Nachdem ich zu meiner eigenen Überraschung heute von meinem eigentlich nur vorsichtshalber um 9 Uhr gestellten Wecker geweckt wurde, stand Julia diesmal zu einer verträglicheren Uhrzeit, nämlich 9:30 Uhr, mit einer Brötchentüte vor der Tür. Aufgrund des schönen Wetters wurde das Frühstück auf den Balkon verlegt. Dies blieb nicht ohne Konsequenzen, denn die Sonne hinderte Julia am "schnell essen". Zur Lösung des Problems bieten sich da folgende Methoden an: Haare vor's Gesicht - oder einfach nach 'ner Sonnenbrille fragen. Die Sonne war allerdings nicht das einzige Hindernis für ein harmonisches Frühstück. Zitat Julia: "Ich bin total hyper und ich weiß nicht wohin damit." Mein Vorschlag, sie könne ja mit den Vögeln reden, schien sie nicht so wirklich zu begeistern. Schließlich kehrten wir dem uns blendenen Himmelskörper den Rücken zu, um das Sofa mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich hätte ja auch die Möglichkeit es zu retten, sofern ich mich von meinem Bett trennen würde. Aber trotz enormer Rückenbeschwerden bringe ich das, glaube ich, auch nicht über's Herz. Daher war ich hellauf begeistert als Julia meinen Vorschlag, das Sofa für zukünftige GoMler-Abende und heiße Sommernächte in den Keller zu stellen, mit einer ebenso großen Begeisterung entgegen nahm. Die Flecke, auf die die Sonne ein doch recht negatives Licht fallen ließ, brachten Julia zwar ab und zu dazu ein "Oh iiihhh, ich will die doch nicht" auszurufen, aber letzten Endes konnte das Sofa doch mit seinem enormen Gemütlichkeitsfaktor punkten. Und obwohl Julia bereits gegen halb 11 schon unter Entzugserscheinungen zu leiden schien ("Ich muss laden."), schafften Jenny, die mich ab kurz nach 11 tatkräftig unterstützte, und ich es, sie bis kurz nach eins im Uhlenhorst festzuhalten. Kaum war Jenny zum eigentlichen Mathelernen eingetroffen, kamen schon Fragen auf wie "Hast du eine Kamera?", "Hast du ein schönes Gesellschaftsspiel?". Mathesachen wurden nach und nach unfreiwillig vom Sofa verbannt und zunächst durch das Pokerset ersetzt. Kommentare à la "Wie uncool [...] Das ist ja nicht mal ein Koffer. Wahrscheinlich für 5,99 bei Aldi bekommen." ließen das Interesse daran aber auch bald schwinden - folgende Entdeckungen "Aber uuuuuhhh es hat einen Henkel [...] Uuuuhh man kann es drehen" konnten daran auch nichts ändern. Also musste ein anderes, ein tolleres Spiel her. "Kunterbunte Lachparade" machte schließlich das Rennen. Auch wenn wir eine Menge zu lachen hatten, muss man doch sagen, dass um die Mittagszeit und ohne Alkohol bei so einem Spiel eher weniger Stimmung aufkommen kann. Aber wir wären nicht die GoMler, wenn wir nicht das Beste draus machen würden. So mimte Jenny einen Affen und schrie wie Tarzen, bot Julia uns eine "Singen-in-der-Badewanne"-Einlage und drehte ich eine Runde auf allen Vieren um den imaginären Tisch herum. Interessante Fragen gab es auch zu beantworten. "Wem übergab Gott die 10 Gebote?" Julia: "Ähm... ähm... Moses?! Ja?! Gott sei dank!"
Aber all das konnte Julia nicht so sehr erheitern wie die "Meine Oma war hier und ich musste im Wohnzimmer schlafen und wir haben vergessen die eine Kerze auszumachen und am nächsten Morgen hatte ich eine schwarze Nase"-Geschichte. Ich glaub ich habe die schon 10.000 Mal erzählt - immer dann, wenn Gäste die Frage stellen: "Warum sind denn an eurer Decke so schwarze Punkte?!". Manche durften sich die sicher schon mehrmals anhören und daher war ich sehr erstaunt, dass Julia von diesem Ereignis noch nichts wusste. Fand sie jedenfalls sehr amüsant und bot ihr die Erleuchtung, warum ich so komisch bin...
Beweis gefällig, warum es nicht unbegründet ist, mich als komisch zu bezeichnen?!
Julia: "Du hast die falschen Strümpfe an."
Ich: "Ja, ich weiß, die sind blau und mein T-Shirt ist grün, aber..."
Julia: "Da steht Dienstag drauf."
Ich [vor Freude fast in die Luft springend]: "Was? Wie? Ich hab Tagessocken? Toll! Und ich dachte, da steht Tchibo hinten drauf! Wie toll! [...] Aber die Donnerstags-Söckchen sind weiß. Ich will heute keine weißen anziehen. Zieh ich dann zur Mündlichen nächste Woche an. Ach nee, da muss ich ja Grüne anziehen."
Und wenn sie nicht doch (am Kerzenruß) gestorben ist, labert sie immer noch ("Und dann sah ich dieses Kätzchen und das hat ich vorher schon gesehen und...")
Nachtrag: Julias Kommentar bezüglich meiner Bemühungen, die Couch in guten Händen zu wissen, und sie ab und zu vielleicht doch sehen zu können: "[...] kann es sein, dass die wie son haustier für dich is? oO" Möglich?! Nein, ich will ein echtes Haustier. Perfekt wäre ein rolliger Kater, denn laut Julia macht der "Mäh" statt "Miau", womit ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte.
Aber all das konnte Julia nicht so sehr erheitern wie die "Meine Oma war hier und ich musste im Wohnzimmer schlafen und wir haben vergessen die eine Kerze auszumachen und am nächsten Morgen hatte ich eine schwarze Nase"-Geschichte. Ich glaub ich habe die schon 10.000 Mal erzählt - immer dann, wenn Gäste die Frage stellen: "Warum sind denn an eurer Decke so schwarze Punkte?!". Manche durften sich die sicher schon mehrmals anhören und daher war ich sehr erstaunt, dass Julia von diesem Ereignis noch nichts wusste. Fand sie jedenfalls sehr amüsant und bot ihr die Erleuchtung, warum ich so komisch bin...
Beweis gefällig, warum es nicht unbegründet ist, mich als komisch zu bezeichnen?!
Julia: "Du hast die falschen Strümpfe an."
Ich: "Ja, ich weiß, die sind blau und mein T-Shirt ist grün, aber..."
Julia: "Da steht Dienstag drauf."
Ich [vor Freude fast in die Luft springend]: "Was? Wie? Ich hab Tagessocken? Toll! Und ich dachte, da steht Tchibo hinten drauf! Wie toll! [...] Aber die Donnerstags-Söckchen sind weiß. Ich will heute keine weißen anziehen. Zieh ich dann zur Mündlichen nächste Woche an. Ach nee, da muss ich ja Grüne anziehen."
Und wenn sie nicht doch (am Kerzenruß) gestorben ist, labert sie immer noch ("Und dann sah ich dieses Kätzchen und das hat ich vorher schon gesehen und...")
Nachtrag: Julias Kommentar bezüglich meiner Bemühungen, die Couch in guten Händen zu wissen, und sie ab und zu vielleicht doch sehen zu können: "[...] kann es sein, dass die wie son haustier für dich is? oO" Möglich?! Nein, ich will ein echtes Haustier. Perfekt wäre ein rolliger Kater, denn laut Julia macht der "Mäh" statt "Miau", womit ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte.


2 Kommentare:
*hrhr*
*hrhr*
Die Kerzengeschichte kenn ich auch.
ich grübel schon seit zwei wochen, ob ich deine couch haben will oder nicht :D und ich hab immer verpennt dich zu fragen, was aus ihr werden soll.
offenbar war das heute morgen doch ein großes erlebnis und das ist der erste post von dir, der mich seit 6 monaten oder so mal wieder so richtig zum lachen gebracht hat. :D
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