Donnerstag, Mai 11, 2006

Das Märchen von Dr. Dee

Es war einmal ein Ort, da liefen viele verpeilte Menschen rum. Diese Menschen versuchten sich gegenseitig zu übertrumpfen. Doch einer blieb für alle unerreichbar. Es war der mysteriöse Herrscher Dr. Dee! Er konnte auch keine Informationen für sich behalten. [im Prinzip war er so wie ich]
Eines Tages bekam er geheime Zuschriften des Mitbewohners R. und legte sie für alle Untertanen sichtbar an einem öffentlichen Platz aus.
[...]
Es war einmal ein Untertan M. Er war vermutlich der erste, der die Informationen erblickte. Es konnte nie bewiesen werden, aber alle Untertanen, an die Untertan M das Geheimnis weitertratschte, gingen davon aus. Zunächst waren alle dankbar, denn so hatten (fast) alle genügend Zeit, sich auf das große Unglück vorzubereiten.
Untertan M war gespannt, wann Dr. Dee die Nachricht seines Mitbewohners R. vermissen würde. Bis zu dem langersehnten Zeitpunkt vergingen Tage und Wochen. Die geheime Botschaft hatte sich in der Zwischenzeit bei allen betroffenen Untertanen rumgesprochen. Doch keiner sagte etwas, denn jeder dachte, sie würden erfolgreicher gegen das Unglück ankämpfen können, wenn sie den Mund hielten.
Vermutlich dachte Dr. Dee ähnlich. Denn er schwieg.
Das Unglück kam und alle überlebten, wenn sie doch große Anstrengung aufbringen mussten.
Alles war gut. Jeder lebte mit einer klitzekleinen Lüge gegenüber dem Mitbewohner R.!
Doch sie lebten gut, denn sie wussten, sie könnten die Schuld ganz allein auf Untertan M schieben.
Untertan M erfuhr davon. Dieser Tatsache als einziger Schuld an der Miseré gewesen zu sein, war er sich nie bewusst gewesen. Denn er wollte seinen Untertanen nur helfen. Nichts anderes hatte er im Sinn gehabt. Sie wurden unterdrückt von den bösen Mitbewohnern und nun sollten sie ihr Chance bekommen.
Doch war es richtig Ihnen die Chance zu geben?
Wäre es nicht besser gewesen, Mitbewohner R. zu informieren? Auf diese Weise hätte es einen Bruch in Dr. Dees Herrschaft geben können. Es hätte die Möglichkeit gegeben, dass alle Untertanen ein vollkommen freies Leben hätten führen können.
Aber: Vielleicht hätten es die Untertanen rausbekommen und sie hätten sich auf Untertan M gestürzt und ihn in Fleisch und Blut zerfetzt.
Selbiges wäre das Resultat gewesen, wenn Untertan M nach der Entdeckung zum Herrscher gerannt wäre. Der Herrscher hätte ihn natürlich einen Eid schwören lassen. Denn es dürfte nie ans Licht kommen, wie verpeilt er wirklich war. Untertan M hätte unter einem großen Druck gestanden und die Frage ist, ob er den Druck hätte Stand halten können... denn auf diese Weise, hätte er alle anderen belogen. Und mit einer Lüge hätte er unmöglich weiterleben können.
Er entschied sich also gegen die Herrschaft und dessen Mitbewohner! Er entschied sich FÜR das restliche Volk!
Er dachte, man sei ihm dankbar. Dies waren auch viele.
Aber es gab auch einige, die nachdachten. Sie verstanden mit einem Mal, welch riesigen Fehler M gemacht hatte. Doch das Unglück war vorbei. Es war alles entschieden.
Noch nicht alles... Untertan M blieb noch eine letzte Möglichkeit: Er könnte nach dem das Unglück geschehen war, zu Mitbewohner R. gehen und alles gestehen.
Doch würde er dann nicht auch wieder von allen anderen in Fetzen gerissen werden?
Mit Sicherheit.
Also hält er den Mund.
Genau wie der Herrscher.
Genau wie alle anderen Untertanen.

Und Untertan M fragt sich, warum er ganz plötzlich als Einziger von einem schlechten Gewissen geplagt wird. Erstens ist nicht bewiesen, dass er der Entdecker war und Zweitens, hätte jeder einzelne Untertan die Möglichkeit gehabt, das Geheimnis aufzudecken. Jeder!
Es tat aber keiner.
Und nun plagt Untertan M das schlechte Gewissen.
Und er weiß nicht, ob er wirklich falsch agiert hat.
Vielleicht sind die Untertanen, die ihm das schlechte Gewissen eingeredet haben, auch einfach beleidigt, weil Untertan M seine Entdeckung nicht nur den guten Untertanen, sondern auch den bösen mitgeteilt hat.
War Untertan M im falschen Moment sozial? Zu den falschen Leuten zu ehrlich?

Die Wahrheit bleibt im Verborgenen.

Fakt ist, so denkt es sich Untertan M, dass es zwar andere Möglichkeiten gegeben hätte, aber die Tatsache, dass sogar der Herrscher schweigt, schockt ihn so sehr, dass er gar nicht so weit denken kann...

Der Herrscher muss vom Thron gestürzt werden. Es gab die Möglichkeit. Sie wurde nicht genutzt. Ist Untertan M Schuld? Sind alle Schuld? Wer ist Schuld?
Sollten sich alle im Nachhinein zusammenschließen, um den Sturz zu begehen!?

4 Kommentare:

Robby hat gesagt…

Ist mir zu hoch - aber wahrscheinlich ist das auch'n Insider, auch wenn ich kurzzeitig wegen M. und R. nachgedacht hab' - aber nee - whatsoever
/wirr

Anonym hat gesagt…

verwirrend wie immer...
und ich hab bei r. auch nich gleich an madame b. gedacht, sondern an den über mir da ^

und wir hätten echt zu der oberherrschrein s. gehen sollen, nachdem wir das dokument fotografiert haben sollten hätten tun.

jaja, deutsch ist schon ne tolle sprache...

Schaf hat gesagt…

... ich hab keine kamera gehabt... aber du...

... also ist alles wieder im Grünen Bereich und wir leben alle gemeinsam mit der lüge?
schließlich steht GM für GemeinsaM.
Also entweder in GM-Manier zu Herrscherin S. oder Mund halten...

... ich verliere immer mehr respekt gegenüber Herrscher Dr. Dee

Anonym hat gesagt…

1. jop hatte ich, dummerweise war ich zu faul, kennst mich ja
2. wir halten GM das maul, solange die klausur noch nich zurück is, mal sehen was ich hab
3. kann er noch tiefer sinken?