile an die Seine bis so ein Afrika-Laden gegenüber von dem Hündchen aufmachte. Richtig tolle Sachen, zum Beispiel Dekogegenstände aus Heinekendosen. Auf solche Ideen muss man erstmal kommen.
Nachdem wir noch zwei weitere Nobelläden abgeklappert hatten, spazierten wir durch die Tuilerien-Gärten über den Pont Alexandre, am Hotel d'Invalides vorbei zum Eiffelturm. Fotos gemacht und überpünktlich zurück zum Hotel, ins Casino und schließlich Richtung Flughafen, wo wir dreieinhalb Stunden zu zeitig eintrafen.
Über eine Stunde später eingecheckt, 10 Minuten vor dem Start kam dann auch unser pinkes (!) Flugzeug eingetrudelt und wir konnten sehen wie unsere Koffer, nicht gerade mit Samthandschuhen, eingeladen worden. 21:30 Uhr starteten wir - na ja wir rollten los in den "Stau" - und konnten bis nach Hannover den Sonnenuntergang beobachten. Wunderschön!
Etwa 22:50 Uhr gelandet - mit enormen Druck und Schmerzen auf/in den Ohren, die immer noch nicht so richtig weg sind, ausgestiegen, Koffer kamen auch gleich. Na ja, ich musste ein wenig länger warten, ging durch die Glastür, entdeckte eine rote Lederjacke und freute mich 'n Keks, dass meine Mama mich abholte! Die Überraschung ist ihr wirklich gelungen.
Zu Hause lieferte ich dann erst mal Bericht ab und übergab meine Geschenke. Zum einen das Bild, zum anderen "Mitbringsel" aus dem Hotel, um ihr zu zeigen, dass ich doch nach ihr komme. Ich glaube fast, dass sie sich über letzteres mehr gefreut hat.
War jedenfalls sehr schön, Wetter auch, hier und da hab ich auf Französisch mal ein paar Fehlerchen eingebaut. "Tu" statt "Vous, "Hier" statt "ici" etc... Zum Schluss noch ein paar Worte zu den Franzosen: Sie sind freundlicher als ihr Ruf & beim Einparken nehmen sie's nicht ganz so genau. Was nicht passt, wird passend gemacht.

3 Kommentare:

Steff hat gesagt…

Schöne Bilder. Den Text muss ich mir erst noch durchlesen. ;-)

Anonym hat gesagt…

du siehst dir auf dem portait nicht ähnlich :D
und du warst zum glück ja doch im montmarte

Robby hat gesagt…

schön :)
(Text und Bilder :D :))

Detailkommentare gab's ja im ICQ.