Freitag, Oktober 27, 2006

2 + 1 = 4

Nach langem Hin- und Her holte mich Steff gestern um 20:15 ab, um mir am Bahnhof dann erstmal ihr neues Radio in voller Lautstärke zu präsentieren, sodass wir beinahe vergaßen auch noch auszusteigen, um die S-bahn nicht zu verpassen.
20:27 dann rein, schön weit links gesetzt, um möglichen Jahrgangsanhängern zu entkommen. Fahrkartenkontrolleur kam auch recht zeitig. Steff: "Den kenn ich irgendwo her." Ich: "Vielleicht aus der S-bahn? [...] Der will bestimmt auch gleich ins Fire zu Jannis!"
Wie dem auch sei. Lena stand dann um 20:47 am Bahnhof bereit und so spazierten wir gemeinsam den altbekannten Umweg über's Steintor zum Fire. Dort dann aufgrund der angenehmen Temperatur doch noch kurz überlegt, uns mal wieder rauszusetzen, aber dann konnten Steff und ich Lena doch überzeugen, sich endlich mal in das gemütliche Stübchen zu setzen. Unser Platz? Was für eine Frage! Natürlich direkt neben den Brettspielen. Kartenspiele gab es auch, z.B. "Leg das Rohr! Das Klempner-Spiel". Probierten Lena und ich auch gleich mal aus als wir uns unbeobachtet fühlten.
Der Kellner war extrem "süß", gab gern mal einem neuen Gast ein Küsschen: "Guten Freunden gibt man ein Küsschen", fällt mir da nur ein. Steff: "Wie kann man nur so 'ne Schwuchtel sein? [...] Wie kann man als Mann nur so eine weibliche Stimme haben?" Also so recht schien sich Steff wohl nicht für ihn begeistern zu können, schließlich musste sie vorwiegend damit fertig werden, dass ihr geliebter Jannis nicht anwesend war.
Gegen halb zehn traten mit einem Mal drei bekannte Gesichter durch den Eingang. Die mussten auch nicht lange nach uns suchen, denn schließlich saßen wir so ziemlich direkt vor der Tür. Janine, Tina und Katrin setzten uns ein Weilchen zu uns. Tina kam mir doch sehr lustig vor - lustiger als sonst - und so konnte ich mir die Frage nicht verkneifen, ob sie dann schon was getrunken hätten. "Nein.", war die klare Antwort, die ich ihnen in meiner Etetität natürlich zweifelslos abkaufte bis Janine plötzlich die Flasche Sekt hoch hielt...
Nach ihrer Coca Cola light - der letzten - musste Steff dann doch mal ein Stockwerk tiefer. Janine kam mit und der Kellner gleich hinterher. Beim zweiten Mal übrigens auch...
Die Musik im Fire war gestern einzigartig, davon abgesehen, dass immer dasselbe kam. So vergnügten wir uns bei "Da da da" von Trio (ja, Lena! Nicht nur einer) und noch einem deutschen Kulthit, der mich jedoch in seiner abgewandelten Form ein wenig ins Staunen versetzte:
Zunächst einmal schenkte Lena mir ein Ü-Ei. Ich natürlich ordentlich geschüttelt, um ja die Figur abzugreifen. Was geschah? Lena bekam Rumpelstilzchen und ich den Traummann schlechthin *hust*. Muskulös, heiß, knackig, beweglich, sportlich und einfach nur errrrrotich!
Janine fragte uns dann mit einem Mal, wo wir denn die Ü-Eier her hätten. Dummerweise hatte ich diese Frage nicht mehr bewusst mitbekommen, da ich mich auf das gerade begonnene Lied konzentrieren musste. Staunend, fragend blickte ich an die Decke. Plötzlich lachten alle... tja, man dachte wohl, ich hätte sagen wollen, die Eier wären vom Himmel gefallen. Stattdessen wunderte ich mich in welcher Sprache Nena soeben 99 Luftballons angesungen hatte. Niederländisch? Letztendlich war es Englisch, klang aber anfangs leicht misslungen.
Die Uhr schlug zehn und die treuen Jahrgangsanhänger verließen uns, um zu unser aller ersten Vorabiparty ins Rockhouse zu stolzieren. Und so wurden aus ursprünglich drei im Fire feiernden, plötzlich vier. Katrin - "kein Bock" - leistete uns noch eine weitere Stunde Gesellschaft.
Wir bestellten uns 2 Heineken, eine Fanta und einen Prosecco und machten erstmal "Stößchen, Frau Geheimrat." Ach ne, Lena war wieder sowas von gut drauf... dennoch wurde ihr irgendwann etwas kühl. Zumindest zog sie sich ihre Jacke an und versuchte mich mit "'n dicken Pulli an, Mann!" zum Lachen zu bringen. Schaffte sie auch - allerdings eher weil ich nicht wusste, was sie von mir wollte.
Schließlich wollte Lena auch mal für "kleine Mädchen" - dachte ich zumindest. Letztendlich wollte sie nur Postkarten, also verschwand ich allein bei den "WoMEN". Plötzlich stürmte Lena rein - mal wieder am Lachen - und erzählte mir, dass es 3 Klotüren gäbe. Kerle, WoMEN und Das 3. Geschlecht.
Als wir dann sahen, wie so 'ne Gruppe Kinder das Fire verließ, um zum Rockhouse zu marschieren, konnte Steff nur noch ein "Ich weiß nicht, wer mir leider tut" herausbringen.
Wie auch immer. Gegen halb zwölf verließen auch wir schweren Herzens das Fire, um uns Tripper für'n Euro zu holen bzw. All you can die zu genießen. Auf dem Weg dahin, teilte Steff uns dann mit: "Ich fahr auf'm Fahrrad." [...] Julia vermuteten wir auch noch, gesehen zu haben - dachten zumindest, dass sie sich in ihrem neuen Punklook vielleicht vor Mäcce hingesetzt hätte, um zu testen, ob ihre Freunde sie auch in dieser Umgebung und im entsprechenden Outfit erkennen... vermutlich lag sie dann aber doch krank im Bett. :(
Nachdem ich mir dann 'n leckeres Schoko-Eis geholt hatte, verabschiedeten wir Lena am Steintor - nix falsches denken - und stratzten zum Klagesmarkt, wo Katrins Angel stand.
Wir wussten auch ganz genau wo's lang geht - dummerweise machte uns dann aber 'ne Umleitung 'n Strich durch die Rechnung. Wir kurvten weiter durch Hannover als Katrin plötzlich meinte "Wenn wir links abbiegen, kommen wir zur Landebahn." "Bieg links ab!!!!!!!!" Gesagt, getan. Allerdings vernahmen wir danach ein: "Hm... weiß aber nicht, wie weit das ist. [...] Sind gestern auch ewig rumgekurvt ehe wir die Bahn gefunden haben." Bla eben.
Wir fuhren und fuhren. Katrin stieß ständig ein "Hier sind wir auch langgefahren. [...] Jetzt weiß ich wo wir sind. [...] Ach ne, hier waren wir auf dem Rückweg. Wir müssen wieder zurück" aus. Das zog sich 'ne ganze Weile und x-Straßen hin bis wir dann bei der Forrest Gump Suite und umherwehenden Herbstblättern die gewünschte, legale Landebahn erreichten. Zwei Flieger sahen wir auch landen - von weitem. Immerhin kamen sie uns beim Wenden sehr nahe, aber da waren sie schon ziemlich langsam, wenn auch erstaunlich laut.
Auch wenn es legal war - dieser Parkplatz konnte mich nicht so recht überzeugen. Ich will einfach sehen, wie es direkt auf mich zu kommt :)
Katrin wollte Steff dann irgendwas spannendes (?) erzählen: "Bei Stirb langsam... ."
Steff: "Erzähl nix vom Sterben! Erzähl was von Bambi."
Katrin: "Aber Bambis Mutter stirbt doch auch..."
Steff war mit den Nerven am Ende und so schlugen wir den Rückweg ein. Natürlich nicht ohne uns noch ein weiteres Mal zu "verfahren".

Ab jetzt kann ich nix mehr sagen. Ich war so müde, dass ich beinahe im Auto einschlief. Aus Angst am nächsten Morgen aber von Katrins Mutter schlafend aus dem Auto gezerrt zu werden, des Telefonterrors beschuldigt zu werden und sonst was, entschied ich mich dann aber doch am Uhlenhorst auszusteigen und es mir in meinem kalten Bett gemütlich zu machen....

3 Kommentare:

Steff hat gesagt…

Ich hab das mit dem Fahrrad nicht gesagt!
Hmm, ich glaub, du hast alles ganz gut zusammengefasst.
Jedoch das Mysterium mit dem 3. Geschlecht hast du nicht gelöst. Wir haben doch extra nachgesehen, was sich hinter der Tür befindet... ;-)
Und erwähnt, dass ich durch die halbe Stadt "Lass mal in den Sexshop gehen" geschrien habe, haste auch nicht.
Und das du nur getorkelt bist auch nicht.
Was noch...? Keine Ahnung.
Aber ich fand den Kellner gar nicht so schlimm. Nur die Stimme hat mich iritiert und dass er uns gesiezt hat. Sonst war er echt knuffig, weil er definitiv schwul war. Überhaupt waren gestern viele Schwule da. Toll! :-)

Anonym hat gesagt…

-.- :'( manno!!! und ja, ich lag tatsächlich krank im bett!!

Steff hat gesagt…

Wenn man keine Ahnung hat, sollte man einfach mal die Fresse halten....