Sonntag, Mai 20, 2007

5 Tage sind 2 zu viel...

... denn man kommt auf ganz dumme (Zukunfts-)Gedanken, beeinflusst durch Gespräche mit der Oma, der ehemaligen besten Freundin, durch die Anwesenheit des kleinen Bruders oder durch P.S. Ich liebe dich. Ein Buch, durch das ich mich ein wenig quälen muss, das nicht wirklich Spaß macht zu Lesen, weil es sprachlich auch von einer 12-Jährigen stammen könnte, die einen Detektivhund "007" nennt, aber das stellenweise doch zum Nach- und Umdenken anregt. Aber von vorne - mal sehen, was meine 10,5 A5-Seiten Notizen aus dem frisch eingeweihten "Biste Schaf"-Buch von Katrin hergeben:

Mittwoch, 16. Mai 2007
S-Bahnfahrt. In Ledeburg steigt ein Ehepaar ein. Ich sitze links außen mit meinem Koffer vor mir. Er möchte sich neben mich setzen, worauf ich gezwungen bin, mich ans Fenster zu setzen. Ich vergewissere mich bei ihm, ob es ihm recht ist, wenn ich meinen Koffer vor seinen Füßen stehen lasse.
Er: "Ja ja. Ich gehör ja jetzt zu den älteren Arbeitnehmern! Mit 50! Wussten Sie, dass ab 50 nur noch jeder Zweite einen Job hat?! [...] Und was machen Sie so?! [...] Ach, Abitur! Ach was! Auch in Politik? [...] Und welchen Vorschlag haben Sie genommen? [...] Ah! Rechtstaat und Folter! Und haben Sie zur Vorbereitung auch im Stark-Heft gelesen."
Ich: "Eher weniger. Ich habe es vorwiegend für Mathe, Deutsch und Englisch benutzt."
Er [entsetzt]: "Waaas?! ICH habe eine Aufgabe dazu gestellt!"
Fettnäpfchen Nummer Eins: "Na ja, ich habe ein wenig rumgeblättert, aber intensiv habe ich damit leider nicht gearbeitet" Ich kann ihm ja nicht sagen, dass mein Lehrer gesagt hat, dass es nicht zu empfehlen ist. "Aber ich habe es mir nicht gekauft."
Er [entsetzt]: "ICH verdiene 20 Cent pro verkauften Buch und SIE haben es nicht gekauft?"
Fettnäpfchen Nummer Zwei.
Small-Talk über meine geplante Reise. "Magdeburg? Da war ich '89 einmal, aber hat mich überhaupt nicht begeistert." Seine Frau lenkt ein: "Wir waren doch vor ein paar Jahren noch mal dort. Da hat sich einiges verändert." Genau! Wessis wollen wohl die Wahrheit verdrängen, wa?! Magdeburg hat sich nämlich enorm entwickelt - wenn auch nicht so wie Leipzig. Denn davon ist er sichtlich begeistert. Beinahe tappe ich in Fettnäpfchen Nummer Drei als ich auf Anhieb nicht darauf komme, dass er mit ZISCH diesen Jugendteil der HAZ meint. 18:17 Verabschiedung, ich hole die Opernkarten für kommenden Samstag und schlendere noch ein wenig durch die Stadt oder besser durch H&M, weil ich dringend eine neue Handtasche brauche. Aber nichts da! Mäh! Ich kann doch nicht ewig mit meiner zur Handtasche umfunktionierten Übergangsjacke rumlaufen, wenn die Temperaturen wieder stetig steigen! Werd' ich wohl diese Woche nochmal mein Glück versuchen müssen.
19:30 am Gleis. Geplante Abfahrt 19:36. Obwohl es sich die meisten Damen und Herren bereits im Gang gemütlich machen, hoffe ich doch noch auf einen Einzelplatz. Alles was ich finden kann, sind aber nichts als Reservierungen. Bleibt nur noch der Gang. Verspätung kommt auch noch dazu. 10 Minuten später als geplant setzt sich der Zug endlich in Bewegung. Die Luft ist schlecht. Eine Dame möchte das Fenster ankippen. Ein aufmerksamer Herr versucht ihr erfolglos zu helfen: "Na ja, besser Ersticken als Erfrieren. Geht schneller und ist nicht so schmerzvoll." Sowas nennt man wohl einen Optimisten.
Es folgen keine weiteren anregenden Gespräche, absolute Stille, vom Fahrtlärm und der gelegentlichen "Die Toilette ist defekt"-Information an Vorbeigehende abgesehen. Ich hätte mir in diesen endlos scheinenden Minuten wirklich nichts sehnlicher gewünscht als das irgendwer den Mund aufmacht und diese bedrückende Stille aufgelockert hätte, ob alter Opa, eingebildete Tusse oder dummer Soldat. Stattdessen wurde ein "Gähn"-Wettbewerb ins Leben gerufen - ich denke, ich hatte große Chancen auf den Sieg. Planmäßige Ankunft in Magdeburg: 20:58! Anschlusszug 21:03! Etwa 21:04 Uhr rollen wir ein und welch Wunder: 21:07 - als der Zug endlich zum Halt kommt - steht der RE immer noch da! Nix wie rein!
21:26 Ankunft in Burg, Begrüßung Oma, Fahrt nach Stresow. Dort fallen meiner Oma, die vorher damit beschäftigt war, ihre volle Aufmerksamkeit dem Straßenverkehr zu widmen, dann auch meine leicht kürzeren Haare auf. Kommentar, den sie mindestens 10 Mal wiederholte: "Na ja, die wachsen ja wieder." Danke für die Blumen, Oma.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon keine wirkliche Lust mehr und hoffte, gut einzuschlafen, und erst wieder am Sonntag aus meinem tiefen Schlaf zu erwachen.

Donnerstag, 17. Mai 2007
10:29 wache ich aus (alp-)traumhaften Schlaf auf. Klassenfahrt auf Usedom oder so, Tierbabys en masse, jedoch ecklige Kröten, wenn ich mich recht erinner, die in der ganzen Wohnung umher krabbelten, einen ständig ansprangen und meine Katze beängstigten. Grausam! Durch Sidney's Stimme um 12 Uhr geweckt worden, mein Vater zwingt mich aufzustehen, obwohl ich todmüde bin. Aber "Puh" - nur ein Traum. Auch wenn ich mich - in der Realität - sofort über eine SMS von meinem Herrn Vater "freuen" durfte und mich gleich wieder übelst drüber aufregen hätte können.
Zwei Stunden später koche ich vor Wut! Nein, ich war nicht kurz vor'm Explodieren, weil das Wasser plötzlich kalt wurde als ich mich eingeseift hatte. Auch nicht, weil gerade mal 6° Celsius im Badezimmer herrschen. Ich könnte alles zusammen schreien, weil ich mir ein Loblied auf meinen lieben Herrn Vater anhören musste. "Es tut mir ja so leid, dass er kein Geld hat." Mir kommen gleich die Tränen. Rücksichtsvoll wird Wurst und Frikasse für ihn eingepackt: "Ich mach das gern für ihn, denn er war immer der, der auch mal was zum Grabstrauß hinzugegeben hat und ..." Bla bla bla. Hat er sie also auch wieder soweit gekriegt. Er ist der Gute und alle anderen [Geschwister] die Bösen, die Schuldigen. Ich musste mich wirklich zusammenreißen, ihr nicht den Kopf zu waschen, ihr zu sagen, dass er sich all die Jahre einen Scheiß um mich gekümmert hat. Aber sie würde rein gar nichts verstehen, was ich sage, denn für sie bin ich immer noch "die Kleine".
14 Uhr waren wir am Penny-Parkplatz in Heyrotsberge. Zu meiner Überraschung war Herr W. ausnahmsweise mal pünktlich. Begrüßung. Ohne ein "Alles Gute zum Vatertag" - steht ihm einfach nicht zu. Gemeinsame Fahrt ans Elbufer. Schönes Restaurant, leckerer Kuchen, Super Live-Band. Trotz Guter-Laune-Musik (Von Rosenstolz über Roger Cicero, Grease zu "Du hast die Haare schön") kommt aber in mir keine Stimmung auf - Schade, dass Monika & die alle nicht "zufällig" dabei waren. Die Gesprächsthemen waren mager. Vorwiegendes Anschweigen. Zwischendurch Diskussion über Nichtraucher-Schutz und SAW 3-Empfehlung. So'n angetrunkener Kumpel von ihm begrüßte uns auch noch ("So 'ne hübsche Tochter hast du?!") sowie ein hackedichter "Fussi" zu dem meine Oma dann meinte: "Ihr denkt wohl immer, dass es uns Frauen immer auf die Größe und die Länge ankommt. Aber es kommt auf hier oben [Kopf] an." Fussi: "Ach ihr Frauen, legt es euch doch immer so zurecht, wie es euch grad passt."
Schließlich brachen wir zum Spaziergang auf. "Spaziergang" - das ich nicht lache! Runter zum Ufer, rumstehen und zurück. Gut, Oma kann nicht mehr so, aber ein Spaziergang hätte meine Laune bestimmt ein wenig angehoben.
Gegen 17 Abschied bei Penny. "Schön dass du Zeit hattest." Ja ja, nichts zu danken.
Ortseingangsschild Möser. Oma: "Ich will mal gucken, ob der Kleine da ist." Und Bingo. Sidney, seine Freundin Nora und Malte liefen auf der Straße Rollschuh - pardon "Ooooma! Das sind INliner!" Das war so niedlich. Sidney hatte nur ein Paar, Nora keins, also hatte Sidney den Rechten an und Nora den linken Schuh. Während wir alle in die Wohnung gingen, blieb Malte draußen. Ich: "Möchtest du auch mit rein?!" Trauriges Kopfschütteln. Oma und ich tranken mit Annette noch einen Tee/Kaffee, während die drei weiter draußen spielten. Und es war wirklich merkwürdig. Ich fühlte mich dort viel wohler als in Anwesenheit meines Vaters. Was allerdings auch etwas komisch war, war, in dem Haus all die Möbelstücke zu sehen, die aus unserer "guten alten Zeit" in Bissendorf stammen.
Auf der Rückfahrt klärte mich Oma erstmal über die Beziehung zwischen Nora, Sidney und Malte auf. Nora geht in die erste Klasse, Sidney ist noch im Kindergarten, also etwa zwei Jahre jünger und einen guten Kopf kleiner. Ob er in Nora verknallt sei, fragte meine Oma ihn eines Tages: "Nee..." Seine Mama gestand er kurze Zeit später aber: "Ich bin doch verknallt!" Malte scheint das Fünfte Rad am Wagen und sehr eifersüchtig zu sein: "Wenn du mit Sydney in den Zoo gehst, spiel ich nicht mehr mit dir." oO... Erpressung?! Aber Nora ist schon eine Niedliche, schöner Name, schöne braune Augen. Einen Tag später stellten Anne und ich fest, dass sie vermutlich ein ganz schöner Jungenschwarm ist, denn Anne meint sich zu erinnern, dass ihr kleiner Bruder Julius in seiner Kindergartenzeit auch immer von Nora schwärmte - und der ist nun auch in der ersten Klasse.

Freitag, 18. Mai 2007
Sidney und Annette hatten sich für um 10 Uhr zum Frühstück angekündigt. Versprochene Brötchen gab es nicht - zum Glück! Denn sonst wäre ich nicht in den Genuss des leckersten Nussbrots der Welt - von meinem Selbstgebackenem natürlich abgesehen - gekommen.
Jedenfalls ist der Kleine ein Sonnenschein. Es ist so niedlich, wenn er einem zur Begrüßung x-mal die Hand schüttelt bis man endlich sagt "Ok, reicht! Ist ja gut!", wenn er mit den Armen flattert, weil er mit seinen Flügeln in die Luft schweben will, wenn er sich an den Kopf schlägt, sich die Augen zuhält, wenn man ihn entdeckt hat und er sich scheinbar unsichtbar fühlen will. Zu Ärgern versucht er mich auch. Wollte er doch ständig den Flurschrank öffnen (und sich dahinter verstecken) und tat immer ganz unschuldig, sobald ich ihn beim Öffnen erwischte. Im Weg stand er mir auch ständig, machte dann aber Platz, und wenn ich nicht auf der Stelle durchging, meinte er entnervt: "Nun geh doch!" Freches Balg! Der kann sich wirklich mal eine Scheibe von Annes Geschwistern abschneiden. Tilli, Moritz und Nina sind sowas von artig. Total liebe und hübsche Kinder, ebenso die Eltern. Ich würd' so gern besser mit Kindern umgehen können. Ich beneide Anne und die Frau ihres Vaters wie toll die sich mit den Kleinen unterhalten können und alles.
Ich freu mich wirklich, dass er hier war und frage mich, ob es immer bei diesen "zufälligen", seltenen Begegnungen bei Oma bleiben wird, oder ob wir uns eines Tages vielleicht direkt und gegenseitig besuchen. Ich bin schließlich seine große Schwester - auch wenn es mir nach wie vor unangenehm ist, wenn meine Oma aus ihm rauszukitzeln versucht, wer ich denn bin. Er ist doch nicht doof! Während ich so seine hellblonden Haare und blauen Augen betrachtete, erwischte ich mich bei dem Blitzgedanken "Könnte auch mein..."! Ach es ist wirklich total bescheuert. Die Ähnlichkeit ist schließlich nicht verwunderlich, da er nach seinem unserem Vater kommt - auch wenn der weder blond noch blauäuig ist.
Was mich ein wenig nervt, ist, dass er total der Mäkelkopp ist. Da fehlt wohl der Vater - oder Opa - der ihm befielt: "Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt."
Nach dem Mittag holte mich Anne ab. Erstmal wurden die Welpen von Senta (wunderschöner Bernersennen-Altdeutscher-Schäferhund-Mischling) betätschelt sowie Lucy (Westhighland-Terrier), die ganz aufgeregt war und gleich angesprungen kam. Dann wurde das Neuste ausgetauscht. Sie wird im September als Au-Pair nach Spanien gehen, Peter + Martin nach Neuseeland (*neid*) und ich werd' wohl an meinem zukünftigen Arbeitsplatz damit beschäftigt sein, vor Neid zu erblassen, wenn ich Strandbilder von Anne zugemailt bekomme. Joa, viertel Neun war ich dann wieder in Stresow. War ein schöner Tag, der wohl Schönste von allen fünf.

Samstag, 19. Mai 2007
Samstag wachte ich gegen halb zehn mit dem Blitzgedanken auf, meinen Geburtstag zu feiern. Und zwar groß, also sowohl mit Familie als auch mit den wichtigsten Freunden. Doch schnell folgte die Ernüchterung: Zum einen habe ich in der Woche Geburtstag, was bedeutet, dass ich Anfang/Mitte September feiern müsste und Anne sich da zum Beispiel schon unter der Sonne Spaniens bräunen würde. Zum anderen: Soll die ganze Familie nach Bissendorf kutschiert werden?! Und wo sollen die alle schlafen? Folglich werde ich wohl, wie bereits zu meinem 18. geplant und nicht verwirklicht, für die Familie ein Kaffeetrinken in Ottersleben organisieren. Ist schon doof, wenn die ganze Familie in Deutschland verstreut ist.
Nach dem Frühstück und Friedhofs-Besuch, fuhren meine Oma und ich in Die Kirche. Geschlossene Veranstaltung - der mit Blumen beschmückte Oldtimer verriet: Heute hatten sich mal wieder Zwei das Ja-Wort gegeben. Hochzeit war an diesem Tag mehrmals ein Gesprächsthema für meine Oma und immer wieder fiel das Wort "Absicherung". Anfangs war ich innerlich entsetzt. Heiratet man denn nicht eigentlich aus Liebe?! Doch dann wurde ich einsichtig, denn allein der Liebe wegen, könnte man auch ohne Trauschein zusammen leben. Und wenn ich mir vorstelle, dass ich als Lebensgefährtin um mein Recht kämpfen müsste, meinen im Sterben liegenden Mann zu sehen, weil ich amtlich keine Familienangehörige bin... Unvorstellbar. "Absicherung" klingt zwar meiner Meinung nach etwas lieblos, aber scheint dennoch mehr als sinnvoll.
Trotzdem haben meine Oma und ich in genug anderen Bereichen absolut gegensätzliche Vorstellungen, wodurch ich auch nicht wirklich in der Lage war, ein anregendes Gespräch mit ihr zu führen, sondern die meiste Zeit zuhörte, nickte, ein "Aha" von mir gab. Sehr amüsant und beispielhaft für unsere entgegengesetzte Meinungen:
Oma: "Habe ich heute schon gesündigt?!"
Ehrliche Antwort wäre gewesen: Du hast 2 Wackelpudding mit Vanillesauce und 2 Stück Kuchen gegessen: JA!
Sie zog es aber vor, sich die Frage selbst zu beantworten: "2 Joghurt und Kuchen. Nö, eigentlich nicht."
Nach einem kurzen Gespräch mit dem neuen Besitzer der Kirche, sehr sympatisch, angenehmer machteburscher Dialekt, fuhren wir zurück. In Burg schlug meine Oma vor, doch noch Essen zu gehen. Bitte zum Chinesen, dachte ich. "Was hälst du vom Chinesen", meinte sie.
Ich entschied mich für's Büffet. Sehr lecker. Doch das eigentlich Beste, das worauf ich mich stets am Meisten bis zum Schluss freue, nämlich die Bananen, waren nahezu ungenießbar. Da sind meine Raclette-Bananen tausend Mal besser. Lustig fand ich es übrigens, "Lemon Tree" auf Chinesisch zu hören.
Zurück in Stresow, trafen wir Dorit und Klaus, die sich noch für ein halbes Stündchen mit auf den Hof setzten. Klaus wünschte mir alles Gute für die Zukunft und sprach mir Mut zu: "Du wirst schon alles meistern, weil du ehrgeizig bist! [...] Von wem hast du das eigentlich? Dieses Ehrgeizige, Ruhige [...] Von deinem Vater jedenfalls nicht." Puh! Glück gehabt. Reicht mir, wenn wir uns äußerlich ähnlich sind. Was die noch für ein Bild von mir haben. Ich bin bei Weitem nicht mehr so ehrgeizig. Mein Abi könnte zudem viel besser aussehen als es letztendlich aussehen wird...
Abends beschwerte ich mich gemeinsam mit Lena darüber, dass wir ganztägig so müde vom Nixtun sind, zu wenig Sport machen, uns schulische Beschäftigung fehlt und wir zu totalen "Butzenhockern" geworden sind. Schlimm, schlimm, diese "Gammelzeit". Morgens wachte ich gähnend auf, das zog sich den ganzen Tag über hin, nachmittags um Fünf war der Tiefpunkt erreicht und aus Höflichkeit blieb ich doch noch bis ca. 23 Uhr auf, zumindest im Sofa dösend vor'm Fernseher sitzen.

Sonntag, 20. Mai 2007
Nachts um drei aufgewacht. Ständig einen lächelnden Typen im Kopf gehabt und ewig überlegt, ob er mir am Tag zuvor begegnet war oder doch nur im Traum. Letzteres trifft eher zu, denk ich.
Kurz nach halb eins saß ich dann im Zug, Umsteigen in Magdeburg. Diesmal durch Zufall - oder die Freundlichkeit einer netten Dame - Platz bekommen. Dafür aber fast noch schlechtere Luft als Mittwoch im Gang: Die Lüftung war defekt.
In Hannover noch fast eine Stunde Aufenthalt. Grund genug, Giovanni L einen Besuch abzustatten. Nutella und Erdbeer-Joghurt haben mich nun nicht vom Hocker gerissen - aber allemal genießbarer als Melone...

Zu guter Letzt: Mein Fernsehzeitung-Horoskop für diese Woche passt so ziemlich wie die Faust auf's Auge: "Voller Schrecken stellen Sie fest, dass Menschen mit denen Sie jahrelang eng verbunden waren, völlig bedeutungslos für Sie wurden. Ideen und Ideale stimmen nicht mehr überein."
Passt auf meinen Vater, meine Oma - womöglich sogar auf Anne. Wir haben uns gut verstanden, würde ich sagen, aber ich habe das Gefühl, dass wir uns in den letzten Jahren in völlig andere Richtungen entwickelt haben, und wäre ich in Möser geblieben, hätte unsere Freundschaft vermutlich nicht so lange gehalten.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

den teil mit dem 'kinder sind so toll' hab ich übersprungen, also quasi den gesamten freitag. falls da was spannendes passiert ist und das später zur sprache kommt, jetzt weißte warum ich nicht mitreden kann.

du und ruhig? wo hat sie das her? du bist nur ruhig, wenn du nölig bist oder wenn du mit mir frühstücken musst.

Robby hat gesagt…

:)
Das mit dem Horoskopkram ignorier ich mal :D

Schaf hat gesagt…

"Goar nich", um es mit Sidney's Worten zu sagen :P
Bei den letzten Malen Frühstücken war ich goar nich sooo ruhig. Lüg nich! Na gut, vielleicht bin ich zu sehr mit Essen beschäftigt. Dafür bin ich auch immer vor dir fertig :P
Ich bin ruhig - manchmal. Nur nich immer bei euch, weil ich mich bei euch wohl fühle ;) Oder so. Keine Ahnung