Da bin ich wieder - zurück im Westen.
Meine Jüte war des anstrengend in LE. Montag und Dienstag saß ich je min. 8 Stunden am PC! Und das Schlimmste daran: Ganze - moment jetzt muss ich rechnen: 1000 + 400 + 600 +900 - 2900 (und mehr, da ich manchmal vergessen habe zu speichern, bevor der PC abstürzte) fast identische Hand- und Mausbewegungen... da wird man irre, bekommt verdammte Rücken- und Nackenschmerzen und träumt nachts ausschließlich von Zahlen!
Am Mittwoch waren es glücklicherweise nur ca. 5 Stunden. Neben der PC-Arbeit, durfte ich noch Lieferungen überprüfen und den Drucker im Auge behalten. Denn dieser hatte die Angewohnheit, dass Papier zu rollen und ständig Papierstau zu melden. In Folge dessen, musste ich knapp 200 Seiten lang (von 6000 - aber ich hab's aufgegeben) neben dem Gerät sitzen und den Blättern beim Hinausgleiten zur Hilfe kommen.... War sicherlich 'ne gute Erfahrung mal ein wenig in der Werbe- und Textilbranche zu arbeiten, auch wenn ich mit dem Frühaufstehen und Rückenschmerzen zu kämpfen hatte... aber da kann man sich ja dran gewöhnen...
Nuja. Heute wollte ich um 06:30 aufstehen Da ich mein Handy in der Küche hatte, um es aufzuladen, hatte ich die Franzi gebeten mich zu wecken, da sie ihren Wecker auf 06:00 gestellt hatte. Aber die Franzi hat doch glatt weitergeschlafen. Ich wurde dann 20 Minuten vor dem Frühstück geweckt. Sprich 2 Stunden später als geplant.
Stress. Naja... ach eigentlich ist das alles unwichtig. Und sicher denkt ihr euch jetzt, was es mit meiner Überschrift auf sich hat: Aus den Augen - aus dem Sinn
Ich kam also heute mit dem Zug aus LE nach Hannover (übrigens hatte die Bahn 20 Min. Verspätung, da sie über Wolfsburg fuhr, statt Braunschweig, da dort was defekt war....). In H war ich dann mit meiner Mutter zum Essen verabredet. Also wollte ich meine schwere Tasche im Gepäckzentrum abgeben. Ich also da hin, Schließfach gesucht, Anweisungen gelesen, Tasche rein, Tür zu - Moment.... warum geht diese Tür nicht zu???
Zum nächsten Schließfach. Dasselbe Problem... und da passiert es: irgendein Typ (gut aussehend, aber unscheinbar, Teddybärgesicht (glaub ich) :D - jetzt muss ich über mich selbst lachen :D :D :D) quatscht mich an: "Weißt du"- oder siezte er mich??? - "wie das hier funktioniert?" Das wüsste ich auch gern. Aber ich erkläre die an den Schließfächern angeschriebenen Anweisungen halbwegs mit meinen eigenen Worten (wie schön, dass wir das in der Schule so toll gelernt haben)... et voilà: ER schafft es. Er könnte jetzt Danke sagen und gehen. Aber was macht er: Er geht weiter zu dem Schließfach, welches ich als mein Neues Opfer auserkoren habe und HILFT mir. Okay, nicht erfolgreich (Tür geht wieder nicht zu, obwohl er sie zuhält und Geld wird ebenfalls nicht angenommen) Aber ich war schon leicht überrascht... leider habe ich diese einzigartige, vielleicht einmalige Aktion/Hilfsbereitschaft/Sache erst anschließend zu schätzen gelernt-nachdem ich zu der Bahn-Tussi ging und die mich zu einem anderen Fach geführt hat, wo natürlich alles problemlos ging...
... und dann erst setzte das Gehirn ein. Also die gefühlsbetonte Seite (oder wie auch immer) meines Gehirns. Zuvor arbeitete nur die zweckorientierte (Wie krieg ich diese Tasche jetzt da rein? Warum nimmt der Automat mein Geld nicht an?...). Aber dann fiel mir eben auf, dass es sich wohl um einen sehr sehr netten Menschen zu handeln schien und im selben Moment, dass ich den wohl nie wieder sehen werde...
Wie dumm ist man eigentlich? Ich meine: Wie dumm ist man einerseits, dass man nicht irgendwie anders agiert, wenn man auf jemanden trifft, der doch ganz freundlich zu sein scheint. Und wie dumm ist man andererseits, dass man 1. JETZT noch über den Fremden nachdenkt und 2. tatsächlich auf so einen verdammten Zufall hofft, dass man diesen Menschen wiedertrifft, z.B. wenn man die Reisetasche wieder abholt. Dass genau zum selben Zeitpunkt auch Er seinen Rucksack abholt???
Das sind doch echt total unrealistische Traumvorstellungen, oder?
Und wieder kann man sagen: Schaf, du warst mal wieder 100% glückfrei!
(Naja, man kann es ja auch einfach mal von der pessimistischen Seite sehen: Er war ein Macho, der einer Blondine zeigen wollte, wie blöd sie ist, indem er ihr das Gepäck einschließt, wozu sie allein nicht in der Lage zu sein scheint... JA! Genau. So ein Idiot. Was denk ich überhaupt über so'nen Scheiß nach. Alles nur Hintergedanken. Von wegen Hilfsbereitschaft)*.
*Diese paar letzten Zeilen habe ich etwa 5 Stunden nach dem Rest des Textes verfasst. Der Pessimismus hat inzwischen also scheinbar die Träumereien abgelöst... aber ein wenig in Gedanken schwelgen müsste doch noch erlaubt sein, oder???
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3 Kommentare:
den hätteste mal nach der nummer fragen sollen!!!
und sei nicht so pessimistisch, das ist mein part.
...aber wenn ich nicht pessimistisch denke, denke ich dauernd: Warum hast du ihn nicht nach der Nr. gefragt.
Abgesehen davon hätte ich ihn eh nicht nach gefragt... das find ich etwas zu dreist etc. Aber man hätte... kA. Zu spät. Vergessen. Eben "Aus den Augen - aus dem Sinn"!
Tjaja... *gg*
Mehr als'n "*gg*" erspar ich mir hier mal *fg* :D
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