Sonntag, Mai 27, 2007

Hoffmanns Erzählungen

Als kleines Dankeschön für alles lud ich meine Eltern gestern in "Hoffmanns Erzählungen" von Jacques Offenbach ein. Auf diese Oper, die von E.T.A Hoffmann handelt, der mich bereit mit "Madame Scuderi" und "Der Sandmann" in seinen Bann zog, wurde ich durch "Das Leben ist schön" aufmerksam, da dort die Barcarolle eine Rolle spielt. Das Lustige ist, dass ich im 2. Rang rechts saß und Dora ebenfalls irgendwo rechts oben ihren Platz einnimmt. Einen wild gestikulierenden Guido konnte ich jedoch nicht entdecken.
Auch sonst war der doch recht preiswerte Platz durchaus günstig, da ich direkt auf das Orchester blicken konnte. Ich liebe das Orchester. Von mir aus könnten die den Gesang abstellen, denn damit kann ich weitaus weniger anfangen, aber dann wäre es ja keine Oper mehr. Letztendlich hatten unsere Plätze jedoch den Nachteil, dass wir hinterher alle unter Nackenschmerzen litten, weil wir uns stets nach rechts drehen mussten. Zudem konnte ich das rechte Bühnengeschehen nicht wirklich mitverfolgen. Dafür hätte ich mich dann doch sehr weit über die Stange lehnen müssen.
Im Großen und Ganzen war es doch recht schön. Wie gesagt, ich steh mehr auf Orchesterkonzerte, aber als die Barcarolle dreiviertel 10 und einige Minuten später erneut erklang, war ich wunschlos glücklich. Den Applaus am Ende find ich auch immer großartig. Nicht das Klatschen - das ist mühselig - sondern zu sehen wie sich die Darsteller und Musiker gemeinsam feiern lassen, zu spekulieren, wie sie sich fühlen, ob es für sie Abend für Abend etwas Besonderes ist oder Routine. So wirklich weiß auch nicht, warum ich von der Verabschiedung so angetan bin, aber es gefällt mir einfach.

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