Sonntag, Juni 17, 2007

Bella Italia - Giorno Uno

Pünktlich in die S4 gestiegen, kamen Katrin S. und ich am Donnerstag morgen gegen 8 Uhr mit Verspätung der S5 am Flughafen Langenhagen an. Kaum hatten wir unsere Koffer abgegeben, meinte Katrin: "Nein! Ich hab meine Schere im Handgepäck." Hatten wir das nicht vor knapp neun Monaten schon mal?! Wie dem auch sei. Briefumschlag gekauft und Brief an sich, "Trottel", selbst geschrieben. In aller Ruhe dann noch eine heiße Tasse Kakao getrunken und dann konnten wir auch schon einchecken. Katrin plötzlich: "Sag mal, Deospray darf man aber mit reinnehmen, oder?!" Durfte man natürlich nicht...
Diesmal hat es sogar gepiept. Demzufolge wurden wir abgetastet, dachte das hört gar nicht mehr auf als man mir dann doch ein "Schönen Urlaub" wünschte. In der Wartehalle testeten wir erstmalig die Massagestühle, vielleicht auch zum letzten Mal. Weiß nicht, war ganz in Ordnung, aber vom Hocker gerissen hat es mich nicht.
Kurz vor 10 Uhr, wir saßen bereits im pinken Flieger, wurde uns dann über Lautsprecher "Boarding completed" durchgesagt und so konnte es wenige Augenblicke später in die Luft gehen. Noch nicht mal die Rollbahn verlassen, stellte Katrin fest "Ich glaub, ich hab' gar keine Flugangst". Von da an war ich diejenige, die bei leichtem Ruckeln ängstlicher schien und sich durch ein "Das ist gaaaanz normal" seitens Katrin beruhigen lassen musste.
11:45 Uhr landeten wir auch schon, warteten anschließend auf die Koffer und ließen uns von dem 6-€uro-Shuttle-Service in einer halben Stunde zum Bahnhof Termini bringen. Dort angekommen suchten wir sicher eine halbe Stunde die Information, um uns zu erkundigen, wie wir denn zu unserem Hotel gelangen würden. Mit dem Bus 310 ging's nach "Ippocrato" und dort stellte sich erneut die Frage, wo unser Hotel sei. Umwege über Umwege auf uns genommen, fanden wir es dann endlich gegen halb drei, eines älteren, straßenkundigen Italieners sei Dank.
An der Rezeption wurde unser "Voucher" dann unter allen vier Mitarbeitern fragend und Stirn runzelnd rumgereicht, die sich gerade in der Nähe befanden. Das Schlimmste erwartend, erhielten wir dann aber auch den Schlüssel zum Zimmer Numéro "81".
Kurz ausgeruht, frisch gemacht, umgezogen und schon konnt's weitergehen. Ziel war zunächst irgendein "Supermercato", den wir jedoch nicht bis zur Métro-Station "Bologna" ausfindig machen konnten, also setzten wir unsere Suche vom Bahnhof Termini aus fort.
An Stelle eines "Supermercato" wurden wir jedoch auf eine Kirche aufmerksam. Schulterfrei liefen wir hinauf als uns der Türsteher (?) Handzeichen à la "Du kommst hier net rein" gab. Völlig fertig und total verdurstet ließen wir uns auf der Treppe nieder. Erneut abwehrende, weg scheuchende Handbewegungen. Da kam Katrin die Idee: Wir zogen uns unsere Shirts an - dazu setzte ich mich natürlich auch auf eine etwas untere Treppenstufe, worauf ich erneut bösen Blicken ausgesetzt war. Kaum hatten wir unsere T-Shirts an, traf uns ein Lächeln des eben noch vermeintlich unfreundlichen Mannes sowie eine einladende Handbewegung zur Kirche hin. Wir sind so gut! War übrigens sehr schön dort.
Anschließend ging die Suche weiter. An einem wunderschönen Park mit Palmen vorbei sowie an Straßengekritzel: "Buon Giorno Principessa"! Habe es gerade so geschafft, keine weichen Beine zu kriegen. Schön :) Wenn die Dame, dem Typen, der ihr das geschrieben hat, nicht um den Hals gefallen ist, weiß ich auch nicht.
Völlig orientierungslos vertrauten wir der Ampel, die gerade grün zeigte et voilà (ich hab das Französisch in den vier Tagen nicht aus dem Kopf bekommen): Da war er der "Supermercadot". Genüsslich in unsere Äpfel beißend und unsere kalte Cola hinterkippend schlenderten wir in Richtung "Colloseum", mit erneuten Zwischenstopp und Kleiderwechsel an einer Kirche.
Schließlich erreichten wir das "Colloseum". "Wow", dachten wir nur. Gigantisch irgendwie. Römer liefen dort auch rum. Außerdem Mitarbeiter, die einen zur Führung überreden wollten. Hatten sie fast geschafft bis ich dann fragte "Is it in English or German?". Ersteres war der Fall und so entschieden wir uns doch für den AudioGuide auf deutsch.
Ehe wir eintreten durften, mussten wir jedoch durch die Kontrolle - ähnlich der am Flughafen. Der Kontrolleur sah mich strahlend an und wiederholte immer und immer wieder "Beautiful Eyes. Beautiful Eyes." Angst?!
Nach dem "Colloseum" spazierten wir am "Konstantinbogen" vorbei zum "Palatin", der jedoch bereits geschlossen hatte. "Forum Romanum" und "Capitol" betrachteten wir dann noch von außen, ehe wir durch die Stadt schlenderten, um die wichtigsten Plätze abzulaufen. Die da wären: "Piazza Navona", "Piazza del Popolo", "Piazza di Spagna" (Spanische Treppe), "Fontana di Trevi", "Piazza del Quirinale" sowie "Piazza Republiqua". Auf diesem Spaziergang begegnete mir erneut ein lächelnder Italiener, der mir ein charmantes "Ciao" zurief, worauf mir Katrin vorwarf, ich würde allen Italienern schöne Augen machen und dass sie nie wieder mit mir wohin fahren würde. Mäh?! Ich hab doch gar nichts gemacht.
Nachdem wir den Bus um viertel elf erreicht hatten, fielen wir - zurück im Hotel - völlig erschöpft in unsere Betten. An einem halben Tag hatten wir schon fast unseren gesamten Plan abgehakt. Bereits an diesem Abend stellten wir einstimmig fest, dass Rom eine beeindruckende Stadt sei. Zudem wurde uns bewusst, dass die Ampelfarben keine wirkliche Bedeutung haben. Wichtig sei es entschlossen über die Straße zu gehen - Umfahren würde man uns schon nicht.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

schonwieder ein pinkes flugzeug?